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Zielsetzung des K3 Knowledge Laboratory®
Inhalt und Struktur des K3 Knowledge Laboratory®
Vorgehen im Projekt
Nutzen des K3 Knowledge Laboratory®
Mit dem K3 Knowledge Laboratory® sollen Erfahrungen aus Unternehmen auf völlig neue Weise verknüpft und anderen Unternehmen zugänglich gemacht werden. Dazu wird ein interaktiver Lernraum aufgebaut, in dem Erfahrungen aus Einführungsprojekten von Wissensmanagement in konzentrierter Form aufbereitet werden. Die meist sehr spezifischen Projektdaten werden dazu in universell verwendbare Erfahrungsbausteine zerlegt. Diese Bausteine können von den Nutzern des K3 Knowledge Laboratory® für die eigene Anwendung individuell kombiniert werden. Anstatt vorhandene Standardlösungen anzubieten, regt der interaktive Lernraum an, Projekte selbst zu konzipieren. Damit entstehen in Unternehmen maßgeschneiderte und ganzheitliche Lösungen für den Umgang mit Wissen.
Werden Projekte durch die von METORA angebotenen Lernwerkstätten verwirklicht, gehen diese Erfahrungen wiederum in das K3 Knowledge Laboratory® ein. Auf diese Weise setzt sich ein nachhaltiger Lernkreislauf zwischen Unternehmen in Gang. Die Datenbasis des K3 Knowledge Laboratory® wächst somit kontinuierlich mit den aktuellen Erfahrungen an.
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Das K3 Knowledge Laboratory® enthält eine Vielzahl von positiven wie auch negativen Erfahrungsberichten zur Einführung von Wissensmanagement in Unternehmen. Im Mittelpunkt stehen dabei verschiedene Handlungsfelder für Wissensmanagement, die sich im Geschäftsprozess ergeben.
Beispiele:
| Wie können Projekterfahrungen in einem Unternehmen besser genutzt werden, um Fehler zu vermeiden und Erfolge zu wiederholen? |
| Wie kann man neues Wissen für die Produktentwicklung oder innovative Services generieren? |
| Wie können Geschäftsprozesse durch die Kombination von IT-Systemen und direktem Wissensaustausch optimiert werden? |
| Wie können Datenbanken und elektronische Kommunikationsmedien (Online-Foren, Chat-Programme etc.) zum gemeinsamen Lernen und zur Wissensbewahrung beitragen? |
| Wie kann langjährig gewachsenes Wissen von Fach- und Führungskräften beim Ausscheiden oder Wechsel von MitarbeiterInnen weitergegeben werden? |
Die Erfahrungsberichte zur Einführung von entsprechenden Instrumenten werden gemeinsam mit den Unternehmen aufgearbeitet, systematisiert und für die weitere Nutzung vorbereitet. Erprobtes Wissen, das sich Unternehmer sonst nur über persönliche Kontakte von anderen Unternehmen und Institutionen beschaffen können, wird so im K3 Knowledge Laboratory® systematisiert und allgemein verfügbar gemacht.
Eine Besonderheit des virtuellen Lernraums ist die Struktur seiner Wissensbasis. Die meist sehr spezifischen Projektdaten werden in universell verwendbare Problem- und Handlungskombinationen (PHKs) zerlegt und in den drei Dimensionen Wissensprozesse, Gestaltungsfelder und Entscheidungsebenen erfasst (vgl. Abb.1).

Abb. 1: Wissensmanagement-Projekte und ihre Dimensionen
Demnach kann sich eine PHK zum einen auf bestimmte Wissensprozesse beziehen, beispielsweise auf die Identifikation und Verbreitung von Expertenwissen im Unternehmen. Und zum anderen werden diese Wissensprozesse in den Gestaltungsfeldern Personal, Organisation und Technik und auf den verschiedenen Entscheidungsebenen (operativ, taktisch, strategisch) realisiert.
Beispiel "Expertenwissen":
| Das Wissen von Experten im Unternehmen soll gesichert und anderen Mitarbeitern zugänglich gemacht werden. |
| | Ein Unternehmen setzt möglicherweise als strategische Maßnahme (Entscheidungsebene) auf technische Lösungen wie Email-Scanning und Datenbanksysteme (Gestaltungsfeld Technik). |
| | Eine andere Firma dagegen sieht Ansatzpunkte im Personalmanagement und schafft Anreizsysteme für die Wissensweitergabe (Gestaltungsfeld Personal). |
| Wie die Einordnung der beiden Projekte erfolgen kann, zeigt die Abbildung 1. |
Durch die Methodik des Sequenzierens in PHKs lassen sich solche Erfahrungen, die aus ganz unterschiedlichen Herangehensweisen erwachsen, im K3 Knowledge Laboratory® systematisch zusammenführen und verallgemeinern.
Verallgemeinerung bedeutet hier, dass die Probleme, die in einem Projekt auftauchten und die Lösungen dieser Probleme in dieser Form auch in ganz anderen Projekten auftreten können.
Zusammenführen heißt nun, dass verschiedenste Abfolgen von PHKs möglich sind, die durchaus aus ganz unterschiedlichen Projekten und Unternehmen stammen können. Besonders deutlich wird der Vorteil dieser Herangehensweise, wenn man sich vergegenwärtigt, dass die Einführung eines Wissensmanagements ähnlich den Geschäftsprozessen als Prozess erfolgt.
Beispiel "Einführung von Wissensmanagement als Prozess":
| | Mögliche Experten für Wissensmanagement müssen identifiziert und Wissen um mögliche Wissensmanagementinstrumente muss generiert werden; die Verbreitung im Unternehmen muss forciert werden usw. (Wissensprozesse) |
| | Es gibt Maßnahmen, in denen überwiegend Technologie zum Einsatz kommt, zuvor müssen jedoch eingehende Maßnahmen zur Einarbeitung der Mitarbeiter erfolgen. (Verschiebung in den Gestaltungsfeldern Technik > Personal) |
| | Es muss entschieden werden, ob langfristig strategische oder kurzfristig operative Ausrichtungen des Unternehmens betroffen sein sollen. (Entscheidungsebenen) |
Somit vollzieht sich die Einführung eines Wissensmanagements in einem Prozess, der sich in der Abfolge von PHKs widerspiegelt.
Es ist nicht unbedingt notwendig, dass sich die zukünftigen Nutzer des K3 Knowledge Laboratory® mit diesem Koordinatensystem beschäftigen. Das Würfelmodell ist vielmehr ein Gerüst der Datenbank, das die Zusammenführung der für den jeweiligen Bedarf nutzvollsten PHKs gewährleistet. Dem Praktiker werden in erster Linie die für ihn sinnvollen Erfahrungsdaten zur Verfügung gestellt. Dieser Kontext ergibt sich aus der Struktur des Gerüsts.
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Das K3 Knowledge Laboratory® wird mit Unterstützung des Softwareunternehmens community4you und dem Institut für Produkt- und Prozessberatung Core Business Development GmbH aus Berlin in mehreren Phasen entwickelt.
 Abb.2: schematische Darstellung der Projektphasen (Details siehe Text)
1. Phase: Quantitative Erhebung
In einer bundesweiten repräsentativen Befragung wurden Ausbaustand, Barrieren und Bedarfe des Mittelstandes hinsichtsichtlich eines Wissensmanagement erhoben. Die ausführlichen Ergebnisse dieser Studie finden Sie hier.
2. Phase: Identifikation von typischen Bedarfsclustern
Der Inhalt des Fragebogens orientiert sich grob am Koordinatensystem des oben aufgeführten Würfels des K3 Knowledge Laboratory® (vgl. Abb.1). Die Erkenntnisse über Ausbaustand, Barrieren und Bedarfe in bundesdeutschen KMU lenken in der Folge die qualitative Erhebung. Bei der Erhebung von Erfahrungen aus Projektverläufen konzentrieren wir uns vor allen Dingen auf solche Bereiche, Branchen und Projekte, in denen wir - abgeleitet aus den Befragungsergebnissen - den größten Handlungsbedarf identifiziert haben.
3. Phase: Nutzerorientierte Aufbereitung
Die in ausgedehnten Einzelfallstudien ermittelten spezifischen Erfahrungen mit Wissensprozessen werden in universell verwendbare Bausteine in Form von Problem-Handlungs-Kombinationen (PHKs) zerlegt und softwaregestützt in das K3 Knowledge Laboratory® eingepflegt.
4. Phase: Anwendung
Auf dieser Basis wird eine webbasierte Nutzerschnittstelle geschaffen, welche den Praktikern in adäquater Weise Zugang zu den Daten ermöglicht. Hierzu werden wir uns einer gewissen Dramaturgie bedienen, die auch Multimedia-Elemente zum Gegenstand haben (Audiodaten, Dokumente, etc.). Interessierte Unternehmen können die vielfältigen Erfahrungen zum Wissensmanagement im interaktiven Lernraum des K3 Knowledge Laboratory® nutzen. Aus den einzelnen Erfahrungselementen lassen sich eigene Lösungen entwickeln und das Wissen von Experten aus Wissenschaft und Praxis nutzen. Ein zusätzliches Angebot besteht darin, dass in "Wissenswerkstätten" zusammen mit Experten Lösungswege zur Einführung eines Wissensmanagement entwickelt und umgesetzt werden. Diese Erfahrungen werden ihrerseits in das K3 Knowledge Laboratory® eingespeist, so dass ein nachhaltiges Konzept für die Nutzung dieses Instrumentes entsteht.
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Mit den im K3 Knowledge Laboratory® gesammelten und analysierten Erfahrungen ist es möglich, empirisch fundierte branchen-, unternehmens- und projektspezifische Aussagen über Projektverläufe abzuleiten sowie Implementierungsrichtlinien und Handlungsempfehlungen zur Durchführung von Wissensmanagement-Projekten zu formulieren.
Die Anwendung der empirisch fundierten Referenzmodelle hilft insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen, neues Forschungswissen für die Projektdurchführung und die Organisationsentwicklung zu nutzen, ohne teure Beratungsleistungen einkaufen zu müssen.
Das K3 Knowledge Laboratory® stellt durch den erfahrungsbasierten, an authentischen Problemsituationen orientierten Ansatz eine völlig neue Methode des Lernens aus Wissensmanagement-Projekterfahrungen dar: Die bereitgestellten Erfahrungen unterstützen Unternehmen bei der Planung von Wissensmanagement-Projekten bzw. bei der Lösung spezieller Wissensmanagement-Probleme während der Projektdurchführung. Als dynamische Lernplattform unterstützt das K3 Knowledge Laboratory® somit erfahrungsbasiertes Lernen und fördert die Entwicklung des Unternehmens als lernende Organisation.
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