Die zukünftige Versorgung mit Elektroenergie wird anders gestaltet sein müssen als in den letzten hundert Jahren. Die Ende der 1990er Jahre begonnene Liberalisierung und Entflechtung der Energiewirtschaft brachte neue energiewirtschaftliche Akteure und Herausforderungen mit sich. Der klimapolitisch motivierte, staatlich geförderte, signifikante Ausbau der regenerativen Energien mit fluktuierender und nichtdeterministischer Erzeugung und der erwartete Durchbruch der Elektromobilität in den kommenden Jahren führen dazu, dass eine kommunikative Vernetzung und automatisierte Steuerung der Erzeuger, Speicher und Verbraucher von Energie sowie der sie miteinander verbindenden Netzbetriebsmittel notwendig wird. Derartig integrierte Elektroenergie- und Informationsnetze sind unter der Bezeichnung „Smart Grid“ weltweit Gegenstand aktueller Forschungsbemühungen.
Ziel des vom ESF und dem Land Sachsen geförderten Projekts „Elektroenergie- und Informationsnetze – Ansätze zur Modellierung und integrierten Gestaltung“ ist es, auf der Grundlage einer Analyse der gegenwärtig existierenden Elektroenergie- und Informationsnetze und der jeweiligen Modellierungsansätze ein Modellsystem für integrierte Elektroenergie- und Informationsnetze zu entwickeln, mit dessen Hilfe ökonomische Realisierungskonzepte abgeleitet und entsprechende Geschäftsmodelle, beruhend auf neuartigen Produkten und Dienstleistungen, aus ökonomischer Sicht bewertet werden können. Unterstützt wird das Projekt von der MUGLER AG, einem mittelständischen Telekommunikationsunternehmen aus der Region Chemnitz-Zwickau.
Mit diesem Projekt soll die Wettbewerbsfähigkeit der sächsischen Wirtschaft in einem richtungsweisenden Zukunftsmarkt durch eine Erweiterung der Wissensbasis bei den beteiligten Kooperationspartnern sowie durch die Aus- und Weiterbildung entsprechend qualifizierter akademischer Fachkräfte für den regionalen Arbeitsmarkt gestärkt werden.
![]() |
![]() |
![]() |