Chair of Business Information Systems II







Einsatz, Nutzen und Probleme von Business-Intelligence-Lösungen – eine empirische Studie mit Fokus auf den sächsischen Mittelstand

Motivation

Die wirtschaftliche Überlebensfähigkeit von Unternehmen hängt zunehmend von der Fähigkeit ab, einer stetig steigenden Informationsflut Herr werden zu können. Die Integration von Daten aus unterschiedlichen Quellen sowie deren Analyse und die Generierung von auf die Informationsbedürfnisse zugeschnittenen Berichten sollte dabei möglichst einfach, automatisiert und schnell erfolgen. Speziell in Zeiten einer sich durch allgemeine Unsicherheit auszeichnenden Rezession ist ein funktionierendes Reporting zur Gewährleistung einer bestmöglichen Unternehmenssteuerung und der damit verbundenen Sicherung der Unternehmensfähigkeit notwendig. Der Einsatz von Business-Intelligence-Lösungen kann dazu beitragen. Besonders für mittelständische Unternehmen ist es wichtig, stets über die aktuelle betriebliche Performance informiert zu sein. Die Unternehmen diesen Typs zeichnen sich allgemein durch in Relation zu Großunternehmen geringere personelle und finanzielle Kapazitäten aus. Der Wettbewerbsdruck ist dadurch umso höher. Sachsen – das bevölkerungsreichste der neuen Länder der BRD – liegt in Bezug zum Bruttoinlandsprodukt je Einwohner weit unter dem Durchschnitt des Bundes. Dementsprechend ist es umso bedeutsamer, das Berichtswesen und die Entscheidungsunterstützung zu verbessern bzw. zu unterstützen, um zusätzliche Effizienzvorteile zu generieren.

Ziel

Zielsetzung der Diplomarbeit soll es sein, zunächst einen allgemeinen Status quo zum Einsatz von Business-Intelligence-Lösungen in sächsischen Mittelstands-unternehmen zu bestimmen. Dies umfasst u.a. die BI-Einsatzquote sowie Aspekte zur Planung von BI, zu eingesetzten BI-Produkten, zu vorgeschalteten, operativen Systemen sowie zu den genutzten BI-Funktionalitäten. Zusätzlich wird angestrebt, Gründe für die Nicht-Nutzung von BI-Lösungen zu ermitteln. Ein Fokus der Arbeit soll außerdem auf die Erschließung des Nutzens und der Probleme von BI-Lösungen gelegt werden. Neben allgemeinen, die sächsischen KMU umfassenden Aussagen, soll im Weiteren evaluiert werden, wie einzelne BI-Nutzen- und BI-Problemgebiete imVerhältnis zu den Eigenschaften des Unternehmens (z.B. Unternehmensgröße) stehen. Implizit wird angestrebt, Potenziale für die BI-Forschung erkennen zu lassen sowie den Unternehmen eine vergleichende Einordnung zu ermöglichen. Empirisches Vorgehen soll dabei die Grundlage sein.


28.03.2009