2. Landesklasse Schach, Staffel C, 4. Spieltag am 26.11.2000

USG Chemnitz IV

 - 

SV Cranzahl

  3,5 : 4,5

1Dr. Eppler, K.(2021) -  2Gromczak, D.(2086)1 - 0
2Mahn, M.(1878) -  3Theumer, L.(2005)1 - 0
3Kutscha, R.(1878) -  4Weinhold, F.(1951)½ - ½
4Kroll, U.(1772) -  5Grunert, J.(1688)0 - 1
5Korsunskij, W.(1768) -  6Ullmann, S.(1634)0 - 1
7Stopp, D.(1699) -  7Reißig, T.(1828)½ - ½
8Schumann, T.(1702) -  8Teuchert, S.(1817)0 - 1
EProf. Dresig, H.(1636) -  EOlescu, M.(1860)½ - ½

Spielbericht von Mario Mahn:

Als Dr. K. Eppler und M. Mahn ihre Partien nach gut 5 Stunden Spielzeit mit maximalem Erfolg zu Ende brachten, wollte dennoch keine rechte Freude mehr aufkommen. Bis dahin zierten bereits drei Nullen bei ebenso vielen Remis den Spielberichtsbogen, womit der so wichtige Mannschaftspunkt in unerreichbare Ferne gerückt war. Nachdem gleich zu Beginn die vermeintlichen Schwachstellen der Cranzahler mühelos zu Punkten kamen, sank nicht nur die Chance auf einen Matchgewinn beträchtlich, vor allem die Moral der Übrigen ging vorerst in die Knie.

Denn eigentlich traten wir fast in Bestbesetzung an und versprachen uns spätestens nach der erstmaligen Zusage von U. Kroll einige Punkte mehr als zuletzt, doch ausgerechnet er legte mit seinem völlig indiskutablen Spiel den Grundstein zur dritten Saisonniederlage. Ullrich schien neben sich zu stehen, überließ seinem Gegner saft- und kraftlos die entscheidenden Felder und hatte schon zwei Stunden nach Spielbeginn nichts mehr zuzusetzen.

Kaum lag sein König darnieder, kämpfte T. Schumann schon zum zweiten Mal gegen einen Patzer an. Konnte er den ersten noch beheben, kam er wenig später nicht umhin, das schwarz-weiß karierte Handtuch zu werfen.

Ein solches lag für W. Korsunskij schon bereit, allenfalls der Zeitpunkt war die Frage. Einmal mehr delegierte er seine Getreuen auf Nebenschauplätze und mußte sich alsbald einer stetig wachsenden Zahl aufsässiger Bauern erwehren, derer er letztlich nicht mehr Herr wurde.

Da agierte man an den Brettern drei, sechs und acht schon gepflegter, nur leider reichte es hier wie da nur zum Teilerfolg. Fehlte D. Stopp trotz Unmengen an Zeit die gewinnbringende Idee, R. Kutscha im unermüdlichen Kampf gegen das Remis schlicht das Material, so blieb Prof. H. Dresig wie schon in Seiffen das Glück des Tüchtigen verwehrt, nachdem er gegen seinen weit besser eingestuften Kontrahenten erneut überzeugen konnte.

Den ersten vollen Punktgewinn schließlich steuerte Mario bei, der bis auf die 'Blitz'-artig gespielte Zeitnotphase weitgehend das Geschehen bestimmte. Vergab er unmittelbar vor der Zeitkontrolle noch einige gute Möglichkeiten zum Sieg, nutzte er die nächste um so resoluter.

In unnachahmlich "taktisch-strategischer" Weise setzte auch Karsten sein Vorhaben optimal um. Nach zunächst eher ausgeglichenem Spiel nutzte er ein wohl etwas überzogenes Manöver des bis dahin verlustpunktfreien Cranzahler Gastspielers konsequent zum Knockout des Erzgebirgischen Spitzenduos.

Das dürfte den Verlust jedoch verschmerzen können, steht der SV mit nunmehr 7:1 Punkten doch inzwischen da, wo noch vor Jahresfrist wir rangierten. Zumindest in dieser Besetzung sollte unser Potential eigentlich ausreichend sein, die einstige Hierarchie wenigstens annähernd wieder herzustellen.