Archivgeschichte
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Die Vorläufereinrichtung der Technischen Universität wurde 1836 als Gewerbschule gegründet (hier Daten zur Geschichte der TU Chemnitz). Die Aufbewahrung und Verwaltung des Schriftgutes wurde durch den Direktor selbst organisiert. Seit 1851 gab es dann die Stelle des fest angestellten Expedienten, der diese Aufgaben übernahm. Unter dem Sekretär Franz Leon Detzner erlebte das Registraturwesen an der Königlichen Gewerbschule Chemnitz einen gewaltigen Aufschwung. Die Aktenüberlieferung selbst setzt im Archiv erst 1894 ein. Der Grund für diese Zäsur konnte noch nicht herausgefunden werden. Für den Zeitraum bis zur Jahrhundertwende muß deshalb auf die Gegenüberlieferung im Sächsischen Hauptstaatsarchiv Dresden zurückgegriffen werden. Aber auch für die Zeit nach der Jahrhundertwende gibt es im Hauptstaatsarchiv eine umfangreiche Überlieferung.
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Sept. 1956: gegründet - Archivar Erwin Jentzsch baut das Archiv selbst auf (im wahrsten Sinne des Wortes)
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1964: Wechsel im Amt des Archivars - neuer Archivar wird Lothar Weltz
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1966: Umzug des Archivs von der Straße der Nationen "Böttcherbau" (das heutige Hauptgebäude in der Straße der Nationen 62) in den Thüringer Weg 9/11
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Verabschiedung des Aktenplanes für die Hoch- und Fachschulen; Der Archivar wird als Schriftgutverantwortlicher des Rektors eingesetzt und mit weitreichenden Befugnissen bei der Schriftgutverwaltung ausgestattet.
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Im Rahmen der Dritten Hochschulreform werden der Technischen Hochschule einige Schulen (Ingenieurschule für Maschienbau und Textilindustrie, Pädagogisches Institut Karl-Marx-Stadt, Ingenieurschule für Werkstofftechnik Karl-Marx-Stadt) mitsamt Ihren Archiven angegliedert.
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1971: Umzug in die Reichenhainer Straße 41, seinem heutigen Standort
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1981: Wechsel im Amt des Archivars - neue Archivarin wird Jutta Bohn
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1983: Eingliederung der Ingenieurschule für Maschinenbau (früher Gangerzbergbau) Breitenbrunn in die Technische Hochschule Karl-Marx-Stadt; In Breitenbrunn verbleibt eine Außenstelle des Archivs, wo die Unterlagen der Ingenieurschule und die der Abteilung Ingenieurschule an der TH aufbewahrt werden. Das Archivgut kommt dann 1992 nach Chemnitz.
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1992: Die Wende erreicht das Archiv - es wird vorrübergehend geschlossen.
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Mai 1992: Notbetrieb durch den "alten" Archivar Lothar Weltz mit Unterstützung von Frau Dr. Dagmar Szöllösi (letztere übernimmt dann die kommissarische Leitung des Archivs), gleichzeitig werden mehrere neue Bestände übernommen (Institut für Lehrerbildung Rochlitz, Institut zur Aus- und Weiterbildung von Ingenieurpädagogen Karl-Marx-Stadt, Pädagogische Hochschule Zwickau)
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Oktober 1995: erneuter und vorläufig letzter Wechsel im Amt des Archivleiters - neuer Archivar wird Stephan Luther.
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September 2005: Festkolloquium zum 50. Jahrestag des Bestehens des Archiv als Institution.
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Februar 2008: Bezug neuer Büroräume im Erdgeschoss Reichenhainer Straße 39, dafür werden zwei neue Magazine im Untergeschoss Reichenhainer Straße 41 eingerichtet, die vorher als Büroräume dienten
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Oktober 2008-Januar 2009: Ausstellung zum Studieren in Chemnitz von 1836-2008
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März 2010: Ausrichtung der Frühjahrstagung der Fachgruppe 8 (Archive an Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen) im Verein deutscher Archivarinnen und Archivare e.V.
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Mai 2011-September 2011: Ausstellung zum Universitätsjubiläum "Wissen, was gut ist. 175 Jahre TU Chemnitz"
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September 2011-Oktober 2011: Wanderausstellung "Eingemauert. Die sächsischen Hochschulen und der 13. August 1961."
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August 2012: Übernahme von zwei weiteren Magazinräumen (ein Raum in der Reichenhainer Straße 39, einer im Thüringer Weg 11), da die Magazinkapazitäten nahezu voll ausgelastet sind
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Straße der Nationen "Böttcherbau" |

Reichenhainer Straße 41 |
Ein kleiner Artikel entstand im Herbst 1996 aus Anlaß des 40-jährigen Bestehens des Archives für das TU-Spektrum 4/96.
Das Universitätsarchiv wurde 2006 Fünfzig Jahre alt. Aus diesem Anlass veranstaltete das Universitätsarchiv am 15.09.2006 ein kleines Kolloquium unter dem Titel "Archiv und Recht in der Geschichte".