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Abiturniveau:
Abiturniveau entspricht Kenntnissen mindestens auf dem Niveau B 2 des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen. Sprachniveau B 2 wird in den Grundkursen der Abiturstufe vermittelt. Es müssen mindestens zwei bewertete Kurse in der Abiturstufe nachgewiesen werden.
Wintersemester:
Ist dann, wenn es schneit und kalt ist!

Masterstudiengang
Interkulturelle Kommunikation/Interkulturelle Kompetenz


Der Masterstudiengang Interkulturelle Kommunikation/Interkulturelle Kompetenz trägt durch seine ausgeprägte Theorie- und Forschungsorientierung dem wachsenden gesellschaftlichen Bedarf an Fähigkeiten zur wissenschaftlich fundierten Analyse interkultureller Fragestellungen Rechnung. Die Vermittlung wissenschaftlicher Expertise gilt dabei als notwendige Voraussetzung der Förderung interkultureller Kompetenz in verschiedenen Arbeits- und Handlungsfeldern.

Das interdisziplinär und international ausgerichtete Studium befähigt zu eigenständiger empirischer Forschung sowie zum Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis. Studierende sollen eigene Forschungsperspektiven entwickeln und in Anwendungsfeldern fruchtbar machen können.


Voraussetzung: berufsqualifizierender Hochschulabschluss in einem verhaltens-, sozial- oder kulturwissenschaftlichen Fach oder interdisziplinären Studiengang;
Englischkenntnisse auf dem Niveau C 1 des europäischen Referenzrahmens für Sprachen und
Kenntnisse in einer weiteren Fremdsprache;
Nachweis eines Aufenthalts zu Arbeits- oder Studienzwecken im nicht deutschsprachigen Ausland von mindestens drei Monaten Dauer
Regelstudienzeit: 4 Semester
Abschluss: Master of Arts (M.A.)
Studienbeginn: Wintersemester

Berufliche Möglichkeiten

Der Studiengang Interkulturelle Kommunikation/Interkulturelle Kompetenz ist - anders als traditionelle handlungs-, sozial- und kulturwissenschaftliche Disziplinen - auf ein relativ enges Themenfeld fokussiert. Dessen praktische Bedeutung in den modernen Gesellschaften einer globalisierten Welt ist in den vergangenen Jahrzehnten enorm gestiegen, nicht zuletzt wegen anhaltender interkultureller Konflikte.

Der im Studium angestrebte Grad an Professionalisierung beseitigt nicht die Notwendigkeit einer gezielten Spezialisierung im Hinblick auf eine der zahlreichen beruflichen Möglichkeiten, zwischen denen Absolventinnen und Absolventen wählen können, ja müssen. Diese Wahl sollte bereits im Laufe des Masterstudiums sachkundig vorbereitet und schließlich getroffen werden. Diesbezüglich ist auch die Kontaktaufnahme mit Repräsentanten verschiedener beruflicher Einsatzfelder geboten und z. B. im Pflichtpraktikum verankert. Die stetige Profilierung eigener beruflicher Interessen sollte dabei die große Dynamik eines nationalen und internationalen Arbeitsmarktes berücksichtigen, in dem unentwegt neue Herausforderungen entstehen und innovative berufliche Engagements möglich werden. Häufig müssen hinreichend spezifische Tätigkeitsfelder und -profile erst geschaffen werden, da sich berufliche Karrieremuster, Positionen, Rollen und Aufgaben im interessierenden Feld erst in jüngerer Zeit herausbilden. Ein hohes Maß an Flexibilität, Mobilität, Motivation und lebenslange Lernbereitschaft, Eigenverantwortlichkeit und Eigeninitiative gehören zu den unabdingbaren Voraussetzungen nicht nur eines erfolgreichen Studiums, sondern auch der angestrebten Berufskarriere. Diese kann z. B. folgende typische Tätigkeiten der Erzeugung, Aufbereitung und Vermittlung oder Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse beinhalten:

  • Tätigkeit in Wissenschaft, Forschung und Lehre, insbesondere in internationalen und interdisziplinären, sozial- und kulturwissenschaftlichen Studiengängen an Universitäten, Fachhochschulen und an außeruniversitären, staatlichen und privaten Forschungseinrichtungen,
  • Tätigkeit im Kontext der Internationalisierung des Personals und der internationalen Teambildung (Diversity-Management), Kommunikationsberatung, Weiterbildung und Schulung (z. B. durch interkulturelle Trainings und Coachings) in international operierenden (Wirtschafts-) Unternehmen und Organisationen (z. B. EU-Institutionen),
  • Tätigkeit in (internationalen) Administrationen (Behörden, Handelskammern, Universitäten) und Mittlerorganisationen (Institut für Auslandsbeziehungen, Deutscher Akademischer Austauschdienst, Deutscher Entwicklungsdienst, Goethe-Institut u. a.),
  • Tätigkeit als Curriculum-Entwickler für Weiterbildungs-/Trainingsmaterialien (einschließlich Trainingsvideos) für bestimmte Zielgruppen (Wirtschaft, Tourismus, Bundeswehr, Polizei, Sozialarbeit, Bildungssektor [Stiftungen, Akademien, Bildungswerke, Volkshochschulen], Gesundheitsversorgung etc.) und so genannte Zielkulturen (weltweit), Evaluation der entwickelten Curricula, Trainingsmaterialien und -maßnahmen,
  • Tätigkeit als Berater und kultureller Mittler mit Aufgaben der Integration von Ausländern und ethnischen Minderheiten (Flüchtlinge, Asylbewerber, ausländische Arbeitskräfte),
  • Kommunikationstraining, Förderung interkultureller Kompetenz (auch in selbständiger Position), interkulturelle Mediation (Konfliktanalyse, -beratung und -lösung in außergerichtlichen Kontexten).


Studienaufbau

Das Studium schließt inhaltlich an verhaltens-, sozial- und kulturwissenschaftliche Studiengänge an, insofern diese theoretische und empirische Bezüge zum Thema „interkulturelle Kommunikation und Kompetenz“ aufweisen, Aspekte dieses Themas mit Methoden der quantitativen und insbesondere der qualitativen empirischen Forschung bearbeiten sowie die erworbenen Kenntnisse in praktischen Anwendungsfeldern fruchtbar machen. Der Masterstudiengang vertieft, differenziert und erweitert diese im bereits absolvierten Studium angeeigneten empirischen Wissensbestände, theoretischen und methodischen Kompetenzen.

Das modular aufgebaute Master-Studium umfasst vier Semester, was 3600 Arbeitsstunden bzw. 120 Leistungspunkten entspricht. Es beinhaltet Vorlesungen, Seminare (die auch praktische Übungen integrieren können), Lehrforschungsprojekte (einschließlich der öffentlichen Präsentation von Forschungsergebnissen), Auslandsexkursion, eines Praktikums bzw. eines Studien- oder Forschungsaufenthaltes.

Im Sinne einer Grundausbildung auf gehobenem Niveau sind die ersten beiden Semester vorrangig dem Studium der Schwerpunktmodule gewidmet. Im dritten Semester sind durch die Wahl eines Ergänzungs- sowie des Spezialisierungsmoduls individuelle Akzentsetzungen möglich. Das vierte Semester ist vornehmlich der Anfertigung der Master-Arbeit vorbehalten.

Im Einzelnen gliedert sich das Studienprogramm in sechs Schwerpunktmodule, ein Ergänzungsmodul, ein Spezialisierungsmodul und ein Modul Master-Arbeit.

In den Schwerpunktmodulen erfolgt eine Einführung in theoretische und forschungsmethodische Grundlagen sowie in zentrale Forschungsthemen, -befunde und Anwendungsfelder im Bereich interkultureller Kommunikation und Kompetenz. Außerdem werden eine Vertiefung von Fremdsprachenkenntnissen und eine Ausweitung interkultureller Handlungskompetenz durch organisierte Auslandsaufenthalte (Exkursion) vorgenommen.

Es werden folgende, mit jeweils 12 Punkten kreditierte Schwerpunktmodule (Pflichtmodule) angeboten:

  • Grundbegriffe und Theorien interkultureller Kommunikation und Kompetenz,
  • Forschungsmethoden,
  • Forschungsfelder und empirische Befunde,
  • Interkulturelles Training, Coaching, Mediation,
  • Lehrforschungsprojekt,
  • Fremdsprachen.

Von besonderer Bedeutung ist das Lehrforschungsprojekt insofern, als in diesem Rahmen alle bereits erworbenen theoretischen und methodischen Kenntnisse gebündelt und für die Planung und Durchführung einer eigenen empirischen Untersuchung fruchtbar gemacht werden sollen. Das Projekt ist thematisch in einem der Forschungsschwerpunkte der Dozentinnen und Dozenten angesiedelt und dient nicht zuletzt der gezielten Qualifizierung für die im letzten Semester anzufertigende Master-Arbeit.

Das mit 12 Punkten kreditierte Ergänzungsmodul ermöglicht den Studierenden den Besuch von Lehrveranstaltungen anderer Fächer und stellt eine individuell sinnvolle Ergänzung, Erweiterung und Vertiefung des Studiums dar. Die Wahl trifft der/die Studierende im Rahmen des Modulangebots. Verpflichtend ist lediglich ein Ergänzungsmodul. Studiert werden können Module in den folgenden Studienfächern:

  • Europäische Integration
  • Psychologie
  • Soziologie
  • Philosophie
  • Medienkommunikation und Mediennutzung
  • Politologie
  • Europäische Geschichte
  • Betriebswirtschaftslehre
  • Grundlagen der Pädagogik
  • Britische und Amerikanische Kultur- und Länderstudien
  • Romanische Kulturwissenschaften
  • Germanistik

Durch die Wahl des ebenfalls mit 12 Punkten kreditierten Spezialisierungsmoduls werden die Inhalte der Schwerpunktmodule weiter vertieft und die Festlegung auf eine forschungsorientierte oder anwendungsorientierte Ausrichtung vorgenommen. Die Wahl trifft der Studierende im Rahmen des Modulangebots Theorien und Forschungsmethoden oder Training, Coaching, Mediation.

Das mit 24 Punkten kreditierte Modul Master-Arbeit schließt das Studium ab. Das Thema der Arbeit fügt sich in den thematischen Rahmen des Spezialisierungsmoduls ein.

Neben theoretischen und methodischen Kompetenzen, die die wissenschaftliche Urteilskraft und Kritikfähigkeit schärfen, zu eigenständiger empirischer Forschung und der Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse (z. B. in interkulturellen Trainings) befähigen, vermittelt der Studiengang ein breites empirisches Wissen, das sich z. B. auf folgende Lehrinhalte beziehen kann:

  • historische und aktuelle Fragen des kulturellen Austauschs, einschließlich der gewaltförmigen Konfrontation von Gesellschaften, Gemeinschaften, Gruppen bzw. Individuen;
  • grundlegende Fragen der Globalisierung und Globalisierung in modernen Gesellschaften;
  • grundlegende Probleme und Potenziale in multikulturellen Gesellschaften, etwa bezogen auf Migration und soziale Integration;
  • Beschreibung und Erklärung kultureller Unterschiede im Denken, Fühlen und Handeln von Angehörigen verschiedener Kulturen;
  • kulturbedingte Verständigungsprobleme auf verbaler, nonverbaler und paraverbaler Ebene;
  • interkulturelle Kommunikation, Kooperation und Koexistenz in verschiedenen Kontexten (z. B. wirtschaftliche Kooperation, politische Verhandlungen, Kommunikation in Behörden, in Institutionen der Gesundheitsversorgung, des Militärs, der Polizei, im Kontext des Tourismus, Zusammenleben in Ehen und Partnerschaften);
  • Beschreibung und Erklärung interkulturellen Lernens in verschiedenen Kontexten;
  • langfristige Auslandaufenthalte (z. B. von Berufstätigen und deren Familien) und ihre besonderen Anforderungen;
  • Probleme und Potentiale bikultureller und bilingualer Sozialisationen und kulturell multipler Identitätsbildungsprozesse.


Bewerbung


Die Bewerbung ist Online unter https://sbservice.tu-chemnitz.de/onlbew
  
oder   mit Antrag auf Zulassung/Immatrikulation   möglich.
  
Weitere Informationen zur Immatrikulation: www.tu-chemnitz.de/verwaltung/studentenamt/abt12/imm.php



Beratungsmöglichkeiten

Fachstudienberatung

Technische Universität Chemnitz
Philosophische Fakultät
Institut für Germanistik, Medien-, Technik- und Interkulturelle Kommunikation
Professur für Interkulturelle Kommunikation
Dipl.-Psych. Arne Weidemann
09107 Chemnitz

Sitz: Thüringer Weg 11, Zimmer 011
Tel.: (03 71) 531-35017
E-Mail: arne.weidemann@phil.tu-chemnitz.de


Zentrale Studienberatung

Technische Universität Chemnitz
Zentrale Studienberatung
09107 Chemnitz

Sitz: Straße der Nationen 62, Zimmer 046
Tel.: 0371 531 55555, -31637, -31690
Fax: 0371 531 12128
E-Mail: studienberatung@tu-chemnitz.de