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Magisterstudium Politikwissenschaft

Keine Immatrikulation mehr möglich!


Die Politikwissenschaft befasst sich mit den Institutionen von Staat und Gesellschaft, ihren theoretisch-philosophischen Grundlagen und ihren konkreten Erscheinungsformen in Geschichte und Gegenwart. Sie untersucht, wie politische und soziale Ideen und Interessen organisatorisch und rechtlich in Staat, Institutionen und Parteien, in organisierten und infor-mellen gesellschaftlichen Kräften, aber auch in den internationalen Beziehungen umgesetzt werden und in welchen Formen die politische Willensbildung verläuft.

Politikwissenschaft kann an der TU Chemnitz als Magisterhaupt- oder -nebenfach studiert werden. Es ist möglich, Politikwissenschaft im Hauptfach mit einem weiteren Hauptfach oder zwei Nebenfächern der Philosophischen Fakultät zu verknüpfen. Als Nebenfach ist es mit einem weiteren Nebenfach und einem anderen Hauptfach der Philosophischen Fakultät kombinierbar. Als Chemnitzer Besonderheit ("Chemnitzer Modell") kann Politikwissenschaft als Hauptfach mit einem zweiten Hauptfach aus einer anderen Fakultät kombiniert werden. Bei einer derartigen Kombination - etwa mit Betriebswirtschaftslehre - werden keine weiteren Nebenfächer studiert.

Das Studium der Politikwissenschaft gliedert sich in die drei großen Teilgebiete:

  • Politische Theorie
  • Politische Systeme
  • Internationale Politik

Die Lehr- und Forschungsschwerpunkte reichen von der politischen Theorie des 19. und 20. Jahrhunderts über die Totalitarismusforschung, die Erforschung des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland und des Vergleichs mit anderen politischen Systemen bis zur Untersuchung des europäischen Integrationsprozesses, der deutschen Außenpolitik und neuer Weltprobleme. Daneben werden in den Lehrveranstaltungen aktuelle Themen von politischer Brisanz behandelt.


Voraussetzung: in der Regel allgemeine Hochschulreife
Regelstudienzeit: 9 Semester
Abschluss: Magister Artium/Magistra Artium (M.A.)
Studienbeginn: Wintersemester, Sommersemester

Berufliche Möglichkeiten

Berufliche Einsatzmöglichkeiten können zum Beispiel in journalistischen Tätigkeiten bei Medien oder Verbänden, als wissenschaftliche Mitarbeiter bei Parteien, Verbänden, Parlamenten, großen Unternehmen, internationalen Organisationen, als Diplomaten im auswärtigen Dienst, als Dozenten in der politischen Bildungsarbeit oder als Wissenschaftler an Hochschulen oder Forschungsinstituten bestehen.

Politikwissenschaftliche Teilgebiete

Politische Theorie und Ideengeschichte

Das Gebiet der Politischen Theorie und Ideengeschichte lässt sich weniger als andere Gebiete der Politikwissenschaft auf einen fixen Gegenstandsbereich beschränken. Es weist Bezüge zur Philosophie ("politische Philosophie"), zur Soziologie ("Gesellschaftslehre") und zur Jurisprudenz ("Verfassungsrecht") auf und arbeitet die Voraussetzungen heraus, die ein wissenschaftliches Verständnis der Politik von der politischen Publizistik und der praktischen Tagespolitik unterscheiden. Dazu gehören allgemeine Fragen der Wissenschaftstheorie ebenso wie fachspezifische Fragestellungen, die den besonderen Charakter des Politischen im Kontext von Kultur und Gesellschaft betreffen.

Solche Fragen sind zum Beispiel: Was ist Theorie überhaupt? Was verstehen wir unter Politik? Welches Menschenbild setzt eine bestimmte Politikvorstellung voraus und auf welches normative Ziel ist sie ausgerichtet? Mit welchen Mitteln und unter welchen gesellschaftlichen Bedingungen wird politisches Handeln realisiert? Dazu gehört auch die Klärung von Grundbegriffen der Politik: Macht und Herrschaft, Legalität und Legitimität, Freiheit und Zwang, Gerechtigkeit und Frieden.

 

Politische Systeme und Institutionen

Dieser Teilbereich umfasst die Analyse politischer Systeme des Auslandes und die Analyse des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland. Untersucht werden die Herrschaftsstruktur, der Willensbildungsprozess, der Gestaltungsanspruch des Staates, die Art der Gewaltenteilung oder das Verhältnis zwischen Regierung und Opposition.

Zu den Arbeitsfeldern gehören u. a. die geschichtlichen Grundlagen, das Verfassungssystem, die politische Sozialisation und Kommunikation, Wahlen, Parteien, Verbände, Eliten, soziale Bewegungen sowie die Wirtschafts- und Sozialstruktur. Vergleiche von Teilbereichen sowie des ganzen politischen Systems bilden ebenfalls ein zentrales Interessengebiet.

 

Internationale Politik

Der Teilbereich Internationale Politik beschäftigt sich mit Strukturen und Akteuren des internationalen Staatensystems. Dabei stehen sowohl die Außenpolitiken einzelner Staaten mit ihren innenpolitischen Wechselwirkungen im Mittelpunkt von Analysen, als auch einzelne regionale Beziehungsgeflechte mehrerer Staaten untereinander - z. B. in Europa, im Nahen Osten oder die transatlantischen Beziehungen.

Neben den außenpolitischen Beziehungen und Aktivitäten nationalstaatlicher Akteure werden im Teilbereich Internationale Politik überstaatliche Kooperationsstrukturen untersucht, die in internationalen oder supranationalen Organisationen (z. B. der UNO oder der EU) zum Ausdruck kommen. Diese Organisationen werden auf ihre Aufgabenerfüllung, ihre Funktionsweise und ihre Bedeutung für die Staatengemeinschaft hin betrachtet.

Zentrale Untersuchungsgegenstände des Teilgebietes Internationale Politik sind Fragen nach den Handlungsgründen von Akteuren, ihren Zielsetzungen und deren Wahrnehmung durch ihre Umwelt.


Studienaufbau

Das Studium der Politikwissenschaft gliedert sich im Haupt- und im Nebenfach in Grund- und Hauptstudium.

Grundstudium

Im Grundstudium steht der Erwerb eines möglichst breiten Grundwissens in allen drei in der Einleitung genannten Teilbereichen sowie das Einüben der wissenschaftlichen Arbeitstechniken im Vordergrund.

Die für alle Studenten der Politikwissenschaft obligatorische Übung "Einführung in die Politikwissenschaft und das wissenschaftliche Arbeiten" sollte im ersten Fachsemester besucht werden, da in ihr der notwendige Überblick über Ziele und Inhalt der politikwissenschaftlichen Teilbereiche sowie die erforderlichen Arbeitstechniken zur Erarbeitung von Referaten und Hausarbeiten vermittelt werden.

Die hier vermittelten Grundkenntnisse sind wichtig für die Teinahme an den Proseminaren der jeweiligen Teilgebiete. Die Gegenstände dieser Veranstaltungen sind in der Regel speziellerer Art.

In allen drei Teilbereichen der Politikwissenschaft werden Überblicksveranstaltungen (Vorlesungen, Übungen und Proseminare) angeboten, deren Besuch notwendig ist, da in ihnen das für die Zwischenprüfung relevante Wissen vermittelt wird.

Erfahrungsgemäß ist es nicht empfehlenswert, mehr als 4 Veranstaltungen pro Semester in Haupt- und Nebenfach zu besuchen, in denen Leistungsnachweise (Referat + Hausarbeit + Klausur) erbracht werden müssen.

Den Abschluss des Grundstudiums bildet eine Zwischenprüfung in allen drei Teilbereichen, die in der Regel nach dem 4. Fachsemester abgelegt wird.

 

Hauptstudium

Im Hauptstudium soll das im Grundstudium erworbene Basiswissen vertieft und auf forschungsrelevante Themen angewendet werden.

Hierzu werden Hauptseminare zu einzelnen politikwissenschaftlichen Aspekten angeboten, die eine vertiefte Beschäftigung mit ausgewählten Fachthemen und eine Spezialisierung der Studenten im Hinblick auf die Magisterarbeit ermöglichen sollen.

Zur besseren Vorbereitung auf die Hauptseminare und die Magisterprüfung wird empfohlen, über die für die Prüfungszulassung erforderliche Anzahl an Leistungsscheinen hinaus weitere Seminare (Proseminare / Übungen) zu belegen. Nur durch häufiges Erarbeiten von Referaten und schriftlichen Hausarbeiten können die wissenschaftlichen Arbeitstechniken bis zum Examen ausreichend eingeübt werden!

Den Abschluss des Hauptstudiums bildet die Magisterprüfung, die aus einer umfangreichen schriftlichen Hausarbeit zu einem politikwissenschaftlichen Spezialthema sowie einer schriftlichen und mündlichen Prüfung besteht.

 

Fremdsprachenkenntnisse sind für das Studium der Politikwissenschaft, vor allem des Teilbereiches Internationale Politik, unabdingbar. Neben Englischkenntnissen sollten Kenntnisse in einer weiteren - auch osteuropäischen - Sprache im Laufe des Studiums erworben werden, um politikwissenschaftliche Texte lesen und den internationalen Stand der Forschung überblicken zu können. Daneben erhöhen Fremdsprachenkenntnisse die Berufschancen von Politikwissenschaftlern wesentlich; in vielen Sparten sind sie Grundvoraussetzung für eine Beschäftigung.

Es wird empfohlen, im Laufe des Studiums während der vorlesungsfreien Zeit Praktika zu absolvieren, um mögliche Berufsfelder kennenzulernen. Bei der Vermittlung von Praktika sind das Praktikantenamt und die Professoren des Fachbereichs behilflich.


Bewerbung


Die Bewerbung ist Online unter https://sbservice.tu-chemnitz.de/onlbew
  
oder   mit Antrag auf Zulassung/Immatrikulation   möglich.
  
Weitere Informationen zur Immatrikulation: www.tu-chemnitz.de/verwaltung/studentenamt/abt12/imm.php



Beratungsmöglichkeiten

Fachstudienberatung

Technische Universität Chemnitz
Philosophische Fakultät
Fachgebiet Politikwissenschaft
Dr. Florian Hartleb
09107 Chemnitz

Sitz: Thüringer Weg 9, Zimmer 207
Tel.: (0371) 531-35593
E-Mail:studienberatung-powi-mag@phil.tu-chemnitz.de


Zentrale Studienberatung

Technische Universität Chemnitz
Zentrale Studienberatung
09107 Chemnitz

Sitz: Straße der Nationen 62, Zimmer 046
Tel.: 0371 531 55555, -31637, -31690
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E-Mail: studienberatung@tu-chemnitz.de