Keine Immatrikulation mehr möglich!
Die Soziologie als Teilgebiet der Sozialwissenschaften beinhaltet das Studium der Grundlagen, Erscheinungsformen und Entwicklungen des menschlichen Zusammenlebens. Das wissenschaftliche Interesse reicht dabei von der Erforschung individueller Verhaltensweisen in Kleingruppen bis zur Untersuchung gesamtgesellschaftlicher Strukturen und Veränderungen.
So beschäftigen sich Soziologen z.B. mit vielfältigen gesellschaftlichen Problemen, fragen nach ihren Ursachen und entwerfen Alternativen für ein besseres Zusammenleben genau so wie sie sich dafür interessieren, wie sich im Laufe der Zeit die Beziehung von Frauen zu ihrem Körper gewandelt hat, wie der Computer die menschliche Arbeit und das gesamte alltägliche Leben verändert oder ob bei Telearbeit Erwerbsarbeit und Familie ein neues Verhältnis eingehen.
Das Studium der Soziologie soll dazu befähigen, die Strukturen der Gesellschaft, soziale Bewegungen und kulturellen Wandel zu verstehen und zu beurteilen.
Auch die zunehmende Globalisierung verlangt, den Blickwinkel nicht nur auf die Gesellschaft eines Landes zu verengen sondern zu begreifen, wie sich die Integration Europas und die internationale Konkurrenz auf die einzelnen Nationen auswirkt - auf ihre gewachsenen Sozialbeziehungen, auf ihre Kultur und ihre politisch-ökonomischen Mechanismen.
Genauso wichtig ist es, die Entwicklungen in der sogenannten Dritten Welt zu erfassen.
Studierende der Soziologie lernen, spezielle sozial-wissenschaftliche Fragen in den Zusammenhang der Gesellschaft als ganzes zu stellen. Themen wie Familie und Arbeit, Jugend und Bildung oder Gewaltpotentiale in hochentwickelten Zivilisationen sollen dazu befähigen, erworbenes Wissen auf die gegenwärtigen sozialen Herausforderungen anzuwenden.
| Voraussetzung: | in der Regel allgemeine Hochschulreife | |
| Regelstudienzeit: | 9 Semester | |
| Abschluss: | Magister Artium/Magistra Artium (M.A.) | |
| Studienbeginn: | Wintersemester, Sommersemester |
Das Magisterstudium zeichnet sich durch die Möglichkeit aus, dass mehrere Fächer miteinander kombiniert werden können und so ein ganz spezielles Ausbildungsprofil erlangt wird sowie eigene Interessen in das Studium eingebracht werden können. Da interdisziplinäres Wissen auf dem heutigen Arbeitsmarkt stark nachgefragt wird, kommt der Magisterabschluss dieser Situation entgegen.
An der Technischen Universität Chemnitz ist das Studium der Soziologie als Magisternebenfach möglich, d.h., es kann in Verbindung mit einem Hauptfach und einem weiteren Nebenfach aus dem Angebot der Philosophischen Fakultät studiert werden. In Verbindung mit diesen anderen Fächern ergibt sich das spezifische Berufsprofil.
Die Soziologie hat kein klar umrissenes berufliches Einsatzfeld. Ein konkretes berufliches Profil wird durch die jeweilige Kombination von Haupt- und Nebenfächern im Magisterstudiengang und die im Verlaufe des Studiums gewählten spezifischen Studienschwerpunkte geschaffen.
Neben der wissenschaftlichen Forschung und Lehre an den Hochschulen nimmt der größte Teil der Absolventen Tätigkeiten außerhalb der Universität auf.
Ein Tätigkeitsfeld besteht in außeruniversitären Forschungseinrichtungen, darunter: Markt- und Meinungsforschungsinstitute, Forschungsbereiche in Großbetrieben, Verbänden und staatlichen Einrichtungen.
Praxisorientierte Soziologen finden in letzter Zeit verstärkt Berufsmöglichkeiten in der Wirtschaft, z. B. im Personalbereich und im Marketing von Großbetrieben, bei Verbänden (etwa in Grundsatzabteilungen oder im Planungsbereich bei Wohlfahrts- oder Interessenverbänden) sowie verschiedensten staatlichen Instanzen (z. B. in Wirtschafts- oder Sozialreferaten von Landesregierungen und großen Kommunen).
Ein stark expandierendes Tätigkeitsfeld bei entsprechender Spezialisierung ist darüber hinaus der Bereich freiberuflicher Organisationsberatung und Organisationsentwicklung sowie des Personaltrainings bzw. der beruflichen Weiterbildung.
Das Soziologiestudium qualifiziert für Tätigkeiten, die mit der Evaluation und Verwaltung sozialer Dienstleistungen verbunden sind. Sowohl in Bundes- und Landesministerien als auch in kommunalen Verwaltungen oder in Wohlfahrtsverbänden ist eine Tätigkeit als Sachreferent möglich. Häufig werden Soziologen auch auf Grund ihrer spezifischen Kenntnisse der empirischen Sozialforschung in der wissenschaftlichen Begleitforschung zur Erfolgskontrolle sozialer Maßnahmen eingesetzt.
Interessante Tätigkeiten bieten sich auch in Berufsfeldern, die sich mit der Planung und Gestaltung sozialer Prozesse befassen. Das sind Bundes- und Landesministerien, vor allem jedoch die kommunalen Verwaltungen. Es kann sich auch um Wohlfahrtsverbände handeln. Daneben sind Tätigkeiten im Medienbereich, im Verlags-, Literatur- und Pressewesen sowie in internationalen Organisationen möglich.
Im Magisternebenfach müssen insgesamt 40 Semesterwochenstunden (SWS) belegt werden. Eine SWS entspricht einer Lehrveranstaltung von 45 Minuten pro Woche während der Vorlesungszeit eines Semesters. Darin enthalten sind 4 SWS, in denen nach freier Wahl Lehrveranstaltungen belegt werden können. Die Reihenfolge und der Zeitpunkt der Belegung ist dabei optional.
Pflichtbereiche:
Wahlpflichtbereich:
Eine ausgewählte Spezielle Soziologie aus den folgenden Bereichen:
Im Grundstudium sind Veranstaltungen aus den Bereichen:
im Umfang von 20 SWS zu wählen.
Nach 4 Semestern wird eine Zwischenprüfung abgelegt. Diese besteht im Nebenfach Soziologie aus einer mündlichen Prüfung in den Gebieten Mikro- oder Makrosoziologie und in der gewählten Speziellen Soziologie.
Im Hauptstudium sind Veranstaltungen aus den Bereichen:
im Umfang von 20 SWS zu wählen.
Am Ende des Studiums ist die Magisterabschlussprüfung zu absolvieren. Sie besteht im Nebenfach Soziologie aus einer 4-stündigen Klausur, die sich auf das Gebiet der Allgemeinen Soziologie oder die gewählte Spezielle Soziologie bezieht.
Die Magisterarbeit wird im jeweils gewählten Hauptfach geschrieben.
Spezielle Soziologien
Bevölkerung, Lebensalter, Familie
Im Rahmen dieses Studienschwerpunktes geht es um die Abbildung des individuellen Lebenszusammenhangs innerhalb der Sozialstruktur einer Gesellschaft. Dabei beschäftigt sich die Bevölkerungssoziologie primär mit der Beschreibung und Analyse der Bevölkerungsstruktur und deren Wandel über die Zeit. Die Familiensoziologie widmet sich dagegen insbesondere den Familienbildungs- und familiären Entscheidungsprozessen sowie der Einbettung der Familie in den gesamtgesellschaftlichen Kontext. Die Chancen und Risiken der verschiedenen Phasen eines individuellen Lebenslaufs sowie die Übergänge von einer Lebensphase in eine andere bilden den Kern der Soziologie des Lebensalters.
Sozialisationsforschung und Empirische Sozialforschung
Dieser Studienschwerpunkt soll den Studierenden die methodischen und statistischen Fähigkeiten vermitteln, eigenverantwortlich Projekte empirischer Sozialforschung von A bis Z durchzuführen. Die inhaltliche Ausrichtung auf den Bereich der Sozialisationsforschung wird dabei bestimmt durch eine Reihe von Forschungsprojekten. Die Wahl dieses Schwerpunktes qualifiziert insbesondere für das Berufsfeld der Markt- und Meinungsforschung.
Industrie- und Techniksoziologie
Den Kern der Industriesoziologie bildet die Arbeit in modernen Gesellschaften. Das vertiefte Interesse gilt dabei den Auswirkungen aktueller Strukturveränderungen im System der gesellschaftlichen Arbeit auf das Verhältnis von Erwerbssphäre und anderen Lebensbereichen. Gegenstand der Techniksoziologie ist dagegen die ´Technik´ im weitesten Sinne, die Logik ihrer Entstehung und Durchsetzung sowie vor allem deren gesellschaftliche Folgen.
Regionalforschung und Sozialplanung
Im Zentrum dieses Studienschwerpunktes stehen soziale Beziehungen und Probleme im Raum. Sozialplanung umfasst dabei die Analyse sozialer Konflikte, die Erstellung von entsprechenden Lösungsstrategien und die Erstellung von Planungen als Grundlage politischen Handelns. Die Regionalforschung konzentriert sich auf die Wechselwirkungen zwischen sozialen und baulich-räumlichen Strukturen, deren jeweilige Entwicklungstendenzen sowie den daraus erwachsenden Problemen.
Sozialstrukturanalyse und Theorien moderner Gesellschaften
Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Globalisierung beschäftigt sich dieser Studienschwerpunkt mit den
Perspektiven und Problemen moderner Gesellschaften in einer immer weiter zusammenwachsenden Welt. Dabei
bietet der internationale Vergleich der Sozialstruktur von Ländern der EU, den USA sowie Japan einen Ansatzpunkt.
Der zweite Ansatzpunkt umfasst das Gebiet der Theorien moderner Gesellschaften, in denen Begriffe entwickelt
werden sollen, mit deren Hilfe sich die aktuellen Entwicklungen angemessen beschreiben lassen.
| Die Bewerbung ist Online unter | https://sbservice.tu-chemnitz.de/onlbew |
| oder mit | Antrag auf Zulassung/Immatrikulation möglich. |
| Weitere Informationen zur Immatrikulation: | www.tu-chemnitz.de/verwaltung/studentenamt/abt12/imm.php |
Fachstudienberatung
Technische Universität Chemnitz
Philosophische Fakultät
Institut für Soziologie
Dr. Uwe Krähnke
09107 Chemnitz
Sitz: Thüringer Weg 9, Zimmer 007
Tel.: (0371) 531-32488
E-Mail: uwe.kraehnke@phil.tu-chemnitz.de
Zentrale Studienberatung
Technische Universität Chemnitz
Zentrale Studienberatung
09107 Chemnitz
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E-Mail: studienberatung@tu-chemnitz.de