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Adventskalender der TU Chemnitz 2002

Scheibenberg am Scheibenberg


Schwibbogen Scheibenberg Ortspyramide Scheibenberg

Basaltformation Orgelpfeifen am Scheibenberg

Im Panorama des oberen Erzgebirges fallen - neben Fichtelberg und Keilberg - drei markante Tafelberge auf, die sich aus der Umgebung herausheben: Pöhlberg und Bärenstein. Und der Westlichste? Der Scheibenberg! Ein Basaltberg, der durch seine etwas andere Form auffällt, breit und langgezogen, mit Aussichtsturm natürlich. Der Weg ist mit dem Auto relativ leicht zu finden, führt doch die B101 zwischen Annaberg und Schwarzenberg durch den Ort gleichen Namens. Eine Straße führt auch bis auf den Gipfel. Aber - Sie verpassen etwas! Stellen Sie das Auto im Ort ab und gehen Sie zu Fuß, nicht nur auf den 807m hohen Scheibenberg, sondern auch um den Ort zu erkunden, der ca. 650m hoch gelegen ist. Außerdem haben Sie somit die Chance, die bekannten "Orgelpfeifen" zu sehen und nicht nur über diesen zu stehen.

Beginnen wir mit einer Routenbeschreibung im Ort. Auffällig ist schon die interessante Ortsanlage und deren Regelmäßigkeit. Scheibenberg wurde im 16. Jahrhundert planmäßig als schachbrettartige Bergwerkssiedlung aufgebaut (Silberbergbau). Auf dem parkähnlichen symmetrischen Marktplatz stehen in der Adventszeit sowohl die Pyramide als auch ein übergroßer Schwibbogen. Gleich nebenan das Rathaus sowie ein Barockbau mit einer historischen Apotheke. Im Ort fallen einige Tafeln auf, vor wenigen Jahren aufgestellt und interessante Hinweise zu Stadtbild und Geschichte enthaltend. Eine Straße oberhalb des Marktplatzes trohnt die imposante Stadtkirche St. Johann.

Am südöstlichen Ortsrand gelangen wir zu einem kleinen Stadtpark. Wer sich auf Ski weiterbewegen will, dem sei dieser Startpunkt mit ausführlichen Loipenplänen empfohlen. Drei Routen stehen zur Auswahl, eine kurze um den Scheibenberg herum und zwei längere. Letztere führen teilweise über freies Feld in Richtung Süden (Scheibenberger Heide, Crottendorf) bzw. Norden (Schwarzbach). Der Rundweg führt am Waldrand entlang mit sehenswerten Ausblicken. Unterwegs werden die sogenannte "Kanzel" am östlichen Aufgang zum Berg passiert, sowie die schon erwähnten Orgelpfeifen, ein interessantes Naturdenkmal von bis zu 40m hohen, sechskantigen Basaltsäulen. Die geologische Entstehung wird auf Schautafeln erläutert.

Infotafel in Scheibenberg

Von hier sind es nur ca. 150m bis zum Ausgangspunkt, dem Stadtpark. Der Aufstieg zum Gipfel muss nicht über die Straße erfolgen. Oberhalb der Schanze führt auch ein Wanderweg zum Ziel.
Dem Besuch der Berggaststätte - auch erzgebirgische Küche ist im Angebot und zu empfehlen - sowie des Aussichtsturms steht somit nichts mehr im Wege. Planen Sie den Rückweg so ein, dass Sie zur Kaffeezeit in den Ort kommen. Empfehlenswert ist ein nettes Café im gleichen Gebäude wie die historische Apotheke, ausgeschmückt mit Klöppelarbeiten und im Angebot hausgemachter Kuchen.

beleuchtetes Fenster in Scheibenberg weihnachtlich beleuchtetes Haus Scheibenberg

Wenn es dann dunkelt, sollten Sie sich die in der Weihnachtszeit nett geschmückten Häuser nicht entgehen lassen.




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© Text und Fotos: C. Ziegler
Ursula Riedel, Die TU-Wichtel im Dezember 2002

Adventskalender der TU Chemnitz 2002