Lehrstuhl für Organisation und Arbeitswissenschaft






Laufende Dissertations- und Habilitationsprojekte

Klaus-Peter Schulz betrachtet in seiner Habilitation die Veränderung von Arbeit und deren Implikationen für die Organisations- und Managementforschung. Trotz eines aktuellen Trends, 'Praxis' in der Organisations- und Managementforschung verstärkt zu berücksichtigen wird der Forschungsgegenstand 'Arbeit' in den genannten Forschungsgebieten häufig vernachlässigt. Dadurch wird Arbeit in iher Kontextspezifik und Komplexität als Entscheidungsfaktor in der Managementforschung wenig beachtet, mit zum Teil fatalen Folgen, betrachtet man bspw. die Verlagerungs- und Rückverlagerungsrealitäten in Unternehmen.
Problematisch ist in diesem Zusammenhang, dass Entscheidungen häufig auf einem impliziten und meist sehr verkürzten Verständnis von Arbeit basieren. Die Forschungsarbeit will daher aktuelle Dynamiken, Komplexitäten und Charakterisitika von Arbeitsprozessen anhand von Fallstudien aus verschieden Branchen und Sektoren. Die Fallstudien bilden die Basis für die Diskussion wie Arbeit in der Organisationsforschung angemessen berücksichtigt werden kann.

Ingo Winkler beschäftigt sich in seiner Habilitation mit vielfältigen Themengebieten der Organisationsforschung, u.a. Personalführung, Veränderung von Beschäftigungsverhältnissen sowie Wirtschaftsethik.

Irma Rybnikova befasst sich in ihrem Habilitationsvorhaben mit Widerstand und Solidarität in Organisationen. Dabei bemüht sie sich zunächst um einen fundierten Überblick von Widerstandskonzepten in der Organisationstheorie. Diese werden jeweils im Hinblick auf die Solidarisierungselemente durchleuchtet, wobei die „Solidarisierung“ als ein dynamischer Prozess und vor allem synonym zur Mobilisierung aufgefasst wird. Die konzeptionellen Übersichtsarbeiten werden mit um empirische Fallstudien zu Widerstand und Solidarität in Organisationen ergänzt, wie z.B. Untersuchungen zu Widerstand von Studierenden in der Lehre.

Kerstin Rego (geb. Jungnick) arbeitet an einer Dissertation zum Umgang mit emotionalen Arbeitsanforderungen bei GynäkologInnen. Die empirische Untersuchung wird im Stil der Grounded Theory Methodologie durchgeführt.  Den Ausgangspunkt für das Interesse am Thema bildet das Konzept der Emotionsarbeit. Besonderes Augenmerk soll darauf gelegt werden, ob und wenn ja welche Bedeutung organisationalen, professionellen und sozialen Einflüssen zukommt.

Frank Bojanowsky arbeitet an einer Dissertation, die sich mit dem Wandel von Organisationen des Dritten Sektors unter Transformationsbedingungen befasst. Die theoretische Basis sollen dabei Konzepte bilden, die sich zum einen mit dem Verhältnis von Nationalkultur und Organisationskultur auseinandersetzen und die zum anderen Wandlungsprozesse auf der Mikroebene mit institutionensoziologischen Ansätzen zu erklären versuchen. Der empirische Teil der Arbeit soll durch eine fallstudienbasierte, interkulturell vergleichende Analyse von ausgewählten deutschen und mittelosteuropäischen Nonprofit-Organisationen mit ähnlichen Tätigkeitsschwerpunkten gebildet werden.

Ralf Müller untersucht in seiner Arbeit den grundlegenden strategischen Wandel in militärischen Organisationen. Eingebettet in die Transformation der Bundeswehr ist die Transformation im Heer. Der Führungsstab des Heeres (Fü H)steuert die Veränderungen innerhalb des Heeres und ist selbst Teil der langfristigen Wandlung. Die Arbeit untersucht diese sich herausbildende Dualität der Rolle und wie sich der Fü H den Herausforderungen stellt. Ausgehend von Erkenntnissen und Systematik Levy & Merry´s wird der Transformationsprozess im Deutschen Heer beschrieben und die verschiedenen Spannungsfelder von Steuerung thematisiert. Empirisch basiert die Arbeit u.a. auf Interviews, die innerhalb des Fü H´s geführt werden.

Annett Schmidt promoviert zu „Emotionen in Organisationen – eine theoretische Betrachtung“. Die Arbeit möchte einen Beitrag zur Systematisierung leisten. Ausgangspunkt ist die folgende These: Es gibt Mängel bei der Konzeption von Emotionen in der Organisationstheorie und Managementforschung (z.B. marginale Erfassung oder Ausblendung). Leitende Forschungsfragen sind: 1. Wie werden Emotionen in der Management- und Organisationstheorie konzeptionell erfasst? 2. Warum werden Emotionen konzeptionell nur am Rande erfasst oder sogar ausgeblendet? 3. Wie kann man Emotionen in der Organisations- und Managementtheorie besser integrieren?

Danijela Bogdanic, in her Ph.D. thesis, is exploring the relationship between characteristics of the society culture in Bosnia and Herzegovina, the organizational culture of Bosnian enterprises and characteristics of the expected leadership in Bosnian companies. The research follows a theoretical framework adapted from the GLOBE II research model, using the methodology and main instruments of the project.

Stefan Hauptmann

Michael Fox

Annett Schädlich

Tina Obermeit

Christian Eismann

Lars Günther

 

Abgeschlossene Dissertations- und Habilitationsprojekte

Spengler, Geritt (2009): Strategie- und Organisationsentwicklung. Konzeption und Umsetzung eines integrierten, dynamischen Ansatzes zum strategischen Management. Gabler Research.

Hartz, Ronald (2009): "Dieses Anderssein aufzuheben ..." Grundlagen einer dialektischen Theorie der modernen Arbeitsorganisation. Münster: Westfälisches Dampfboot.

Rosenberger, Matthias (2006): Soziale Steuerung Virtueller Unternehmen - Optimierung sozialer Beziehungen mittels Repertory Grid Technique. Driesen: Taunusstein.

Groeger, Friedericke (2006): Einfluss von Expatriates auf die Organistionsstrukturen deutscher Tochterunternehmen in Russland - Eine Untersuchung des Institutionalisierungsprozesses von Personalmanagementpraktiken und Unternehmenskultur.
In: Baitsch, Lang, Pawlowsky (Hrsg.): Arbeit, Organisation und Personal im Transformationsprozess. Band 24. Rainer Hampp Verlag. München und Mering.

Winkler, Ingo (2004): Personale Führung in Netzwerken kleiner und mittlerer Unter­neh­men. Theoretische und empirische Betrachtungen zur Entstehung, Reproduktion und Verän­derung von Führungsbeziehungen bei überbetrieblicher netzwerkartiger Kooperation.
In: Baitsch, Lang, Pawlowsky (Hrsg.): Arbeit, Organisation und Personal im Transformationsprozess. Band 21. Rainer Hampp Verlag. München und Mering.

Dietrich, Evelin (2003): Werte und Wertewandel in gesellschaftlichen Transformationsprozessen – dargestellt am Beispiel Führungskräfte.
In: Baitsch, Lang, Pawlowsky (Hrsg.): Arbeit, Organisation und Personal im Transformationsprozess. Band 20. Rainer Hampp Verlag. München und Mering.

Tödt, Andreas (2001): Wirkung und Gestaltung von Beratung und Weiterbildung im Prozess der Existenzgründung.
In: Baitsch, Lang, Pawlowsky (Hrsg.): Arbeit, Organisation und Personal im Transformationsprozess. Band 14. Rainer Hampp Verlag. München und Mering.

Steger, Thomas (2000): Individuelle Legitimität und Legitimation im Transformationsprozess – Eine empirische Analyse in ostdeutschen Industriebetrieben.
In: Baitsch, Lang, Pawlowsky (Hrsg.): Arbeit, Organisation und Personal im Transformationsprozess. Band 11. Rainer Hampp Verlag. München und Mering.

Fiedler, Jörg (1998): Strategie und Kultur im Transformationsprozess: Eine empirische Analyse am Beispiel des sächsischen Maschinenbaus.
In: Baitsch, Lang, Pawlowsky (Hrsg.): Arbeit, Organisation und Personal im Transformationsprozess. Band 5. Rainer Hampp Verlag. München und Mering.

Weik, Elke (1998): Zeit, Wandel und Transformation. Elemente einer postmodernen Theorie der Transformation.
In: Baitsch, Lang, Pawlowsky (Hrsg.): Arbeit, Organisation und Personal im Transformationsprozess. Band 6. Rainer Hampp Verlag. München und Mering.

Alt, Ramona (1996): Implementierung von Informationssystemen in Umbruchsituationen.
In: Baitsch, Lang, Pawlowsky (Hrsg.): Arbeit, Organisation und Personal im Transformationsprozess. Band 1. Rainer Hampp Verlag. München und Mering.