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Zentrale Einrichtung MERGE
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Neues Laborgebäude an TU Chemnitz übergeben

Mit der Fertigstellung des 2. Bauabschnitts des Technologiezentrums für die Zentrale Einrichtung MERGE erhält die Technische Universität Chemnitz eine weitere wichtige Infrastrukturerweiterung für die erfolgreiche Leichtbauforschung vor Ort. Nach zweijähriger Bauphase bietet die hochspezialisierte Technik in den Laboren Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftlern und Studierenden fortan beste Bedingungen für Forschung und Lehre.

Das Laborgebäude für die Zentrale Einrichtung MERGE der TU Chemnitz ist fertig. Das viergeschossige Gebäude wurde am 7. Oktober 2020 im Beisein von Vertreterinnen und Vertretern des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB), des Dezernates Bauwesen und Technik der TU Chemnitz sowie des Institutsverbunds Leichtbau, dem auch MERGE angehört, coronabedingt in kleinem Kreis an die Universität übergeben. Das Hightech-Gebäude mit knapp 1.400 Quadratmetern Nutzfläche wird in den kommenden Wochen bezogen, anschließend folgt die Inbetriebnahme. Damit unterstreicht der Laborneubau die Etablierung der Forschungsinstitution MERGE als Zentrale Einrichtung an der TU Chemnitz und schafft neue Rahmenbedingungen, die weltweit führende Rolle der Chemnitzer Forscherinnen und Forscher auf dem Gebiet der Schlüsseltechnologie Leichtbau weiter auszubauen.

Unter der Projektleitung der Chemnitzer Niederlassung des SIB entstand der hochmoderne Laborneubau über eine Bauphase von zwei Jahren. Er soll die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die im Rahmen von MERGE an Innovationen im Leichtbau forschen, ab sofort noch enger vernetzen. Neben kürzeren Wegen profitieren die Forscherinnen und Forscher künftig auch von verbesserten Arbeitsbedingungen. „In den vergangenen Jahren hat sich Chemnitz dank MERGE zu einem international bedeutenden Zentrum für Leichtbauforschung entwickelt. Der dreiteilige Hallenbau des Technologiezentrums mit seinen wegweisenden Pilotlinien und einzigartigen Maschinenkonfigurationen ist bereits seit Fertigstellung des ersten Bauabschnittes 2015 der Mittelpunkt der wissenschaftlichen Arbeit der Forschungseinrichtung. Mit dem neuen Laborgebäude haben wir nun auch eine hervorragende und dem aktuellen Stand entsprechende Laborausstattung an zentraler Stelle. Damit ist eine weitere wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Chemnitzer Leichtbauforschung erfüllt“, lobt Prof. Dr. Nendel, Stellvertretender Leiter der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung an der TU Chemnitz.

Insgesamt wurden für den Neubau rund 14,5 Millionen Euro investiert. Finanziert wurde die Maßnahme durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Steuermittel auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

Das MERGE Technologiezentrum

Der Gebäudekomplex des MERGE Research Centre Lightweight Technologies, in direkter Nachbarschaft zum Hörsaalgebäude und dem Weinhold-Bau der TU Chemnitz sowie den Forschungseinrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft, bildet eine starke Verbindung zwischen Grundlagen- und angewandter Forschung. Der neu entstandene Laborbau schließt sich direkt an die Südfassade des bereits bestehenden Technologiezentrums an. Beide Gebäude sind im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss miteinander verbunden. In diesen Etagen befinden sich die hochmodernen Labore, in denen grundlegende Fragestellungen der Leichtbauforschung ab sofort entlang der Wertschöpfungskette vom Molekül bis zum komplexen Bauteil geklärt und anschließend produktionstechnisch im angrenzenden Technologiezentrum erprobt werden können.

Die Infrastruktur der Forschungseinrichtung MERGE an der TU Chemnitz soll in den nächsten Jahren in einem dritten und letzten Bauabschnitt durch ein Bürogebäude komplettiert werden. Der Gesamtkomplex wird dann rund 7.000 Quadratmeter umfassen und damit zu einem der größten Leichtbauzentren in Europa gehören.

Hintergrund: die Zentrale Einrichtung MERGE

Als Zentrale Einrichtung der Technischen Universität Chemnitz beschäftigt sich MERGE seit acht Jahren mit grundlegenden Forschungsfragen rund um die Schlüsseltechnologie Leichtbau. Übergeordnetes Ziel ist es dabei, Möglichkeiten zu entwickeln, um dem Klimawandel als globaler Herausforderung unserer Zeit zu begegnen. Denn mithilfe zukunftsorientierter Leichtbautechnologien können nicht nur Massen reduziert, sondern auch Produktionsprozesse und Bauteile effizienter und intelligenter gestaltet werden. Auf diese Weise lassen sich Energie und Rohstoffe einsparen, der Ausstoß von Treibhausgasen verringern und der Lebenszyklus von Komponenten verlängern. Die im neuen Laborgebäude durchgeführten Untersuchungen und Analysen sollen unter anderem helfen, die Herstellung neuartiger Werkstoffe unter Berücksichtigung der ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit der dafür nötigen Technologien umzusetzen sowie praktische Empfehlungen für die Entwicklung und Berechnung ganzheitlicher Leichtbaulösungen zu geben, die dann bis zur Serienreife entwickelt werden und beispielsweise in der Automobilbranche oder der Luft- und Raumfahrt zum Einsatz kommen können.

 

Autorin: Eva Laurie


13. Oktober 2020