Zum aktuellen Adventskalender 2019

Adventskalender der TU Chemnitz 2008

Eine Bahnfahrt von Moldau nach Brüx


Sind Sie gerade im Osterzgebirge unterwegs? Und haben auch noch Zeit für einen schönen Ausflug mit der Eisenbahn? Dann empfehlen wir Ihnen eine Tagestour auf der böhmischen Seite des Erzgebirges, den Streckenabschnitt Moldau - Brüx.
Vorab "ziehen wie uns den Fahrplan zu Gemüte"; unter jizdnirady.idnes.cz/vlakyautobusy/spojeni/ wählen wir "Deutsch" an; klicken unter "Fahrplan" "Züge" an und suchen eine Verbindung Moldava - Most heraus.
Kommen Sie mit, es gibt viel zu sehen! :-))

Wir starten in Neurehefeld, einem Ortsteil von Altenberg. Dort überqueren wir den sächsisch-böhmischen Grenzübergang. Nachdem wir rechterhand an dem ehemals weithin bekannten Gasthof "`Fischerhaus"' vorbei gelaufen sind, biegen wir links in die Straße zum Bahnhof ein. Gasthof Fischerhaus
Gasthof Fischerhaus in Moldau
alte Ansicht
Bahnhof Moldau ca. 1910
Bahnhof Moldau ca.1910
alte Ansicht von 1910
Der alt-österreichische Bahnhof ist schon etwas verfallen aber immer noch sehr schön.
Die Bahnlinie wurde am 18. Mai 1885 von der Prag-Duxer Eisenbahngesellschaft in Betrieb genommen. Bis 1945 hatte sie sogar Anschluss bis ins sächsische Freiberg und nach Nossen.

Die Strecke sollte schon mehrfach stillgelegt werden. Daher sind Eisenbahnromantiker gut beraten, sich zu beeilen, wenn sie diese einmalige Fahrt erleben wollen.

Bahnhof Moldau
Bahnhof Moldau heute
Ansicht heute
Die Streckenführung geht steil in Richtung Osten den Erzgebirgsabhang nach Böhmen hinunter und durchquert als Erstes die Orte Neustadt und Niklasberg. Bahnwächterhaus
Bahnwächter-Haus
... kurz vor der Brücke nach Niklasberg
Brücke vor Niklasberg
Brücke vor Niklasberg
Viadukt vor Niklasberg
Von der nächsten Station Eichwald (Kopfbahnhof) fährt der Zug nun westwärts nach Klostergrab hinab.
Bahnhof Obereichwald
Bahnhof Obereichwald
Bahnhof Obereichwald und Restaurant um 1908
Klostergrab
Brücke bei Klostergrab
Hüttengrund bei Klostergrab
Klostergrund heute
Viadukt bei Klostergrab
... Ansicht heute; vorn links der ehemalige Gasthof ist inzwischen abgerissen
Weiter geht es unter anderem nach Ossegg und Oberleutensdorf bevor Sie in Brüx ankommen.
Ossegg
Bahnhof in Ossegg
... Bahnhof Ossegg heute
Bruex
Bahnhof in Bruex
... Bahnhof Brüx; im Hintergrund der Schloßberg
Bitte wundern Sie sich nicht, dass in Brüx die Altstadt fehlt. Sie wurde Mitte der 1960er Jahre dem Kohleabbau geopfert. Einziges Überbleibsel ist die Dekanalkirche. Sie wurde gerettet, indem sie sehr aufwändig versetzt wurde.

Wer sich noch mehr für die Geschichte des böhmischen Teils des Erzgebirges interessiert, findet unter www.boehmisches-erzgebirge.cz (Seiten in deutsch) weitere Informationen.

Verwendete Ortsnamen und ihre tschechische Bezeichnung:

Eichwald Dubí
Ossegg Osek
Oberleutensdorf Litvínov
Brüx Most
Neustadt Nové Mĕsto
Niklasberg Mikulov v Krušných horách
Moldau Moldava


Version zum Ausdrucken


© Text: Thomas L. Koppe, Rosita Pudlat , Fotos: Thomas L. Koppe
Rosita Pudlat, Die TU-Wichtel

Adventskalender der TU Chemnitz 2008