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TU Chemnitz

Studium: Studienmöglichkeiten: Master

Abiturniveau:
Abiturniveau entspricht Kenntnissen mindestens auf dem Niveau B 2 des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen. Sprachniveau B 2 wird in den Grundkursen der Abiturstufe vermittelt. Es müssen mindestens zwei bewertete Kurse in der Abiturstufe nachgewiesen werden.
Wintersemester:
Ist dann, wenn es schneit und kalt ist!

Masterstudiengang Europäische Geschichte



Die neuen Historiker mit Europakompetenz

Für den europäischen Einigungsprozess ist eine historische Perspektive wichtiger denn je - etwa bei der sich wandelnden Bedeutung von Regionen und Grenzen oder bei der Entwicklung der Wirtschafts- und Sozialordnung. Um auf Fragen im historischen Kontext die richtigen Antworten zu finden, reicht es nicht aus, die vergleichsweise kurze Epoche der Nationalstaaten zu betrachten. Auch die Kenntnis der Alten Geschichte und der Geschichte des Mittelalters sind wesentlich für das Verständnis der Entwicklung des modernen Europa.

Der Studiengang Europäische Geschichte mit dem Abschluss Master of Arts vermittelt geschichtswissenschaftliche sowie politik- und kulturwissenschaftliche Kompetenzen, die Historiker für neue Berufsfelder im Kontext der wachsenden europäischen Vernetzung qualifizieren.


Voraussetzung: in der Regel Hochschulabschluss Bachelor Europäischer Geschichte oder Europa-Studien mit sozialwissenschaftlicher Ausrichtung;
Deutsche Studierende: Nachweis von Englischkenntnissen auf Abiturniveau und
Kenntnisse in einer weiteren modernen Fremdsprache sowie
Lateinkenntnisse im Verlaufe des Studiums
Ausländische Studierende: Kenntnisse in zwei modernen Fremdsprachen, darunter Deutsch durch die DSH-Prüfung.
Regelstudienzeit: 4 Semester
Abschluss: Master of Arts (M.A.)
Studienbeginn: Sommersemester, Wintersemester

Berufliche Möglichkeiten

Die zunehmende Bedeutung historischer Fragestellungen und das verstärkte Interesse einer breiten Öffentlichkeit an Geschichte haben in den letzten fünfzehn Jahren zu einer gestiegenen Nachfrage nach Absolventen historischer Studiengänge vor allem in den Print- und Tele-Medien, den Verlagen und dem stark angewachsenen Museums- und Ausstellungsbereich geführt.

Gerade das Interesse an der gemeinsamen Geschichte Europas wird im kommenden Jahrzehnt deutlich zunehmen, so dass Studierenden der Europäischen Geschichte mit ihrer im Studium erworbenen Sprachkompetenz gute Berufsaussichten sowohl in den traditionellen Berufsfeldern für Historiker als auch in den neuen Berufsfeldern im Kontext der Erweiterung und Konsolidierung der Europäischen Union - etwa in den Euregios, Kulturverwaltungen grenznaher Großstädte und Kreise, europaweit agierenden Stiftungen usw. - haben werden.

Absolventen können in Traditionellen Berufsfeldern wie z.B. Printmedien, Fernsehen/Rundfunk, Verlage, Museen, Ausstellungswesen, Archive, Stiftungen, Bildungseinrichtungen, Forschungsprojekte, Universitäten oder auch in Neuen Berufsfeldern wie in von mehreren europäischen Ländern getragenen Medienprojekten (vergleichbar mit dem deutsch-französischen Sender arte), in Europäischen Verwaltungen, insbesondere Forschungs- und Kulturverwaltungen, in europaweit agierenden Stiftungen, Verbänden u.ä., in historischen Instituten und in europäischen Universitäten Einsatzmöglichkeiten finden.


Studienziele

Ziel des Master-Studiums ist die Vertiefung geschichts- und kulturwissenschaftlicher Kenntnisse, insbesondere durch thematische Schwerpunktsetzung. Die weitere Ausbildung besonderer Fähigkeiten soll zum Einstieg in neue und traditionelle Berufsfelder für Historiker im Kontext wachsender europäischer Vernetzung qualifizieren bzw. im universitären Bereich zur Promotion führen.

Die dafür unabdingbaren Sprachkenntnisse sollen durch die Arbeit mit fremdsprachlichen Quellen und Forschungsliteratur sowie durch ein Auslandssemester erweitert und vertieft werden. Das Studium soll zugleich eine intensivierte Vorbereitung auf berufliche Tätigkeiten ermöglichen, in denen - auf der Basis herausgehobener fachwissenschaftlicher Kenntnisse und methodischer Fähigkeiten - Kreativität, Urteilskompetenz, das Erfassen struktureller Probleme sowie soziokultureller Zusammenhänge verlangt werden.


Studienaufbau

Das Studienprogramm gliedert sich in fünf Schwerpunktmodule, zwei Ergänzungsmodule und das Modul Master-Arbeit.

Schwerpunktmodule:

  • Antike und Europa
  • Beinhaltet die Identifizierung und exemplarische Analyse grundlegender Entwicklungsstrukturen in den antiken Gesellschaften mit dem Schwerpunkt der sozialen und politischen Komponenten. Darauf aufbauend werden die Rezeption und Traditionswege der antiken Kulturimpulse nachvollzogen. Außerdem erfolgt die Herausarbeitung kontrastiver Elemente zur Antike in den Kulturhorizonten der europäischen Gesellschaftsentwicklung, um die Bedeutung von historischen Einschnitten und Umwälzungen zu erkennen, wie z. B. der Untergang des heidnischen Weltbildes beim Aufstieg des Christentums.

  • Europa im Mittelalter
  • Es werden vertiefte Kenntnisse der institutionellen und kulturellen Sonderentwicklungen der europäischen Geschichte, die im Mittelalter entstanden und bis in die Gegenwart wirksam sind vermittelt, z.B. die Entwicklung der christlichen Kirchen und ihre Differenzierung, die Entfaltung der Ständegesellschaften, der Agrarverfassungen, der europäischen Stadtkultur, der europäischen Universitäten sowie der Akkulturations- und Integrationsprozesse in Grenzräumen. Eingeschlossen sind Vergleiche mit nichteuropäischen Kulturen.

  • Europäische Geschichte des 18. - 20. Jahrhunderts
  • Beinhaltet die Rekonstruktion und hermeneutische Interpretation des Entwicklungsgangs ausgewählter europäischer Staaten und Gesellschaften von der alteuropäisch-vorrevolutinären Ordnung des 18. Jahrhundert über die Ära nationalstaatlicher Gründungen im 19. Jahrhundert bis zur Zerstörung Europas durch die Kräfte des Imperialismus, Nationalismus und Totalitarismus im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Behandelt wird

  • Wirtschafts- und Sozialgeschichte des 18. - 20. Jahrhunderts
  • Beinhaltet die Identifizierung und exemplarische Analyse grundlegender Strukturen und Prozesse, die seit dem 18. Jahrhundert zur Herausbildung einer "Industriellen Welt" in großen Teilen Europas führten. Weiterhin thematisiert sind langfristige ökonomische Prozesse; soziale Strukturveränderungen (Konstituierung neuer sozialer Gruppen, Schichten und Eliten); die Ausbildung neuer gesellschaftlicher und staatlicher Institutionen, neuer Konfliktfelder und Protestbewegungen. Weiterhin nachgegangen wird kulturgeschichtlichen Fragestellungen und Themen wie z. B. die Konstruktion sozialer Identitäten im Spannungsfeld von Interessen, Erfahrungen, kulturellen Normen und Deutungsmustern oder dem Einfluss gesellschaftlicher Diskurse auf Industrie- und Technikentwicklung.

  • Europas Nachbarn, Grenzen und Regionen
  • Schwerpunkt der Ausbildung:

     

    Für Studierende, die die Masterarbeit zu einem Thema der europäischen Antike oder des europäischen Mittelalters schreiben wollen, kann eine Spezialisierung auf eines dieser Module erfolgen.

     

    Ergänzungsmodule:

    In den Ergänzungsmodulen werden zur sinnvollen Abrundung der in den Schwerpunktmodulen vermittelten Studieninhalte vertiefte Kenntnisse zur Kultur, Gesellschaft und Geschichte Ostmitteleuropas sowie Westeuropas vermittelt.

  • Kultur- und Länderstudien Westeuropa
  • Inhalt des Ergänzungsmoduls ist u.a. die Analyse der gesellschaftlichen und politischen Strukturen, Institutionen und Entwicklungsstränge, identitätsstiftenden Prozesse sowie Sprach- und Kulturzeugnisse insbesondere für ausgewählte westeuropäische Länder im 19. und 20. Jahrhundert. Authentische Texte, Bilder und Filme werden in das Studium einbezogen.

  • Kultur- und Länderstudien Ostmitteleuropa
  • Beinhaltet die exemplarische Analyse langfristiger Prozesse in der kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Entwicklung und Gegenwart Ostmitteleuropas bzw. einzelner gewählter Länder oder Ländergruppen. Behandelt werden u.a. Politik, soziale Problematik, Wirtschaft, Geographie, Geschichte und Kultur von Ostmitteleuropa, Spezifika von Ostmitteleuropa im europäischen Rahmen, die Beziehungen mit anderen Ländern und Regionen, Zusammenhänge der Osterweiterung der EU und interdisziplinäre Perspektiven.

     

    Durch die Wahl nur eines Ergänzungsmoduls kann eine Spezialisierung erfolgen.

     

    Master-Arbeit:

    Das Studium schließt mit dem Modul Master-Arbeit ab. Es besteht aus einem vorbereitenden, die Anfertigung der Masterarbeit begleitenden Kolloquium und der Masterarbeit. Das Thema der Masterarbeit soll aus den Schwerpunktmodulen gewählt werden. Es kann aber auch in begründeten Fällen aus den Ergänzungsmodulen stammen.

     

    Dringend empfohlen wird ein einsemestriges Auslandsstudium. Das Studium sollte im dritten Semester in einem nichtdeutschsprachigen europäischen Land oder in einem außereuropäischen Land an einer Universität mit einem Schwerpunkt in "Europäische Geschichte" durchgeführt werden.


    Bewerbung


    Die Bewerbung ist Online unter https://sbservice.tu-chemnitz.de/onlbew   möglich.
      
    Weitere Informationen zur Immatrikulation: www.tu-chemnitz.de/verwaltung/studentenamt/abt12/imm.php



    Beratungsmöglichkeiten

    Fachstudienberatung

    Technische Universität Chemnitz
    Philosophische Fakultät
    Institut für Europäische Geschichte
    Dr. Hendrik Thoß
    09107 Chemnitz

    Sitz: Reichenhainer Str. 39, Zimmer: 326
    Tel.: (0371) 531-32615
    E-Mail: hendrik.thoss@phil.tu-chemnitz.de


    Zentrale Studienberatung

    Technische Universität Chemnitz
    Zentrale Studienberatung
    09107 Chemnitz

    Sitz: Straße der Nationen 62, Zimmer 046
    Tel.: 0371 531 55555, -32549, -31690
    Fax: 0371 531 12128
    E-Mail: studienberatung@tu-chemnitz.de



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    http://www.tu-chemnitz.de/studium/studiengaenge/master/master_euro_geschichte.php - 06. April 2013 09:44
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