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Adventskalender der TU Chemnitz 2009

Auf Skiern durchs Erzgebirge


Skihang Einsiedel
Skihang Einsiedel

Es wird wieder einmal sportlich, denn heute wollen wir eine Auswahl an Skipisten im Erzgebirge vorstellen. Die Aufzählung ist längst nicht vollständig, aber sie vermittelt sicher einen guten Eindruck, wie schön es im winterlichen Erzgebirge ist, und zeigt Möglichkeiten für alpinen Skisport.

Fangen wir doch direkt in Chemnitz an. Im südlichen Stadtteil Einsiedel gibt es den Skihang am Mühlberg. Der kleine Hang ist 40 Meter breit und weist auf einer Länge von 200 Metern einen Höhenunterschied von immerhin 60 Metern auf, ist also ziemlich steil. Beschneiungsanlage, Flutlicht und ein Tellerlift sind vorhanden. Somit steht einem kurzen Skivergnügen in der Großstadt bei entsprechendem Wetter nichts im Wege. Die Internetseite des Skivereins Einsiedel informiert über die Schneeverhältnisse.


Skihang Augustusburg
Skihang Augustusburg
Skihang Augustusburg
Nachtski in Augustusburg

Ebenfalls nicht weit von Chemnitz entfernt befindet sich der Skihang im Freizeitzentrum "Rost's Wiesen" in Augustusburg. Hier ist die Abfahrtsstrecke 400 Meter lang. Im oberen Teil ist sie recht steil, was fortgeschrittene Fahrer anspricht, während im unteren, flacheren Teil eher Anfänger auf ihre Kosten kommen. Immerhin drei Lifte stehen zur Verfügung. Die Bügellifte sind zwar anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Dafür lässt die restliche Ausstattung mit modernem Ticketsystem und Flutlicht sowie umfangreicher Beschneiungsanlage kaum Wünsche offen. Es ist immer wieder beeindruckend, wie viel Schnee hier produziert wird. Ein weiteres Highlight ist die rund 1500 Meter lange Talabfahrt bis nach Erdmannsdorf. Diese ist zwar unpräpariert und führt z. T. recht anspruchsvoll durch den Wald. Dafür kann man dann aber ohne großen Aufwand mit der Drahtseilbahn wieder nach oben fahren. Über offene Lifte und Schneehöhen informiert die Internetseite des Freizeitzentrums.

Skihang Holzhau
Skihang Holzhau
Skihang Holzhau
Blick vom Skihang auf Holzhau

Etwas weiter östlich liegt Holzhau. Der dortige Skihang lässt schon ein ordentliches Wintersportgefühl aufkommen. Immerhin handelt es sich um das größte Skigebiet im Osterzgebirge. Die verschiedenen Pisten an den zwei Doppelschleppliften bieten unterschiedlichste Abfahrtsmöglichkeiten: durch den Wald, durch hügeliges Gelände oder einfach steil bergab. Der Höhenunterschied beträgt 140 Meter, die Pistenlängen liegen jeweils über 600 Meter. Flutlicht und Beschneiungsanlage sorgen für hervorragende Bedingungen. Direkt an der Talstation des Liftes hält die Freiberger Eisenbahn. Sport Richter stellt auf seiner Internetseite alles Wissenswerte zum Ski fahren in Holzhau zusammen.


Skihang Eibenstock
Blick vom Skihang Eibenstock auf Stadt und Talsperre

Auch im Westerzgebirge kann man Ski fahren. Dafür bietet sich z. B. die idyllisch gelegene Skiarena Eibenstock an. Die 400 Meter lange Piste ist mit einem Doppelschlepplift ausgerüstet. Auch hier gibt es eine Beschneiungsanlage und Flutlicht. Darüber hinaus ist das ganze Jahr über die Allwetterbobbahn nutzbar, die sich direkt neben dem Skihang befindet. Den Schneebericht und weitere Fakten gibt es auf der Internetseite der Skiarena.

Skihang Carlsfeld
Skihang Carlsfeld

Nur ein paar Kilometer weiter, in Carlsfeld, gibt es am Hirschkopf eine rund 450 Meter lange Abfahrt. Durch die Lage auf einer Höhe um 900 Meter ist die Schneesicherheit recht hoch. Zusätzlich steht eine Beschneiungsanlage zur Verfügung. Ein Doppelschlepplift bringt die Skifahrer nach oben. Auch Flutlicht ist vorhanden. Auf der Seite des Fremdenverkehrsvereins gibt es einige Informationen zum Pistenzustand.

Skihang Neudorf
Skihang Neudorf

Bevor wir zu den ganz hohen Gipfeln im oberen Erzgebirge kommen, machen wir noch einen Zwischenstopp in Neudorf. Der dortige, mit Doppelschlepplift ausgerüstete Skihang am Paulusberg wurde in diesem Jahr schon einmal im Adventskalender erwähnt, da hier alljährlich im Februar die Arschleder-Rodel-WM stattfindet. Die recht breite Piste bietet verschiedene Abfahrtsmöglichkeiten. Bei einer Länge von 550 Metern beträgt der Höhenunterschied über 100 Meter. Die Aussicht von oben ist beeindruckend. Direkt am Hang befindet sich der Haltepunkt Vierenstraße der Fichtelbergbahn. Modernes Kassensystem, Flutlicht und Beschneiungsanlage sind vorhanden. Der Skiverein Sehmatal informiert auf seiner Internetseite über alles Wissenswerte zum Hang.

Fichtelberg
Fichtelberg

Die besten Pisten und die modernsten Anlagen des Erzgebirges findet man zweifelsfrei am Fichtelberg, dem höchsten Berg Sachsens (1215 Meter). Hier hat man die Auswahl zwischen verschiedensten Abfahrten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Während die Strecken an der Himmelsleiter leicht zu fahren und landschaftlich reizvoll sind, geht es auf der Rennstrecke unter der Schwebebahn mit hohem Schwierigkeitsgrad zur Sache. Die Abfahrten vom Kleinen Fichtelberg sind mittelschwer. Dort befindet sich auch der Haupthang. Die Gesamtpistenlänge beträgt 16 Kilometer, die längste Abfahrt ist 2,5 Kilometer lang. Drei Doppelschlepplifte, ein Vierer- und ein Einersessellift sowie die Schwebebahn bringen die Skifahrer auf die Gipfel, von denen man das ganze Erzgebirge überblicken kann. Trotzdem bilden sich besonders während der Winterferien lange Schlangen. Viele der Strecken werden künstlich beschneit. Am Haupthang findet regelmäßig Nachtski statt. Umfangreiche Informationen sind auf den Seiten der Fichtelberg-Schwebebahn und des Vierersesselliftes zu finden.

Fichtelberg
Frisch präparierte Piste am Gipfel des Fichtelbergs
Fichtelberg
Auf dem Kleinen Fichtelberg
Fichtelberg
Haupthang am Kleinen Fichtelberg mit Blick auf Oberwiesenthal
Keilberg
Keilberg

Noch ein Stück höher hinaus geht es auf dem tschechischen Keilberg (1244 Meter). Dort stehen ein Dreier- und ein Einersessellift, ein Doppelschlepplift und neun (etwas ältere) Tellerlifte zur Verfügung. Das ist am Anfang vielleicht etwas verwirrend, aber eigentlich ist es nicht schwierig sich unter den vielen Pisten und Liften zurecht zu finden. Die meisten Abfahrten enden in der Nähe der Straße am Keilberg und sind dadurch recht kurz. Somit beträgt die Gesamtpistenlänge auch nur 10 Kilometer. Am längsten ist die Abfahrt Richtung Joachimsthal mit 2,5 Kilometern. Über eine Skibrücke erreicht man das unterhalb der Straße gelegene Gelände, welches sich hauptsächlich für Anfänger eignet. Es gibt ebenfalls eine schwierige Rennstrecke und mehrere mittelschwere Strecken. Die Aussicht vom Gipfel ist änhlich faszinierend wie vom Fichtelberg. Vorteilhaft sind die relativ geringen Preise und die Lage der Abfahrten an einem Nordhang. Mehrere Hänge werden beschneit, zwei sind mit Flutlicht ausgestattet. Deutschsprachige Informationen findet man auf der Internetseite des Keilberges.

Keilberg
Keilberg
Keilberg
Blick zum Gipfel
Keilberg
Abfahrt am Sessellift


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© Fotos: U. Hertel
Ulrich Hertel, Die TU-Wichtel

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