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Diplomstudium Wirtschaftsingenieurwesen/Medientechnik

Immatrikulation nur in höhere Fachsemester!


Die Kommunikationstechnik, besonders die "printnahen" Medientechniken und Multimedia stellen einen bedeutenden Wachstumsmarkt dar. Die internationale Bedeutung dieses Industriezweiges hat in vielen Staaten zu einer gezielten Ausbildungsoffensive geführt. Auch in Deutschland wurde in den letzten Jahren viel Kapazität in die technische Ausbildung von Spezialisten der Medientechnik der verschiedensten Spezialisierungsrichtungen aufgebaut. Der Stand und das hohe Niveau der wirtschaftswissenschaftlichen Ausbildung hat durch die Kopplung an technische Disziplinen wie Maschinenbau, Elektrotechnik und Medientechnik noch an Praxiswirksamkeit und Effizienz gewonnen.

Studierende des Wirtschaftsingenieurwesens sollen durch das Studium die Fähigkeit erwerben, betriebswirtschaftliche und ingenieurwissenschaftliche Probleme zu erkennen und sachgerecht darzustellen, sie mit wissenschaftlichen Methoden zu analysieren sowie selbständige Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten.
Darüber hinaus sollen Studierende auch befähigt werden, fachübergreifende Probleme zu erkennen und mögliche Beiträge zur Lösung solcher Probleme zu entwickeln.

Studierende des Wirtschaftsingenieurwesens sollen in die Lage versetzt werden,

  • komplexe betriebswirtschaftliche und damit verbundene technische Entscheidungen zu analysieren und Wege zu tragfähigen Lösungen aufzuzeigen,
  • die Interdependenzen zwischen betriebswirtschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen Entscheidungen, Personen und Organisationen bei der theoretischen Analyse zu erkennen und bei der praktischen Lösung zu berücksichtigen,
  • speziell ingenieurwissenschaftliche und betriebswirtschaftliche Probleme und Lösungsansätze auf andere Bereiche zu übertragen,
  • den Beitrag des Wirtschaftsingenieurwesens bei interdisziplinären Aufgaben- und Problemstellungen treffsicher einzuschätzen und umzusetzen,
  • die wirtschaftsingenieurwissenschaftlichen Konsequenzen von Veränderungen im technologischen, wirtschaftspolitischen, juristischen und gesellschaftlichen Umfeld zu erkennen, darzustellen und zu beurteilen.


Voraussetzung: in der Regel allgemeine Hochschulreife
Regelstudienzeit: 10 Semester
Abschluss: Diplom-Wirtschaftsingenieur/in (Dipl.-Wirtsch.Ing.)
Studienbeginn: in der Regel Wintersemester

Berufliche Möglichkeiten

Das Tätigkeitsfeld des Wirtschaftsingenieurs erstreckt sich insbesondere auf die Verbindung ingenieurwissenschaftlicher und betriebswirtschaftlicher Aufgaben. Gerade in kleinen und mittleren Betrieben mit geringer Spezialisierung, aber hohem Bedarf an Flexibilität und Innovationsfähigkeit ist zunehmend eine Integration von wirtschafts- und ingenieurwissenschaftlichen Wissen und Fähigkeiten und von generalistischen Kompetenzen zur ganzheitlichen Leitung sozio-technischer Systeme gefragt.

Daneben ergeben sich Tätigkeitsfelder mit Schwerpunkt im technischen oder kaufmännischen Bereich, bei denen jedoch immer ein ausgeprägtes Verständnis für die jeweils andere Seite die Voraussetzung für eine erfolgreiche Kooperation bildet.

Absolventen dieser Studienrichtung besitzen sehr gute Chancen auf dem deutschen und europäischen Arbeitsmarkt, in verschiedenen Medienunternehmen, Verlagen, in der Kommunikationsindustrie, im Medienhandel und Service.

Die besonders technologiegetrieben Medienentwicklung erfordert bei vielen neuen Mediengeschäften ein adäquates technisches Verständnis auch für kaufmännische Fragen, insbesondere:

  • Fähigkeiten zur fachübergreifenden Kommunikation zwischen Technik- und Softwareentwicklern, Betreibern von Medientechnik, Produktionsorganisation, Beschaffung und Rechnungswesen sowie der verschiedenen juristischen Sparten,
  • Befähigung zur Leitung bzw. Mitarbeit in den verschiedensten auch internationalen Projektteams Nationale und internationale Einsatzmöglichkeiten bestehen beispielsweise im:
  • Bereich Planung, Projektierung und Entwicklung von Medienprodukten,
  • Bereich Vermarktung und Service von Medienprodukten,
  • Bereich Fertigungskoordinierung, betriebliche Organisation, Produktionsdatenmanagement und in Betrieben der Entwicklung von Medientechnologien,
  • kaufmännischen Bereich aller mit Kommunikationstechnik bzw. Informationstechnik befassten industriellen und gewerblichen Betriebe,
  • öffentlichen Dienst, bei Verbänden und Lehr-, Fortbildungs- und Forschungseinrichtungen


Studienaufbau

Das Studium besteht aus einem viersemestrigen Grund- und einem sechssemestrigen Hauptstudium.

Grundstudium

Es dient der Vermittlung inhaltlicher und methodischer Grundlagen auf

  • wirtschaftswissenschaftlichem,
  • technischem und
  • mathematisch-naturwissenschaftlichem Gebiet.

Im Einzelnen werden zu den genannten Schwerpunkten folgende Veranstaltungen angeboten:

1. Wirtschaftswissenschaften:
Der Studierende wird mit grundlegenden betriebs- und volkswirtschaftlichen Begriffen und Methoden vertraut gemacht. Dazu dient die Vorlesung

  • Einführung in die Wirtschaftswissenschaften.

Er beschäftigt sich mit grundlegenden Abläufen im Unternehmen aus der Sicht der Güterproduktion, des Marketings, der Finanzierung und Bilanzierung sowie des betrieblichen Rechnungswesens. Dazu gehören die Vorlesungen und Übungen:

  • Betriebswirtschaftslehre (Produktionswirtschaft, Marketing, Bilanzen, Finanzen)
  • Buchführung
  • Kosten- und Leistungsrechnung

Die Grundbegriffe und wissenschaftlichen Methoden und Techniken der

  • Volkswirtschaftslehre (VWL)
vermitteln die Vorlesungen und Übungen zur Mikroökonomie.

Die Ausbildung zum Recht (Bürgerliches Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht) und zu Verhaltenswissenschaftlichen Grundlagen ergänzen diese Schwerpunkte aus der Sicht gesetzlicher und sozialer Normen für das Handeln von und in Unternehmen.

2. Technische Grundlagen:
Der Studierende soll mit wesentlichen Fragestellungen des Maschinenbaus sowie der Elektrotechnik/Informationstechnik und natürlich der Medientechnik in Berührung kommen, um eine seinen Fähigkeiten und Neigungen entsprechende ingenieurwissenschaftliche Vertiefung im Hauptstudium wählen zu können. Darüber hinaus soll er ein hohes Maß an technischer und technologischer Allgemeinbildung erlangen, um frühzeitig die ökonomisch-technischen Zusammenhänge erkennen zu können.

Die Lehrinhalte sind so gestaltet, dass die Studierenden ein ausreichendes theoretisches und praktisches Wissen erhalten und darauf aufbauend die Herausbildung methodischer Fähigkeiten ebenso erreicht wird, wie die Fähigkeit zur Darstellung und Lösung komplexer ökonomisch-technischer Problemstellungen. Dazu werden Vorlesungen wie Einführung in die Technische Mechanik, Einführung in die Konstruktionslehre, Elektrotechnik und Elektronik, Grundlagen der Werkstofftechnik, Grundlagen der Medientechnik, Fertigungstechnik und Fabriksysteme angeboten.

3. Mathematik und Naturwissenschaften:
Für das Verständnis der wissenschaftlichen Betrachtungsweise der technischen und wirtschaftswissenschaftlichen Untersuchungsgegenstände im Verlaufe des Studiums und als Grundlage selbständigen wissenschaftlichen Arbeitens, insbesondere beim Anfertigen von Projekt-, Seminar- und Diplomarbeiten, sind Kenntnisse in den Fächern Mathematik, Statistik, Physik und Grundlagen der Informatik erforderlich, die über den Rahmen der Abiturkenntnisse hinausgehen. Der hier vermittelte Stoff soll den Studienenden dazu befähigen, die Lösung technischer und wirtschaftsbezogener Entscheidungsprobleme mit Hilfe mathematischer Methoden sowie empirischer Untersuchungen unter Einsatz moderner Computertechnik zu vollziehen.

Das Grundstudium wird mit dem Vordiplom abgeschlossen.

Hauptstudium

Im Hauptstudium sind Lehrveranstaltungen in wirtschafts-, rechtswissenschaftlichen und technischen Pflichtfächer verbindlich, zum Beispiel:

  • Operations Research
  • Makroökonomie Wirtschaftsinformatik
  • Öffentliches Recht
  • Gewerblicher Rechtsschutz/Patentrecht
  • Elektrische Messtechnik
  • Systemtheorie
  • Ausgabesysteme der Print- und Medientechnik
  • Grafische Bildverarbeitung und Vorstufensysteme
  • Datenbanken und Information Retrieval
  • Maschinen und Verfahren der Druckereitechnik
  • Mediensysteme und Multimediatechnik.

Des weiteren stellen die Studierenden im Rahmen der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehren und der Allgemeinen Volkswirtschaftslehren aus einem umfangreichen Angebot von Lehrveranstaltungen individuelle Kurse im Umfang von 10 SWS zusammen. Eine Semesterwochenstunde entspricht einer Veranstaltung von 45 Minuten pro Woche während der Vorlesungszeit eines Semesters. Dazu gehören u.a.:

  • General Management - Theorien und Konzepte
  • Management von marktbezogenen Prozessen
  • Management von produktbezogenen Prozessen
  • Management von Informationsprozessen
  • Management von sozialen Prozessen
  • Finanzmanagement
  • Geld und Kredit
  • Finanzwissenschaft
  • Wettbewerbspolitik
  • Internationale Wirtschaftsbeziehungen
  • Wirtschaftspolitik

Im Rahmen der betriebswirtschaftlichen und der ingenieurwissenschaftlichen Vertiefungen (je 11 SWS) können folgende Vertiefungen gewählt werden:

Wirtschaftswissenschaftliche Vertiefungen

  • Marketing und Handelsbetriebslehre
  • Unternehmensrechnung und Controlling
  • Finanzwirtschaft und Bankbetriebslehre
  • Organisations- und Arbeitswissenschaft
  • Personal- und Führungslehre
  • Innovationsmanagement
  • Produktionswirtschaft und Industriebetriebslehre
  • Betriebswirtschaftl. Steuerlehre und Wirtschaftsprüfung
  • Ausgewählte Vorlesungen der Volkswirtschaftslehre

Ingenieurwissenschaftliche Vertiefungen

  • Logistik und Projektmanagement
  • Automatisierungs- / Informationstechnik
  • Produktgestaltung

Das Studium schließt mit der Anfertigung einer Diplomarbeit im zehnten Semester ab. Die Dauer für die Anfertigung der Diplomarbeit ist auf vier Monate begrenzt. Angestrebt wird eine interdisziplinäre Diplomarbeit, die von Hochschullehrern aus beiden an der Ausbildung beteiligten Fakultäten betreut wird.

Die Diplomprüfung besteht aus sechs Fachprüfungen in Pflichtfächern und zwei Fachprüfungen in den gewählten Vertiefungsrichtungen, der technischen Projektarbeit sowie der Diplomarbeit.

Praktikum

Im Grundstudium ist ein technisches Praktikum in Umfang von vier Wochen nachzuweisen. Zweckmäßig ist es, dieses bereits vor Beginn des Studiums zu absolvieren oder die vorlesungsfreie Zeit dafür zu nutzen. In jedem Fall sollte das Praktikum einen thematischen Bezug zum vertieften Studium der Medientechnik haben.

Im Hauptstudium ist ein Fachpraktikum von 20 Wochen in maximal drei Teilabschnitten durchzuführen. Es wird empfohlen, dafür die Semesterpausen zu nutzen. Im Fachpraktikum soll möglichst eine übergreifende technische und wirtschaftliche Aufgabe bearbeitet werden. Zumindest sind je sechs Wochen mit wirtschaftlichen bzw. technischen Aufgaben zu sichern. Es ist möglich, das Fachpraktikum im Ausland durchzuführen.


Bewerbung


Die Bewerbung ist Online unter https://sbservice.tu-chemnitz.de/onlbew
  
oder   mit Antrag auf Zulassung/Immatrikulation   möglich.
  
Weitere Informationen zur Immatrikulation: www.tu-chemnitz.de/verwaltung/studentenamt/abt12/imm.php


Beratungsmöglichkeiten

Fachstudienberatung

Technische Universität Chemnitz
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Prof. Dr. Joachim Käschel
09107 Chemnitz

Sitz: Thüringer Weg 7, Zimmer 204
Tel.: (0371) 531-34244
E-Mail: j.kaeschel@wirtschaft.tu-chemnitz.de


Fakultät für Maschinenbau
Institut für Print- und Medientechnik
Prof. Dr. Arved Hübler
091017 Chemnitz

Sitz: Reichenhainer Str. 70, Zimmer D 133
Tel.: (0371) 531-23610
E-Mail:pmhuebler@mb.tu-chemnitz.de


Zentrale Studienberatung

Technische Universität Chemnitz
Zentrale Studienberatung
09107 Chemnitz

Sitz: Straße der Nationen 62, Zimmer 046
Tel.: 0371 531 55555, -31637, -31690
Fax: 0371 531 12128
E-Mail: studienberatung@tu-chemnitz.de