Das Anliegen des seit 2008 existierendens Forums ist es, kritischer wissenschaftlicher und publizistischer Arbeit, emanzipatorischen Praktiken des Organisierens und der Kooperation und nicht zuletzt dem persönlichem Austausch jenseits der Praxen des wissenschaftlichen „Mainstream“ der Organisationstheorie und –forschung eine stärkere Öffentlichkeit und Sichtbarkeit zu geben. Dies soll in erster Linie durch Workshops, Vorträge und Online-Präsenz geschehen. Die Idee des Forums folgt hinsichtlich des wissenschaftlichen Feldes zunächst der Vermutung, dass im Bereich der Organisationsforschung (und sicher nicht nur hier) an vielen Stellen und in vielen Köpfen das eigene wissenschaftliche Feld, dessen Regeln, Macht- und Sprachspiele, Wissensordnungen, Wahrheitsformen als auch dessen gesellschaftliche Relevanz kritisch reflektiert werden. Ein systematischer Austausch in diesem Sinne scheint hingegen nur sporadisch und ‚unter der Hand‘ stattzufinden. Befördert werden sollen:
In emanzipatorischer Hinsicht wird zweitens vermutet, dass ‚solidarische Eingriffe‘ und kooperative Bemühungen jenseits gängiger Leitbilder des Organisierens und des Sozialen sich oftmals ebenso unter der Schwelle gesellschaftlicher Wahrnehmung abspielen. Heterotopien in Wissenschaft und Praxis aufzuspüren soll dem Forum die Richtung vorgeben.
Schließlich soll es auch um die Lust und das Lustvolle an kritischer Forschung und Denken gehen, welche allzu oft im Alltag der wissenschaftlichen Betriebsamkeit verloren geht. Im Sinne Michel Foucaults: „Stellt euch nicht vor man müsse traurig sein, um ein Kämpfer zu sein“.
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