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Adventskalender der TU Chemnitz 2002

Heimatmuseum Marienberg


Nun haben wir in dieser Adventszeit schon wieder viel gemeinsam unternommen, haben gebastelt, gerätselt, gebacken, sind gewandert und über Weihnachtsmärkte gebummelt und haben uns kulturell betätigt - ... na, oder zumindest haben Sie es sich vorgenommen, stimmt's? Also ich habe nun wieder mal Lust, eines der weihnachtlichen Museen im Erzgebirge zu besuchen. Kommen Sie doch mal mit in's "Stadt- und Heimatmuseum" nach Marienberg. Da es draußen gerade sehr kalt ist, kann man sich mal wieder aufwärmen, ein paar interessante Dinge ansehen und vielleicht - an einem Adventssonntag - auch mal den Stollen eines örtlichen Bäckers kosten (hat geschmeckt :-)).

Dieses Museum finden Sie ganz leicht: wenn man aus Richtung Chemnitz kommt fährt man nach dem Ortseingang Marienberg direkt darauf zu. Es befindet sich nämlich in einem der Wahrzeichen Marienbergs, dem Zschopauer Torturm von 1545.

Heimatmuseum Marienberg

Der Name des Museums verrät es uns schon, wir erfahren etwas über die Geschichte der Stadt und der Region. Wissen Sie zum Beispiel mit welchen Hilfsmitteln Mitte des 19. Jahrhunderts gewildert wurde? In dem Teil der Ausstellung, der dem "Anwalt der Armen" - Karl Stülpner - und seiner Zeit gewidmet ist, erfährt man es. In einer anderen Etage berichten Schachtmodelle und geologische Funde über die Bergbautradition der Stadt. Die schönen erzgebirgische Schnitz- und Klöppelarbeiten sind Beispiele für die neuen Erwerbszweige der Bevölkerung nach dem Rückgang des Bergbaus.

geschnitztes Stadtwappen Detail einer Pyramide

Von einem Besuch des Museums vor vielen Jahren hatte ich noch in Erinnerung, dass es hier ein paar sehr schöne mechanische Weihnachtsberge gibt, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen in ihren Bann ziehen. Und die sind für mich auch heute noch der Höhepunkt des Museums. Schauen Sie sich's an und urteilen Sie selbst:

Märchen-Weihnachtsberg
Weihnachtsberg Alte Fichtelbergschanze)

An diesem Weihnachtsberg bleiben nicht nur die Kinder lange stehen: 20 Märchen sind dargestellt. Ob ihr die alle erratet? Wenn nicht, wäre vielleicht ein gemütlicher Märchenabend bei Kerzenlicht eine gute vorweihnachtliche Idee.


Sehr interessant ist auch dieser Weihnachtsberg: wer weiß denn heute noch, wie es früher auf dem Fichtelberg aussah?

Weihnachtsberg Talsperre Sosa
Weihnachtsberg Talsperre Sosa)

Das "Meisterstück" ist aber zweifellos der vom Holzschnitzer Kurt Meier in 2640 Arbeitsstunden geschaffene mechanische Weihnachtsberg, der den Bau der Talsperre Sosa dokumentiert. In den verschiedenen Bereichen des "Berges" kann man das Wachsen der Staumauer verfolgen und viele liebevoll gestaltete Details sehen. Hier ist ein Stück Zeitgeschichte dargestellt.

Die Fotos zeigen natürlich nur Ausschnitte, den Rest müssen Sie schon selbst anschauen, wenn wir Sie neugierig gemacht haben.



TU-Veranstaltungshinweis!

Samstag, 14.12.2002, 20.00 Uhr, TU Chemnitz, Foyer des Neuen Hörsaalgebäudes Reichenhainer Straße
J.S. Bach, Weihnachtsoratorium Kantaten IV - VI, Collegium Musicum und Motettenchor der TU Chemnitz





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© Fotos: U. Riedel
Ursula Riedel, Die TU-Wichtel im Dezember 2002

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