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Diplomstudium Wirtschaftspädagogik

Immatrikulation nur in höhere Fachsemester!


In diesem Studiengang wird ein dem Studiengang Betriebswirtschaftslehre vergleichbares wirtschaftswissenschaftliches Studium um wirtschaftspädagogische, d. h. erziehungswissenschaftliche und fachdidaktische Inhalte erweitert.

Die interdisziplinäre Ausrichtung des Studienganges bringt die Anforderung mit sich, den Studierenden die Fähigkeit zu vermitteln, sowohl Probleme der beruflichen Lehrpraxis als auch der Wirtschaftspraxis unter Anwendung wissenschaftlicher Methoden zu lösen. Die verschiedenen beruflichen Perspektiven der Diplom-Handelslehrer bedingen, daß im Hinblick auf einen erfolgreichen Übergang von der Hochschule in die berufliche Praxis sowohl die Kompetenzen einer Lehrkraft im kaufmännischen Kontext als auch diejenigen einer Führungskraft erworben werden sollen.


Voraussetzung: in der Regel allgemeine Hochschulreife
Regelstudienzeit: 9 Semester
Abschluss: Diplom-Handelslehrer/in
Studienbeginn: in der Regel Wintersemester

Berufliche Möglichkeiten

Das Studium der Wirtschaftspädagogik eröffnet den Absolventen neben der wissenschaftlichen Laufbahn an Hochschulen zwei wesentliche Berufswege:

Zum einen kommen Lehrtätigkeiten in allen Bereichen der kaufmännischen beruflichen Bildung sowohl bei öffentlichen als auch privaten Bildungsträgern in Frage. Zur Zeit werden Diplom- Handelslehrer auch zum zweijährigen Vorbereitungsdienst (Referendariat) für Lehrer zugelassen, welches mit dem zweiten Staatsexamen abgeschlossen wird. Damit qualifizieren sich Diplom-Handelslehrer für das Lehramt an berufsbildenden Schulen, z. B. Berufsschulen, Berufsfachschulen und Wirtschaftsgymnasien. Des Weiteren sind Einsatzmöglichkeiten für Lehr- und Organisationstätigkeiten im Bildungsbereich von Unternehmen sowie in Bildungsabteilungen von öffentlichen Verwaltungen, Kammern, Verbänden usw. gegeben.

Der zweite Weg führt zu Tätigkeiten in kaufmännischen Berufen höheren Niveaus in Unternehmen der Privatwirtschaft, in öffentlichen Unternehmen sowie der öffentlichen Verwaltung, wobei Diplom-Handelslehrer insbesondere für das Personalmanagement prädestiniert sind, aber durch die breite wirtschaftswissenschaftliche Ausbildung in fast allen Bereichen als Führungskraft eingesetzt werden können.


Studienaufbau

Das Studium gliedert sich in ein dreisemestriges Grundstudium und ein sechssemestriges Hauptstudium.
Eine Besonderheit des Studienganges in Chemnitz ist die Möglichkeit, die Diplomvorprüfung bereits nach drei Semestern abzulegen. Der Vorteil für ambitionierte Studierende besteht darin, für das vertiefende, der wissenschaftlichen Ausbildung gewidmete Hauptstudium, sechs Semester zur Verfügung zu haben oder direkt im Anschluss an das Grundstudium ein Auslandssemester oder Auslandspraktikum zu absolvieren.

Studieninhalte des Grundstudiums sind neben den Propädeutika (Mathematik, Wirtschaftsinformatik, Rechnungswesen und Statistik) die Grundlagen der

  • Betriebswirtschaftslehre,
  • Volkswirtschaftslehre,
  • Rechtswissenschaften
  • Wirtschaftspädagogik.

Das Grundstudium wird mit der studienbegleitenden Diplomvorprüfung in den genannten Fächern abgeschlossen.


Im Hauptstudium sind die Lehrveranstaltungen in der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre und Allgemeinen Volkswirtschaftslehre für alle Studierenden verbindlich.

Pflichtveranstaltungen der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre sind:

  • Management von Informationsprozesse
  • Management von marktbezogenen Prozessen
  • Management sozialer Prozesse
  • Management von produktbezogenen Prozessen
  • Finanzmanagement
  • General Management
  • Wirtschaftsinformatik
  • Statistik-Methoden-Praktikum
  • Planspiel oder Organisatins-Entwicklungs-Laboratorien

Den Inhalt der volkswirtschaftlichen Pflichtausbildung bilden folgende Veranstaltungen:

  • Theorie der Wirtschaftspolitik
  • Finanzwissenschaft
  • Seminar Allgemeine Volkswirtschaftslehre
  • Wettbewerbswirtschaft
  • Internationale Wirtschaftsbeziehungen

Im Hauptstudium trifft der Studierende die Wahl für zwei wirtschaftswissenschaftliche Vertiefungsfächer:

1.) eine Spezielle Betriebswirtschaftslehre und
2.) eine weitere Spezielle Betriebswirtschaftslehre oder eine spezielle Volkswirtschaftslehre oder ein Pflichtwahlfach

Das Angebot der Speziellen Betriebswirtschaftslehren umfasst:

  • Steuerlehre und Wirtschaftsprüfung
  • Marketing und Handelsbetriebslehre
  • Rechnungswesen und Controlling
  • Finanzwirtschaft und Bankbetriebslehre
  • Organisation und Arbeitswissenschaft
  • Personalwesen und Führungslehre
  • Produktionswirtschaft und Industriebetriebslehre
  • Innovationsmanagement

Das Angebot der Speziellen Volkswirtschaftslehren umfasst:

  • Allokation und Gleichgewicht
  • Dogmengeschichte
  • Konjunktur und Wachstum
  • Internationale Wirtschaftsbeziehungen
  • Regional- und Strukturpolitik
  • Geld- und Finanzmarkttheorie
  • Theorie und Politik des öffentlichen Sektors
  • Umwelt- und Ressourcenökonomik
  • Industrieökonomik
  • Kapitaltheorie

Das Pflichtwahlfach kann aus folgenden Gebieten stammen:

  • Spezielle Volkswirtschaftslehre
  • Wirtschaftsinformatik
  • Wirtschaftsrecht
  • Ingenieurwissenschaft
  • Soziologie
  • Psychologie

Neben der Vertiefung der erziehungswissenschaftlichen Lehrinhalte findet im Hauptstudium die wirtschaftspädagogische Vertiefung statt. Schwerpunkte sind:

  • Wirtschaftsdidaktik
  • Neue Lehrmethoden
  • Aktuelle Entwicklungen der Wirtschaftspädagogik
  • Forschungsmethoden
  • Hauptseminar Wirtschaftspädagogik

Das Hauptstudium schließt mit der Diplomprüfung ab. Diese Prüfung besteht aus schriftlichen Klausuren, mündlichen Prüfungen, die je nach Prüfungsfach z. T. studienbegleitend und z. T. als Blockprüfung am Ende des Studiums erbracht werden. Darüber hinaus ist eine Diplomarbeit in einer Bearbeitungszeit von vier Monaten zu erstellen. Die Diplomarbeit kann wahlweise in einem betriebs- oder volkswirtschaftlichen Fach oder in Wirtschaftpädagogik geschrieben werden. Die wirtschaftspädagogischen Arbeiten beziehen sich meist auf aktuelle Themen wie z. B.: Die Modernisierung der Berufsbildung, Neue Lehrmethoden, Neue Berufe, Ökonomische Bildung, Lernfelder, Ethische Berufserziehung, Internationale Berufsbildung ect.

Praktika

Im Grundstudium wird ein Orientierungspraktikum von vier Wochen angeboten. Hier sollen die Studierenden erste Praxiserfahrungen in Bildungseinrichtungen sammeln und ihre pädagogische Eignung überprüfen.

Jeder Studierende muss im Hauptstudium ein mindestens vierwöchiges fachdidaktisches Praktikum mit Bezug zur Lehrpraxis in einer beruflichen Bildungseinrichtung absolvieren. Es kommen sowohl Bildungseinrichtungen öffentlicher Träger (zum Beispiel Berufsschule, Berufsfachschule oder Wirtschaftsgymnasium) als auch private Bildungsträger in Frage. Mit dem Lehrpraktikum wird primär das Ziel verfolgt, auf spätere Tätigkeiten im kaufmännischen Bildungswesen vorzubereiten. Zusätzlich wird angestrebt, die Entscheidung über die Wahl des Berufsweges zu erleichtern. In diesem Praktikum müssen mindestens 10 Stunden von den Studierenden selbst unter Anleitung unterrichtet werden.

Mit dem fachdidaktischen Lehrpraktikum soll eine wichtige Verbindung von theoretischen Studien und unmittelbarer Erfahrung in der Lehrpraxis hergestellt werden. Es sollen theoriegeleitete Fragestellungen an die Praxis herangetragen und in pädagogisches Handeln umgesetzt werden. Außerdem sollen die praktischen Erfahrungen analysiert werden, so dass sich erste theoretische Einsichten aus der Praxis heraus bilden. Außerdem sollen die Praktika auch dazu anregen, die eigene Einstellung zu einer Lehrtätigkeit zu überprüfen und die Studienmotivation festigen.

Voraussetzung zur Zulassung zur Hauptdiplomprüfung ist ein sechsmonatiges Betriebspraktikum in einem kaufmännischen Tätigkeitsfeld. Dieses Praktikum entfällt, wenn vor dem Studium bereits eine kaufmännische Lehre erfolgreich absolviert wurde.

Die Vermittlung von Praktikumsplätzen für die Lehrpraktika sowie die Festlegung der schulischen Mentoren übernimmt das Praktikumsamt der Philosophischen Fakultät in Zusammenarbeit mit den jeweiligen schulischen Aufsichtsbehörden.


Bewerbung


Die Bewerbung ist Online unter https://sbservice.tu-chemnitz.de/onlbew
  
oder   mit Antrag auf Zulassung/Immatrikulation   möglich.
  
Weitere Informationen zur Immatrikulation: www.tu-chemnitz.de/verwaltung/studentenamt/abt12/imm.php


Beratungsmöglichkeiten

Fachstudienberatung

Technische Universität Chemnitz
Philosophische Fakultät
Dipl.-Hdl. Kathrin Thieme
09107 Chemnitz

Sitz: Reichenhainer Str. 41, Zimmer 013
Tel.: (0371) 531-37332
E-Mail: kathrin.thieme@phil.tu-chemnitz.de


Zentrale Studienberatung

Technische Universität Chemnitz
Zentrale Studienberatung
09107 Chemnitz

Sitz: Straße der Nationen 62, Zimmer 046
Tel.: 0371 531 55555, -31637, -31690
Fax: 0371 531 12128
E-Mail: studienberatung@tu-chemnitz.de