
Seit März 2001 fördert und vergibt die berufundfamilie gGmbH - eine Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung - das audit familiengerechte hochschule. Ziel dabei ist die Entwicklung einer familienfreundlichen Hochschulkultur. Das audit familiengerechte hochschule versteht sich als strategisches Managementinstrument, das Wege aufzeigt, wie die Vereinbarkeit von Beruf bzw. Studium und Familie verbessert und langfristig in der Hochschulpolitik verankert werden kann.
Allgemeine Ziele des Audits
Zielgruppen
Die Hertie-Stiftung hat für die Auditierung derzeit neun Handlungsfelder vorgegeben:
Der Rektor der TU Chemnitz, Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes, und Auditor Dr. Michael Fillié unterschrieben am 07.09.2006 den Vertrag über die Durchführung des audit familiengerechte hochschule |
Die Universitätsleitung der Technischen Universität Chemnitz beschloss im Juli 2006, das Zertifikat "audit familiengerechte hochschule" anzustreben. Dieses wird durch die berufundfamilie gGmbH, eine Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, verliehen. Anliegen des Projektes "Familiengerechte Hochschule" ist es, eine tragfähige Balance zwischen den betrieblichen Interessen der Universität und den familiären Interessen ihrer Beschäftigten und Studierenden zu erreichen und dies langfristig in der Universität zu verankern.
2006 stellte die TU Chemnitz den Antrag auf Auditierung als „Familiengerechte Hochschule“. Die Auditoren Dr. Michael Fillié und Dr. Heike Maria Linhart begleiteten die Universität durch den Auditierungsprozess. In zwei Workshops wurden ausgehend von einer Ist-Standsanalyse Strategien, Ziele und Maßnahmen für die Erreichung des Zertifikates festgelegt.
Die Hertie-Stiftung entschied am 30.11.2006 positiv über die Auditierung der TU Chemnitz, welche damit als erste Hochschule in Sachsen das audit-Grundzertifikat zum audit familiengerechte hochschule erhielt. Für die Umsetzung der erarbeiteten Maßnahmen in den einzelnen Handlungsfeldern hatte die Universität drei Jahre Zeit. Danach erfolgte die Re-Auditierung.
Das Projektteam der TU Chemnitz erarbeitete am 08.10.2009 im Auditworkshop Ziele und Maßnahmen für Bestätigung des Zertifikates audit familiengerechte hochschule |
Re-Auditierung 2009 – Die TU Chemnitz bestätigt als erste „Familiengerechte Hochschule“ ihren Status
Als erste Hochschule Sachsens stellte sich die TU Chemnitz zum wiederholten Male der Auditierung durch die berufundfamilie gGmbH, um unter Beweis zu stellen, dass an ihr Beruf, Studium und Familien perfekt zusammenpassen. Damit möchte die TU Chemnitz signalisieren, dass sie auch weiterhin bestrebt ist, ihren Mitarbeitern und Studierenden Arbeits- und Studienbedingungen zu bieten, die sich problemlos mit Elternschaft und Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger vereinen lassen.
Das Audit-Verfahren wurde wie bereits 2006 durch Herrn Dr. Michael Filié als Auditor begleitet und durch das Projektteam der TU Chemnitz vorbereitet und durchgeführt. Das mehrstufige Verfahren baute auf der Berichterstattung zum audit familiengerechte hochschule aus den letzten drei Jahren, ergänzt durch ein umfangreiches Antragspapier, auf. Im Strategieworkshop vom 17.09.2009 wurde die Umsetzungsstruktur für die Aufrechterhaltung des Zertifikates festgelegt. Hierzu gehörten neben der kritischen Überprüfung der Zielstellung des Verfahrens auch die sensible Neudefinition des Familienbegriffes der TU Chemnitz.
Am 08.10.2009 folgte der eigentliche Auditworkshop, welcher der Erarbeitung von Maßnahmen und Zielvereinbarungen für die Arbeit der kommenden drei Jahre vorbehalten war. Auf Grundlage dieser Vorarbeiten wurden alle notwendigen Unterlagen zum audit familiengerechte hochschule (Re-Auditierung) fristgerecht bei der berufundfamilie gGmbH eingereicht. Am 07.12.2009 wurde die TU Chemnitz über die Bestätigung des Zertifikates benachrichtigt, welches nunmehr bis zum 07.12.2012 gültig ist.
12. Zertifikatsverleihung der berufundfamilie gGmbH 2010
Berlin, 11. Juni 2010: Der Rektor der TU Chemnitz, Prof. Dr.-Ing. habil. Klaus-Jürgen Matthes erhält das Zertifikat aus den Händen der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Kristina Schröder |