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Mitteilungen des URZ   -   online

1/2011


In dieser Ausgabe

CLiC (Ausschnitt)

Printversion (.pdf) - enthält keine aktiven Links! Bitte nutzen Sie online http://www.tu-chemnitz.de/urz/zeitung/nr12011





Jahresrückblick 2010


Vorwort


Mit dem "Jahresrückblick 2010" legt das Universitätsrechenzentrum eine Übersicht zur Entwicklung der zentralen IT-Dienste und der IT-Infrastruktur der TU Chemnitz vor. Insgesamt gesehen konnten Lehr- und Forschungsaufgaben sowie zentrale (Verwaltungs-)Aufgaben durch stabil funktionierende, sichere und leistungsfähige IT-Technik unterstützt werden.

Bei der ständig notwendigen Modernisierung der IT-Infrastruktur wurden gute Fortschritte erzielt. Zwei große Projekte - ViSIT und VidCon - konnten erfolgreich abgeschlossen und bei laufenden Projekten erste Ergebnisse erzielt werden. Der Einsatz neuer Technologien ermöglicht im bundesweiten Vergleich eine äußerst effektive Unterstützung von Lehre und Forschung. Insbesondere die Server-Virtualisierung (Projekt ViSIT) bringt eine deutliche Entlastung in Beschaffung und Betrieb für die Fakultäten und zusätzlich Kosteneinsparungen.
Auch die Einsatzmöglichkeiten des hochmodernen Videokonferenzsystems (Projekt VidCon) werden von den Fakultäten gern genutzt.

Schwerpunkt beim Ausbau des Campusnetz-Backbone, dem "Rückgrat" unserer IT-Infrastruktur, war die Umstellung auf VSS (Virtual Switching System) und der Ausbau zum 20-Gigabit-Backbone.
Große Fortschritte gab es auch bei der Integration der IT-Infrastruktur der ZUV in die Managementstrukturen des URZ.

Sicher haben unsere Nutzer auch die vielen kleinen Verbesserungen registriert, die die Arbeit im Campusnetz einfach nur erleichtern. Genannt seien hier als Beispiele die PROWeb-Server für Projekte und Webanwendungen mit hohem Sicherheits- oder Ressourcenanforderungen bzw. WebVPN zur Nutzung geschützter, web-basierter Angebote der Uni von außerhalb. Die Nutzer unserer Computerpools werden die neu installierte Klimatisierung einiger Räume sehr begrüßt haben. Sie können sich 2011 auf die Fortsetzung dieser Ausbaumaßnahmen freuen.

Allen verantwortlichen Mitarbeitern sei an dieser Stelle für ihre unermüdliche Einsatzbereitschaft gedankt.

W. Hardt


Der URZ-Beirat


Aufgaben und Ziele des URZ-Beirats sind unverändert wie in den vergangenen Jahren (s. Jahresrückblick 2008).

Aktuelle Mitglieder des Beirats:

Herr Prof. Dr. Dietrich R.T. Zahn (Vorsitz) Prorektor für Forschung
Herr Prof. Dr. Reinhard Baumann Fakultät für Maschinenbau
Herr Prof. Dr. Peter Gluchowski Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Herr Mario Haustein Fachschaft Informatik
Herr Prof. Dr. Karl Heinz Hoffmann Fakultät für Naturwissenschaften
Herr Dr. Andreas Müller Fakultät für Informatik
Herr Karl Nestler Fakultät für Elektrotechnik u. Informationstechnik
Herr Prof. Dr. Josef Schmied Philosophische Fakultät
Frau Karin Schulz Zentrale Universitätsverwaltung
Herr Prof. Dr. Peter Sedlmeier Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften
Herr Dr. Peter Weigand Fakultät für Mathematik, bis 10/2010
Herr Dr. Roman Unger Fakultät für Mathematik, ab 11/2010, Nachfolger von Dr. Weigand
Frau Barbara Winkler Universitätsbibliothek, bis 10/2010
Frau Angela Malz Universitätsbibliothek, ab 11/2010, Nachfolgerin von Frau Winkler

Beratungsschwerpunkte 2010

In zwei Beratungen, im Januar und November, wurden folgende Themen behandelt bzw. entschieden:


Projekte des Jahres 2010


Projekt VidCon - multimediale Videokonferenz

Im Rahmen des Projektes VidCon wurden im Jahr 2009 an vier Standorten hochwertige Konferenz-Systeme installiert sowie im März 2010 zusätzlich noch der Hörsaal N012 medientechnisch vollständig überarbeitet. In diesem Raum sind damit alle Einrichtungen zur Durchführung einer großen Videokonferenz vorhanden. Am 21. April 2010 konnten sich in einem Kolloquium, das vom Veranstaltungszentrum "Altes Heizhaus" mit einem der mobilen Videokonferenzsysteme an alle fünf Standorte mit fest installierter Technik übertragen wurde, Interessenten aus unserer und anderen Universitäten über die Einsatzmöglichkeiten informieren.

Alle sieben beschafften Systeme (4 Gruppensysteme, 1 Hörsaal, 2 mobile Boxen) werden genutzt. Im Durchschnitt lag die Auslastung aller Systeme bei ca. 30 Konferenz-Stunden pro Monat.

Beispiele für Projekte, welche die Konferenz-Systeme nutzen:

Im Jahr 2010 entstanden auch inhaltsreiche Webseiten zum Thema Videokonferenzen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/vidcon/

Alle vom URZ betreuten Konferenzsysteme wurden regelmäßig gewartet, d.h. unter anderem auf die Firmwareversion TC3 aktualisiert. Dadurch sind neue Funktionen für Nutzer verfügbar. So können nun Präsentationen mit einer Auflösung bis zu 1080p während der Live-Übertragung dargestellt werden.

System im Hörsaal N012


Projekt ViSIT: Virtualisierung der Serverinfrastruktur der TU Chemnitz

Das im Jahre 2007 initiierte Projekt ViSIT wurde mit der Inbetriebnahme der im Rahmen des Großgeräteantrages GGA ViSIT beschafften Server-, Speicher- und Netzwerktechnik erfolgreich abgeschlossen.

Dieses Projekt war der Grundstein für die Einführung von Virtualisierungstechnologien im Datacenter des Universitätsrechenzentrums. Servervirtualisierung bedeutet einen Paradigmenwechsel. Bisher musste sich der Betreiber eines realen Servers um solche Aspekte kümmern wie

Bei der Anforderung eines virtuellen Servers beim URZ sind solche Überlegungen nicht mehr notwendig. Werden während der Betriebszeit mehr Ressourcen benötigt, so ist eine einfache und flexible Erweiterung der Kapazität möglich. Wird ein virtueller Server nicht mehr benötigt, so reicht eine Abmeldung des Dienstes. Durch Servervirtualisierung können die Hardware-Ressourcen viel effektiver genutzt und gleichzeitig die Betriebskosten gesenkt werden. Der Einsatz von High-Availability-Server-Clustern erhöht die Ausfallsicherheit der virtuellen Server und damit die Verfügbarkeit der Serverdienste. Durch die uniweite Bereitstellung des Dienstes Virtual Private Server Hosting (VPSH) kann die ViSIT-Infrastruktur von allen Einrichtungen der Universität genutzt werden.

Insgesamt werden drei High-Availability-Cluster produktiv eingesetzt:

Cluster (SW) Anzahl Server (Typ) Anzahl Cores (Typ) Summe RAM in GB Anzahl virtueller Gäste
DC_6950 (VMwareESX 4.0) 8 (Dell PowerEdge 6950) 64 (Dual Core AMD Opteron 8218) 512 152
DC_905 (VMwareESX 4.0) 5 (Dell PowerEdge R905) 80 (Quad Core AMD Opteron 8356) 640 45
DC_710 (VMwareESX 4.0) 9 (Dell PowerEdge R710) 72 (Quad Core Intel Xeon X5560) 1296 83

Im Rahmen eines Kolloqiums wurden am 1. Juli 2010 in Vorträgen der Projektverantwortlichen und der beteiligten Projektpartner die wesentlichen Ergebnisse des Projektes vorgestellt.


Projekt TUCSAN II - Zentrale Speichersystem-Infrastruktur/Datensicherung

Das Projekt TUCSAN II wurde initiiert, um den Ausbau unseres Speichernetzwerks weiter voranzutreiben und benötigte Kapazitäten und Funktionen hinzuzufügen.

Erreichter Stand

Im November/Dezember 2010 wurde folgende Technik beschafft und installiert

In den kommenden Monaten wird auf Basis dieser Technik das Spektrum an Speicherdiensten erweitert bzw. existierende Dienste um neue Features ergänzt. Schwerpunkte liegen dabei im Umfeld der Backup-Dienste und des Betriebs von Systemen unter Windows 7.


Lernmanagement und E-Learning an der TU Chemnitz


Das URZ koordiniert die Aktivitäten und Prozesse für Lernmanagement und E-Learning an der TU Chemnitz. Im neu geschaffenen E-Learning Portal unter http://www.tu-chemnitz.de/e-learning werden vielfältige Möglichkeiten des modernen Lernmanagements aufgezeigt und in Anleitungen die ersten Schritte erläutert. Ausgehend von Lehraufgaben, wie Einschreibung, Materialbereitstellung, gemeinsame Arbeit, Aufgabenverteilung und Leistungskontrollen, werden Werkzeuge und Lösungen vorgestellt, die vorrangig über die zentrale Lernplattform allen TU-Angehörigen zur Verfügung stehen.

2010 haben wir vier E-Learning-Workshops für TU-Angehörige durchgeführt. Neben zwei Einsteigerkursen "Einführung in die Lernplattform OPAL" wurden "Didaktische Aspekte des E-Learning" sowie "Lernmanagement für Fortgeschrittene" mit insgesamt 56 Teilnehmern vorgestellt und diskutiert. Der Newsletter "E-Learning und Lernmanagement" informiert über Termine für Workshops und weitere Veranstaltungen, neue Werkzeuge und interessante Entwicklungen rund ums Thema.

Neben diesen Informationen können Sie sich auch direkt an uns wenden: Die Hotline erreichen Sie über das Webportal im Punkt "Service/Beratung", direkt per E-Mail an e-learning@tu-chemnitz.de oder unter der Rufnummer -13444. Gemeinsam mit unserem E-Learning-Dienstleister, der Bildungportal Sachsen GmbH?, beraten wir Sie umfassend zum Thema Lernmanagement und beantworten gern Ihre Fragen, die beim Einsatz der Lernplattform auftreten.

Die Grafik zeigt die wachsende Benutzung und Akzeptanz der Lernplattform durch Studierende der TU Chemnitz.

opal-stat.png


Entwicklung der Voice-Over-IP-Dienste


Weiterentwicklung

Der Voice-Over-IP-Dienst besteht aus folgenden Komponenten:

Diese Serversysteme werden systematisch betrieben und regelmäßig überwacht. Im Jahr 2010 gab es keine Ausfälle. Ausfallfreier Betrieb und Wartung sind möglich, da diverse Sicherheitsverfahren und Redundanten im Gesamtsystem implementiert sind.

Im Zuge der strategisch vorangetriebenen Server-Virtualisierung wurden folgende Komponenten virtualisiert:

Diese Serverkomponenten werden somit nicht mehr auf dedizierter physischer Hardware betrieben, sondern sind in den URZ-Dienst VPSH integriert. Damit ist ein vereinfachtes Management und höhere Ausfallsicherheit verbunden.

VoIP-Dienste

Zur Steuerung von Tisch-Telefonen wurde ein Software-Klient eingeführt: der Cisco Unified Personal Communicator integriert transparent eine breite Palette von Kommunikationsanwendungen und -diensten und stellt Anwendern eine Vielzahl von integrierten Kommunikationsmitteln zur Verfügung. Sie können leicht vorhandene Telefonverzeichnisse durchsuchen, um wichtige Ansprechpartner zu finden und Kommunikationen zu starten. https://www.tu-chemnitz.de/urz/voip/cupc.html

Mit dem neu eingeführten Fax-System XMediusFAXUm verbesserte sich der Fax-Service deutlich. XMediusFAXUm ist direkt in Netzwerkroutern integriert und bietet dadurch höchste Betriebssicherheit. Damit werden zahlreiche Defizite der alten Lösung behoben. Der Nutzer bemerkt zur Zeit nur im Detail eine Verbesserung: Dokumente können nun qualitativ hochwertiger als Faxe gerendert werden. Im Zuge der weiteren Einführung werden für den Anwender folgende weitere Vorteile nutzbar:

Diese Funktionen werden im ersten Quartal 2011 entwickelt.

Der Dienst Andphone wurde auf eine neue Software-Generation gehoben. Dadurch sind weitere Funktionen für Team-Schaltungen möglich. Dies erfolgte im Rahmen der Virtualisierung dieses Dienstes.

Mobile Geräte

Der Support für Nokia-Handys wurde eingestellt. Aktuell werden Android und Apple-Handys unterstützt. Dafür werden folgende Funktionen bereitgestellt:

Telefonie Fraunhofer ENAS

Im Rahmen einer Kooperation betreibt das URZ die Telefone in der Fraunhofer-Einrichtung für Elektronische Nanosysteme (ENAS). Dabei tritt das ENAS als "Mandant" mit eigenen Rufnummern und eigener Einwahlnummer auf. Hierbei wurde ein neues redundantes Gateway installiert, welches die Verbindung zum DFN-Fernsprechdienst über einen SIP-Trunk realisiert. Dieses Gateway ist gleichzeitig für Notfalltelefonie zuständig. Sollte die Netzverbindung zur TU getrennt sein, so funktionieren ausgewählte Telefone im FhG-Institut trotzdem über ISDN-Leitungen.

Insgesamt werden 176 Endgeräte mit 146 Telefonprofilen für das ENAS-Institut betrieben.

Statistiken

Telefon-Typen
Auslieferungen/Erweiterungen Jahr 2010 89
Austausch/Defekte 102
Geräte online 2942
Geräte "unerlaubt" offline 58
Cisco 7911G 35
Cisco 7912G 351
Cisco 7914 114
Cisco 7921G 82
Cisco 7937G 5
Cisco 7940G 58
Cisco 7941G 1310
Cisco 7941G-GE 251
Cisco 7942G 106
Cisco 7945G 181
Cisco 7960G 41
Cisco 7961G 403
Cisco 7961G-GE 102
Cisco 7962G 8
Cisco 7965G 20
Cisco 7970G 8
Cisco 7971G 3
Cisco 7975G 1
Cisco 7985G 2
Cisco ATA 61
Nutzer, Profile
VoIP-Nutzer 2845
User-Profile (inkl. gelöschter) 4056
Team-Profile 369
statische Profile 394
Rufnummern
insg. konfigurierte Rufnummern 11239
Gerätenummern (inkl. deaktivierter) 4105
persönliche Rufnummern (inkl. gelöschter) 4412
Organigrammrufnummern 1547


Campusnetz-Infrastruktur und Netzdienste


Netzausbau (Campusnetz 2)

Kabelnetzerweiterungen und Optimierungen

2010 fanden Datennetzerweiterungen begleitend zu zahlreichen Rekonstruktionsprojekten des SIB statt. Nutzerseitig stehen nun ca. 230 neue Datendosen zur Beschaltung bereit. Diese erfüllen die IEEE-Norm für Gigabit-Ethernet (GE gem. IEEE 802.3 ab) und können bei Bedarf mit Kleinspannungsversorgung (PoE, gem. IEEE 802.3 af) konfiguriert werden. Die meisten neuen Standorte stehen der Fakultät Maschinenbau zur Verfügung, wie z.B.

Aber auch an zahlreichen anderen Standorten fanden umzugs- und funktionsbedingt kleinere Erweiterungen mit Neuverkabelung statt. Zielstellung dabei war:

Ein weiterer Optimierungsbereich, der begleitend zu konkreten Nutzerforderungen bearbeitet wird, ist die Verdrängung von LWL-Anschlüssen zur direkten Anschaltung von Endgeräten. Falls am (LWL)Dosenstandort Endgeräte mit Kupferkabel (RJ-45, ggf. auch mit Kleinspannung) betrieben werden müssen, kommen spezielle 4-Port-Switche mit Medienkonvertierung zum Einsatz. Solche Lösungen gibt es inzwischen 42 mal am Campus. Im vergangenen Jahr fand nach eingehender Marktsondierung ein Produzenten- und Produktwechsel statt. Eine ganze Reihe relevanter Faktoren auf Benutzer- und Betreiberseite sprechen für den Gigaswitch der Fa. Nexans als künftiges Leitprodukt.

Außerdem wurden im vergangenen Jahr schrittweise die 2009 aufgebauten LWL-Verbindungen zwischen den Transit- und Etagenknoten mit 10GE-Links zum produktiven Einsatz gebracht. Da die Umstellung von Gigabit-Ethernet auf 10GE recht kostenintensiv ist, sind bisher nur 12 Standorte mit höchster Übertragungsrate angeschlossen. Ein weiterer Ausbau dieser Verbindungstechnologie ist aber abgesichert.

Campus-Backbone

Schrittweise erfolgte die VSS-Migration in folgenden Routingbereichen:

Weiterhin wurde die Bandbreite aller Backbone-Verbindungen auf 20 Gbit/s erhöht. Ausführliche Informationen hierzu siehe "Mitteilungen des URZ" 4/2010.

Die Restrukturierung der VLANs und IP-Subnetze für zentrale Server und Management-Aufgaben im Datacenter wurde fortgeführt. Abhängig vom Schutzbedarf existieren verschiedene Sicherheitszonen, welche durch Firewalls geschützt werden.

fw-strategie-nutzerforum.png

Unter anderem wurden die Sicherheitsrichtlinien und der Betrieb von Root-Servern im Datacenter geregelt (siehe http://www.tu-chemnitz.de/urz/netz/rootserver.html).

WLAN-Ausbau

Im vergangenen Jahr stieg die Anzahl der über zentrale Controller verwalteten Access Points auf 260. Die Access Points des CSN wurden ins Management des URZ übernommen und verbreiten nun die gleichen WLAN-Funknetze. Dadurch vereinfacht sich der WLAN-Zugang für die Studenten. Insgesamt nutzten ca. 4800 Clienten das WLAN der TU-Chemnitz, davon gelegentlich über 800 gleichzeitig.

Seitdem mit den gängigsten Betriebssystemen ein 802.1X-Supplicant bereitsteht, wird das Funknetz eduroam am meisten genutzt. In diesem Zusammenhang wurde die Erweiterung des IP-Adress-Pools für Nutzer dieser Zugangssicherung notwendig.

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/netz/wlan/

VPN-Zugang

Im Herbst wurde der Dienst WebVPN zur Verfügung gestellt. Dieser ermöglicht einen rein browser-basierten, gesicherten Zugang zum Campusnetz der TU Chemnitz.

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/netz/vpn/


Netzdienste

E-Mail

Die vom URZ betriebene E-Mail-Infrastruktur der TU Chemnitz wird den Anforderungen gerecht. Sowohl die Mail-Relays als auch das Mailbox-Cluster arbeiten auch bei weiter steigenden Zugriffszahlen und Speicheranforderungen zuverlässig und schnell.

mailserver.png

Seit Oktober 2010 werden alle E-Mails, die mit einer TU-Absenderadresse die TU Chemnitz Richtung Internet verlassen, durch das DKIM-Verfahren (DomainKeys Identified Mail) digital signiert. Damit können Empfänger prüfen, ob die E-Mail tatsächlich von der TU Chemnitz stammt und während der Zustellung nicht verändert wurde. So können Phishing-Nachrichten erkannt und abgewiesen werden, die einen falschen Absender vortäuschen. Eine sinnvolle Unterstützung von DKIM durch Anbieter und E-Mail-Programme ist für die Zukunft zu erwarten.

Zur Vermeidung von unwillkommenen Massenmail-Sendungen (Spam) an unsere Benutzer haben wir auch 2010 Ressourcen und neue Techniken eingesetzt. Basis unserer Spam-Abwehr sind die für jeden Benutzer individuell einstellbaren Schutzfilter, die sich nach wie vor bewähren.

Die zur Textanalyse eingesetzte Software SpamAssassin mit Version 3.3 wird jede Nacht mit neuen Regeln zur Spam-Erkennung aktualisiert. Greylisting (siehe http://www-tu-chemnitz.de/urz/mail/) hat sich seit 2004 als wirksames Mittel zur Vermeidung von Spam bewährt. Seit 2010 bestimmen wir die initiale Wartezeit (üblicherweise 15 Minuten) dynamisch. So erhöhen wir diese in folgenden Fällen:

Insgesamt wurden 2010 jedoch wesentlich weniger E-Mails abgewehrt als in den Jahren zuvor, ohne dass spürbar mehr Spam-Mails unsere Nutzer erreichen konnten.

monstatreject.png

Die Mailbox-Server werden von über 19.000 Anwendern benutzt, die fast 19 Millionen E-Mails (über 1,8 TByte Daten) speichern. Um den gestiegenen Speicheranforderungen gerecht zu werden, wurde der Mailbox-Cluster um einen dritten (virtuellen) Backend-Server erweitert. Die 2 Frontend-Server wurden auf 2 virtuelle 64-bit-Systeme umgestellt.

mailboxdisk.png

Das populäre E-Mail-Programm Thunderbird bietet seit der Version 3.1 eine einfache automatische Konfiguration, die wir unterstützen. Dadurch entfallen komplizierte Einstellungen für den Anwender.

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/mail/

Web-Dienste

Der zuverlässige Betrieb der zentralen Webserver der TU Chemnitz hat weiterhin hohe Priorität. Der Server www.tu-chemnitz.de wird seit September 2010 durch ein Cluster von drei virtuellen Systemen realisiert, die durch einen Layer-4-Switch als ein System auftreten. Analog wird www-user.tu-chemnitz.de von zwei Systemen redundant betrieben. Daneben hostet das URZ 41 virtuelle Webserver für Institute, Professuren oder Projekte.

www-monstat.png

Alle vom URZ administrierten Webserver laufen auf der Systemplattform Scientific Linux 5 mit Apache 2.2 und PHP 5.2.

Für Projekte und Webanwendungen mit hohem Sicherheits- oder Ressourcenanforderungen betreibt das URZ für Auftraggeber PROWeb-Server. Die Migration zu PROWeb-Server Version 2 (Basis: virtuelle Server) wurde im Frühjahr gemeinsam mit den Anwendern abgeschlossen. Zur Zeit werden 24 solcher Server betrieben.

Leistungsmerkmale von PROWeb-Servern:

Leistungsmerkmal PROWeb2 neu
Betriebssystem Scientific Linux 5
Software Apache 2.2, PHP 5, MySQL 5
Installation und laufende Pflege des Basissystems URZ
Konfiguration Webserver, SSL-Zertifikat, Backup DONE
Nutzung des TUCAL-Autorensystems für Webseiten DONE
Nutzung anderer Content-Management-Plattformen DONE
Hochverfügbarkeit DONE
individuelle Wünsche (z.B. cron Skripte) DONE
Serverzugang per Secure Shell DONE
weitere Software-Pakete, z.B. Tomcat DONE
Hardware-Parameter anpassbar DONE

Mit der Version 1.4 des Autorensystems TUCAL können Web-Dokumente nun auch einfach in der Zeichenkodierung UTF-8 erstellt und bearbeitet werden. Während Latin-1 (Zeichensatz ISO-8859-1 bzw. -15) nur westeuropäische Zeichen enthält, umfasst Unicode in der Kodierung UTF-8 quasi alle Zeichen für die Sprachen der Welt. Damit lassen sich insbesondere fremdsprachige Webseiten problemlos erstellen. Desweiteren haben wir Webautoren weitere Module zur Verfügung gestellt, die ein einfaches Einbinden von Angeboten aus der Jobbörse und das Erstellen von Bildergalerien und Pop-Up-Effekten ermöglichen.

Seit April 2010 indiziert eine Google Search Appliance die 500.000 wichtigsten Webdokumente der TU Chemnitz und ermöglicht somit eine schnelle und treffsichere Volltextsuche. Diese lokale Suche ist von allen TU-Webseiten im Corporate Design über das Suchfeld rechts oben nutzbar. Im Vergleich zur bisher eingesetzten Lösung (Google Mini) werden die Ergebnisse deutlich schneller geliefert, bei Schreibfehlern werden Alternativen angeboten und Suchbegriffe vorgeschlagen.

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/www/

Kollaborationstool Foswiki

Seit mehreren Jahren wird das Kollaborationstool TWiki jetzt Foswiki im URZ betrieben und für unterschiedlichste Arbeitsgruppen auch mit externen Partnern bereitgestellt.

Ende 2010 wurde ein Major-Releasewechsel (Version 1.1.x) vollzogen. Im letzten Jahr ist das Datenvolumen von 25 auf 45 Gigabyte angewachsen.

FTP-Service

Über den anonymen FTP-Server der TU Chemnitz ftp.tu-chemnitz.de werden die meisten Linux-Distributionen und weitere wichtige Open-Source-Projekte zum Download angeboten (insgesamt ca. 10 TByte).

Login-Server

Der Login-Server login.tu-chemnitz.de wurde technisch neu realisiert. Ein Layer-4-Switch leitet alle Secure-Shell-Sitzungen Dateitransfers via scp oder (s)ftp zu einem virtuellen Server, während HTTPS-Anfragen von einem anderen virtuellen Server bearbeitet werden. Unter http://m.tu-chemnitz.de stehen einige speziell zugeschnittene Angebote für mobile Geräte (Handys, Smartphones) zur Verfügung.

Da diese Server quasi ein Eingangstor vom Internet zum Netz der TU Chemnitz darstellen, sind diese durch definierte Firewall-Regeln vom Campusnetz isoliert.

Weitere Informationen: http://login.tu-chemnitz.de/

DNS-/DHCP-Server

Diese Basisdienste zur Namensauflösung und zur automatischen Einstellung der Netzkonfiguration haben wir 2010 neu organisiert. Die Aufgaben teilen sich zwei reale Server, der DNS-Dienst ist intern über einen Layer-4-Switch unter der IP-Adresse 134.109.133.1 nutzbar.

Die vom URZ koodinierte Vergabe von IP-Adressen wurde Ende 2010 vereinfacht: Wer ein stationäres Gerät (PC, Server, Drucker usw.) ans Campusnetz anschließen will, beauftragt eine IP-Adresse über ein Web-Formular.

Weitere Informationen: https://tucoma.hrz.tu-chemnitz.de/dns

Zertifizierungsstelle TUC/URZ CA

Die seit 2003 vom URZ betriebene Zertifizierungsstelle stellt Zertifikate für Server (WWW, E-Mail usw.) der TU Chemnitz aus. Dies ist eine wichtige organisatorische Komponente einer Public-Key-Infrastruktur (PKI) zur sicheren Kommunikation im Internet.

Seit Februar 2007 wird unsere Zertifizierungsstelle vom DFN betrieben (TUC/URZ CA G3). Damit können wir Zertifikate im Sicherheitsniveau "Global" in einer sicheren Betriebsumgebung ausstellen. Server-Zertifikate gelten 5 Jahre und werden von allen modernen Browsern ohne Warnung akzeptiert. Außerdem werden persönliche Zertifikate für Angehörige der TU Chemnitz ausgestellt, mit denen z.B. eine gesicherte E-Mail-Kommunikation mittels S/MIME ermöglicht wird.

Das URZ betreibt mit dem Nutzerservice eine Registrierungsstelle (Registration Authority, RA), die die online erstellten Zertifikatanträge von Angehörigen der TU Chemnitz prüft und die Zertifizierung veranlasst. 2010 hat die Zertifizierungsstelle 42 Server-Zertifikate und 16 Nutzer-Zertifikate ausgestellt.

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/ca/

Web Trust Center

Das Web Trust Center (WTC) ist der zentrale Web-Authentifizierungsdienst auf Basis von Shibboleth. Der Identity Provider (IDP) ist in die DFN-AAI-Föderation integriert, wodurch sich immer mehr Webdienste, vor allem von Verlagen und Informationsdiensten erschließen, die unsere Benutzer direkt über unseren Identitätsprovider authentisieren.

Die WTC-Infrastruktur der TU Chemnitz ist in folgende Föderationen eingebunden:

Im zweiten Halbjahr 2010 erfolgte für alle 114 Service-Provider (Webserver) der TU Chemitz ein Update von der Shibboleth-Version 1.3 auf Version 2.3. Dadurch können sowohl in der DFN-Authentifizierungs-Föderation als auch innerhalb der TU neue Sicherheitsprotokolle (SAML2) genutzt werden. Diese bieten zukünftig weiter Verbesserungen in Bezug auf Sicherheit.

Für die Pflege und Koordination der TU-eigenen Föderation wurde ein Service Level Agreement erarbeitet: http://www.tu-chemnitz.de/urz/www/wtcsla.html

Der Dienst Web Trust Center wird von zwei virtuellen Servern erbracht. Dabei ist jeweils ein Server aktiv - der zweite fungiert als "Hot-Standby-System", um in Wartungsfällen oder Havarien unverzüglich einzuspringen. Die Verteilung im Fehlerfall wird durch einen Layer-4-Switch realisiert. Durch diesen WTC-Cluster wurde eine enorme Stabilität erweicht.

Der WTC-Cluster bedient dabei bis zu 200.000 Nutzer-Authentisierungen monatlich.

monthly_wtc.png

Verzeichnisdienst

LDAP ist eine Basis-Technologie im Identitäts-Management, die von anderen Diensten im Netz benutzt wird, u.a. durch

Das URZ betreibt drei redundante LDAP-Server (Multimaster) mit dem 389 Directory Server. Der Datenabgleich erfolgt automatisiert mit der Benutzer-Datenbank MoUSe?.

Die zentrale Stellung des LDAP-Dienstes wird auch durch die Benutzungsstatistiken deutlich. Pro Tag beantwortet der LDAP-Cluster bis zu drei Millionen Anfragen.

monthly_ldap.png

Ausgewählte Nutzerdaten werden über Dienste der TU Chemnitz zur Verfügung gestellt (Personensuche, Verzeichnisabfragen). Um dem Nutzer die Wahl zu ermöglichen, auf die Publikation seiner Daten Einfluss zu nehmen, wurde der LDAP-Verzeichnisdienst intern reorganisiert. Dadurch ist es möglich, einzelne Publikationen zu deaktivieren.

Weitere Netzdienste

Weiterhin unterstützen wir folgende Netzdienste:



Koordinierung und Entwicklung zentraler Webangebote (Internet-AG)


Unter der Leitung von Professor Hardt besteht die Internet-AG aus Mitarbeitern der IT-Gruppe der ZUV, des URZ, der Pressestelle, von Marketing/Öffentlichkeitsarbeit und des Kanzlerbüros. Ziel ist die kontinuierliche Verbesserung der Webpräsenz der TU Chemnitz. In der Internet-AG werden alle Aktivitäten zu zentralen Webinhalten koordiniert, sichere Abstimmungswege geschaffen und Synergien genutzt. Anstehende Aufgaben oder aktuelle Probleme werden diskutiert, Konzepte und Lösungen entwickelt und abgestimmt. Wichtige Ergebnisse werden danach dem Rektorat zur Entscheidung vorgelegt.

Erreichte Ergebnisse 2010:

Insgesamt kann festgestellt werden, dass etwa 95% der zentralen Webseiten der TU Chemnitz dem vorgegebenen Corporate Design entsprechen. Für ca. 35% der Seiten gibt es meist eingeschränkte englischsprachige Webangebote.


Nutzung öffentlicher Rechner


Zentrale Computerpools für die Ausbildung

Überblick

Einer der Basisdienste des Universitätsrechenzentrums besteht in der Bereitstellung öffentlicher Computerpools für Ausbildungszwecke, zum Beipiel im Rahmen von Lehrveranstaltungen. Aktuell stehen auf den Pool-PCs als Betriebssysteme wahlweise Scientific Linux 5.5 und, je nach Pool, Windows XP oder Windows Vista zur Verfügung.

Die Hardware von zwei Pools auf der Reichenhainer Str. wurde erneuert - im August der Pool 39/138, im Dezember der Pool 41/238. Eine Erneuerung der Pools 41/338 sowie Raabestraße 43, 046 wird gemeinsam mit den verantwortlichen Struktureinheiten für 2011 angestrebt.

Die Poolräume B301 und B401 in der Reichenhainer Straße 70 wurden während der Semesterpause im Sommer renoviert und klimatisiert. Damit verbessern sich die Arbeitsbedingungen in diesen Pools insbesondere in den Sommermonaten deutlich. Der Poolraum 066 in der Straße der Nationen 62 wird seit Herbst 2010 bis voraussichtlich März 2011 umfassend renoviert.

Es erfolgten Untersuchungen und die Erarbeitung von Technologien für die zukünftige Nutzung unserer Pools mit virtuellen Desktops.

Die folgende Übersicht fasst einige Kennzahlen zu den öffentlichen URZ-Pools zusammen:

Standort Plätze Betriebssystem Nutzungsprofil verfügbar seit letzte Erneuerung
Hardware
Reichenhainer Str. 70, B301 20 Linux/Windows Vista uniweit 1993 2009
Reichenhainer Str. 70, B302 20 Linux/Windows Vista uniweit 1993 2009
Reichenhainer Str. 70, B401 20 Linux/Windows XP uniweit 1997 2009
Reichenhainer Str. 70, B404 20 Linux/Windows XP uniweit 1997 2009
Reichenhainer Str. 39, 138 20 Linux/Windows XP vorrangig Wiwi 2001 2010
Reichenhainer Str. 41, 238 20 Linux/Windows XP vorrangig Philosophie 1999 2010
Reichenhainer Str. 41, 338 17 Linux/Windows XP vorrangig Philosophie 2005 2005
Raabestraße, 046 20 Linux/Windows XP vorrangig Philosophie 1999 2005
Str. der Nationen, 066 12 Linux/Windows Vista uniweit 1997 2007
Str. der Nationen, B207 13 Linux/Windows Vista uniweit 1999 2007
Str. der Nationen, 203 20 Linux/Windows XP vorrangig Informatik/MB 2001 2007
Thüringer Weg 9, K010 20 Linux/Windows Vista vorrangig Philosophie 2008 2008

Tabelle: Überblick zu den öffentlichen URZ-Pools

Neben den öffentlichen Pools betreibt das URZ auf Grundlage einer Übereinkunft mit dem Zentrum für Fremdsprachen zwei weitere Computerpools, die der ausschließlichen Nutzung für Lehrveranstaltungen dieser Einrichtung vorbehalten sind.

Nutzungszahlen

Eine Vielzahl von Studenten und Mitarbeitern nutzt die Ausbildungspools, wie folgende Statistik zu den Nutzungszahlen zeigt:

Anzahl alle Nutzer TU Chemnitz Nutzer anderer Unis
gesamt Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter
8858 8158 700 7987 644 171 56

Tabelle: Anzahl der Nutzer öffentlicher URZ-Pool-PCs 2010

Die Nutzungszahlen der Pools sind leicht rückläufig gegenüber dem Vorjahr. Diese Aussage wird dadurch relativiert, dass zu der Zeit der oben erwähnten umfänglichen Baumaßnahmen eine Nutzung der betroffenen Computerpools nicht möglich war (und ist).

Lehrveranstaltungen

Kursleiter nutzen gern die öffentlichen Pools für Lehrveranstaltungen. 163 Praktikaanträge (Tickets) wurden für das Sommersemester 2010 gestellt. Nachfolgend ein Überblick:

Standort Stunden pro Raum Stunden bezogen auf alle PCs
Reichenhainer Str. 70, B301 150,00 3000,00
Reichenhainer Str. 70, B302 82,75 1655,00
Reichenhainer Str. 70, B401 247,00 4940,00
Reichenhainer Str. 70, B404 341,00 6820,00
Reichenhainer Str. 39, 138 60,50 1210,00
Reichenhainer Str. 41, 238 314,75 6295,00
Reichenhainer Str. 41, 338 473,50 8049,50
Raabestraße, 046 126,25 2525,00
Str. der Nationen, 066 35,50 426,00
Str. der Nationen, B207 36,50 474,50
Str. der Nationen, 203 280,00 5600,00
Thüringer Weg 9, K010 193,25 3865,00
Gesamt: 2341,00 44860,00

Software-Angebot in den Pools

In den Ausbildungspools wird ein breites Spektrum von Anwendungssoftware angeboten, um die Lehr- und Forschungsaufgaben in allen Struktureinheiten bestmöglich zu unterstützen. Der Softwarebestand wird regelmäßig vor Beginn eines neuen Semesters auf Aktualität und Notwendigkeit überprüft, Bedarfsanmeldungen von Lehrbeauftragten werden berücksichtigt.
In der Regel ist der Softwarebestand in allen Ausbildungspools identisch, um den Nutzern eine einheitliche Arbeitsumgebung in allen Räumen zu bieten. Aus lizenzrechtlichen und finanziellen Gründen sind einzelne Softwareprodukte aber nur in bestimmten Pools verfügbar.

Die jeweils aktuelle Softwareausstattung kann den entsprechenden Webseiten entnommen werden:

Linux https://www.tu-chemnitz.de/urz/anwendungen/linux/
Windows Vista https://www.tu-chemnitz.de/urz/anwendungen/sw-vistapools.php
Windows XP https://www.tu-chemnitz.de/urz/anwendungen/sw-xppools.php

Weitere Informationen:

http://www.tu-chemnitz.de/urz/pools/index.html
http://www.tu-chemnitz.de/tu/presse/aktuell/1/2841


Öffentliche Server:

Betriebssystem Linux

Die vom URZ betriebenen 6 öffentlich nutzbaren Server - Compute-Server, Referenz-Server für jeweils 32bit und 64bit und der Login-Server (für die Arbeit von außerhalb der TU Chemnitz) - sind seit 2010 komplett virtuelle Server. Betriebssystem ist bei allen Servern der aktuelle RedHat-Clone von Scientific Linux. Die Anzahl der Sitzungen auf diesen Servern im betrachteten Zeitraum betrug 88151. An Software konnte die von RedHat und Scientific Linux zur Verfügung gestellte freie Software genutzt werden. Außerdem stand auf den Referenz- und Compute-Servern noch kommerzielle Software wie ABAQUS, ANSYS, ESAComp und Hyperworks zur Verfügung.

Funktion Betriebssystem Hostname Typ
Compute Server SL 5.5 32bit caesar Virtueller Server
Compute Server SL 5.5 64bit brutus Virtueller Server
Login Server SL 5.5 64bit login (gate) Virtueller Server
Login Server SL 5.5 64bit login (way) Virtueller Server
Referenz Server SL 5.5 32bit pandora Virtueller Server
Referenz Server SL 5.5 64bit remus Virtueller Server

Tabelle: Liste der öffentlichen Linux-Server

Gesamt TU Chemnitz andere Hochschulen
Jahr Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter
2000 1282 377 1220 336 62 41
2001 1545 389 1500 365 45 24
2002 2456 534 2403 490 53 44
2003 2088 480 2032 447 56 33
2004 1912 449 1867 407 45 42
2005 2361 489 2312 436 49 53
2006 2169 550 2111 491 58 59
2007 1737 513 1714 438 23 75
2008 1608 582 1574 496 34 86
2009 1384 632 1353 522 31 110
2010 992 585 982 495 10 90

Tabelle: Anzahl der Nutzer der öffentlichen Linux-Server

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/server/


Druckdienst

Für den kostenpflichtigen Dienst Drucken auf allen öffentlichen Rechnern des URZ wurde 2010 ein neuer Stapeldrucker vor dem Nutzerservice Straße der Nationen 62 (1_073x) vom Typ TA LP4151 beschafft. Außerdem wurden die zentralen Server zur Verwaltung der Druckaufträge virtualisiert.

Entwicklung des Druckbedarfs:

Standort Typ gedruckte Seiten
2006 2007 2008 2009 2010
ReiStra70 Pool-Drucker (SW) 801853 535554 431574 338232 370552
ReiStra70 zentrale Drucker (SW) 171324 201629 261003 271746 184394
ReiStra70 zentrale Drucker (Farbe) 94474 63081 89091 65248 43734
ReiStra39 Pool-Drucker (SW) 230323 157375 161717 104670 91578
ThürWeg9 Pool-Drucker (SW) - - 36349 41968 44796
RaabeStr Pool-Drucker (SW) 180589 98893 128442 92145 75976
StraNa Pool-Drucker (SW) 163609 89939 120169 112459 87955
StraNa zentrale Drucker (SW) 32077 15323 18011 13549 14243
StraNa zentrale Drucker (Farbe) 45052 27939 32336 44723 36465
Summen: 1719301 1189733 1278692 1084740 949693

Tabelle: Inanspruchnahme des Dienstes Drucken im URZ

In der Reichenhainer Str. 70 fanden umfangreiche Umbauarbeiten statt, wodurch der Betrieb der Drucker vor dem Nutzerservice (2b_b405x...) ab August eingestellt werden musste. Wegen Bauarbeiten war auch der Drucker im Pool 1_066 in der Str. der Nationen 62 ab Oktober nicht in Betrieb.

Weitere Informationen zum Drucken im URZ: http://www.tu-chemnitz.de/urz/drucken/

In der Universitätsbibliothek (UB) gab es 2010 keine wesentlichen Veränderungen. Das Druckaufkommen war ähnlich zum URZ etwas geringer als im Vorjahr.

Entwicklung des Druckbedarfs:

Standort Fähigkeit Seiten
2006 2007 2008 2009 2010
ZB A4 SW 52481 41768 40084 47467 36133
CBI A4 SW 127538 103193 147022 161246 104922
CBI A4 Farbe 4329 3796 3938 3783 5263
CBII A4 SW 81504 64534 58208 55176 59565
CBII A4 Farbe - 17 8434 4481 5871
Summen: 265852 213308 257686 272153 211754

Tabelle: öffentlich nutzbare UB-Drucker (CBI = Campusbibliothek Pegasus-Center, CBII = Campusbibliothek Reichenhainer Str.41, ZB = Zentralbibliothek Str. der Nationen)

Weitere Informationen zum Drucken in der UB: http://www.bibliothek.tu-chemnitz.de/service/arbeitsanleitungen/drucken/



Administrationsdienste


Das Jahr 2010 ist durch eine Zäsur hinsichtlich der durch das URZ angebotenen Administrationsdienste gekennzeichnet. Während der Linuxadministrationsdienst LADM weiterentwickelt und angeboten wird, stehen die Windows-basierten Administrationsdienste seit Juli für Neuanmeldungen nicht mehr zur Verfügung. Für die neue Desktop-Plattform Windows 7 werden keine Administrationsdienste angeboten, die Unterstützung seitens des URZ erfolgt im Rahmen einer "Hilfe zur Selbsthilfe".

Administrationsdienste Linux

Um neuen Anforderungen der Hardware, Anwendungssoftware und Sicherheitsbedürfnissen Rechnung zu tragen, müssen die Linux-Systeme auf den aktuellen Entwicklungsstand der Betriebssysteme gehalten werden.

Im Folgenden sind einige wesentlichen Aktivitäten im Berichtszeitraum aufgelistet:

Weitere Informationen zum Linux-Administrationsdienst LADM:
http://www.tu-chemnitz.de/urz/admin/linuxadm.html

Einrichtung Workstations
Real ¹)
Workstations
Virtuell ¹)
Pool-
rechner
Server
Real
Server
Virtuell
Summe
Philosophische Fakultät ²) 2 - 114 1 4 121
Institut für Physik 60 - 21 1 4 86
Institut für Chemie 2 - - - - 2
Informatik 7 1 - 1 3 12
Maschinenbau 9 - - 1 7 17
Elektrotechnik und Informationstechnik 12 - - 3 1 16
Wirtschaftswissenschaften - - 53 - 2 55
Zentrale Universitätsverwaltung 3 3 - - 7 13
Universitätsbibliothek/PIZ 152 1 158 2 4 317
Universitätsrechenzentrum 59 26 145 52 94 376
Bildungsportal Sachsen - 1 - - 13 14
Studentenwerk - - - - 1 1
Radio UNICC - - - - 1 1
Rechner insgesamt 306 32 491 61 141 1031

Tabelle: Anzahl der Rechner im Linux-Administrationsdienst LADM getrennt nach virtuellen und realen Maschinen (Stand: Ende 2010)
¹) inklusive Entwicklungsrechner, Arbeitsplatzrechner
²) inklusive Zentrum für Fremdsprachen

Im Vergleich zum Vorjahr werden rund 80 Computer mehr administriert, die Mehrzahl davon als virtuelle Server bzw. Workstations. Änderungen ergaben sich auch durch Stilllegung eines Clusters sowie einen neu eröffneten Pool im Sprachenzentrum. Im Serverumfeld stieg der Anteil der virtuellen Server und gleichzeitig nahm der Anteil der realen Server ab.


Administrationsdienste Windows

Bis Juni 2010 wurden weitere Arbeitsplatz-PCs in einen der Dienste WXPADM bzw. WXPSelfADM integriert. Die Vista-basierenden Administrationsdienste WVIADM bzw. WVISelfADM wurden nicht nachgefragt, verständlich in Anbetracht des besser angenommenen Nachfolgers Windows 7. Seit Juli konzentrieren sich die Administrationsdienst-Aktivitäten auf den weiterhin stabilen Betrieb der integrierten PCs. Gestützt wird dies auch durch die Nutzung des WXPSelfADM-Dienstes auf PC-Technik der zentralen Verwaltung, wo nach längerer Vorbereitungszeit seit Februar sukzessive dieser Dienst eingeführt wird.

Entwicklung der Nutzung der Administrationsdienste für Arbeitsplatz- und Pool-PCs mit dem Betriebssystem Windows gegenüber den Vorjahren:

Einrichtung 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010
Philosophische Fakultät / Fakultät für Human- und Geisteswissenschaften 106 189 173 200 197 209 199
Institut für Physik - - - 3 13 18 18
Institut für Chemie 6 8 8 14 19 19 17
Informatik - 1 3 3 14 7 6
Maschinenbau 30 34 44 60 66 64 55
Elektrotechnik und Informationstechnik 21 21 35 46 56 38 34
Wirtschaftswissenschaften 22 21 20 20 20 23 23
Zentrale Einrichtungen 115 130 147 185 208 260 235
Verwaltung - - - - - - 99
Rechner insgesamt 300 404 430 531 593 638 686

Tabelle: Entwicklung der Anzahl der Rechner im Windows-Administrationsdienste-Spektrum

Admindienste für Windows XP: Dienst WXPADM, Dienst WXPSelfAdmin

96 Arbeitsplatz-PCs wurden entweder aus dem Dienst entfernt oder durch neue Technik ersetzt und installiert. Die weiterhin administrierten PCs werden bis 12/2012 unterstützt, allerdings im sogenannten "Legacy"-Modus, in dem nur sicherheits-relevante Arbeiten durchgeführt werden, aber keine Soft- und Hardware-Entwicklungen.

Admindienste für Windows Vista: WVIADM, WVISelfADM

Die noch existierenden WVIADM- bzw. WVISelfADM-PCs werden bis August 2011 unterstützt werden, ebenfalls im "Legacy"-Modus.

Einrichtung Arbeitsplatz-Rechner
WXPADM/WXPSelfADM
Arbeits-Rechner
WVIADM/WVISelfADM
Pool-Rechner
WXPADM
Pool-Rechner
WVIADM
Summe
Philosophische Fakultät / Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften 120 2 57 20 199
Institut für Physik 14 4 - - 18
Institut für Chemie 16 1 - - 17
Informatik 6 - - - 6
Maschinenbau 55 - - - 55
Elektrotechnik und Informationstechnik 34 - - - 34
Wirtschaftswissenschaften 3 - 20 - 23
Zentrale Einrichtungen 106 - 62 67 235
Verwaltung 99 - - - 99
Rechner insgesamt 453 7 139 87 686

Tabelle: Anzahl der Rechner in einem Windows-Administrationsdienst

Dienst WUSCH

Die dem Dienst zugrundeliegende Windows-Update-Technologie wird an allen vom URZ administrierten Computern zur Aktualisierung - besonders sicherheits-relevanter Komponenten - eingesetzt, sowohl an allen Pool- und Arbeitsplatz-PCs als auch an Windows-Servern.

Die Zahl der Klienten-PCs lag im Jahresdurchschnitt 2010 bei etwas über 1000.

Die neuen Betriebssystemversionen Windows 7 sowie Windows Server 2008 R2 werden durch WUSCH nicht mehr explizit unterstützt.



Virtual Private Server Hosting (VPSH)


Die Infrastruktur für die Servervirtualisierung wurde auf der Grundlage des Projektes ViSIT erheblich erweitert. Damit waren Voraussetzungen gegeben, den uniweit bereitgestellten Dienst VPSH sowohl quantitativ als auch qualitativ weiter zu entwickeln.

Folgende Varianten des Dienstes VPSH werden (Stand: Ende 2010) angeboten:

Beim Einsatz der VPS können zwei Richtungen unterschieden werden, der Einsatz als Produktionsserver und der Einsatz als Entwicklungs- und Testsystem. Letztere bereiten oft den Servereinsatz vor oder dienen der Erprobung neuer Dienstmerkmale und Features.

Die Anzahl der VPS sowie die genutzten Ressourcen ist gegenüber dem Vorjahr stark angestiegen.

Jahr Anzahl VPS CPU RAM (MB) DISK für BS (GB) zusätzliche DISKs (GB)
12/2009 181 272 385024 3798 47706
12/2010 276 (+52%) 416 (+53%) 889856 (+131%) 6276 (+65%) 112467 (+236%)

Tabelle: Entwicklung des Dienstes VPSH

Der Dienst VPSH wird von vielen Einrichtungen genutzt. Einige Einrichtungen betreiben mittlerweile überhaupt keine oder nur noch wenige "realen" Server. Dazu gehören z.B. die Universitätbibliothek, das Bildungsportal Sachsen sowie das Universitätsrechenzentrum.

Einrichtung Anzahl VPS CPU RAM (MB) DISK für BS (GB) zusätzliche DISKs (GB)
Universitätsrechenzentrum 188 279 552704 4134 92537
Zentrale Universitätsverwaltung 23 34 103936 690 2550
Bildungsportal Sachsen 15 29 116736 172 13420
Maschinenbau 13 19 26368 450 1000
Universitätsbibliothek 11 24 40448 220 960
Elektrotechnik und Informationstechnik 4 4 6656 90 300
Informatik 4 4 4608 80 100
Naturwissenschaften, Physik 5 5 2560 60 100
Philosophische Fakultät 3 3 2560 90 0
Wirtschaftswissenschaften 3 7 20992 120 500
Universitätsarchiv 2 2 2560 50 0
Internationales Universitätszentrum 1 1 1024 20 0
Zentrum für Fremdsprachen 1 2 6144 50 500
Studentenwerk 1 1 512 10 0
Radio UNiCC 1 1 1024 20 0
Dimensio Informatics 1 1 1024 20 500
SUMME 276 416 889856 6276 112467

Tabelle: Anzahl der VPS pro Einrichtung inklusive Ressourcenverbrauch (Stand: 12/2010)



Server Housing


Der Dienst SERVER HOUSING im Data Center des URZ ist weiterhin aktuell und wird nachgefragt. Eine unterstützende Beschreibung enthält dieser Artikel aus dem Jahr 2009.

Einrichtung Projekt Service Level Einheiten
Universitätsbibliothek UBC-Server 3 5
MB Fileserving 3 3
ETIT Fileserving 3 1
Institut für Physik Fileserving 3 1
ZUV Fileserving 3 2
ETIT Server 2 3
Informatik KI 2 1
Zentrum für Fremdsprachen Kursverwaltungssystem (KuVeS) 2 1
WIWI WEB-Server 1 1
Institut für Chemie Cluster Theoretische Chemie 1 9
MB Fileserving 1 1
ETIT HPC-Cluster 1 1
ETIT Compute-,SUN-Server 1 6
WIWI,Phil Streaming 1 1
Informatik Modellierung und Simulation 1 2
Informatik Technische Informatik 1 1
Informatik Datenverwaltungssysteme 1 2
Informatik VSR 1 1
URZ VOIP 1 6
Rechner insgesamt     48

Tabelle: Übersicht über die Nutzung des Server-Housing (Stand: Ende 2010 - sortiert nach Service Level)

Gegenüber dem Vorjahr wurden drei neue Einheiten in diesen Dienst aufgenommen sowie für sieben Einheiten der Dienst beendet. Die mit den ausgeschiedenen Einheiten realisierten Aufgaben werden nun über den Dienst "Virtual Private Server Hosting" realisiert.


IT-Dienste für die Zentrale Universitätsverwaltung


Serverinfrastruktur

Die Migration der ZUV-Server-Infrastruktur in den Virtualisierungsdienst des URZ (VPSH) schreitet kontinuierlich fort. Jeder neue Dienst wird prinzipiell virtualisiert - neue dedizierte Hardware wird nicht mehr beschafft. Insgesamt nutzt die Verwaltung 23 virtuelle Server:

Insgesamt 12 Server erfüllen in der ZUV noch ihre Dienste auf realer Hardware. Diese konnten noch nicht in die URZ-Infrastruktur integriert werden. Im Jahr 2010 wurde jedoch ein umfassendes Monitoring durch das URZ für diese Server implementiert. Dadurch können proaktiv und reaktiv Fehlfunktionen erkannt werden.

Außerdem entstanden Managementschnittstellen für die ZUV, um administrative Verantwortung zu übergeben:

Die Verantwortung für das Gefahrstoffkataster wurden neu organisiert. Dabei übernimmt das URZ die Verantwortung für die Brand-Melde-Drucker und die Server-Betriebssysteme. Beide Teilbereiche sind nun überarbeitet und in URZ-Dienste überführt.

Arbeitsplätze, E-Mail-Integration

Die Einführung des ZUV-Desktops auf Basis des Dienstes WXPADM schreitet ebenfalls kontinuierlich fort. Neu zu besetzende Arbeitsplätze werden grundsätzlich mit dem neuen Desktop ausgerüstet. Die bestehenden alten Arbeitsplätze werden strukturiert in die neue Infrastruktur überführt.

Bild_desktop.png

Die Migration der ZUV-eigenen Mailboxen in die URZ-Infrastruktur schreitet voran. Zur Zeit sind 192 von 266 Mailboxen migriert.



IT-Dienste für Universitätsbibliothek und Patentinformationszentrum


Realisierte Projekte und Meilensteine:


Speicherdienste


Speichernetzwerk TUCSAN

Technische Basis aller Dienste zum Speichern von Daten im URZ bildet das Speichernetzwerk TUCSAN, welches weiter ausgebaut wurde. Das Bild zeigt die Struktur und Komponenten des TUCSAN.

Schematische Darstellung des Speichernetzwerks TUCSAN, Stand Ende 2010

Die folgende Tabelle enthält Angaben zu den im TUCSAN betriebenen Speichersystemen:

  Anzahl Speichersysteme Anzahl Festplatten Summe Bruttokapazität (GB)
2007 12 408 199760
2008 14 616 332560
2009 15 744 425360
2010 18 1008 670560

Speicherdienste werden auf Grundlage folgender Technologien bereitgestellt:


Netz-Filesystem (OpenAFS)

Seit 1994 wird an der TU Chemnitz das campusweite Filesystem AFS betrieben. 2010 wurde die gesamte Serverinfrastruktur erneuert. Die bisher betriebenen Serversysteme (Fileserver und Datenbank-Server) sind nun virtuelle Server auf Basis des Dienstes VPSH. Dabei wurden auch die Datenbestände auf neue Speichersysteme übertragen. Die gesamte Umstellung erfolgte im laufenden Betrieb ohne Beeinträchtigung der Verfügbarkeit. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick zur Entwicklung der für Fileserver eingesetzten Kapazitäten in den letzten fünf Jahren.

  Server
(Anzahl)
Plattenkapazität
Gesamt (in GB)
ø Plattenkapazität
pro Server (in GB)
Steigerung (in %)
zum Vorjahr
2006 8 12762 1595.2 0
2007 15 45227 3015.1 254
2008 15 55214 3680.9 22
2009 14 64985 4641.8 18
2010 12 72846 6070.5 12

Tabelle: Entwicklung von Filesystem-Kapazitäten

Das zentrale Netz-Filesystem ist die Basis zahlreicher Dienste des URZ. So liegen im AFS u.a. die HOME-Verzeichnisse aller Nutzer. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung für ausgewählte Datenbestände seit 2008.

File-Typ 2008 2009 2010
Anzahl Quota bel. Anzahl Quota bel. Anzahl Quota bel.
HOME-Verzeichnisse 15727 9652 2808 15949 16938 4248 16273 21074 5328
Projekt-Verzeichnisse 577 24008 11892 612 33786 14362 642 39213 18182
Admin/ToSCA 226 2836 1380 286 3262 1442 257 3081 1386

Tabelle: Nutzung der Filesystem-Kapazitäten für ausgewählte Dienste
(Anzahl: separat verwaltete AFS-Volumes, Quota: Summe des zur Verfügung stehenden Speicherplatzes (in GByte), bel.: Summe des genutzten Speicherplatzes (in GByte))

Wichtiger Bestandteil des Dienstes Netz-Filesystem ist die regelmäßige Sicherung der gespeicherten Daten. Mit Hilfe des im Jahr 2003 eingeführten Sicherungsverfahrens CABS - http://www.tu-chemnitz.de/urz/afs/cabs.html werden die Daten täglich in den Nachtstunden gesichert. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der dafür eingesetzten Kapazitäten.

  Server
(Anzahl)
Plattenkapazität für
redundante Speicherung (in GB)
Plattenkapazität für
Dumps (in GB)
2003 4 7842 7922
2004 5 10701 9902
2005 6 12056 14744
2006 6 12056 14744
2007 8 38329 38706
2008 9 46436 40554
2009 9 56850 42572
2010 12 70703 42572

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/afs/


Datensicherung

Das URZ bietet zusätzlich einen Backupdienst zur Sicherung von Daten auf dezentralen Servern an. 2009 wurde die Datensicherung von der Technologie AMANDA auf RSYNC umgestellt, wodurch bei etwa gleich bleibender Anzahl von Klienten und trotz wachsender Datenbestände und Aufbewahrung zusätzlicher Sicherungsstände erheblich Platz auf den Backup-Servern gespart werden konnte, da von von jedem Änderungsstand einer Datei nur eine Kopie aufbewahrt wird.

Ende 2010 standen auf 3 virtuellen Backup-Servern des URZ 18 TB Plattenkapazität für diesen Dienst zur Verfügung. Davon waren reichlich 10 TB durch Daten von 67 Klientenrechnern belegt. Standardmäßig werden von jedem Klienten ca. 45 Sicherungsstände für maximal ein halbes Jahr aufbewahrt, davon die letzten 4 Wochen täglich.

Fakultät 2008 2009 2010
GB GB GB ANZ
CSN 145 24 44 1
ET/IT 5263 2055 2218 10
Informatik 2901 1383 2618 10
Maschinenbau 2575 325 592 3
Mathematik 2905 1453 2626 6
Naturwissenschaften 1125 331 380 3
Philosophie / HSW 0.2 106 80 1
ProWEB2-Server 0 0 23 8
URZ 1300 1179 1652 19
Verwaltung/VOIP 0 9 38 2
Wirtschaftswissenschaften 598 99 158 4
Summe: 16812.2 6964 10429 67

Tabelle: Nutzung des Backupdienstes

GB: real auf den Backup-Servern belegter Platz der Datensicherungen (GB)
ANZ: Anzahl Backup-Klienten (zu sichernde Rechner)

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/backup/backupdienst.html


Datenbank-Service

Das URZ betreibt seit Jahren einen zentralen Datenbankserver auf der Basis von Open Source Software (MySQL). Jeder Nutzer an der TU Chemnitz (Mitarbeiter oder Student) kann per Web-Formular eine oder mehrere Datenbank(en) anfordern. Das Anlagen der Datenbanken erfolgt vollautomatisch, gleichzeitig werden die vom Nutzer gewünschten Zugriffsrechte konfiguriert.

Der Datenbank-Service erfreut sich regen Zuspruchs, was sich sowohl in der Anzahl der gehosteten Datenbanken, in der Menge des dazu gehörenden Datenvolumens und in der Menge der Datenbankzugriffe widerspiegelt. Datenbanken werden beispielsweise zur Erledigung von Studienaufgaben (Projektarbeiten, Versuchsauswertung) oder für Verwaltungsaufgaben in Forschungsgruppen (Generierung von Webseiten, Management von Literatursammlungen u.v.a.) eingesetzt.
Die Datenbank mit dem mit Abstand größten Speicherplatzbedarf wurde im Laufe des Jahres 2010 auf einen separaten Server ausgelagert, dadurch ist trotz gestiegener Datenbankanzahl der Speicherbedarf gesunken.

db.jpg
Benutzung des Datenbank-Dienstes, jeweils zum 31.12.

 

Fakultät/Einrichtung Angefordert durch
Mitarbeiter
Angefordert durch
Studenten
gesamt
Naturwissenschaften 26 16 42
Mathematik 8 12 20
Maschinenbau 92 33 125
Elektrotechnik und Informationstechnik 63 11 74
Informatik 48 109 157
Wirtschaftswissenschaften 47 40 87
Philosophische Fakultät 44 31 75
Human- und Sozialwissenschaften 16 11 27
Universitätsbibliothek 1 0 1
Universitätsrechenzentrum 31 0 31
Universitätsleitung / Zentrale Verwaltung 22 0 22
Sonstige 54 7 61
Summe 452 270 722

Tabelle: Zuordnung der am 31.12.2010 vorhandenen Datenbanken zu Struktureinheiten

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/db/


Virtuelle Festplatten

Seit 2008 werden Kapazitäten aus den TUCSAN-Speichersystemen in Form virtueller Festplatten bereitgestellt. Realisiert wird der Dienst in zwei Varianten: per iSCSI-Protokoll (verfügbar im Campusnetz) und für Speicheranforderungen virtueller Server im Rahmen des Dienstes Virtual Private Server Hosting (VPSH) als VMFS-Image oder per RDM.

Der starke Anstieg bei den für virtuelle Server bereitgestellten Kapazitäten reflektiert den Trend der Servervirtualisierung.

Folgende Tabelle zeigt die eingesetzten Kapazitäten:

  iSCSI (in GB) VMFS (in GB) RDM (in GB)
2008 1100 4836 2474
2009 250 53723 8074
2010 3200 130096 0


Versionsverwaltung/Datenaustausch

Damit können Angehörige der TU Chemnitz ein SVN Repository zur Versionsverwaltung von Projekten bzw. zum Dateiaustausch in Form eines Webordners (WebDAV) anlegen. Dabei ist es möglich, Nutzern außerhalb der TU-Chemnitz vollen Zugang zu den Projekten zu gewähren, um somit eine interuniversitäre Kollaborationsmöglichkeit zu schaffen. Seit Ende 2009 wird für diese Dienste ein zentraler Server betrieben.

Der Dienst wurde durch unsere Nutzer gut angenommen, wie die nachfolgende Tabelle zeigt:

  Versionsverwaltung Dateiaustausch
Jahr Projektanzahl Datenmenge (MB) Projektanzahl Datenmenge (MB)
2010 141 2050 33 5808



User-Management und Accounting


User-Management

Wesentliche Erweiterungen und Umstellungen am System MoUSe:


Accounting

Mit 13299 aktiven Nutzern erreichte die Benutzerzahl 2010 erneut den höchsten Stand, seitdem diese Statistik geführt wird.

Jahr 1994 1997 2000 2002 2004 2006 2008 2009 2010
Benutzerzahl 1298 5074 9481 12192 12224 12335 12689 13039 13299

Tabelle: Entwicklung der Benutzerzahl des URZ

Zu den Benutzern des URZ zählen 10408 Studenten.

Fakultät URZ-Nutzer
Philosophische Fakultät 2926
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften 2480
Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften 1673
Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik 1642
Fakultät für Informatik 550
Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik 437
Fakultät für Mathematik 287
Fakultät für Naturwissenschaften / Institut für Chemie 320
Fakultät für Naturwissenschaften / Institut für Physik 405

Tabelle: Nutzung der URZ-Dienste durch Studenten je Fakultät

Anmerkung: Über 312 Studenten sind gleichzeitig in mehr als einer Fakultät eingeschrieben



Software-Dienste


Das URZ stellt Anwendungssoftware zur Nutzung für Lehre und Forschung innerhalb der TU Chemnitz bereit. Das umfasst sowohl freie Software (Open Source) als auch kommerzielle Lizenzen für Anwendungen, die von breiterem (fachgebiets- bzw. fakultätsübergreifenden) Interesse sind.

Campuslizenzen und Rahmenverträge

Mit allen namhaften Herstellern von Standardsoftware (z.B. Adobe, Borland, Corel, Microsoft, Symantec) bestehen Rahmenverträge zum effektiven, kostengünstigen Lizenzerwerb. Außerdem verwaltet das URZ eine Vielzahl von Campuslizenzen zu speziellen Produkten bzw. beteiligt sich an entsprechenden Landeslizenzen in Sachsen. Die Liste der Rahmenverträge und Campuslizenzen hat sich gegenüber dem Vorjahr nur wenig verändert.

Zu den Campusverträgen existieren in der Regel Wartungsvereinbarungen mit den Hersteller- bzw. Lieferfirmen, so dass den berechtigten Nutzern ständig die aktuellen Softwareversionen zur Verfügung stehen. Die Bereitstellung der Updates erfolgte auch im vergangenen Jahr kontinuierlich jeweils nach Freigabe durch die Hersteller.

Hersteller/Produkt vergebene Lizenzen
Lizenzen + Dokumentationen
gesamt bis
31.12.10
davon
2010
Adept Scientific-Produkte 76 7
Adobe-Produkte 3313 231
Ansys 103 10
Borland-Produkte 398 0
Citavi 129 37
Corel-Produkte 1337 21
Docolog 16 4
e!Sankey 8 8
EyeBeam 13 0
FF Info Display 16 1
Goosync 20 1
ITI-Produkte 45 4
Labview 44 6
Maple 103 1
Mathcad 14 0
Mathematica 124 100
Matlab 144 37
Microsoft-Produkte 11397 879
MindManager 47 0
Nuance-Produkte 51 6
OggSync 19 0
OriginPro 248 4
Pro/Engineer 233 11
PVX 1 1
Solid Edge 509 17
SPSS 451 147
Symantec-Produkte 943 0
X-Win32 74 5
Summe: 19876 1538

Tabelle: Anzahl der vergebenen Artikel

Außerdem bieten wir Lizenzen der folgenden (kommerziellen) Softwareprodukte an, wobei aus unterschiedlichen Gründen eine statistische Auswertung der Lizenzzahlen nicht möglich ist:

Hersteller/Produkt Sachgebiet Bemerkung
EdgeCAM CAD/CAM unbegrenzt nutzbar
Form und Lage True Type Zeichensatz spezieller Zeichensatz für technische Dokumentationen unbegrenzt nutzbar
Gaussian Molekülsimulation unbegrenzt nutzbar
jBEAM Simulation unbegrenzt nutzbar
Lion Online-Übersetzung unbegrenzt nutzbar
Sophos Antivir Virenkontrolle und -beseitigung unbegrenzt nutzbar

Tabelle: Weitere verfügbare Softwarelizenzen

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/anwendungen/sw-campus.html


Handbücher

Im Zusammenhang mit den Lizenz- und Rahmenverträgen ist auch der Bezug von Originalhandbüchern von den Softwareherstellern möglich (vgl. Statistik oben).

Darüberhinaus bietet das URZ eine große Anzahl von ausgesprochen kostengünstigen und methodisch hochwertigen Handbüchern zu aktuellen Softwareprodukten an, die das Regionale Rechenzentrum an der Universität Hannover bundesweit für den Hochschulbedarf bereitstellt. Die Liste der verfügbaren Bücher wird ständig überarbeitet und erweitert, um Dokumentationen zu aktuellen Softwareprodukten und Technologien anbieten zu können.

  verkaufte Bücher
bis 31.12.2010 davon im Jahr 2010
RRZN-Handbücher 9428 561

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/hb/


Software auf öffentlichen Rechnern

Eine große Gruppe von Anwendungen bilden die (freien und kommerziellen) Softwareprodukte, die auf Poolrechnern, Arbeitsplatzsystemen und zentralen Servern installiert sind und innerhalb des Campusnetzes in der Regel frei benutzt werden können. Teilweise sind die Anwendungen plattformunabhängig, d.h. sie laufen sowohl auf Linux- als auch unter Windows-Rechnern. Zu den vom URZ empfohlenen Applikationen zählen (nach Sachgebieten geordnet):

Büro (Office) Komplettpakete OpenOffice.org, MS Office, KOffice, GnomeOffice
Textverarbeitung, Textsatz LyX, LaTeX, Kile, TeXWorks, WinShell, TeXnicCenter
Wörterbücher ding, Beolingus, Lion
Literaturverwaltung EndNote, Reference Manager, Citavi, JabRef
Plagiatsuche Docolog
Desktop-Publishing scribus, Framemaker
Terminplanung, -synchronisation GApps, GooSync, OggSync
Bilder Bildbearbeitung Gimp, Photoshop, IrfanView, Illustrator, Corel Photopaint, hugin
Bildgenerierung povray
Datenbank Datenbank-Klienten-Software MySQL, PostgreSQL, MS SQL, Oracle, knoda, phpMyAdmin
Desktop-Datenbank MS Access
Grafik Grafik Gimp, ImageMagick, Blender, CorelDraw, Inkscape, sodipodi, xfig, UniConvertor, CS5 Design
Internet Webbrowser Firefox
E-Mail Thunderbird
Web-Editor KompoZer, bluefish, Dreamweaver, Quanta+
VoIP?, PIM eyeBeam, GApps, OggSync, GooSync
Multimedia Bilder und Grafiken Gimp, CS5 Design Premium, xfig, Xsane, gtKam
Audio Audition, Quicktime, RealPlayer?, audacity, xmms, lame, oggenc, Soundbooth
Video xmms, Maxon Cinema 4D, mplayer, xine, MJPEG-Tools, Premiere
CD/DVD Brennen K3b, Nero
Visualisierung Visualisierung Gnuplot, Grace, Graphviz, OpenDX?, Origin, Captivate, Flash Pro
CAD 2D CAD Systeme Qcad
3D CAD Systeme Autodesk-Produkte, Pro/ENGINEER, Solid Edge, Catia V5, CADENAS Partsolutions
ECAD EAGLE
CAM EdgeCAM
Chemie/Physik Molekülberechnung Gaussian
FEM/CFD FEM-Simulation Ansys, ABAQUS, ESAComp, Moldflow
Mathematik Mathematik/Computeralgebra Matlab, Mathcad, Mathematica, Maple, MuPAD, Octave
Simulation Simulation ITI-SIM/SimulationX, LabVIEW, KISSsoft, Simplorer, Trysim, jBEAM, ksimus
Softwareentwicklung Integrierte Entwicklungsumgebungen ActivePerl, ActivePython, ActiveTcl, eclipse, KDevelop, Visual Studio Pro, CodeBlocks
Compiler Free Pascal, Intel C/C++ und Fortran, avr-Tools
Statistik Statistik SPSS und AMOS, R, Sigmaplot, Systat, MAXqda, E-Prime, Bayes, StarLogo, Tlearn, Mplus
Dateibetrachter Bilder ImageMagick, kview, IrfanView, gqview, gthumb, Photoshop Elements, Lightroom
Postscript-Dokumente GhostView (gv, gsview), kghostview, Ghostscript (gs)
PDF-Dokumente Adobe Reader, xpdf, GhostView (gv, gsview), Ghostscript (gs), Adobe Acrobat
Dateimanager Dateimanager Konqueror, Nautilus, Midnight Commander, Explorer, freeCommander
Formatkonvertierung Textdokumente LaTeX2HTML, HTML2PS, a2ps, ps2ascii, ps2edit, ps2ps, pstops, ps2pdf, FreePDF, Adobe Acrobat
Bilder Gimp, ImageMagick, jpegtran, IrfanView, Illustrator, Photoshop Elements
Audio/Video mencoder, lav-tools
Scannen / OCR Scannen Xsane, Omnipage
OCR OCRshop, Omnipage
Texteditoren Allgemeine, unformatierte Texte (ASCII) KWrite, jEdit, nedit, notepad (Microsoft Editor), vim, Emacs
HTML-Dokumente KompoZer, bluefish, Quanta+, Dreamweaver
RTF-Dokumente OpenOffice.org, MS Office, Ted, AbiWord
DOC-Dokumente OpenOffice.org, MS Office, AbiWord
Virenschutz Antivirensoftware Sophos Antivirus
Informationsmanagement   MindManager
Windows-Unix-Integration "Unix in Windows" Cygwin-Tools
"Windows in Unix" VMWare, wine, rdesktop, vncviewer

Tabelle: Auswahl wichtiger, öffentlich verfügbarer Anwendungssoftware


Software-Lizenzverwaltung

Bei der Nutzung kommerzieller Softwareprodukte kommen unterschiedlichste Überwachungsmethoden zur korrekten Softwarenutzung zum Einsatz. Die wichtigste Form der Überwachung stellt die Nutzung eines auf einem zentralen Server installierten Lizenzmanagers dar. Er ermöglicht eine parallele Nutzung einer limitierten Anzahl von Lizenzen ("shared" oder "floating") innerhalb des Netzes. Weitere Formen sind die Einzelplatzlizenzierung, die Nutzung von Code-Wörtern oder die Einschränkung des Zugriffs auf die (im Netz verteilten) Softwareverzeichnisse durch Zuordnung an Nutzergruppen.

Entsprechend der plattformspezifischen Anforderungen der jeweiligen Lizenzmanager betrieb das URZ auch im Jahr 2010:

Zur Nutzung dieser Lizenzserver wurde eine SLA zum Dienst "Software-Lizenz-Management" erstellt. Erweiterungen des bisher verwalteten Spektrums an überwachten Softwareprodukten und der benutzten Lizenzmanager ("Vendordaemon") sind möglich, sofern die neu zu lizensierende Software den Bedingungen dieser SLA genügt.

Tabelle: Lizenzmanager auf den Lizenzservern des URZ (Stand: Dezember 2010)

Lizenzmanager Anzahl der verwalteten SW-Produkte
Lizenzserver Linux Lizenzserver Windows
FLEXLm i.V.m.
21 produktspezifischen Vendordaemons

25

3
SentinelLm 4 2
WappsLm 20 -
PathScale 1 -
mathlm 1 -
vvFlovater (OCR-Lm) 1 -
Elan (SPSS-Lm) - 1
NI-LM - 1
CoCreate-LS - 18

Aufgrund notwendiger Updates bzw. Upgrades der Lizenzmanager/Vendordaemons und der Anwender-Softwareprodukte waren im Jahr 2010 erneut komplizierte und umfangreiche Anpassungsarbeiten und Tests erforderlich, um ein effizientes und fehlerfreies Lizenzmanagement zu gewährleisten - insbesondere im Zusammenhang mit dem Lizenzierungsmodell für "MATHEMATICA" und "ANSYS"-Produkte.

Das im URZ vor einiger Zeit entwickelte Werkzeug zur automatischen Generierung von Konfigurationsfiles zur Steuerung der Zugriffsrechte (Restriktion-File) wurde erweitert. Damit können die verantwortlichen Nutzer nun über eine Webschnittstelle für die Produkte "ANSYS", "Pro/ENGINEER" und "MATHEMATICA" die zugriffsberechtigten Hosts ihres Lehrstuhls eintragen.

Tabelle: Produkte, deren Lizenzen über Lizenzserver verwaltetet werden

ABAQUS AMOS ANSYS AUTOCAD
CFX CoCreate EdgeCam Esacomp
FEMLAB-COMSOL FIDAP FLUENT Hyperworks
INTEL-Compiler ISE-TCAD ITI-SIM Labview
LMS MAPLE MATHCAD MATHEMATICA
MATLAB nCode OCRSHOP-XTR ORIGIN
PathScale-Compiler PGI-Compiler-Suite POLYFLOW PROENGINEER
RecurDyn SimX_Professional SPLUS-7 SPSS
SYSTAT TotalView

Jeder Nutzer innerhalb der Universität kann aktuelle Informationen über den Lizenzzustand (maximal verfügbare Lizenzanzahl, derzeit benutzte Lizenzanzahl usw.) lizenzierter Produkte über die WWW-Seite "Lizenzstatus" https://service.hrz.tu-chemnitz.de/lizmgr/ einholen. Dieses Monitoring-Werkzeug wurde mit dem Umzug auf den Intranet-Server (service.hrz.tu-chemnitz.de) überarbeitet und erlaubt berechtigten Mitarbeitern des URZ auch das effiziente Beseitigen von Lizenzstatus-Fehlerzuständen (Freigabe sog. "verklemmter" Lizenzen).
Auch das im URZ entwickelte Lizenz-Reporting-Werkzeug für diverse anonymisierte statistische Auswertungen bzgl. der Lizenznutzung wurde 2010 weiter qualifiziert und hat sich als Hilfsmittel für die zentrale Softwareplanung bewährt.


Lizenzregistrierung

Die Firma Microsoft hat - beginnend mit Windows Vista - eine Technologie eingeführt, dass jede Installation (aktueller Systeme bzw. Anwendungen) eine Lizenzregistrierung erfordert. Im Moment betrifft das Das URZ betreibt dazu im Campusnetz einen "Key Management Server" (KMS-Server), der die Registrierungen verwaltet. Die Kontaktaufnahme des fertig installierten Nutzerrechners mit dem KMS-Server erfolgt im Campusnetz automatisch.

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/anwendungen/



Hardware-Dienste


Der Einsatz der URZ-Ressourcen konzentrierte sich in 2010 auf Betreuung bzw. Ausbau zentraler IT-Systeme des URZ sowie zentraler und dezentraler IT-Systeme in der Universitätsbibliothek.

Aufwendungen für Hardwareaufrüstungen älterer PC-Systeme spielen grundsätzlich eine untergeordnete Rolle, auf Grund des günstigeren Preis-/Leistungsverhältnisses wird der Neukauf bevorzugt. Die über die Rahmenvereinbarung zur Beschaffung von "Standard-PC-Systemen" seit dem I. Quartal 2009 (Neuausschreibung) angebotene Möglichkeit wird gut frequentiert und universitätsweit genutzt.

Aufgabenschwerpunkte 2010

Der Gesamtumsatz an Hardware-Komponenten im Hardware-Servicebereich beläuft sich in 2010 auf ca. 40 TEUR, hinzu kommen noch ca. 14 TEUR im Bereich des VoIP-Kommunikationssystems.


Beschaffung von Standard-PC-Technik

Im Zusammenhang mit der Betreuung des Rahmenvertrags wurden erweiterte Servicefunktionalitäten integriert. Für die Aktualisierung des Portfolio im Vertrag führte das URZ die erforderlichen Hard- und Softwaretests durch.

Innerhalb der Rahmenvereinbarung wurde und wird zukünftig eine geeignete Anzahl von Computern, TFT-Displays und Druckern für den Einsatz an der TU Chemnitz angeboten. Die Erweiterung zur vollständig digitalisierte Bearbeitung des Ablaufprozesses von der Bestellung bis zur Unterstützung bei der Inventarisierung und falls erforderlich auch der Serviceinanspruchnahme (online Verfügbarkeit, Web-basierender Zugang zu Bestell- und Lieferdaten) wurde erfolgreich integriert und wird von den Nutzern rege in Anspruch genommen.


Ticketsystem OTRS


Insgesamt gab es Anforderungen von 8200 verschiedenen Kunden. Im Vergleich zu 2009 verdoppelte sich die Anzahl der Tickets.

OTRS-Queues (Einrichtungen, Projekte) Ticketaufkommen 2010 Ticketaufkommen 2009
Universitätsbibliothek 44140 13453
Universitätsrechenzentrum 10720 12095
Projekt Voice over IP - VoIP 1362 1544
Projekt Beolingus 513 1485
Projekt Chemnitzer Linuxtage 510 493
FSR Elektrotechnik 804 191
Professuren Fakultät für Maschinenbau 191 100
Zentrales Prüfungsamt 66 89
Professuren Fakultät für Informatik 58 61
Professuren Fakultät für Elektrotechnik 50 30
Professuren Fakultät für NW (Physik) 109 34
Tickets gesamt 58524 29575

Tabelle: Ticketaufkommen der einzelnen Einrichtungen und Projekte

Das URZ realisiert außerdem


Aus- und Weiterbildung


Diese Angebote des Universitätsrechenzentrums dienen der Aus- und Weiterbildung von Studenten und Mitarbeitern der TU Chemnitz im IT-Bereich.

Intensivkurse

behandeln Themen, die für die Arbeit an den vom URZ administrierten öffentlichen Computerarbeitsplätzen (Computerpools, Bibliotheksarbeitsplätze) und Mitarbeiterarbeitsplätzen wichtig sind bzw. spezielle Computerthemen. Der Schwerpunkt liegt hier auf der Nutzung kostenfreier Software.
Zusätzlich zu den IT-Kursen haben wir mehrere Kurse bzw. Workshops zum Thema E-Learning durchgeführt, da das URZ seit 2010 Aktivitäten und Prozesse für Lernmanagement und E-Learning an der TU Chemnitz koordiniert.

Durchgeführte Kurse 2010:

Jahr Anzahl Teilnehmer
gesamt Studenten Mitarbeiter
1993 23 590 435 155
1994 31 512 342 170
1995 35 493 334 159
1996 44 594 366 228
1997 41 556 318 238
1998 64 915 609 306
1999 58 991 764 227
2000 59 1152 808 344
2001 50 1059 769 290
2002 15 341 249 92
2003 24 438 238 200
2004 21 398 341 57
2005 19 413 359 54
2006 24 578 506 72
2007 24 479 442 37
2008 30 652 552 100
2009 35 812 613 199
2010 28 532 407 125

Tabelle: Übersicht über die Nutzung der uniweit angebotenen Intensivkurse

Aus Kapazitätsgründen werden die Kurse für Studienanfänger ("Computernutzung an der TU Chemnitz") in einem kleinen Hörsaal mit anschließendem Praktikum angeboten. Alle anderen Intensivkurse finden in kleinerem Rahmen statt (z.B. PC-Pool, max. 20 Arbeitsplätze) und bieten bessere Weiterbildungsmöglichkeiten.


Lehrveranstaltungen

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/awb/


Andere Weiterbildungs- und Informationsangebote

Nutzerforum des URZ

Kolloquien

In den beiden Kolloquien zum Abschluss großer Projekte wurden umfassend die zugrunde liegenden Technologien und Einsatzmöglichkeiten dargestellt (s. Abschnitt Projekte).

Unix-Stammtisch

Im Mai 2010 jährte sich die Gründung des "Unix-Stammtisches in Sachsen" zum 20. Mal. Für die Jubiläumsveranstaltung am 29.06.2010 konnten wir als Referenten den langjährigen ehemaligen wissenschaftlichen Leiter des Universitätsrechenzentrums, Dr. Uwe Hübner, gewinnen, der auch beim Stammtisch viele Jahre lang mit seinen fundierten, weit vorausschauenden Vorträgen für (über)volle Vortragsräume gesorgt hat.

Betreuung studentischer Arbeiten

Interessierte Studenten arbeiten an mehreren anspruchsvollen Aufgabenstellungen im Rahmen des Dienstespektrums des URZ mit. Auch Projekt- und Diplomthemen wurden betreut.


Autor: Autorenkollektiv des URZ




Kurzinformationen


Pilotbetrieb Windows7 in den Ausbildungspools

Die Erprobung von Windows7 in Ausbildungspools des URZ beginnt mit der Semesterpause. Die Bereitstellung erfolgt in Form virtueller Desktops, d.h. mittels "VMware View Klient" unter dem Betriebssystem Linux. Details zum Zugang sowie Nutzungshinweise finden Sie unter www.tu-chemnitz.de/urz/w7/

Die Pilotnutzung erfolgt mit dem Ziel, den produktiven Betrieb von Windows7 ab Wintersemester 2011/2012 vorzubereiten. Deshalb sind wir daran interessiert, von den Nutzern Feedback zu bekommen. Fragen, Meinungen, Probleme senden Sie bitte an den URZ-Helpdesk
www.tu-chemnitz.de/urz/helpdesk.html (Betrifft: Windows 7)

Ansprechpartner: Andreas Heik, Jens Wegener


Pilotbetrieb Active Directory Services

Ein wesentliches Ziel der Active Directory Services ist die Unterstützung dezentraler und eigenverantwortlich administrierter Windows7-Systeme. Derartige Klienten können vom Betreiber in eine AD-Infrastruktur integriert werden. Dabei verbleibt die lokale Administrationsverantwortung beim Betreiber.

Aktuell stehen in der Active Directory Umgebung (AD) folgende Infrastrukturkomponenten campusweit zur Verfügung:

Die Authentifizierung erfolgt auf Basis des URZ-Loginkennzeichens. Für die Adressierung von Nutzergruppen ist die Abbildung aller AFS-Gruppen realisiert. Die Ablage persönlichen Daten und Einstellungen erfolgt im Windows-Homeverzeichnis. Dafür steht jedem Nutzer Speicherplatz auf einem Windows-Fileserver zur Verfügung.

weitere Informationen:
www.tu-chemnitz.de/urz/ad/

Ansprechpartner: Andreas Heik


Staffelpreise bei Gigabit-Ethernet-Anschlüssen

Der kontinuierliche Ausbau des Datennetzes ermöglicht es, die Staffelpreise für die einzelnen Professuren weiter zu senken: Aufträge können kurzfristig umgesetzt werden.

weitere Informationen:
www.tu-chemnitz.de/urz/netz/highspeedports.html

Ansprechpartner: Jens Junghänel


E-Mail-Verwaltung - aber sicher!

Der Schutz persönlicher Daten im Internet ist uns allen wichtig. Besonders schützenswert sind persönliche Passwörter und E-Mails. Da die Passwörter an der TU Chemnitz mehr als "nur" den Zugang zur E-Mail schützen, sondern z.B. auch den Zugang zu geschützten Web-Inhalten, zu E-Learning-Angeboten oder persönlichen Daten ermöglichen, ist hier besondere Sorgfalt angebracht.

Alle modernen E-Mail-Programme bieten heute sichere Übertragungsverfahren zum Schutz - man muss diese nur richtig einstellen: Meist ist nur ein Häkchen richtig zu setzen (Stichwort STARTTLS oder SSL), um die gesicherte Übertragung zu aktivieren.

Das URZ hat alle Benutzer informiert, die ihre E-Mail ungesichert bearbeiten, und diese aufgefordert, auf ein sicheres Protokoll zu wechseln. Viele Benutzer haben dies bereits getan, die anderen werden weitere Aufforderungen erhalten. Mit Beginn des Sommersemesters 2011 (ab. 4. April 2011) werden nur noch sichere Verfahren zur Verfügung stehen.

Hinweise zu Einstellungen der E-Mail-Programme finden Sie unter http://www.tu-chemnitz.de/urz/mail/sec.html Hier können Sie auch kontrollieren, ob Sie selber noch ungesichert arbeiten, indem Sie Ihre Protokoll-Daten für den E-Mail-Zugriff abfragen. Ist alles "im grünen Bereich" sind Ihre E-Mail-Abfragen sicher. Tauchen hier jedoch "rote Zeilen" auf, müssen Sie auf den betreffenden Computern oder Geräten Einstellungen der E-Mail-Programme ändern. Hinweise finden Sie auf o.g. Webseite, und natürlich steht Ihnen der URZ-Helpdesk (E-Mail: support@hrz.tu-chemnitz.de) mit Rat und Tat zur Seite.

Ansprechpartner: Frank Richter


Neues aus der UB

Vor wenigen Wochen wurde die PC-Technik im Schulungsraum der Zentralbibliothek erneuert. Dabei handelt es sich um moderne AMD-Athlon-Systeme der neuesten Generation. Mit der neuen Technik wird den gestiegenen Anforderungen an die Leistungsfähigkeit und Stabilität Rechnung getragen. In den beiden Campusbibliotheken auf der Reichenhainer Straße wurde begonnen, die öffentlichen PC-Arbeitsplätze mit TFT-Monitoren auszustatten. Dadurch verbessern sich die Arbeitsbedingungen erheblich. Die Ausstattung weiterer Arbeitsplätze in 2011 wird fortgesetzt. Im Patentinformationszentrum wurden einige öffentliche Rechner mit 27-Zoll-TFT-Monitoren, bei einer Auflösung von 1920x1280, ausgestattet. Damit werden die Arbeitsbedingungen der Benutzer bei den anspruchsvollen Patentrecherchen erheblich verbessert.

Ansprechpartner: Jan Martin, Holger Trapp


Schließzeiten der Poolräume B302 und B404

Beide Poolräume werden umfassend rekonstruiert. Unter anderem erfolgt der Einbau von Klimatechnik. Durch die umfangreichen Baumaßnahmen stehen die Pools voraussichtlich ab 01.04.11 für die Nutzung bereit.

Ansprechpartner: Dispatcher




Software-News


PeaZip in den Pools

Auf Wunsch von Nutzern nach einer komfortablen Pack- und Entpacksoftware stellen wir ab sofort auf allen Poolrechnern unter Windows die OpenSource-Software "PeaZip" zusätzlich bereit. Weitere Informationen sind der Projektwebseite zu entnehmen.

weitere Informationen:
www.peazip.org

Ansprechpartner: Andreas Heik




Infos, Termine, Impressum


Nutzerservice des Universitätsrechenzentrums

Straße der Nationen 62, Raum 072 (Eingang am Hbf.), Tel. 0371/531-13471/13470
Reichenhainer Straße 70, Raum B405 (Rühlmannbau), Tel. 0371/531-13472/13470
Öffnungszeiten: Mo-Fr 8:45 - 11:30 Uhr, Mo, Di, Do, Fr 12:45 - 18:00 Uhr
Helpdesk: support@hrz.tu-chemnitz.de


Terminvorschau

Donnerstag 05. Mai 2011

20 JAHRE UNIVERSITÄTSRECHENZENTRUM

Von 9600 Bit/s zum 20-Gigabit-Backbone

In diesem Jahr können wir auf 20 Jahre rasante Entwicklung hinsichtlich IT-Ausstattung und -Dienste an unserer Universität zurückblicken.
In einem Kolloquium am 5. Mai erinnern wir kurz daran, stellen unseren Nutzern die neuesten und attraktivsten IT-Dienste vor und wagen einen Ausblick auf zukünftige Schwerpunkte.


Impressum

ISSN 1868-3800

Herausgeber:
TU Chemnitz
Universitätsrechenzentrum
Str. der Nationen 62
09111 Chemnitz
Leiter: Prof. Dr. Wolfram Hardt

Redaktion:
Dipl.-Math. Ursula Riedel

Redaktionsbeirat:
Dipl.-Math. Matthias Clauß
Dipl.-Inform. Frank Richter
Dr. Wolfgang Riedel


Redaktionsschluss: 29.01.2011
Anmerkungen: Bezeichnungen hier genannter Erzeugnisse, die auch eingetragene Warenzeichen sind, wurden nicht besonders gekennzeichnet. Eine fehlende Kennzeichnung heißt nicht, dass die Bezeichnung ein freies Warenzeichen ist.
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