Studieren in Chemnitz. Wissen, was gut ist.






Magisterstudium Kombinationsprofil Technikkommunikation

Keine Immatrikulation mehr möglich!


Technikkommunikation - das Richtige für mich?

Sind Sie ein kommunikativer Typ und stellen sich manchmal die Frage, wie die komplexen Prozesse sprachlicher und medialer Kommunikation theoretisch funktionieren und in der Praxis organisiert werden? Verfassen Sie gern Texte und strukturieren Wissen in ansprechender Form? Teilen Sie eine Neugierde für technische Zusammenhänge und naturwissenschaftliche Probleme? Wollen Sie wissen, wie Geräte und Maschinen arbeiten und auf welchen Prinzipien sie beruhen? Wenn Sie also Begeisterung und Veranlagung für sowohl kommunikationswissenschaftliches als auch technisch-naturwissenschaftliches Wissen mitbringen, dann sind Sie im Studiengang Technikkommunikation gut aufgehoben.

Verschiedene konkrete Motivationen können für ein Studium der Technikkommunikation sprechen - hier sind einige davon:

  • praktisches und theoretisches Interesse am Funktionieren von Technik
  • der Wunsch nach Ausbau und Vertiefung naturwissenschaftlicher und technischer Kenntnisse
  • Lust auf eine Auseinandersetzung mit dem Funktionieren von Sprache, Kommunikation und Medien
  • Spaß an der praktischen Beschäftigung mit Mutter- sowie Fremdsprache (Englisch/Französisch)
  • das Bestreben, stilsicher kommunizieren und Informationen in Dokumenten strukturieren zu lernen
  • der Wille, naturwissenschaftlich-technischen Sachverstand und eine vielseitige kommunikative Kompetenz zusammenzuführen und in einem technischen Berufsprofil einzusetzen

Die Berufsprofile, in denen Absolventen der Technikkommunikation Einsatzbereiche finden, erfreuen sich zurzeit einer stärkeren Nachfrage. Im Moment also sind die Berufsaussichten der Studierenden der Technikkommunikation äußerst positiv.


Voraussetzung: in der Regel allgemeine Hochschulreife
Regelstudienzeit: 9 Semester
Abschluss: MagisterArtium/ Magistra Artium (M.A.)
Studienbeginn: Wintersemester, Sommersemester

Technikkommunikation - Was ist das?

Der Name ist Programm: Das Kombinationsprofil verbindet zwei Hauptfächer - 1. Kommunikation und 2. Technik/Naturwissenschaften. Der interdisziplinäre Magisterstudiengang zielt dabei darauf ab, eine Doppelkompetenz aufzubauen, die optimale Voraussetzungen für einen flexiblen Einsatz in einem technischen Berufsprofil schafft. In unserer immer stärker technisierten Welt bezieht sich ein Großteil von kommunikativen Prozessen zwangsläufig - direkt oder indirekt - auf technische Zusammenhänge, Geräte und Verfahren. Ganz gleich, ob es um die Dokumentation technischer Produkte, die journalistische Darstellung technischer Zusammenhänge, die Kommunikationsoptimierung in großen Firmen oder das Informationsmanagement von Institutionen geht, gefragt sind in der Praxis Absolventen, die sowohl über fundiertes technisches Wissen und Sachverstand als auch über eine ausgeprägte kommunikative Schreib-, Text- und Medienkompetenz verfügen.
In den neuen Bundesländern ist Chemnitz derzeit die einzige Universität, die einen solchen Studiengang anbietet. Von den wesentlich enger gefassten Studiengängen 'Technische Redaktion' an Fachhochschulen unterscheidet sich die Technikkommunikation durch eine tiefgründige und breite technik- und naturwissenschaftliche Ausbildung sowie durch die Vielfalt sprach- und kommunikationswissenschaftlicher Inhalte. Ein Novum ist es außerdem, dass die Technikkommunikation an der TU Chemnitz in zwei Varianten studiert werden kann: muttersprachlich und fremdsprachlich (Englisch/Französisch).


Berufliche Möglichkeiten

Magisterstudiengänge bilden auf keinen speziellen Beruf hin aus. Aufgrund des großen Bedarfs an Technikkommunikatoren (vor allem im Bereich der Technischen Redaktion) und der praktischen Ausrichtung des Studiengangs, bieten sich für Studierende jedoch eine Reihe beruflicher Einstiegsmöglichkeiten. Alle in Frage kommenden Berufsprofile verlangen nach einer Vernetzung fachlicher Kenntnisse aus Technik/Naturwissenschaften mit Wissen und Fertigkeiten aus Sprach- und Kommunikationswissenschaften. Grundvoraussetzungen für einen erfolgreichen Berufsstart der Absolventen sind vor allem die Fähigkeit, verständliche Texte zu schreiben, komplexe Sachverhalte zu strukturieren und sich rasch in neue technische Zusammenhänge einzuarbeiten. Folgende berufliche Tätigkeiten kommen in Frage:

  • TECHNISCHE REDAKTION:
    Konzipieren, Schreiben/Gestalten und Testen von Produktdokumentationen (Bedienungsanleitungen und Produktinformationen)

  • KOMMUNIKATIONSOPTIMIERUNG:
    Analyse, Kontrolle, Effektivierung und Neuordnung firmeninterner wie firmenexterner Kommunikationsabläufe

  • PUBLIC RELATIONS/MARKETING IN TECHNIK UND WISSENSCHAFT:
    Verfassen und Design diverser publikumswirksamer fachlicher Informations- und Werbetexte

  • WISSENSMANAGEMENT:
    Sammeln, Archivieren, Aufbereiten und Bereitstellen von firmeninternen wie -externen Informationen

  • WISSENSCHAFTSJOURNALISMUS:
    Darstellen technischer und naturwissenschaftlicher Zusammenhänge für das Verständnis von Laien

Studienaufbau

Studieninhalte

Ziel des Studiums der Technikkommunikation ist es einerseits, den Studierenden einen fundierten Überblick über Kerngebiete der Natur- und Technikwissenschaften zu vermitteln. Dadurch sollen sie befähigt werden, komplexe technische Sachverhalte verschiedenster Art zu verstehen.

Andererseits zielt das Studium auf die intensive Beschäftigung mit Erkenntnissen der Angewandten Sprachwissenschaft sowie Kommunikationstheorien und -techniken. In diesem Zusammenhang steht vor allem das Training praktischer kommunikativer Fertigkeiten im Vordergrund.

Ergänzt wird dies durch Inhalte aus den verschiedensten Bereichen, wie z.B. Soziologie, Psychologie und Wirtschaftswissenschaften. Vor allem während des Hauptstudiums werden die beiden Fächer Technik/Naturwissenschaften und Kommunikation in interdisziplinären Seminaren verzahnt und verstärkt an den kommunikativen Bedürfnissen der Praxis orientiert. Im Einzelnen besteht das Studium der Technikkommunikation aus den folgenden Teilbereichen.

Teilbereiche und exemplarische Inhalte:

Hauptfach KOMMUNIKATION

I Grundlagen der Sprache und Kommunikation: z. B.

  • Einführung in die Allgemeine Sprachwissenschaft
  • Einführung in die Angewandte Sprachwissenschaft
  • Interkulturelle Wirtschaftskommunikation

II Sprache und Diskurs im Kontext: z. B.

  • Textlinguistik
  • Soziolinguistik
  • Diskursanalyse

III Fachkommunikation: z. B.

  • Fachsprache, Terminologie
  • Technisches Schreiben

IV Semiotik und Medien: z. B.

  • Medientheorie
  • Visuelle Kommunikation
  • Neue Medien

V Interdisziplinäre Veranstaltungen und Ergänzungsfächer: z. B.

  • Psychologie
  • Soziologie
  • Wirtschaftswissenschaft

VI Sprachpraxis: z. B.

  • Praktische Rhetorik/Präsentationstechniken
  • Schreibfertigkeiten/Textproduktion
  • englische bzw. französische Sprachpraxis

Hauptfach TECHNIK/NATURWISSENSCHAFTEN

I Chemie: z. B.

  • Allgemeine (Technische) Chemie
  • Organische Chemie
  • Chemische Reaktionen
  • Ökologische Chemie

II Physik:

  • Grundlagen der Physik
  • ausgewählte Kapitel der modernen Physik

III Mathematik/Statistik: z. B.

  • Höhere Mathematik/Stochastik
  • Statistik

IV Informatik: z. B.

  • Grundlagen der Informatik
  • Rechnernetze
  • Betriebssysteme
  • Multimediasysteme
  • Benutzeroberflächen
  • Computergrafik

V Elektrotechnik: z. B.

  • Elektrotechnik und Elektronik
  • Mikroelektronik
  • Elektronische Messtechnik
  • Nachrichtentechnik

VI Maschinenbau: z. B.

  • Technische Mechanik
  • Konstruktionslehre
  • Fertigungstechnik
  • Qualitätsmanagement

Technikkommunikation ist sowohl in einer muttersprachlichen als auch einer fremdsprachlichen Variante studierbar. In der fremdsprachlichen Variante - zwischen Englisch und Französisch kann gewählt werden - ist ein Großteil der sprachpraktischen Übungen in der Fremdsprache zu absolvieren. Außerdem findet ein Teil der theoretischen Veranstaltungen im Hauptfach Kommunikation in der Fremdsprache statt. Dies bedeutet aber nicht, dass die Ausbildung muttersprachlicher Kompetenzen vernachlässigt wird. Umgekehrt belegen auch die Studierenden der muttersprachlichen Variante eine bestimmte Zahl fremdsprachiger Übungen.

Während die Studienstruktur im Hauptfach Technik/Naturwissenschaften relativ festgelegt ist, besteht im Hauptfach Kommunikation stärker die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Inhalten, je nach Angebot auszuwählen. Im Hauptstudium kann dann ein Teilbereich aus dem Hauptfach Technik/Naturwissenschaften (außer Informatik) abgewählt werden. Statt dessen erfolgt eine Spezialisierung in einem Wahlgebiet, mit dem sich die Studierenden interdisziplinär - d.h. zwischen technischen und kommunikativen Aspekten vermittelnd - im Rahmen eines Projekts auseinandersetzen.

 

Studienverlauf

Während das Grundstudium vor allem aus einführenden Lehrveranstaltungen besteht, die Wissensgrundlagen in den einzelnen Teilbereichen aufbauen, beabsichtigt das Hauptstudium eine interessengerechte Vertiefung bzw. Spezialisierung der Inhalte sowie eine verstärkte Verzahnung kommunikativer und technischer Wissens- und Fertigkeitsbereiche.

Das Studium der Technikkommunikation umfasst insgesamt 144 Semesterwochenstunden (SWS). Davon entfallen 70 SWS auf das Hauptfach Kommunikation und 74 SWS auf das Hauptfach Technik/Naturwissenschaften. Eine SWS entspricht einer Lehrveranstaltung von 45 Minuten während der Vorlesungszeit eines Semesters. Dabei ist der Stundenumfang im Grundstudium im technisch-naturwissenschaftlichen Teil etwas größer (43 bzw. 30 SWS), im Hauptstudium entstehen umgekehrte Verhältnisse (31 bzw. 40 SWS).

Das Grundstudium umfasst 4 Semester und wird mit einer Zwischenprüfung abgeschlossen - in Kommunikation schriftlich und mündlich, in Technik/Naturwissenschaften mündlich.

Das Hauptstudium verläuft über 5 Semester und schließt mit der Magisterprüfung und einer schriftlichen Magisterarbeit ab. Das Thema der Magisterarbeit stammt aus einem der Teilbereiche des Hauptfachs Kommunikation und wendet sich der kommunikativen Praxis technischer bzw. naturwissenschaftlicher Berufsfelder zu.

Als Ergänzungsfächer im Teilbereich Interdisziplinäre Veranstaltungen und Ergänzungsfächer kommen prinzipiell alle inhaltlich relevanten Lehrveranstaltungen der Philosophischen Fakultät, evtl. auch der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät in Frage. Die Studierenden wählen hier entsprechend ihren Interessen und der Verfügbarkeit der Kurse. Sie sind neben ihrer punktuell vorhandenen Wahlfreiheit vor allem dazu angehalten, sich an den jeweils für das kommende Semester entworfenen Plänen zu orientieren. Sie werden im Bereich der Angewandten Sprachwissenschaft publik gemacht.


Bewerbung


Die Bewerbung ist Online unter https://sbservice.tu-chemnitz.de/onlbew
  
oder   mit Antrag auf Zulassung/Immatrikulation   möglich.
  
Weitere Informationen zur Immatrikulation: www.tu-chemnitz.de/verwaltung/studentenamt/abt12/imm.php



Beratungsmöglichkeiten

Fachstudienberatung

Technische Universität Chemnitz
Philosophische Fakultät
Angewandte Sprachwissenschaft/Technikkommunikation
Kareen Reißmann M.A.
09107 Chemnitz

Sitz: Thüringer Weg 11, Zimmer 303
Tel.: (0371) 531-37112
E-Mail: kareen.reissmann@phil.tu-chemnitz.de


Zentrale Studienberatung

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