Maximale Größe und Zustellzeit einer E-Mail
Immer häufiger werden große Dokumente per E-Mail versendet und es
taucht die Frage auf: Gibt es eine Maximalgröße? Einfache Antwort:
Eigentlich nicht, aber...
Die Begrenzung liegt in der Übertragungsfähigkeit der Netze, in den
Speichermöglichkeiten der beteiligten Mailserver und in administrativen
Beschränkungen. Diese Bedingungen sind netzweit sehr unterschiedlich.
Ist die Übertragung von mehreren MegaBytes zwischen Universitäten
eine Sache von Sekunden, so sieht das schon anders aus, wenn man diese
Datenmenge via Modem an den heimischen PC holt.
Steht ein Mailserver Tausenden von Benutzern zur Verfügung, kommt man
ohne solidarisches Verhalten nicht aus, es sei denn, man führt
empfindliche Beschränkungen ein. Deshalb appellieren wir an alle
E-Mail-Nutzer, diesen Dienst verantwortungsbewußt im Sinne der
Benutzerordnung einzusetzen. "Mail-Bomben" oder ähnliche "Spielereien"
beeinträchtigen andere Nutzer und werden von uns geahndet.
Für das
Senden und Empfangen von E-Mail
ist momentan eine Beschränkung von
100 MegaBytes pro Mail festgelegt.
Damit sollen unbeabsichtigte "Pannen" vermieden werden
("Ich hab' doch nur die Datei angeklickt..."), ohne den Dokumentenaustausch
wesentlich zu beeinträchtigen.
Größere Dokumente müssen geeignet geteilt werden.
Für das
Empfangen von E-Mail auf dem zentralen Mailserver
mailbox.hrz.tu-chemnitz.de gibt es ebenfalls eine
Größenbeschränkung.
Größenbeschränkungen anderer Mailbox-Server sind bei den
Administratoren der Bereiche zu erfragen.
Einige Grundregeln:
- Vor dem Senden großer E-Mails unbedingt mit dem Empfänger abstimmen, ob er die Daten empfangen kann und will! Beachten Sie, daß durch Kodierung die entstehende Datenmenge größer als die Dateigröße wird -
Regel: Größe der E-Mail = Dateigröße * 1.33
- Vorher auch über das Dokumentenformat abstimmen - E-Mail löst das Problem der inkompatiblen Dateiformate diverser Textverarbeitungsprogramme nicht.
- Vorsicht beim Empfang von Word-Dateien - Prüfen auf Macro-Viren.
- E-Mails, die bearbeitet sind, vom Mailserver (aus der "INBOX") löschen, evtl. in einen Ordner (Folder) schaffen.
Schließlich noch ein Ausschnitt aus der Statistik, der zeigt,
dass die allermeisten E-Mails kurze Nachrichten unter 5 KBytes sind,
die wenigen großen Mails jedoch für das meiste Datenaufkommen sorgen:
Mail-Größe < 5kB < 20kB < 100kB < 200kB > 200kB
Anzahl Mails 84.8% 10.5% 2.7% 0.5% 1.4%
Datenaufkommen 7.9% 4.0% 4.9% 3.4% 79.8%
Verzögerungen bei der Übermittlung von E-Mail
Die Übertragung von E-Mail erfolgt in den meisten Fällen im Minutenbereich
(siehe
Mailstatistiken).
Dieser exemplarische Ausschnitt aus der Statistik zeigt dies:
% der Mails
An übertragen in
Mailserver #Mails #kByte 1Min 5Min 1Std 1Tag
---------------------------------------------------------------------------
mailbox.hrz.tu-chemnitz.de 106190 2363858.6 94 98 99 99
...
t-online.de 4093 338276.7 88 97 99 100
aol.com 2321 77229.7 79 92 99 99
htwm.de 559 18498.3 86 94 97 100
fh-zwickau.de 546 20365.1 87 97 99 100
Ist ein Übermittlungs-Server jedoch nicht erreichbar (Netzstörung,
Server-Überlastung oder -Ausfall, Fehlkonfiguration), verzögert sich die Zustellung. Die
zentralen Mail-Relays der TU sind momentan so eingestellt, daß sie bei verhinderter
Zustellung
nach 24 Stunden eine
kurze Information an den Absender
über die Verzögerung senden, nach weiteren 24 Stunden eine weitere:
Ihre Nachricht an Your message to
user@tiefschlaf.net
konnte bisher nicht versandt werden, has not yet been delivered.
sondern steht noch in der Mail-Warte- The message is queued for processing
schlange am Mailserver on the TU Chemnitz mailserver
jack.hrz.tu-chemnitz.de.
...
Kann
nach 5 Tagen die Mail immer noch nicht zugestellt werden, wird sie an
den Absender
zurückgesendet.
Diese Zeiten sind so gesetzt worden, um auch ein langes Wochenende zu
überbrücken (an denen werden manche Mailserver ausgeschaltet oder
sie bevorzugen, den Betrieb ohne den Administrator einzustellen...),
andererseits aber auch den Absender über die Verzögerung einer
möglicherweise dringenden E-Mail zu informieren.
Da es (noch) keine verlässliche Rückmeldung über die Auslieferung einer
Mail beim Empfänger gibt, sollte man sich bei wichtigen Nachrichten mit dem
Kommunikationspartner auf eine kurze Rückmeldung nach dem Empfang verständigen.