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Adventskalender der TU Chemnitz 2008

Sankt Marien - die Stadtkirche in Marienberg


Ganz gleich von welcher Seite her man sich Marienberg nähert, Sankt Marien ist nicht zu übersehen. Sie "thront" praktisch über dem Häusermeer von Marienberg.

Fernansicht St. Marien
Fernansicht St. Marien
... an einem trüben Spätnachmittag
Sankt Marien wurde von 1558 - 1564 durch Baumeister Wolf Blechschmidt erbaut.
Sie entstand nach den Vorbildern der Stadtkirchen von Pirna und Annaberg.
Sankt Marien hat drei Schiffe und sieben Joche.
Als Baumaterial diente Sandstein aus Grillenburg.
Außenansicht
Außenansicht
Tor
In der Vorhalle
ein schönes schmiedeeisernes Tor

Im Sommer 1610 zerstörte ein fürchterlicher Stadtbrand nicht nur den Großteil der Häuser, sondern auch diese spätgotische Hallenkirche.
In den folgenden sechs Jahren wurden Holzdecken, Holzsäulen und Holzemporen erneuert. Ab 1616 war es wieder möglich, Gottesdienste zu feiern. Im selben Jahr wurde das Triumphkreuz aufgestellt, der Altar im Jahr danach.

1668 - 1675 konnte durch Spenden, die im ganzen Land gesammelt wurden, das Dach, drei Seiten der Empore und das Gewölbe gebaut werden. Italienische Stukkateure gestalteten die Stuckmotive und die zauberhaften Engelsköpfe an der steinernen Empore.
Der Emporenring wurde erst 1879 mit dem Einbau der Orgelempore geschlossen.

Kruzifix
Kruzifix
Kruzifix
Der Einbau der Orgel im Silbermannschen Stil erfolgte 1872 - 1879 durch Carl Eduard Schubert.
Die prächtige Orgel hat 51 Register und 3158 Pfeifen. Sie ist die einzige erhaltene Großorgel Schuberts.
Kanzel
Blick zur Orgel
Orgel

Weitere Kostbarkeiten sind u.a. die Kanzel aus der Zeit um 1620, der Anna selbdritt-Altar von ca. 1520. (Anna selbdritt-Altar: Darstellung der heiligen Anna mit Tochter Maria und dem Jesuskind)

Kanzel
Blick zur Kanzel
Kanzel
Der Altar stammt aus der kleine Kapelle in Nähe des Zschopauer Tors. Er zeigt in seinen Seitenflügeln ausdrucksvolle Holzplastiken der Schutzheiligen des Bergbaus Barbara und (wahrscheinlich) Katharina. Altar
Anna selbdritt-Altar
Vorm Altar

Unsere Blicke verweilen auf den herrlichen Bleiglasfenstern. 1896 fertigte die Zittauer Firma Türcke die sieben bunten Fenster - eindrucksvolle Kunstwerke.
Im gleichen Jahr wurde Sankt Marien farblich neu gestaltet, die Arbeiten 1897 fertigestellt.
Sie finden im Kirchenschiff auch ein Ehrenmal für die Gefallenen des ersten Weltkrieges; geschaffen vom Chemnitzer Künstler Bruno Ziegler.

Bleiglasfenster
Eins der schönen ...
Bleiglasfenster
Altarraum links
... Altarraum
Blick links in den Altarraum zum Ehrenmal
Figur
... an der Säule
Skulptur mit Wappen
Altar
Kleiner Altar
... in der Vorhalle der Kirche

... der heiligen Jungfrau Maria und der heiligen Apostel Petrus und Paulus

1991 wurde der Förderverein zur Rettung der Kirche gegründet. Dank des großen Engagements des Fördervereins und vieler freiwilliger Helfer konnten in den Jahren von 1992 - 1996 das Kirchendach erneuert, das Portal restauriert und der Turm instandgesetzt werden.
Bis 2005 ermöglichten weitere große Investitionen aus Fördermitteln und Spenden Restaurierungsarbeiten u.a. an den Bleiglasfenstern, der Außenfassade und im Innenbereich der Kirche. Pünktlich zum Tag der Sachsen im September 2006 wurden die Arbeiten am Kirchenschiff fertigestellt. Ein Meilenstein war erreicht!

Mit einer Festwoche vom 01.-07.09.2008 feierte die Kirchengemeinde das Jubiläum "450 Jahre seit Grundsteinlegung der Kirche". Die Stadtkirche Sankt Marien erstrahlt nun wieder in ihrem Glanz.
Die Restaurierungsarbeiten sind im wesentlichen abgeschlossen. Eine Generalrestaurierung der Orgel ist für das kommende Jahr geplant, sofern dafür die Mittel fließen.

Diese schöne Kirche ist täglich von 14:00 - 16:30 Uhr zur Andacht und Besichtigung geöffnet.
Beachten Sie bitte, dass Führungen nur auf Anmeldung möglich sind. (Pfarramtskanzlei, Tel.: 03735/22238)

Termine in der Weihnachtszeit:
4. Advent:09:30 Uhr Festgottesdienst mit Landesbischof Joachim Bohl
Heiligabend: 15:00 Uhr Christvesper mit Krippenspiel
17:00 UhrChristvesper mit Kirchenmusik
22:00 Uhr Weihnachtsspiel der Jungen Gemeinde "Der kleine Lord"


Version zum Ausdrucken


© Fotos: R. Pudlat
Rosita Pudlat, Die TU-Wichtel

Adventskalender der TU Chemnitz 2008