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Adventskalender der TU Chemnitz 2007

Blatenský přikop (Erbwassergraben Platten)


Die heutige Wanderung führt uns durch das ehemalige Bergbaugebiet auf dem Böhmischen Erzgebirgskamm. Sie ist zu empfehlen, wenn der Schnee selbst in den Kammlagen nicht zum Skifahren reicht.

Wir fahren mit dem Zug bis Johanngeorgenstadt. Direkt vor dem Bahnhof wenden wir uns nach links und laufen die ansteigende Straße hinauf. Oben biegt diese nach links über eine Brücke ab, wir gehen jedoch geradeaus die Pachthausstraße hinab und gelangen nach ca. 1 km wieder auf die Hauptstraße und zum Grenzübergang, den wir überqueren und auf den Markt von Potučky gelangen. Hier können wir uns noch schnell mit Proviant versorgen, bis zur nächsten Einkehrmöglichkeit ist es weit.

Potučky
Kirche Potučky
Dreckschänke
Dreckschänke

Wir wenden uns nach links und laufen die Straße parallel zum Grenzbach bergauf. Nach ca. einem Kilometer erreichen wir die Dreckschänke, die leider schon seit einigen Jahren geschlossen hat. Unmittelbar hinter dem Gebäude wenden wir uns nach links und folgen dem grün markierten Wanderweg steil bergauf.

Wir kreuzen die Bahnlinie nach Nejdek und Karlový Vary und gelangen kurz darauf durch ein kleines Tal in die kleine Ansiedlung Straň (Ziegenschacht). Dieser Bergbauort entstand Anfang des 15. Jahrhunderts. Anfangs wurden hier Silber und Eisen gefunden, bis zum Ende des 18. Jahrhunderts wurde noch Zinn abgebaut.

Straň
Straň
Schutzhütte Luhý
Schutzhütte Luhý

Wir steigen weiter bergauf und erreichen den Železná cesta (Eisernen Weg). Wir wenden uns nach rechts und folgen nun der gelben Markierung immer bergauf. Nach ca. 2 km erreichen wir eine Kreuzung mit einer Schutzhütte (Wegweiser Luhý). Wir folgen dem gelb markierten Weg nach rechts und stoßen nach 500 Metern auf den Blatenský přikop (Erbwassergraben Platten) (6,5 km ab Johanngeorgenstadt).

Dieser 12 Kilometer lange Kunstgraben von Boží Dar (Gottesgab) nach Horní Blatná wurde 1540 angelegt, um die Schöpfwerke, Erzmühlen und Stampfwerke in Platten zu betreiben. Er wurde bis ins 19. Jahrhundert genutzt, und verfiel dann. Seit 1990 wurde er auf der ganzen Länge wieder instand gesetzt und kann nun komplett abgewandert werden.

Blatenský přikop Blatenský přikop Blatenský přikop Blatenský přikop

Wir wenden uns nach links und laufen immer den kleinen Pfad links des Grabens. Er führt uns um den Plattenberg herum. Nach 2 Kilometern treffen wir auf einen Fahrweg, der nach Bludná (Irrgang - hier wurde kein Erz gefunden) führt. Wir wenden uns nach rechts bergauf, überqueren nach 50 Metern den Graben und biegen nach weiteren 50 Metern wieder auf den kleinen Pfad links ab. Nach wenigen Metern überqueren wir auf einer kleinen Brücke den Graben und laufen wieder auf der linken Seite weiter.

Ryžovna
Felsen bei Ryžovna

Nach weiteren drei Kilometern stoßen wir in dem kleinen Ort Ryžovna (Seifen) wiederum auf eine Straße (11,5 km ab Start).

Ryžovna
Ryžovna

Wir folgen dieser nach links und finden hier auch eine Einkehrmöglichkeit. Ab der Straßenkreuzung Potučky-Abertamy können wir wieder links vom Graben laufen. Nach einem Kilometer kreuzt der Graben nochmals die Straße und schwenkt wieder in den Wald ab.

Blatenský přikop Blatenský přikop Blatenský přikop

Wir laufen noch weitere 4 Kilometer am Graben entlang. Links sehen wir bald den kleinen Stausee von Myslivny. Wir passieren eine Schutzhütte und erreichen 100 Meter später wieder die Straße. Der Pfad endet nun, wir folgen der Straße nach rechts. Links erkennt man den Beginn des Erbwassergrabens und auf der Wiese viele eigenartige Erdhügel. Diese stammen aus dem Mittelalter vom Auswaschen des Erzes.

Myslivny
Stausee Myslivny
Božidarské rašeliniště
Božidarské rašeliniště
Boží Dar
Boží Dar

Am Waldrand erreichen wir einen Parkplatz mit Infotafeln. Wir wenden uns kurz zuvor nach rechts und folgen dem Naturlehrpfad durch das Moor (Božidarské rašeliniště), von dem wir schöne Blicke auf den Ort, den Klinovec und den Fichtelberg haben.

Vorsicht: Derzeit ist der Bohlenweg stark beschädigt!

Wir erreichen nach zwei Kilometern den Ort Boží Dar (Gottesgab), in dem der Heimatdichter Anton Günther lebte. Hier können wir uns in einer der zahlreichen Gaststätten stärken. Anschließend laufen wir hinauf zur Kirche und weiter zum Grünen Haus (Zelený dům) und folgen der Hauptstraße nach links hinauf zum Grenzübergang.

Boží Dar
Boží Dar, Anton-Günther-Gedenkstein
Postmeilensäule
Postmeilensäule am Grenzweg

Kurz vor dem Hotel «Neues Haus» biegt nach rechts der Fußgängerweg nach Oberwiesenthal ab. Wir passieren eine Postmeilensäule und kreuzen nach knapp 2 Kilometern die Hauptstraße. Vor dem Sporthotel biegen wir nach rechts ab und gehen die Straße steil bergab nach unten. Nun folgen wir der Ausschilderung zum Bahnhof und können nach 24 Kilometern mit der Bimmelbahn oder dem Bus nach Hause fahren.

Abkürzungsmöglichkeiten:

1. Wir können mit dem Zug bis Horní Blatná fahren. Vom Bahnhof laufen wir zur Kirche und folgen nun entweder der gelben Markierung Richtung Potučky, der wir bis zum Graben folgen, oder wir wählen den rot markierten Wanderweg (Blatenský vrch), wandern vorbei an Wolfs- und Eisbinge (Vlčí jáma, Ledová jáma) hinauf zum Plattenberg (Aussichtsturm, Schlüssel in der Naturschutzstation) und folgen weiter der gelben Markierung bis zum Graben (ca. 5 km kürzer).

2. Wir folgen dem Fahrweg, der nach 2 Kilometern den Graben kreuzt, nach rechts bergauf bis zur Hauptstraße und laufen diese nach rechts bis Horní Blatná (12 km ab Start). Von der Straße ist ein Abstecher zum Plattenberg möglich (nach ca. 2 km rote Markierung nach rechts, zusätzlich 2 km). Von Horní Blatná fahren wir entweder mit dem Zug zurück oder laufen die Straße nach Potučky (weitere 7 km).

Wanderkarten

Route

Google Maps


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© Text, Fotos: Jens Pönisch
Die TU-Wichtel

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