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Die 1. Wissenschaftliche Konferenz Eventforschung 2009

Die Geburtsstunde

Fast 200 Teilnehmer zählte die erste wissenschaftliche Konferenz zum Thema „Eventforschung – Stand und Perspektiven“, die von Frau Prof. Dr. Cornelia Zanger und ihren Mitarbeitern vom Lehrstuhl für Marketing und Handelsbetriebslehre am 30. Oktober 2009 in Chemnitz organisiert wurde. 15 Jahre Eventforschung an der TU Chemnitz waren Anlass, in diesem Jahr erstmals Eventforscher aus ganz Deutschland, aber auch aus Finnland, Italien, Österreich und der Schweiz nach Chemnitz einzuladen.

Ziel der Konferenz war es, aktuelle Forschungsergebnisse zum Thema Event vorzustellen und eine Diskussion zu den zukünftigen Entwicklungslinien der Eventforschung im nationalen und internationalen Kontext zu führen. Aber es ging auch darum, Eventforscher zusammenzubringen und einen regen wissenschaftlichen Diskurs zum Thema Event über Fächergrenzen hinweg zu initiieren sowie mit den Vertretern von Unternehmen und Eventagenturen den Gedankenaustausch zwischen Theorie und Praxis zu befördern.

Das Konferenzprogramm

Ein interessantes Konferenzprogramm beleuchtete das Thema Events aus Sicht des Marketing, der Kommunikationstheorie, der Sport- und Theaterwissenschaften, der Soziologie und auch der Neuropsychologie. So gab Frau Prof. Zanger in ihrem einleitenden Vortrag einen zusammenfassenden Überblick zum bisherigen Stand der Eventforschung und stellt u. a. das Eventcontrolling, die Eventisierung von Marken in Brandlands, die Eventcommunities und die Stellung des Eventteilnehmers im Wertschöpfungsprozess von Events in den Fokus aktueller Forschung.

Der CEO der Firma Pleon Germany, Frank Behrendt, begeisterte die Konferenzteilnehmer mit einem Vortrag zu den Auswirkungen aktueller Prozesse des Wertewandels und des Mediennutzungsverhaltens auf die Gestaltung und den Einsatz von Events.

Der Sponsoringforscher Prof. Dr. Arnold Hermanns von der Bundeswehruniversität in München stellte in einem spannenden Beitrag Events und Sponsoring gegenüber und zeigte die Vorteile des vernetzten Einsatzes in der Markenkommunikation.

Neue Perspektiven der Eventforschung präsentierten die Vertreter der Universität Karlsruhe mit ihrer soziologischen Untersuchung zur Eventisierung des Glaubens am Beispiel des Katholischen Weltjugendtages ebenso wie die Vertreterin der Agentur Kogag, Frau Worgulla, die Empfehlungen zu Gestaltung von Events aus Sicht der neurowissenschaftlichen Forschung gab.

Weitere Vorträge beschäftigten sich vor allem mit der Wirkung von Events. Prof. Dr. Gerd Nufer von der ESB Reutlingen analysierte den Prozess des Imagetransfers. Prof. Helmut Schwägermann von der FH Osnabrück forderte, die Betrachtung des ROI (Return on Investment) in den Mittelpunkt von Veranstaltungen mit Bildungsauftrag zu stellen und Herr Dr. Torsten Schlesinger von der Universität Bern stellte aktuelle Forschungsergebnisse zu kollektiven Emotionswirkungen von Sportevents vor.

Event als Feste zu feiern und vom Eventveranstalter zum Gastgeber zu werden, forderte Prof. Ulrich Wünsch von der Internationalen FH Bad-Honnef in seiner soziologischen Betrachtung der Eventkommunikation.

Aktuelle Forschungsergebnisse aus Chemnitz wurden durch Herrn Dr. Jan Drengner zur Wirkung von Ambushmarketing und zur Rolle des Eventbesuchers als „Co-Creator“ von „Value“ zur Diskussion gestellt.

Die Podiumsdiskussion

Den Abschluss der Konferenz bildete eine spannende Podiumsdiskussion, in der Prof. Dr. Norbert Menke, Geschäftsführer der Würzburger Verkehrs- und Versorgungsbetriebe, der Geschäftsführer der Agentur „insglück“ aus Berlin, Herr Detlef Wintzen, und der Geschäftsführer des IST-Studieninstitutes aus Düsseldorf, Herr Michael Hosang, Anforderungen aus Praxis und Ausbildung mit den Eventforschern diskutierten.