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6.5.4 Fehlerbaumananalyse

Konzepte und Definitionen

Fehlerzustände Ereignisse Verknüpfungen (logic gates)
Verknüpfung Bedeutung Symbol
AND logisches UND
OR logisches ODER
XOR exklusives ODER
M-OF-N m aus n
PRIORITY-AND logisches UND, Reihenfolge der Eingangsereignisse
INHIBIT Sperre, logisches UND, zusätzliche Bedingung
TRANSFER Konnektor, Aufteilen eines Graphen
Schnittmenge (cutset)

Ablauf der Fehlerbaumanalyse

  1. top events definieren (möglicherweise mit ETA)
  2. beteiligte Komponenten identifizieren, Detailtiefe festlegen
  3. für jedes top event Fehlerbaum konstruieren
  4. qualitative Analyse: Fehlerbaum auf minimale Schnittmengen untersuchen
  5. quantitative Analyse: Wahrscheinlichkeiten für jede minimale Schnittmenge berechnen

Regeln für die Fehlerbaumkonstruktion

  1. Ereignis als Fehler beschreiben, exakte Angaben machen
  2. Komponentenfehler: mittels ODER-Verknüpfung primäre, sekundäre oder angewiesene Fehler als Ursache angeben
    Systemfehler: mittels UND/ODER/Sperr-Verknüpfung weiter untersetzen, ggf. keine Verknüpfung
  3. keine Wunder: wenn durch normale Funktion einer Komponente ein Fehler propagiert wird, dann ist das kein Fehler dieser Komponente
  4. Verknüpfungen vollständigen (breadth first): zuerst alle Eingangsereignisse für eine bestimmte Verknüpfung festhalten
  5. Verknüpfungen nicht mit Verknüpfungen verbinden

Betrachtetes Teil-Szenarium

Konstruktion des Fehlerbaums

Bild 6.5.4-2: Fehlerbaum 1: erste Analyse

Bild 6.5.4-3: Fehlerbaum 2: Ursachen für E2

Bild 6.5.4-4: Fehlerbaum 3: Ursachen für E3

Bild 6.5.4-5: Fehlerbaum 4: Ursachen für E13

Bild 6.5.4-6: Fehlerbaum 5: Ursachen für E14

Ermitteln der minimalen Schnittmengen

Qualitative Auswertung

Quantitative Auswertung

Frage 6.5.4.1:

Was bedeutet die Angabe von 500000 Stunden MTBF für ein Gerät (z.B. Harddisk)?
Verändert sich die MTBF, wenn man zwei derartige Geräte unter identischen Bedingungen einsetzt? Wenn ja, wie?


Vertiefung:


© Thomas Müller, 07.08.2003
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