Keine Immatrikulation mehr möglich!
Fit für den Einsatz auf internationalem Parkett
Peinliche Missverständnisse zwischen Angehörigen verschiedener Kulturen führen immer wieder dazu, dass Firmen attraktive Aufträge verloren gehen und politische Verhandlungen scheitern. Mittlerweile setzt sich jedoch auch in Deutschland die Erkenntnis immer mehr durch, dass Sprachkenntnisse allein nicht ausreichen, um auf fremden Märkten Erfolg zu haben. Die Fähigkeit, sich in anderen Kulturen sicher und ohne anzuecken zu bewegen, muss hinzukommen. Solche sogenannten "soft skills" (weichen Fertigkeiten) werden auf dem Arbeitsmarkt immer mehr zu einem Prüfstein bei der Stellenvergabe. Spezialisten auf dem Gebiet der interkulturellen Kommunikation werden immer häufiger gesucht, etwa in der Weiterbildung, Politik aber auch im Verlagswesen.
Dementsprechend wendet sich das Fach Interkulturelle Kommunikation an Studierende, die ein generelles Interesse an Fragen länderübergreifender Kulturbeziehungen, internationaler Wirtschaftsbeziehungen oder der Entwicklungszusammenarbeit haben. Studienanfänger sollten an Analysen der vielfältigen kulturdifferenten Erscheinungsformen des (sprachlichen) Handelns interessiert sein und gleichzeitig Auslandserfahrung suchen, um sie systematisch mit den Studieninhalten und ebenso mit ihrer eigenkulturellen Sozialisation bzw. ihrer kulturellen Identität in Bezug zu setzen.
Ausgehend von einem Bedarf an Qualifikationen für die internationale Zusammenarbeit bietet die Philosophische Fakultät der TU Chemnitz ein Studium an, das sich zum Erwerb einer Komplementärkompetenz, eines sogenannten "added value" eignet. D. h., Studierende können ihrer Qualifikation in einem Magisterhauptfach ergänzend eine interkulturelle Handlungs- und Kommunikationskompetenz beiseite stellen.
| Voraussetzung: | in der Regel allgemeine Hochschulreife;
Fremdsprachliche Kenntnisse auf Abiturniveau in Englisch oder Französisch sind bis zur Zwischenprüfung nachzuweisen |
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| Regelstudienzeit: | 9 Semester | |
| Abschluss: | Magister Artium/Magistra Artium (M.A.) | |
| Studienbeginn: | Wintersemester, Sommersemester |
Das Fach Interkulturelle Kommunikation gliedert sich in fünf Komponenten. Diese stellen die thematischen Orientierungskategorien für das Studium dar:
| (1) | Linguistische Komponente | Kommunikation in interkulturellen Situationen | ||
| (2) | Psychologisch-kulturwissenschaftliche Komponente | Vergleichende Mentalitäts- und Kulturstudien | ||
| (3) | Xenologische Komponente | Theorie und Praxis des Fremdverstehens | ||
| (4) | Rhetorische Komponente | Kulturvergleichende praktische Rhetorik | ||
| (5) | Fremdsprachliche Komponente | Interkulturelle Fremdsprachenkompetenz |
Die Lehrveranstaltungen des Faches werden diesen fünf Komponenten zugeordnet, die auch die Gliederungsgrundlage für den Studienablaufplan bilden.
Der folgende Studienablaufplan illustriert vereinfacht, wie das Studium des Faches Interkulturelle Kommunikation durchgeführt werden kann.
| Komponente | Grundstudium (4 Semester) | Hauptstudium (5 Semester) |
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| Anzahl der Pflichtveranstaltungen in SWS | ||||
| (1) Kommunikation in interkulturellen Situationen | 6 | 4 | ||
| (2) Vergleichende Mentalitäts- und Kulturstudien | 4 | 2 | ||
| (3) Theorie und Praxis des Fremdverstehens (Xenologie) | 4 | 2 | ||
| (4) Vergleichende praktische Rhetorik | 2 | 2 | ||
| (5) Interkulturelle Fremdsprachenkompetenz (Vorkenntnissprache) | - | 4 | ||
| Wahlpflicht | 4 | 6 | ||
SWS = Semesterwochenstunde; Eine SWS entspricht einer Veranstaltung von 45 Minuten pro Woche während der Vorlesungszeit eines Semesters.
Den angeführten Studienkomponenten werden inhaltlich folgende Schwerpunkte zugeordnet:
Komponente 1: Kommunikation in interkulturellen Situationen
Die zentrale Fachkomponente 1 (kommunikationswissenschaftliche Studienkomponente) behandelt die Analyse
interkulturellen und interpersonalen kommunikativen Handelns. Im Vordergrund stehen:
Komponente 2: Vergleichende Mentalitäts- und Kulturstudien
Diese psychologisch-kulturwissenschaftliche Studienkomponente behandelt ausgewählte Themen der Geschichte, Gesellschaft, Sozial- und Wirtschaftsstrukturen, Ideengeschichte, Politik etc. einzelner Länder oder Kulturbereiche (einschließl
ich der Bundesrepublik Deutschland) und zwar vergleichend aus einer Fremdperspektive. Was das menschliche Handeln betrifft, sollen die kulturgebundenen spezifischen Konstruktionen gesellschaftlicher Wirklichkeit allgemein, zentrale Kulturstandards, kognit
ive Wissensschemata oder Handlungs- bzw. Problemlöse-Strategien behandelt werden.
Komponente 3: Theorie und Praxis des Fremdverstehens
Die xenologische Studienkomponente enthält grundlagentheoretische Positionen zur Fremderfahrung und daneben praktische Übungen und Auslandsexkursionen zur bewussten Auseinandersetzung zwischen Fremdem und Eigenem.
Komponente 4: Kulturvergleichende praktische Rhetorik
Diese berufsorientierte Studienkomponente vermittelt im Sinne einer "praktischen Rhetorik" Kenntnisse und Fertigkeiten bezüglich der kulturspezifischen Regeln des Vortragens, Verhandelns, Diskutierens in Problemlöse-Situationen, der Moderation, der Produktwerbung oder der Etikette.
Komponente 5: Interkulturelle Fremdsprachenkompetenz
Diese fremdsprachliche Studienkomponente dient einmal fakultativ zur Vertiefung fremdsprachlicher Kenntnisse in den Vorkenntnissprachen Englisch oder Französisch. Zum anderen sollen Grundkenntnisse in einer weiteren Fremdsprache erworben werden. Beides dient dem Aufbau einer fremdsprachlichen Kompetenz in interkulturellen Situationen.
Das Grundstudium wird mit einer mündlichen Zwischenprüfung zur Studienkomponente 1 und zu Wahlthemen aus den Komponenten 2, 3 oder 4 abgeschlossen.
Die Magisterprüfung im Nebenfach Interkulturelle Kommunikation besteht aus einer dreistündigen Klausur über zwei Themen aus den Komponenten 1 bis 4 sowie einer mündlichen Prüfung.
Zulassungsvoraussetzungen zur Magisterprüfung für das Nebenfach Interkulturelle Kommunikation sind
u.a.:
Praktika
Im Hauptfach Interkulturelle Kommunikation ist ein mindestens dreimonatiges Auslandssemester obligatorisch. Einen wichtigen Bestandteil bilden außerdem die Pflichtpraktika von mindestens zwei Monaten. Hauptziel der Praktika ist es, in internationalen Arbeitskontexten erste, berufsorientierte Erfahrungen zu sammeln und diese mit Hilfe der im Studium erworbenen Kenntnisse auszuwerten. Dabei sollen die Studierenden auch persönliche berufliche Neigungen sowie neue Aufgabenbereiche entdecken können.
Praktika sind in der Regel in Institutionen, die im Rahmen des internationalen Personen- oder Kulturaustausches sowie der Entwicklungs- und Wirtschaftszusammenarbeit wirken, einschließlich der Fremdspracheninstitutionen/Universitäten möglich. Besonders günstig sind natürlich diejenigen Institutionen, mit denen die Technische Universität Chemnitz und/oder das Fachgebiet Interkulturelle Kommunikation Partnerschaftsbeziehungen und andere wissenschaftliche oder ausbildungspraktische Kooperationen unterhält, z.B. Goethe Institut Jakarta, Universität oder Goethe Institut Thessaloniki, Goethe Institut oder Universität Montreal, Universität Bloomington, Universität Lausanne, Technische Universität Tampere, Technische Universität Aalborg, Universität Budapest, Regionalbüro des DAAD in Rio de Janeiro, Niederlassungen der Unternehmen Bosch GmbH, Siemens AG, BMW AG, Mercedes Benz AG, Volkswagen AG etc.
| Die Bewerbung ist Online unter | https://sbservice.tu-chemnitz.de/onlbew |
| oder mit | Antrag auf Zulassung/Immatrikulation möglich. |
| Weitere Informationen zur Immatrikulation: | www.tu-chemnitz.de/verwaltung/studentenamt/abt12/imm.php |
Fachstudienberatung
Technische Universität Chemnitz
Philosophische Fakultät
Interkulturelle Kommunikation
Steffi Nothnagel M.A.
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