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Datensicherung mit RSYNC

RSYNC ist eine Open Source Software, mit der Datenbestände an zwei Speicherorten synchronisiert werden können. Beim Einsatz von RSYNC zur Datensicherung erfolgt die Synchronisation immer ausgehend vom zu sichernden Datenbestand (Quelle) zum gesicherten Datenbestand (Backup). Dabei bleiben im Backup die Daten erhalten, die an der Quelle gelöscht oder modifiziert worden sind. Diese Methode ist vor allem besonders Ressourcen sparend, da beim Backup nur wenig mehr Daten als in der Quelle entstehen.

Informationen zu rsync sind u.a. bei Wikipedia zu finden.

Mit RSYNC kann man von Daten einer Platte (eines Verzeichnisses) Kopien auf einer zweiten Platte (in der Regel nur sinnvoll auf separatem physischen Medium) erstellen und diese regelmäßig mit den Originaldaten abgleichen. Dabei gibt es mehrere grundsätzliche Möglichkeiten:

  1. die Sicherungsplatte ist lokal verfügbar. Das kann auch eine virtuelle Festplatte sein
  2. die Daten werden über das Datennetz auf einen Backup-Server gesichert
  3. die Daten werden als einfache Kopie der lokalen Daten gesichert
  4. von den Daten werden Backup-Generationen erzeugt, siehe dazu auch rsnapshot. Hierbei werden von den nicht veränderten Daten einfach platzsparende Links erzeugt.

Datensicherung im URZ mit RSYNC

Das URZ der TU Chemnitz unterstützt die Sicherung von Daten mittels rsync, die sich auf einem Server einer Fakultät oder Einrichtung der TU Chemnitz befinden. Die Daten werden mit einem Backup-Server des URZ synchronisiert. Auf diesem wird täglich ein Sicherungsverzeichnis erzeugt, das den aktuellen Stand der Klientendaten repräsentiert. Vom Klienten werden aber nur die Daten zum Server übertragen, die seit der letzten Sicherung geändert wurden.

Für die Nutzung dieser Technologie sind folgende Voraussetzungen auf einem zu sichernden Klient-Server notwendig

  • Software rsync muss installiert sein
  • eine geeignete Version von ssh (Secure Shell) muss verfügbar sein (rsync nutzt ssh zur verschlüsselten Datenkommunikation zwischen Server und Klient)
  • unter Windows muss eine geeignete Version von cygwin (Linux-Shell) mit rsync und ssh installiert werden, z.B. cwRsync . Die Nutzung von PuTTy anstelle ssh konnte bisher nicht erfolgreich getestet werden.

Für die Speicherung der Daten auf Backup-Servern des URZ gelten folgende Einschränkungen:

  • Daten eines UNIX/LINUX-Systems werden mit root-Rechten gesichert. Dabei werden alle Dateien mit ihren Originalrechten gesichert.
  • von Daten eines Windows-Systems können keine Zugriffsrechte (ACL) gesichert werden. Hier kann der Administrator aber ggf. regelmäßig mit Windowsmitteln eine Zugriffsliste als Datei erzeugen, die mit gesichert werden kann.

Aufbewahrung der gesicherten Daten

Die Menge der aufbewahrten Daten kann konfiguriert werden. Per default werden von jedem Datenbestand folgende Sicherungsstände aufgehoben:
  • ein täglicher Stand für 4 Wochen ab aktuellem Datum rückwärts
  • ein wöchentlicher Stand der letzten 3 Monate (1. 8. 16. 23.)
  • ein monatlicher Stand für 6 Monate (1.), aus Datenschutzgründen nicht länger

Zugriff auf gesicherte Daten

Die Backup-Server exportieren den gesicherten Datenbestand jeweils an den Fileserver, von dem die Daten ursprünglich stammen. In Anhängigkeit vom Betriebssystem des Fileservers erfolgt der Export per NFS bzw. Samba/CIFS (immer readonly). Am Fileserver kann also der gesicherte Datenbestand direkt zugänglich gemacht werden, er unterliegt den Zugriffsschutzmechanismen des Fileservers. Siehe dazu auch Rückstellen von Daten .