2. Landesklasse Schach, Staffel C, 1. Spieltag am 17.09.2000

Post SV Crimmitschau

 - 

USG Chemnitz IV

  7,0 : 1,0

1Müller, F.(2062) -  5Korsunskij, W.(1768)+ : -
2Jahn, J.(2019) -  6Ludwig, B.(1634)+ : -
3Tützer, J.(1898) -  7Stopp, D.(1699)½ - ½
4Günther, T.(1896) -  EPflugradt, G.(1584)1 - 0
5Dr. Tützer, D.(1853) -  EKutscha, M.(1449)1 - 0
6Napierala, P.(1894) -  EReussner, R.(1267)1 - 0
7Mehlhorn, D.(1807) -  EGünnel, R.(1252)1 - 0
ESeyfarth, W.(1686) -  EKlinger, K.(1023)½ - ½

Spielbericht von Mario Mahn:

Zwar spielte die IV.Mannschaft offiziell in Crimmitschau, doch der Spielbericht müßte eigentlich aus Dresden kommen. Nicht nur, weil der ML und Autor dieser Zeilen selbst in Dresden weilte, sondern auch weil gleich fünf Akteure(!) aus der Vorjahres-IV. nunmehr für die III. zu Felde zogen. Drei davon, neben B. Wetzel und U. Müller auch das IV.-Mannschaft-Urgestein J. Steffan, wurden in die Stammformation berufen; M. Mahn und R. Kutscha indes rutschten vorerst(?) aushilfsweise nach oben. Mit 3,0 : 2,0 Punkten verlief ihr aller Einstand im übrigen nicht schlecht.

In Crimmitschau hingegen war vom Team der Vorsaison bzw. der überaus erfolgreichen Vorjahre nicht ein einziger mehr dabei. Im Aufgebot mit 5 Ersatzspielern(!) und dem als stellvertretender ML fungierende Rückkehrer D. Stopp fuhr eine Mannschaft an die Pleiße, die als solche in der Landesklasse nichts und eine Etage tiefer in der Bezirksliga nicht so gleich etwas zu suchen hat. Da fiel eigentlich kaum ins Gewicht, daß zudem gar noch zwei Spieler fehlten, so daß man zu sechst mit dem 1 : 7 letztlich noch mehr als zufrieden sein konnte. Den Umständen entsprechend hatte man immerhin mit einem 0 : 8 gerechnet, tatsächlich aber ist es einer besonderen Würdigung wert, wenn Detlef dem starken J. Tützer und K. Klinger dem wesentlich höher eingestuften W. Seyfarth jeweils ein Remis abtrotzten.

Allen anderen möchte man den Willen natürlich nicht absprechen. Fest allerdings steht, daß das Kaliber des Gegners an diesem Tag wohl mehr als eine Nummer zu groß für weitere Punkte war.

Angesichts des bis dahin guten Namens, den sich die USG Chemnitz IV seit Jahren - u. a. mit fünf "Treppchen"-Plätzen hintereinander - erst auf Bezirks- dann Landesebene erspielt hatte, war diese Vorstellung, auch über den sportlichen Rahmen hinaus, mehr als ein Desaster. Daß ausgerechnet die IV. Mannschaft derart in die Brüche gehen mußte, ist natürlich jammerschade, auf Grund immenser Aufstellungssorgen übergeordneter Mannschaften allerdings ganz offenbar nicht zu vermeiden gewesen. Nichtdestotrotz sind diese Probleme auch Indiz dafür, wie schwer es so manchem Vereinsmitglied fällt, sich (noch) für eine Mannschaft zu engagieren. Die Zahl der durch Abwanderung, Krankheit oder ähnlich driftige Gründe nicht zur Verfügung stehenden Akteure war ganz sicher nicht so hoch, wie nach der sonntäglichen Ausfallquote zu vermuten wäre.

Was bleibt ist die Hoffnung, vielleicht schon gegen Ehrenfriedersdorf wieder eine Mannschaft ins Feld zu schicken, die erstens diesen Namen auch verdient, zweitens der Landesklasse würdig und nicht zuletzt drittens hoffentlich auch wieder vollzählig ist.