USG Chemnitz IV | - |
TSV IFA Chemnitz II | 3,5 : 4,5 | ||||
| 1 | Dr. Eppler, K. | (2021) | - | 1 | Wendekamm, F. | (1914) | 1 - 0 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2 | Mahn, M. | (1878) | - | 2 | König, G. | (1948) | 1 - 0 |
| 3 | Kutscha, R. | (1878) | - | 3 | Jacobs, J. | (1920) | 0 - 1 |
| 5 | Korsunskij, W. | (1768) | - | 4 | Hahn, T. | (1861) | 0 - 1 |
| 6 | Ludwig, B. | (1634) | - | 5 | Dr. Grund, K.-H. | (1885) | 0 - 1 |
| 7 | Stopp, D. | (1699) | - | 6 | Schieck, J. | (1842) | ½ - ½ |
| E | Prof. Dresig, H. | (1636) | - | 7 | Kutzschbach, D. | (1850) | ½ - ½ |
| E | Pflugradt, G. | (1584) | - | E | Müller, W. | (1861) | ½ - ½ |
Spielbericht von Mario Mahn:
Die Lichter 2. Landesklasse scheinen allmählich auszugehen. Wer im Abstiegskampf dreimal in Folge 3,5 : 4,5 verliert, hat seinen Anspruch auf Klassenerhalt offenbar verspielt; die Hoffnung auf ein Wunder ist angesichts des Restprogramms gegen die Spitzenteams aus Aue und Glauchau (Platz 1 und 3) sowie Schwarzenberg -Raschau mehr als gering.
Als wäre dies nicht schon düster genug, ereilte uns darüber hinaus wie schon zuletzt in Annaberg eine Niederlage, deren Tragik erneut die Schmerzgrenze touchierte.
Dr. K. Eppler hatte mit seinem dritten Sieg im vierten Spiel eben für die 3,0 : 2,0 - Führung gesorgt, als auch am Brett 3 die Entscheidung nahte. R. Kutschas bislang tadellose Partie mündete unmittelbar vor der Zeitkontrolle in ein recht übersichtliches Turm-/Läufer-Endspiel mit gesundem Mehrbauer, etwa 65 Minuten fulminanten Zeitvorsprungs inklusive. Um so heftiger der Schock, als Rainer nur Sekunden später ohne jede Not die Leichtfigur einstellte und damit den Anfang vom Ende aller Träume besiegelte. Denn was an den übrigen Brettern noch in Aussicht stand, würde nicht mehr reichen.
Bis dahin erkämpften Prof. H. Dresig und G. Pflugradt jeweils halbe Punkte, während Armist B. Ludwig neben zivilen offenbar auch schachsportliche Belange zunehmend abhanden kommen. In Folge einer miserablen Eröffnung verkündete er bereits nach sieben Zügen die Kapitulation und blieb damit erneut ohne Punktgewinn.
Anders das Spitzenduo. Von Beginn an dominierten K. Eppler und M. Mahn das Geschehen und fuhren beide nahezu zeitgleich ungefährdete Siege ein, womit ihre jeweilige Ausbeute auf 3,5 Punkte stieg - insgesamt fast die Hälfte aller Brettpunkte im bisherigen Saisonverlauf. Insbesondere Karsten kann ein Lied (der Verzweiflung) davon singen, wie es ist, trotz Einzelerfolges zu verlieren, mußte er diese Erfahrung doch bei jedem seiner bisher drei Siege machen.
Wie immer hatte auch W. Korsunskij eine Aktie daran. Seine vierte Saisonniederlage (bei nur einem Remis) war wie die vorangegangenen Konsequenz eines nur schwer nachvollziehbaren und, schlimmer noch, für ihn selbst wohl kaum mehr beherrschbaren Spielsystems, in dem von gelungenem geschweige denn harmonischem Spielaufbau keine Rede sein kann. Weil auch D. Stopp einmal mehr nicht über seinen Schatten springen konnte und die 40 Züge lieber eine Stunde vorfristig absolvierte anstatt über eventuell bessere Varianten zu sinnieren, mußte er mit dem Remis am Ende sehr zufrieden sein - indes der Verlust zweier Mannschaftspunkte nahm nun unabwendbare Konturen an.