Lehrstuhl für Organisation und Arbeitswissenschaft






Perspektiven für Absolventen

Das Studienfach Organisation findet in der betrieblichen Praxis nur selten ein äquivalentes Stellenprofil. Der "Organisator" und die "Organisationsabteilung" waren als nicht direkt produktive Stellen besonders schwer von der Lean Management - Praxis betroffen und finden sich heute fast nur noch in Großunternehmen. In den übrigen Firmen haben andere Abteilungen, etwa die Personalabteilung, die organisatorischen Aufgaben übernommen. Diese Tatsache kann beim Eintritt in das Berufsleben Schwierigkeiten bereiten, bietet gleichzeitig aber auch Chancen eben dadurch, dass die betriebliche Karriere nicht auf eine bestimmte Abteilung beschränkt ist. Es empfehlen sich im wesentlichen zwei Strategien:

"Spezialistenstrategie": das Fach Organisation mit einer anderen SBWL zu kombinieren, deren Profil mit einem unternehmerischen Bereich zusammenfällt (z.B. Controlling, Marketing, Personal). Das Organisationswissen kann in diesem Fall dazu dienen, innerhalb des Bereiches zusätzliche Kompetenzen zu zeigen. Dazu gehört auch eine Spezialisierung auf neue Rollen von Organisatoren, z.B. als Experten für Veränderung und Wandel in Organisationen (insbesondere in Kombination mit
Innovationsmanagement und Führung/Personal).

"Generalistenstrategie": Organisationswissen kann überwiegend fachneutral gehandhabt werden, da Kernpunkte wie Entscheidungsvorbereitung und -begleitung, Prozessstrukturierung etc. in sämtlichen Unternehmensbereichen zur Anwendung kommen. Der Organisator kann deshalb integrierend wirken und muss nicht als spezialisierte Führungskraft auf einen bestimmten Bereich beschränkt bleiben. Das Fach lässt sich daher mit jeder anderen Betriebswirtschaftslehre studieren.