USG Chemnitz IV | - |
BSV Ehrenfriedersdorf | 4,5 : 3,5 | ||||
| 1 | Dr. Eppler, K. | (2021) | - | 1 | Lohr, S. | (1989) | ½ - ½ |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2 | Mahn, M. | (1878) | - | 2 | Hengst, H. | (1942) | 1 - 0 |
| 3 | Kutscha, R. | (1878) | - | 3 | Hahn, K. | (1935) | ½ - ½ |
| 5 | Korsunskij, W. | (1768) | - | 4 | Lohr, R. | (1961) | 0 - 1 |
| 6 | Ludwig, B. | (1634) | - | 5 | Weigel, T. | (1840) | 1 - 0 |
| 7 | Stopp, D. | (1699) | - | 6 | Gedigk, D. | (1792) | 0 - 1 |
| 8 | Schumann, T. | (1702) | - | 7 | Breuer, S. | (1543) | 1 - 0 |
| E | Prof. Dresig, H. | (1636) | - | 8 | Schönherr, G. | (1634) | ½ - ½ |
Spielbericht von Mario Mahn:
Die IV. Mannschaft lebt!! Bisweilen wurde nach dem verheerenden 1:7 in Crimmitschau schon daran gezweifelt, doch im Spiel gegen den Landesliga-Absteiger folgte die Rehabilitation auf dem Fuße. Mit der Rückkehr der am 1. Spieltag ausgeliehenen bzw. ausgefallenen Stammkräfte kehrte auch der Geist der Mannschaft an die Bretter zurück - eine Garantie für ausreichend Punkte war das natürlich noch nicht.
Nach wie vor mußten diese erkämpft und mitunter auch erzittert werden, wie üblich vor allem dann, wenn D. Stopp für uns im Einsatz ist, und schlimmer noch: sich Vorteile für ihn abzeichnen sollten. Das Vokabular der deutschen Sprache ist schnell erschöpft, sollte man sein Unvermögen, eine Gewinnstellung zu verwerten, in Worte fassen. Aus unzähligen drei- über zwei- bis hin gar zu einzügigen Möglichkeiten konnte er nicht eine nutzen, entweder gleich das nahe Matt aufzuzeigen oder wenigstens für eindeutige Materialverhältnisse zu sorgen. Stattdessen wurde ein eher harmloser Bauer solange hofiert, bis daraus tatsächlich eine Gefahr erwuchs, die Detlef schließlich vor unlösbare Probleme stellte. Daß er trotz eindringlicher Warnungen wiederum viel zu schnell spielte und am Ende fast eine Stunde weniger Zeit verbrauchte, machte sein katastrophales Endspiel noch unerträglicher.
So geriet der erste Saisonsieg völlig unnötig wieder in Gefahr, nachdem T. Schumann und M. Mahn bis dahin für eine 2:0-Führung sorgten. Während Thomas in seinem Debüt am Brett 7 der IV. Mannschaft sofort die Initiative übernahm und mit beherztem Offensivspiel den Gegner in die Knie zwang, nutzte M. Mahn eine kleine Ungenauigkeit im bis dahin ausgeglichenen Spiel schonungslos zum ebenfalls recht schnellen Ende.
Dem folgte das Remis eines offenbar nicht in Bestform agierenden Dr. Eppler, der den Teilerfolg trotz leichter Vorteile so auch zufrieden kommentierte, sowie ein Remisgesuch an R. Kutscha.
Etwa 3½ der 4 Stunden Spielzeit stand B. Ludwig total in der Defensive. Kaum eine Figur hatte sich weiter als zwei Felder bewegt und der königliche Fall schien nicht mehr abwendbar zu sein. Doch die gegnerischen Bemühungen gestalteten sich zunehmend verzweifelter. Ersten Ungenauigkeiten folgten größere Fehler und Björn gelang es kurz vor beiderseits drohendem Blättchenfall tatsächlich, sich aus der Umklammerung nicht nur zu lösen, sondern gar noch mit gewinnbringenden Vorteilen aus dieser hervorzugehen.
Nachdem auch Prof. Dresig das Glück des Tüchtigen ereilte, als ihm in ziemlich bedrohlicher Lage die Chance zum Remis durch Zugwiederholung geboten wurde, schlug endlich Rainer zu. Knapp eine Stunde lang war er eingehend damit beschäftigt, das Remisangebot "zu prüfen" - nun konnte er es genüßlich annehmen. Das 4½ war gesichert, was den Schmerz des unerwarteten Partieverlustes von W. Korsunkij nach zuvor deutlichen Vorteilen in Grenzen hielt.