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Magisterstudium Geschichte

Keine Immatrikulation mehr möglich!


Das Fach Geschichte kann an der TU Chemnitz im Rahmen eines Magisterstudiums studiert werden.

Dabei wird unterschieden in:

Alte Geschichte (Geschichte des griechisch-römischen Altertums sowie der Randkulturen, soweit sie mit Griechenland oder Rom in Kontakt getreten sind)
Geschichte des Mittelalters (Geschichte Europas, besonders Deutschlands)
Neuere und Neueste Geschichte (Geschichte Europas, besonders Deutschlands, seit ca. 1500)

Geschichte des Mittelalters sowie Neuere und Neueste Geschichte können als Haupt- oder Nebenfach gewählt werden. Alte Geschichte ist nur als Nebenfach studierbar. Die verschiedenen Fächer der Geschichte können in einem Magisterstudiengang kombiniert werden, d.h., die Kombination eines Haupt- und eines Nebenfaches oder von zwei Nebenfächern aus der Geschichte ist möglich und sinnvoll. Nicht möglich ist es, sowohl das Haupt- und beide Nebenfächer oder zwei Hauptfächer aus dem Bereich der Geschichte zu wählen.


Voraussetzung: in der Regel allgemeine Hochschulreife
Bis zur Zwischenprüfung müssen Kenntnisse in zwei modernen Fremdsprachen (in der Regel Englisch und Französisch) und das Latinum (für ein Hauptfach) bzw. Lateinkenntnisse für die Nebenfächer Alte Geschichte und Geschichte des Mittelalters nachgewiesen werden.
Regelstudienzeit: 9 Semester
Abschluss: MagisterArtium/Magistra Artium (M.A.)
Studienbeginn: Wintersemester, Sommersemester

Berufliche Möglichkeiten

Das Magisterstudum Geschichte dient in erster Linie der wissenschaftlichen Ausbildung. Im Mittelpunkt steht die Vermittlung von Fachkenntnissen und die Fähigkeit zu eigenständiger wissenschaftlicher Arbeit. Ein eng umgrenztes Berufsbild gibt es nicht. Während des gesamten Studiums ist deshalb eine eigene Orientierung, auch durch das vorgeschriebene Praktikum, dringend zu empfehlen. Der Magisterabschluss befähigt nicht zu einer Tätigkeit an öffentlichen Schulen.

Die Fachkenntnisse und methodischen Grundlagen, die das Geschichtsstudium vermittelt, sollen den Absolventen ein breit gefächertes Berufsfeld eröffnen. Neben einer traditionellen Beschäftigung als Dozent und Kursleiter im außerschulischen Bildungs- und Weiterbildungssystem arbeiten Absolventen des Studiengangs häufig im Bereich wissenschaftlicher Dienstleistungen, zum Beispiel als Mitarbeiter in Archiven, historischen Museen, in der kommunalen Kulturarbeit, der Denkmalpflege und Stadtentwickung. Weitere Beschäftigungsfelder stellen die Tätigkeiten bei Verbänden - immer mehr auch bei europäischen und internationalen Institutionen - und der Öffentlichkeitsarbeit dar, in Verlagen und als Redaktionsmitarbeiter von Zeitungen, Radio- und Fernsehstationen, in Zukunft verstärkt auch bei Anbietern von Internetdiensten dar.

Das Studium vermittelt darüber hinaus die wissenschaftlichen Grundlagen für die Weiterqualifikation im Bereich der historischen Forschung, was auch zu einer Beschäftigung als akademischer Lehrer bzw. als wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Universität oder an einer Forschungseinrichtung führen kann.

Das international hohe Ansehen historischer Studiengänge an deutschen Universitäten bietet außerdem die Gelegenheit, die genannten Berufsfelder über Deutschland hinaus auch auf dem europäischen Arbeitsmarkt zu verfolgen. Die Konkurrenz mit den Absolventen anderer Studiengänge und die rasch ansteigende Zahl akademisch ausgebildeter Bewerber verlangen in jedem Fall ein hohes Maß an Flexibilität und Eigeninitiative bereits während des Studiums, besonders die frühzeitige Ausbildung eigener Interessensschwerpunkte und Kompetenzen, unter anderem durch intensives Selbststudium und eigenverantwortliche Studienplanung.


Inhalt des Studiums

Im Studium soll nicht nur eine gründlichen Ausbildung im gewählten Teilfach (Alte Geschichte, Geschichte des Mittelalters oder Neuere und Neueste Geschichte), sondern darüber hinaus auch ein fundierter Überblick über die anderen Geschichtsfächer sowie Kenntnisse in Geschichtstheorie und Methodik der Geisteswissenschaft vermittelt werden.

Im Mittelpunkt des Studiums steht dabei der eigenständige Umgang mit den Quellen, also den Texten, Kunstwerken oder Gegenständen des Alltagslebens der betreffenden Epoche. Diese Quellen sind teilweise absichtlich für die Nachwelt verfasst worden, teilweise aber auch nur zufällig überliefert. Die Studenten lernen vom ersten Semester an, diese Zeugnisse in ihrer jeweiligen Besonderheit zu verstehen und sie im Zusammenhang mit anderen Quellen kritisch zu bewerten und zu interpretieren, um sich so ein eigenes Urteil über das jeweils behandelte Thema zu bilden. In der Form von Referaten oder Hausarbeiten sollen sie dieses Urteil mit anderen diskutieren und überprüfen können.

Während das Grundstudiums vor allem der Einführung und einer ersten Orientierung in den verschiedenen Teilfächern dient, findet im Hauptstudium eine Spezialisierung auf das gewählte Teilfach statt. Dazu werden folgende Möglichkeiten angeboten:

Alte Geschichte
Griechische Geschichte, Römische Geschichte, Geschichte der Spätantike

Geschichte des Mittelalters
Geschichte des Früh- und Hochmittelalters (Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Rechts- und Verfassungsgeschichte sowie Kirchen- und Frömmigkeitsgeschichte des Früh- und Hochmittelalters), Geschichte des Spätmittelalters (Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Rechts- und Verfassungsgeschichte sowie Kirchen- und Frömmigkeitsgeschichte des Spätmittelalters), Regionalgeschichte Sachsens im Mittelalter

Neuere und Neueste Geschichte
Geschichte des 16.-19. Jh., Geschichte des 20. Jh., Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Wissenschafts-, Technik- und Hochschulgeschichte, Regionalgeschichte Sachsens in der Neuzeit


Studienaufbau

Das Studium gliedert sich in

Grundstudium (1.-4. Semester) und Hauptstudium (5.-8. Semester),

an das sich ein Prüfungssemester (9. Semester) anschließt.

Im Grundstudium werden in insgesamt vier (Hauptfach) bzw. drei (Nebenfach) Proseminaren (speziell für Studierende im Grundstudium angebotene Lehrveranstaltungen) alle Fächer der Geschichte studiert. Daneben ist eine Übung nach freier Wahl zu belegen. Eine Spezialisierung findet im Grundstudium nicht statt. Deshalb ist bis zum Ende des Grundstudiums auch ein Wechsel auf ein anderes Fach der Geschichte bzw. in einen Lehramtsstudiengang an einer anderen Hochschule möglich.

Während des Hauptstudiums werden Veranstaltungen des gewählten Geschichtsfaches belegt. Die Studenten vertiefen die von ihnen gewählten Schwerpunkte in drei (Hauptfach) bzw. einem (Nebenfach) Hauptseminaren.

Im Grund- und Hauptstudium bieten ferner Vorlesungen und Übungen die Möglichkeit, eigene Interessengebiete und Schwerpunkte zu bilden.

Neben den Pflichtveranstaltungen hat jeder Student die Gelegenheit, in weiteren Veranstaltungen seine Kenntnisse zu vertiefen. Daneben nimmt in jedem Fall das Selbststudium eine zentrale Rolle ein. Ein eigenes Urteil kann nur aus der eigenen Lektüre der Quellen und der Forschungsliteratur hervorgehen. Im Geschichtsstudium wird deshalb großer Wert auf die freie Wahl der Veranstaltungen und der eigenen Interessenschwerpunkte gelegt. Der Studienplan und das Veranstaltungsangebot geben dabei Hinweise und Anregungen zur Gestaltung des Studiums.

Während des Hauptstudiums bieten Exkursionen die Möglichkeit, die erworbenen Kenntnisse durch eigene Anschauung zu vertiefen. Die Teilnahme an einer Exkursion ist Pflicht. Um darüber hinaus frühzeitig eine Orientierung auf spätere Berufsfelder zu ermöglichen, gehört zum Hauptstudium auch ein Praktikum von 2-4 Wochen an einer wissenschaftlichen Einrichtung - etwa einer Bibliothek, einem Museum oder einem Archiv -, in einem Verlag, einer Zeitung o. ä.

Der Stundenumfang für das Studium eines Hauptfaches der Geschichte beträgt 70-72 Semesterwochenstunden (SWS), für ein geschichtliches Nebenfach 32-36 SWS. Eine SWS entspricht einer Veranstaltung von 45 Minuten pro Woche während der Vorlesungzeit eines Semesters.

Nähere Informationen zum Inhalt und Aufbau der Haupt- und Nebenfächer der Geschichte sind in den entsprechenden Studienordnungen enthalten.


Bewerbung


Die Bewerbung ist Online unter https://sbservice.tu-chemnitz.de/onlbew
  
oder   mit Antrag auf Zulassung/Immatrikulation   möglich.
  
Weitere Informationen zur Immatrikulation: www.tu-chemnitz.de/verwaltung/studentenamt/abt12/imm.php



Beratungsmöglichkeiten

Fachstudienberatung

Technische Universität Chemnitz
Philosophische Fakultät
Institut für Europäische Geschichte
Christopher Degelmann B.A.
09107 Chemnitz

Sitz: Reichenhainer Str. 39, Zimmer: 313
Tel.: (0371) 531-982119
E-Mail: christopher.degelmann@phil.tu-chemnitz.de


Zentrale Studienberatung

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