A. Seminarteilnahme
Anforderungen
Erwartet werden:
- die aktive Teilnahme an den Sitzungen
- die Anfertigung einer schriftlichen Arbeit zu einem bestimmten Thema
- die Gestaltung einer Präsentation, in der das Thema dargestellt und diskutiert wird
Die nachfolgenden Punkte beziehen sich im wesentlichen auf die Seminarteilnahme, können modifiziert jedoch auch für die Fallstudie zum Tragen kommen.
I. Aktive Teilnahme
Von allen Teilnehmern wird eine regelmäßige Anwesenheit in den Sitzungen und ggf. eine Vorbereitung auf die Sitzungsthemen erwartet. Zudem erwarten die Veranstalter von allen Teilnehmern eine aktive Beteiligung an den Diskussionen der Sitzungen.
II. Gestaltung der Präsentation
Die Gestaltung der Sitzung umfasst die Präsentation des Themas in Form eines Vortrages und dem Einsatz der verfügbaren Medien. Ziel ist eine didaktische Aufbereitung, die es den übrigen Teilnehmern ermöglichen soll, eine inhaltlich gehaltvolle Diskussion über das präsentierte Thema zu führen. Das Plenum kann durch provokante Thesen oder unkonventionelle Vorgehensweisen (simulierte Streitgespräche, Rollenspiele, Fallbeispiele usw.) zur Diskussion angeregt werden. Bestandteil der Präsentation ist auch die Leitung der an den Vortrag anschliessenden Diskussion.
Die Leistung bei der Präsentation kann die Note um eine Teilnotenstufe verbessern oder verschlechtern. Der Bewertung liegen folgende Kriterien zugrunde:
-
Vortrag
-
Verständlichkeit / Stoffauswahl
- Abfolge, logischer Zusammenhang
-
Präsentation der Kernaussagen
- hörerfreundliche Formulierung
- akustische/phonetische Verständlichkeit
- Originalität der Präsentation
-
Medieneinsatz
- Ausmass des Einsatzes/sinnvoller Einsatz
- Qualität der Folien etc.
- Bezug zum mündlichen Vortrag
-
-
Diskussion
-
Diskussionsanregung und -leitung bei der eigenen Präsentation
- Formulierung eines Fazits
- Qualität der Beantwortung von Fragen (inhaltlich und rhetorisch)
- Diskussionsanregungen innerhalb des Vortrags
- überblick über und Kontrolle der Diskussion
-
Beteiligung bei den Diskussionen der anderen Präsentationen
- inhaltliche Qualität der Beiträge
- diskussionsförderliche Beiträge (Fragen, Zusammenfassungen, etc.)
-
B. Schriftliche Arbeiten
Bei allen im Titel angesprochenen Arbeiten handelt es sich um wissenschaftliche Arbeiten, die jedoch mit einem pädagogischen Ziel ausgegeben werden, nämlich dem Studenten in die wissenschaftliche Arbeitsweise einzuführen. Sie sollen nicht nur einen bestimmten Stoff aufbereiten, sondern auch beweisen, dass der Student die Grundzüge wissenschaftlichen Arbeitens beherrscht. Aus diesem Grund werden an sie zum Teil exaktere und vollständigere Anforderungen gestellt als an die Arbeiten von Wissenschaftlern.
- Zur Arbeitsweise
- Ausgangsfrage
- Umgang mit der Literatur
- Literaturauswahl
- Man hat einen für die Problemstellung zentralen Artikel (oder Autor oder Buch) und sucht gezielt weiter nach der Literatur, die in diesem Artikel angegeben ist. In den so gefundenen Beiträgen finden sich die nächsten Verweise usw.
- Man beginnt mit Handbüchern, Lexika u.ä. zum Thema und verfährt dann wie oben.
- Man sucht relativ wahllos anhand von Suchmaschinen oder im Bibliotheksrega
- Verarbeitung der Literatur
- Zitieren
- im Text mit Nennung des Nachnamens und Jahres in Klammern, Seitenzahlen durch Doppelpunkt abgetrennt
z.B.: „(Weber 1949:23)“ oder „Giddens (1994) meint hierzu...“ - in Fussnoten mit Nennung des Nachnamens und Kurztitels
z.B. „Weber [Ethik], S.9“ - in Fussnoten mit Namen, Titel, Jahr
z.B. „Giddens, A., The Constitution of Society, 1984, S.256.“ - für Monographien: Weber, Max, Wirtschaft und Gesellschaft, J.C.B. Mohr, Tübingen, 1972.
- für Zeitschriften: Burrell, Gibson, Modernism, Postmodernism and Organizational Analysis 2, in: Organization Studies, 9(2), 1988, S. 221-235.
- für Artikel in Sammelbänden: Bergson, Henri, Denken und schöpferisches Werden, in: Adler, Mortimer, Great Books of the Western World, Band 55, Encyclopedia Britannica, Chicago, 1993, S. 223-238
Grundsätzlich kann man auf drei Weisen an die Literaturauswahl herangehen:
Es empfiehlt sich, die drei Weisen zu kombinieren. Während man bei den ersten beiden die Garantie hat, die relevante Literatur abzudecken, kann die dritte zur Entdeckung von interessanten Zusatzaspekten führen.
Grundsätzlich sollte man mit der Literaturrecherche so früh wie möglich beginnen, um genügend Zeit für eventuell anfallende Fernleihen zu haben. Da die Bearbeitungszeit immer mehr als acht Wochen beträgt, akzeptieren wir Entschuldigungen, die auf Fernleihen basieren, nicht. Sollte man kurzfristig ein Werk brauchen, empfiehlt sich bei deutscher Literatur ein Besuch der Deutschen Bücherei in Leipzig, sonst eine Nachfrage bei benachbarten Universitäten oder Fachhochschulen. Einen überblick über die Bibliotheksbestände aller deutschen Universitäten gibt die Universität Karlsruhe im Internet unter www.ubka.uni-karlsruhe.de/ hylib/ virtueller_katalog.html. Gegen ein (zum Teil hohes) Entgelt können deutsche und viele fremdsprachige Artikel auch über das Programm „Subito“ (Information in der Bibliothek oder unter www.subito-doc.de ) innerhalb weniger Stunden oder Tage beschafft werden. Es lohnt sich ausserdem natürlich immer, erst mal am Lehrstuhl nachzufragen, ob ein bestimmter (! d.h. Autor und Titel bekannt) Beitrag dort vorhanden ist.
Die Literatur muss verarbeitet werden, d.h. die für das Problem relevanten Aussagen müssen herausgesucht und in eigener Sprache in den Kontext eingebettet werden. Umfangreiche direkte oder indirekte Zitate zeugen davon, dass die Literatur nicht verarbeitet wurde. Zitate sind sparsam einzubauen und können in keinem Fall unkommentiert stehengelassen werden, d.h. der Verfasser muss das Zitat in den Text einführen und seine Position dazu deutlich werden lassen. Zitate sollten immer mit den Originaltexten belegt werden, also nicht: „...(Marx, zitiert nach Giddens (1990))...“ Ausnahmen gelten nur für kurze Zitate aus schwer zu beschaffender Literatur. Selbst wenn man die Primärquelle nicht lesen möchte, gehört es zur wissenschaftlichen Arbeitsweise, mindestens die Stelle, an der das Zitat steht, herauszusuchen und zu überprüfen.
Grundsätzlich sind, auch ausserhalb von Zitierungen, die Primär- den Sekundärquellen vorzuziehen. Sekundärliteratur sollte vor allem der ersten Orientierung (s.o.) dienen; später sollte jedoch zu den Primärquellen übergegangen werden. Eine gewisse Ausnahme machen hier Hausarbeiten aufgrund des begrenzten Umfanges.
Zwei Quellen zum selben Sachverhalt sind besser als eine, und drei sind besser als zwei. Auch wenn man also einen Beitrag findet, der alles genauso abhandelt, wie man selbst das tun wollte, kann man nicht ständig aus diesem schöpfen. Auch die Anzahl der in die Arbeit eingeflossenen Literatur ist ein Kriterium der Bewertung. Als Faustregel sollte eine Bachelorarbeit 50-70 Quellen, eine theoretische Diplomarbeit 80-100 Quellen, eine empirische 50-60 Quellen, eine Seminararbeit 20-30 Quellen und eine Hausarbeit 10-15 Quellen enthalten. Dies ist jedoch nur eine grobe Richtlinie, da die Zahl der zu verwendenden Quellen sehr stark von der Themenstellung abhängt (soll z.B. nur ein bestimmtes Buch analysiert werden, reduziert sich die Zahl). Prinzipiell kann man nie zu viele Quellen bearbeiten.
Ausser in besonderen, am deutschen Stand orientierten Themenstellungen erwarten wir die Verarbeitung von englischsprachiger Literatur zum Thema, da sich die neueren Entwicklungen der Organisationswissenschaft fast ausnahmslos auf internationaler Ebene vollziehen. Es ist jedoch möglich, etwa bei Monographien, deutsche übersetzungen heranzuziehen, soweit diese vorhanden sind.
Es versteht sich, dass an den entsprechenden Stellen immer auch Gegenstimmen und Kritik eingebaut werden sollten.
Wörtliche Aussagen sowie von anderen Autoren übernommene Argumente, Klassifikationen usw. müssen mit einer Quellenangabe belegt werden. Wörtliche Zitate werden dabei mit Anführungszeichen versehen und seitengenau zitiert.
Wir empfehlen drei mögliche Zitierweisen:
Wichtig ist, sich für eine Weise zu entscheiden und diese durchgängig mit Text anzuwenden. Das Literaturverzeichnis am Ende des Textes muss alle Quellen in vollständiger Zitierung (d.h. Autor, Titel, Verlag und/oder Ort, Jahr) enthalten. Bei mehr als zwei Autoren kann im Text mit „Erst-Autor et al.“ gearbeitet werden; im Literaturverzeichnis müssen jedoch alle Autoren namentlich aufgeführt werden. Sammelbände, aus denen einzelne Artikel zitiert werden, müssen nicht noch einmal getrennt als Band aufgeführt werden. Die Zitierung im Literaturverzeichnis kann wie folgt aussehen (Formatierungen/Interpunktion freigestellt):
Bitte keine Endnoten oder Zitierungen in Form von „a.a.O.“ bzw. „ebenda“ verwenden
- Der Text
- Gliederung
- Eingrenzung
- Kommasetzung und Orthographie
- Stil
- Anhänge
- Formalia
- Hausarbeiten 10-15 Seiten
- Seminararbeiten 20-25 Seiten
- Diplomarbeiten 80-100 Seiten
- Bachelorarbeiten 50-60 Seiten (mit Literaturverzeichnis)
Die Gliederung stellt das logische Gerüst der Argumentation dar. Eine lineare Abfolge ist anzustreben, auch wenn dies nicht immer, vor allem bei umfangreichen Arbeiten, befriedigend zu leisten ist. „Lineare Abfolge“ bedeutet, dass die späteren Kapitel auf dem aufbauen, was in den früheren Kapiteln entwickelt wurde. Definitionen, die gebraucht werden, müssen zuvor eingeführt sein, Thesen, mit denen argumentiert wird, müssen zuvor begründet worden sein. Wird ein Argumentationsstrang begonnen, sollte er nicht ohne Not unterbrochen werden. Dabei kann es bei grösseren Arbeiten durchaus vorkommen, dass Kapitel einander gleichgeordnet sind, so dass die logische Abfolge so aussieht:
Kapitel 3: Systemtheoretische Grundlagen
Kapitel 4: Partizipation
Kapitel 5: Partizipation aus systemtheoretischer SichtGrundsätzlich sollte zu Beginn ein kurzer überblick (als Fliesstext) über den Aufbau der Arbeit gegeben werden, so dass ersichtlich ist, wie sich die einzelnen Kapitel in den logischen Gesamtaufbau einfügen.
Vor allem bei Diplomarbeiten sollte man sich nicht zu früh an einen Gliederungsentwurf binden. Oft stellt sich erst im Verlauf des Schreibens heraus, dass die ursprünglich gewählte Gliederung Probleme birgt und umgestellt werden muss. Dies ist angesichts des Umfanges der Arbeit ein normaler Prozess und nicht besorgniserregend.
Formal ist darauf zu achten, dass gleiche Gliederungsebenen auch logisch gleichgeordnet sind, d.h. dass sie kein Unter- oder Oberthema zu ihrem Pendant darstellen. Umgekehrt müssen sich Unterpunkte eines Kapitels auch inhaltlich unter die Kapitelüberschrift subsumieren lassen.
Je kürzer die Arbeit, desto wichtiger ist es, das zu bearbeitende Gebiet einzugrenzen. Je breiter eine Perspektive, desto grösser ist die Gefahr, oberflächlich zu argumentieren. Aus diesem Grund sollte schon früh in der Arbeit (bzw. auch innerhalb einzelner Kapitel einer Diplomarbeit), nachdem man einen kurzen überblick gegeben hat, eine Schwerpunktsetzung vorgenommen werden. Diese Eingrenzung muss begründet werden, d.h. es muss erklärt werden, warum man im folgenden andere Punkte ausser acht lässt und sich auf einen oder zwei konzentriert. „Platzgründe“ genügen nicht als Begründung! Vielmehr sollte z.B. auf die herrschende Praxis in Lehrbüchern oder die vorgefundene Klassifikation bei bestimmten Autoren hingewiesen werden. Noch besser ist es, wenn eine Eingrenzung inhaltlich begründet werden kann.
Wissenschaftliche Arbeiten sind Prüfungs- und Graduierungsarbeiten an der höchsten Institution im deutschen Bildungssystem. Sie können allein deshalb mit „nicht ausreichend“ bewertet werden, wenn in ihnen elementare Kenntnisse vorangegangener Bildungsstufen fehlen. Am Lehrstuhl werden gravierende Mängel bei Kommasetzung und Orthographie mit Notenabzug geahndet, nicht zuletzt deshalb, weil die Lesbarkeit eines Textes durch solche Fehler mitunter erheblich herabgesetzt wird.
In den Duden-Bänden „Rechtschreibung“ und „Richtiges und gutes Deutsch“ findet man Hilfestellung in fast allen Zweifelsfällen. In letzerem finden sich ausserdem die deutschen Kommaregeln auf nur wenigen Seiten zusammengefasst. Man muss es einem Studenten einer Hochschule zumuten können, sich mit diesen wenigen, unkomplizierten Regeln vertraut zu machen, am besten ein für alle Mal durch Auswendiglernen, ansonsten durch wiederholtes Nachschlagen. Falls möglich, empfiehlt es sich ausserdem, den fertigen Text einer (fachfremden) Person zum Korrekturlesen zu geben.
Im Gegensatz zu älteren Auffassungen vertreten wir die Meinung, dass der persönliche Stil (z.B. „ich meine“ statt „der Verfasser meint“) durchaus wissenschaftlich ist. Objektivität in der Darstellung von Sachverhalten – die erwünscht ist – hat nichts mit Selbstverleugnung oder der Verwendung von Pseudo-Drittpersonen wie „der Autor/Verfasser“ zu tun. Solche erwünschte Objektivität entsteht durch eine ausgewogene und faire Darstellung des Pro und Contra. Dennoch ist es ja notwendig, dass der Verfasser zu einem bestimmten Zeitpunkt Stellung bezieht, und dies kann durch das Wort „ich“ am einfachsten und grammatikalisch unkompliziertesten erreicht werden. Auch Passiv-Konstruktionen sollten sparsam eingesetzt werden. Generell gilt: bei der Angabe von Subjekten Genauigkeit walten lassen. „Ich bin der Auffassung...“, „Man ist der Auffassung...“, „Manche Autoren (X,Y,Z) sind der Auffassung...“, „Herrschende Lehrmeinung ist...“ usw. sind Aussagen sehr unterschiedlichen Inhalts, nicht einfach Synonyme, die man zur Abwechslung gegeneinander austauschen kann.
„Unwissenschaftliche“ Subjektivität kann hingegen durch wertende, Begriffe wie z.B. „glücklicherweise/leider“, „abstrus“ oder „hervorragend“ in die Arbeit hineingetragen werden, sofern diese nicht mit Argumenten unterfüttert sind. Grundsätzlich ist bei solchen Wörtern zu prüfen, ob die Fairness der Darstellung leidet.
Im Anhang kann Material beigefügt werden, auf das man sich im Text der Arbeit bezogen hat, das jedoch zu umfangreich ist, um direkt im Text eingefügt zu werden. Dazu zählen u.a. Fragebogen-Formulare, Interviews, umfangreiche statistische Auswertungen. Pflicht ist bei der Diplomarbeit eine unterschriebene „Ehrenwörtliche Erklärung“. Sie lautet etwa:
„Hiermit erkläre ich, dass ich die vorliegende Arbeit selbständig und ohne Benutzung anderer als der angegebenen Hilfsmittel anfertigt habe. Alle Stellen, die wörtlich oder sinngemäss aus veröffentlichten oder nicht veröffentlichten Schriften entnommen wurden, sind als solche kenntlich gemacht. Die Arbeit hat in gleicher oder ähnlicher Form noch keiner anderen Prüfungsbehörde vorgelegen.“Seminar- und Hausarbeiten sind in Papierfassung (1x) und in einer digitalen Fassung (CD-ROM oder per Mail) mit der kompletten Arbeit im *.doc und *.pdf-Format am Lehrstuhl abzugeben.
Schriftgrösse und Zeilenabstand: Die Schriftgrösse sollte zwischen 11 und 14 pt gewählt werden. Der Zeilenabstand sollte 1,5 betragen, kann aber auch bei grossen Schriften auf 1 heruntergesetzt werden.
Seitenränder: Der linke Rand muss so gewählt sein, dass das problemlose Lesen des Textes trotz Bindung oder Heftung gewährleistet ist. Der rechte Rand sollte 2-2,5 cm betragen. Oberer und unterer Rand sind je nach Gestaltung und Kopf-/Fusszeilen zu wählen.
Seitenformat und -bindung: Papierformat A4. Die Arbeiten können doppelseitig bedruckt werden. Diplom und Bachelorarbeiten sind so zu binden, dass einzelne Seiten nicht nachträglich entnommen werden können.
Seitenumfang: Zur Orientierung seien folgende Seitenzahlen gegeben (ohne Literaturverzeichnis und Anhang):
Hinter jeder Themenstellung verbergen sich ein oder mehrere Fragen, die man für sich formulieren sollte, bevor man mit der Arbeit beginnt. Sie müssen nicht in überschriften in Form von expliziten Fragen auftauchen (generell sind explizite Fragen in wissenschaftlichen Arbeiten selten), sollten jedoch „im Kopf“ die Arbeit leiten. Am Schluss der Arbeit werden die Fragen beantwortet; die vorausgehenden Kapitel dienen der Herleitung und Begründung der Antwort. Passagen, die nicht der Herleitung, Begründung oder Antwort dienen, sind überflüssig und sollten deshalb unbedingt vermieden werden.
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Bewertung
-
Die Bewertung der Arbeiten lehnt sich an das folgende Schema an:
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Originalität
- gute, neue Ideen und Ansätze
- Begründung der eigenen Meinung
- Abwägung des Pro und Contra, Darstellung der Probleme des vertretenen Standpunkt
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Problembewältigung
- Hinführung zum Kernproblem (stringenter Aufbau)
- sinnvolle Gliederung (korrekte Kapitelabgrenzung hins. themat. Zuordnung, Unterpunkte richtig zugeordnet)
- guter Schluss (zusammenfassend, vollständig)
- logische Konsistenz (keine logischen Fehler)
- Formalia (Darstellung der Problemstellung, Gang der Untersuchung - auch wenn nicht explizit so benannt)
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Abgrenzung des Themas
- Vollständigkeit (alle wichtigen Punkte behandelt, nicht zu breit, Abgrenzung zu anderen Gebieten)
- Güte der Eingrenzung (Begründung, sinnvoll vorgenommen)
- Umfang der Betreuung (unter Berücksichtigung der Komplexität des Themas)
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Literarische Fundierung (nicht anhand der Bibliographie, sondern im Text)
- Relevanz der Werke (Standardwerke, wichtige Bücher, Qualität vor Quantität)
- Qualität der Einarbeitung
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Formales
- Konsistenz, Klarheit und Verständlichkeit im Ausdruck
- Einhaltung der Formalia (Zitierweise etc.)
- Orthographie
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Dabei prägen die Punkte a bis c den positiven Eindruck, Punkte d und e sind eher „Hygienefaktoren“, die zu Abzügen führen, falls sie nicht oder ungenügend vorhanden sind. Ausserdem wird der Gesamteindruck bewertet.
Zu spät abgegebene Arbeiten erhalten aus Gründen der Gerechtigkeit gegenüber anderen Arbeiten ein Notenabzug.
Die mündliche Präsentation kann die schriftliche Note noch um eine Teilnotenstufe nach oben oder unten korrigieren. -
- Vertiefende und ergänzende Literatur
- Barrass, R., Students Must Write, Routledge, 1995.
- Eco, U., Wie man eine wissenschaftliche Abschlussarbeit schreibt, UTB, 1977.
- Fragnière, J.-P., Wie schreibt man eine Diplomarbeit, Haupt, 1993.
- Peterssen, W.H., Wissenschaftliche(s) Arbeiten, Ehrenwirth, 1987.
- Poenicke, K., Die schriftliche Arbeit, Dudenverlag, 1989.
- Standop, E., Die Form der wissenschaftlichen Arbeit, UTB, 1990.
- Wicher, H./Jensen, P., Anleitung für die Erstellung und Publikation wissenschaftlicher Arbeiten, Verlag an der Lottbek, 1993.
Hinweise zu ausstehenden Diplomarbeiten
Am Lehrstuhl werden in der Regel Themen zu Organisation, Personal und Management im weitesten Sinne betreut.
Bei Diplomarbeiten unterscheiden wir zwischen gestaltungsorientierten (sog. „Praxis-Diplomarbeiten), theoretischen und empirischen Diplomarbeiten. Die Bewertung erfolgt hinsichtlich der verschiedenen Teile der Arbeiten unterschiedlich:
| Theorie 100 % | Theorie/Methodik 25 % | Theorie 33 % |
| Empirie 50 % | Empirie/Ist-Analyse 33 % | |
| Rückbindung auf Theorie 25 % | Gestaltungsvorschläge 33 % | |
| theoretische DA | empirische DA | gestaltungsor. DA |
Für die formale Erstellung der Diplomarbeit gelten generell die gleichen Richtlinien wie für Seminar-, Haus- oder Bachelorarbeiten.
Die Anforderungen an den Theorie-Teil sind auch jeweils verschieden: in einer theoretischen Diplomarbeit gehen wir davon aus, dass der neueste Stand der Theorie umfassend analysiert wird, während wir bei den beiden anderen eine ausgewogene Darstellung aufgrund von Standardwerken akzeptieren. ähnlich wie bei der Eingrenzung des Stoffes (s.o.) ist für die empirischen Teile eine Begründung der Instrumenten- bzw. Methodenauswahl zu vorzunehmen.
In Abstimmung mit dem Betreuer ist noch vor der Einreichung des Themas ein drei bis fünf Seiten umfassendes Konzept bzw. Exposé auszuarbeiten, aus dem die wissenschaftliche Begründung und Zielstellung der Arbeit sowie die geplante Vorgehensweise ersichtlich sind. Erst danach kann eine endgültige Bestätigung des Themas und der Betreuung durch den Lehrstuhl erfolgen (vgl. Diplomprüfungsordnung).

