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TU Chemnitz

Studium: Studienmöglichkeiten: Master

Masterstudiengang Germanistik


Der Master an der TU Chemnitz
Der Studiengang Germanistik mit dem Abschluss Master of Arts setzt die Ausbildung des Bachelorstudienganges Germanistik an der TU Chemnitz fort und steht in der Tradition eines umfassenden geisteswissenschaftlichen Studiums, bietet aber in der angestrebten modularisierten Form eine stärkere Vernetzung innerhalb des eigenen Faches und Austausch mit anderen Fächern. Der Masterstudiengang an der TU Chemnitz ermöglicht den Studierenden, ihre fachwissenschaftlichen Kompetenzen zu vertiefen und gleichzeitig ihr Profil zu schärfen. Folgende Arbeitsgebiete sind dabei maßgeblich:

Sprachwissenschaft sowie Deutsch als Fremd- und Zweitsprache:
Die germanistische Sprachwissenschaft beschäftigt sich systematisch mit der Erforschung der (deutschen) Sprache in all ihren Bezügen zu anderen Sprachen, zum Individuum oder zur Gesellschaft. 'Sprache' ist ein derart komplexes Phänomen, dass man sich ihm wissenschaftlich nur aus verschiedenen Richtungen nähern und jeweils nur Teilaspekte erforschen kann. Zwei prinzipielle Betrachtungsweisen von 'Sprache' haben sich dabei im Laufe der Wissenschaftsentwicklung herauskristallisiert: Sprache als System von Zeichen und Sprache als Mittel des kommunikativen Handelns nach sozialen Regeln. Nach der ersten Betrachtungsweise geht es um die Analyse der Sprachstruktur, dem Gegenstandsbereich der Grammatik. Mit der Sprache als Kommunikationsmittel, also mit dem Sprachgebrauch, beschäftigt sich der zweite große Teilbereich der Linguistik, die Pragmatik.

Mediävistik sowie Neuere Deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft:
Die kulturelle, musische und historische Bildung, die durch die literaturwissenschaftliche Komponente des Masterstudiengangs Germanistik vermittelt wird, baut im weitgespannten Aufgabenfeld seiner Absolventen eine wesentliche "Sozial- und Humankompetenz" auf. Sprachliche und literarische Kompetenz wird nicht nur im Blick auf die ‚eigene’ Kultur, sondern wesentlich im mehrsprachigen, internationalen und transkulturellen Vergleich benötigt. In letzter Zeit sind die Folgen des Schwundes einer fundierten kulturellen Bildung für die sozialen und humanen Kompetenzen des Menschen drängend bewusst geworden. Umso wichtiger wird die Aufgabe, kulturelle Überlieferungen weiterzugeben und wissenschaftlich zu ihrer Erneuerung beizutragen. Diese Funktion der Germanistik hat gerade an einer Technischen Universität einen besonders hohen Stellenwert.


Voraussetzung: in der Regel Hochschulabschluss Bachelor Germanistik
Regelstudienzeit: 4 Semester
Abschluss: Master of Arts (M.A.)
Studienbeginn: Wintersemester

Berufliche Möglichkeiten

Das Studium der Germanistik bildet Text-, Kommunikations-, Literatur- und Kulturexperten aus und öffnet vielseitige Berufsmöglichkeiten: von hoch spezialisierten Berufen bis hin zu Berufen, bei denen eher die erworbenen Methodenkompetenzen und berufsbezogenen Qualifikationen im Vordergrund stehen.

Den vermeintlichen Mangel eines bestimmten beruflichen Abschlusses sehen wir als Stärke des Modells: die große Freiheit bei der Gestaltung des Studiums mit der Schwerpunktsetzung und Interdisziplinarität, der Anstoß zur Eigeninitiative und zum Blick über den Tellerrand. Die dadurch gewonnene Flexibilität eröffnet Germanisten in zunehmendem Maße Chancen auf dem ausdifferenzierten Arbeitsmarkt.

Bevorzugte Betätigungsfelder finden sich in den Bereichen:

u.a. mit den Schwerpunkten Das Projekt Sprache-Medien-Praxis und frühzeitige Praktika ermöglichen einen frühzeitige Berufsorientierung mit Kontakten zu potenziellen Arbeitgebern.


Studienaufbau

Im Studium werden 120 Leistungspunkte (LP) erworben, die sich wie folgt zusammensetzen:

1. Basismodul: (Pflichtmodul - 28 LP)


2. Vertiefungsmodule:
Aus den nachfolgend genannten Vertiefungsmodulen ist eines (42 LP) auszuwählen:


3. Ergänzungsmodule:

Aus den nachfolgend genannten Ergänzungsmodulen ist eines (10 LP) auszuwählen:

4. Modul Master-Arbeit (30 LP):


Der empfohlene Ablauf des Studiums im Masterstudiengang Germanistik an der Technischen Universität Chemnitz innerhalb der Regelstudienzeit ergibt sich aus der zeitlichen Gliederung im Studienablaufplan und dem modularen Aufbau des Studienganges.


Studieninhalte

Der Masterstudiengang Germanistik an der Technischen Universität Chemnitz ermöglicht eine fundierte wissenschaftliche Ausbildung in der gesamten Breite des Faches und legt gleichzeitig Profilierungsmöglichkeiten fest, die an die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes angepasst sind.

Einen Schwerpunkt der Lehre in Chemnitz macht die Beschäftigung mit den kommunikativen Aspekten von Sprache aus. Textproduktion und Medienkompetenz sind nur zwei Bereiche von vielen, in denen angewandte Germanistik eine gesellschaftlich relevante Rolle spielen kann. Dazu gehört zunächst einmal eine gehörige Distanz zum Gegenstand der Betrachtung, die es erlaubt, die Regeln der Kommunikation und der Grammatik zu beschreiben und die Schwierigkeiten bei der Realisierung dieser sozialen Regeln durch die jeweiligen Sprecher oder Hörer, Schreiber oder Leser zu benennen. So werden etwa Texte aus Presse und Fernsehen, Alltagsgespräche und die sprachliche Interaktion in Institutionen mit Methoden der Textlinguistik und Gesprächsanalyse untersucht. Weitere Forschungsschwerpunkte sind zum Beispiel die Sprache in der Politik sowie der sprachliche Umgang mit dem Computer. Darüber hinaus ist die Verbindung verschiedener Zeichensysteme in allen möglichen Formen der Multimedialität ein zunehmend wichtiger Gegenstand medienlinguistischer Lehre und Forschung.

Das Fach Deutsch als Fremd- und Zweitsprache im Masterstudiengang Germanistik vertieft die Kenntnis der sprachlichen Strukturen des Deutschen aus komparativer Perspektive einschließlich einer komparativen Befassung mit für die Sprachvermittlung zentralen Varietäten wie denjenigen der Fach- und Wissenschaftssprache. Aufgrund seiner theoretischen Orientierung ergeben sich für das Fach Deutsch als Fremd- und Zweitsprache im Masterstudiengang Germanistik drei Grundschwerpunkte für Forschung und Lehre: "Struktur", "Kultur" und "Vermittlung", die der Ausbildung praktischer Kompetenzen in der Sprach- und Kulturvermittlung sowie institutionell multipel nutzbarer Kompetenzen und Kenntnisse in den Bereichen der Sprachlehre, Sprachpolitik und Sprachberatung, der Curriculums- und Materialienentwicklung, der interkulturellen Kommunikation und der interkulturell informierten Mediennutzung dienen.

Innerhalb der Mediävistik, die die Beschäftigung mit der Literatur- und Sprachgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit umfasst, ergeben sich vor dem Hintergrund der theoretischen Verortung des Faches Historische Medialität, Textualität und Historizität als Kernbereiche von Forschung und Lehre. Unter diesen Perspektiven werden innerhalb des Masterstudienganges vertiefte Kompetenzen für das Verständnis der europäischen Kultur, die Durchdringung kommunikativer Prozesse und sprachliches Reflexions- und Analysevermögen vermittelt. Für eine Bewertung von Kontinuität, Wandel und Entwicklung der neuen Medien und ihrer Auswirkungen auf kommunikative Prozesse ist die Kenntnis von Geschichte und Theorie der Medien eine notwendige Bedingung, die deshalb einen Grundbaustein in der Masterausbildung darstellt.

Die theoretische Orientierung der Literaturwissenschaft im Masterstudiengang Germanistik und die Ausrichtung ihrer wissenschaftlichen Praxis in Forschung und Lehre wird durch die drei Kriterien "Historizität", "Medialität" und "Poetizität" charakterisiert. In ihrem Spannungsfeld dient die Ausbildung der Vermittlung kultureller, kommunikativer und ästhetischer Kompetenzen. Die Literatur ist einer der wichtigsten Orte der historischen Überlieferung und des kulturellen Gedächtnisses. In den Werken der Literatur formieren sich in einzigartiger sprachlicher Konkretion geschichtliche Erfahrungen, kulturelle Normen und individuelle Erwartungen der Menschen in ihren gesellschaftlichen Gliederungen wie historischen Zusammenhängen. Literaturgeschichte und Literaturgeschichtsschreibung, als kommunikativer Prozess der Produktion, Vermittlung und Rezeption sprachlicher Kunstwerke, aber auch pragmatischer Texte innerhalb einer Kultur und über die Epochen hinweg, ist daher eines der wichtigsten Felder, dem die Aufmerksamkeit der Literaturwissenschaft im Masterstudiengang Germanistik zu gelten hat.


Bewerbung


Die Bewerbung ist Online unter https://sbservice.tu-chemnitz.de/onlbew   möglich.
  
Weitere Informationen zur Immatrikulation: www.tu-chemnitz.de/verwaltung/studentenamt/abt12/imm.php



Beratungsmöglichkeiten

Fachstudienberatung

Technische Universität Chemnitz
Philosophische Fakultät
Institut für Germanistik, Medien-, Technik- und Interkulturelle Kommunikation
Dr. Gesine Schochow-Mierke
09107 Chemnitz

Sitz: Thüringer Weg 11, Zimmer 204
Tel.: 0371/531-36974
E-Mail:gesine.mierke@phil.tu-chemnitz.de


Zentrale Studienberatung

Technische Universität Chemnitz
Zentrale Studienberatung
09107 Chemnitz

Sitz: Straße der Nationen 62, Zimmer 046
Tel.: 0371 531 55555, -32549, -31690
Fax: 0371 531 12128
E-Mail: studienberatung@tu-chemnitz.de



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http://www.tu-chemnitz.de/studium/studiengaenge/master/ma_germanistik.php - 06. April 2013 09:48
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