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Diplomstudium Wirtschaftsingenieurwesen/Elektrotechnik

Immatrikulation nur in höhere Fachsemester!


Mit dem Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen trägt die Universität den Anforderungen insbesondere kleiner und mittlerer Unternehmen Rechnung, die sowohl solide betriebswirtschaftliche Kenntnisse für im technischen Bereich eingesetzte Absolventen als auch ein solides technisches Grundwissen für im ökonomischen Bereich eingesetzte Absolventen fordern. Gerade in solchen Unternehmen ist der Einsatz hochspezialisierter Techniker im Produktionsprozess und ebenso spezialisierter Kaufleute in der Unternehmensführung oft nicht wirtschaftlich, vielmehr ist es erforderlich, dass Entscheidungsträger die Konsequenzen ihrer Entscheidungen sowohl im wirtschaftlichen als auch im technischen Bereich korrekt abschätzen können.

Studierende des Wirtschaftsingenieurwesens sollen durch das Studium die Fähigkeit erwerben, betriebswirtschaftliche und ingenieurwissenschaftliche Probleme zu erkennen und sachgerecht darzustellen, sie mit wissenschaftlichen Methoden zu analysieren sowie selbständige Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten.

Darüber hinaus sollen Studierende auch befähigt werden, fachübergreifende Probleme zu erkennen und mögliche Beiträge zur Lösung solcher Probleme zu entwickeln.

Studierende des Wirtschaftsingenieurwesens sollen in die Lage versetzt werden,

  • komplexe betriebswirtschaftliche und damit verbundene technische Entscheidungen zu analysieren und Wege zu tragfähigen Lösungen aufzuzeigen,
  • die Interdependenzen zwischen betriebswirtschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen Entscheidungen, Personen und Organisationen bei der theoretischen Analyse zu erkennen und bei der praktischen Lösung zu berücksichtigen,
  • speziell ingenieurwissenschaftliche und betriebswirtschaftliche Probleme und Lösungsansätze auf andere Bereiche zu übertragen,
  • den Beitrag des Wirtschaftsingenieurwesens bei interdisziplinären Aufgaben- und Problemstellungen treffsicher einzuschätzen und umzusetzen,
  • die wirtschaftsingenieurwissenschaftlichen Konsequenzen von Veränderungen im marktlichen, technologischen, wirtschaftspolitischen, juristischen und gesellschaftlichen Umfeld zu erkennen, darzustellen und zu beurteilen.


Voraussetzung: in der Regel allgemeine Hochschulreife
Regelstudienzeit: 10 Semester
Abschluss: Diplom-Wirtschaftsingenieur/in (Dipl.-Wirtsch.Ing.)
Studienbeginn: in der Regel Wintersemester

Berufliche Möglichkeiten

Für Diplom-Wirtschaftsingenieure bietet sich ein breit gefächertes Tätigkeitsfeld in sich überschneidenden technischen, kaufmännischen und sozialen Aufgabenbereichen an. Ihr Einsatz ist in kleineren und mittleren Unternehmen bis hin zu Großunternehmen im industriellen und Dienstleistungssektor möglich. Sie haben darüber hinaus gute Chancen auf eine Anstellung im Bereich des Handels, in Banken, in Beratungsunternehmen und im öffentlichen Dienst. Einsatzbereiche sind zum Beispiel:

  • Positionen in der Leitung von Produktions- und Dienstleistungsunternehmen
  • die strategische Planung vor allem in Produktionsunternehmen
  • der Vertrieb auf Grundlage von Kenntnissen über die Produkte und ihr Marketing
  • die Materialplanung und -beschaffung einschließlich Beschaffungsmarketing
  • das Kostenmanagement, z.B. in Forschung und Entwicklung
  • das Management von Logistik- und Produktionsprozessen
  • das Projektmanagement im Rahmen einer Produkt- oder Unternehmensentwicklung bzw. einer Verwaltungsrationalisierung
  • die öffentliche Verwaltung im Rahmen von Ausschreibungen, Auftragsvergabe und Kontrolle von Vorhaben zur Entwicklung von Städten und Regionen


Studienaufbau

Das Studium besteht aus einem viersemestrigen Grund- und einem sechssemestrigen Hauptstudium.

Grundstudium

Es dient der Vermittlung inhaltlicher und methodischer Grundlagen auf

  • wirtschaftswissenschaftlichem,
  • technischem und
  • mathematisch-naturwissenschaftlichem Gebiet.

Dazu werden folgende Veranstaltungen angeboten:

1. Wirtschaftswissenschaften:
Der Studierende wird mit grundlegenden betriebs- und volkswirtschaftlichen Begriffen und Methoden vertraut gemacht. Dazu dient die Vorlesung

  • Einführung in die Wirtschaftswissenschaften.

Er beschäftigt sich mit grundlegenden Abläufen im Unternehmen aus der Sicht der Güterproduktion, des Marketings, der Finanzierung und Bilanzierung sowie des betrieblichen Rechnungswesens. Dazu gehören die Vorlesungen und Übungen

  • Betriebswirtschaftslehre (Produktionswirtschaft, Marketing, Bilanzen, Finanzen)
  • Rechnungswesen (Buchführung, Kosten- und Leistungsrechnung).

Die Grundbegriffe und wissenschaftlichen Methoden und Techniken der

  • Volkswirtschaftslehre (VWL)
vermitteln die Vorlesungen und Übungen zur Mikroökonomie.

Die Ausbildung in Rechtswissenschaften (Bürgerliches Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht) und zu Verhaltenswissenschaftlichen Grundlagen ergänzen diese Schwerpunkte aus der Sicht gesetzlicher und sozialer Normen für das Handeln von und in Unternehmen.

2. Technische Grundlagen:
Der Studierende soll mit wesentlichen Fragestellungen des Maschinenbaus sowie der Elektrotechnik/Informationstechnik in Berührung kommen, um eine seinen Fähigkeiten und Neigungen entsprechende ingenieurwissenschaftliche Vertiefung im Hauptstudium wählen zu können. Darüber hinaus soll er ein hohes Maß an technischer und technologischer Allgemeinbildung erlangen, um frühzeitig die ökonomisch-technischen Zusammenhänge erkennen zu können.

Die Lehrinhalte sind so gestaltet, dass die Studierenden ein ausreichendes theoretisches und praktisches Wissen erhalten und darauf aufbauend die Herausbildung methodischer Fähigkeiten ebenso erreicht wird, wie die Fähigkeit zur Darstellung und Lösung komplexer ökonomisch-technischer Problemstellungen. Dazu werden Vorlesungen wie Elektrotechnik, Konstruktion und Fertigungstechnik, Messtechnik, Elektrische Energietechnik, Systemtheorie, Mikroelektronik und Nachrichtentechnik angeboten.

3. Mathematik und Naturwissenschaften:
Für das Verständnis der wissenschaftlichen Betrachtungsweise der technischen und wirtschaftswissenschaftlichen Untersuchungsgegenstände im Verlaufe des Studiums und als Grundlage selbständigen wissenschaftlichen Arbeitens, insbesondere beim Anfertigen von Projekt-, Seminar- und Diplomarbeiten, sind Kenntnisse in den Fächern Mathematik, Statistik, Physik und Grundzüge der Wirtschaftsinformatik erforderlich, die über den Rahmen der Abiturkenntnisse hinausgehen. Der hier vermittelte Stoff soll den Studienenden dazu befähigen, die Lösung technischer und wirtschaftsbezogener Entscheidungsprobleme mit Hilfe mathematischer Methoden sowie empirischer Untersuchungen unter Einsatz moderner Computertechnik zu vollziehen.

Das Grundstudium wird mit dem Vordiplom abgeschlossen.

Hauptstudium

Im Hauptstudium sind Lehrveranstaltungen in wirtschafts-, rechtswissenschaftlichen und technischen Pflichtfächern verbindlich, zum Beispiel:

  • Operations Research
  • Makroökonomie
  • Datenmodellierung/Datenbanken
  • Modellierung betrieblicher Informationsprozesse
  • Öffentliches Recht
  • Gewerblicher Rechtsschutz/Patentrecht
  • Prüf- und Messwesen
  • Fertigungsprozessgestaltung
  • Mikroelektronik
  • Werkstoffe der Elektrotechnik/Elektronik
  • für den Studienschwerpunkt Elektrische Energietechnik:
  • Grundlagen elektrischer Maschinen
  • Energieelektronik
  • Elektrische Antriebe
  • Energie und Hochspannungstechnik
  • Solare Energietechnik
  • für den Studienschwerpunkt Automatisierungs- und Informationstechnik:
  • Nachrichtentechnik
  • Applikationen der Mikroelektronik
  • Industrielle Steuerungstechnik
  • Rechnertechnik
  • Mikrosystemtechnik.

Des weiteren stellen die Studierenden im Rahmen der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehren und der Allgemeinen Volkswirtschaftslehren aus einem umfangreichen Angebot von Lehrveranstaltungen individuelle Kurse im Umfang von 10 Semesterwochenstunden (SWS: Entspricht einer Lehrveranstaltung von 45 Minuten pro Woche während der Vorlesungszeit eines Semesters.) zusammen. Dazu gehören u.a.:

  • General Management - Theorien und Konzepte
  • Management von marktbezogenen Prozessen
  • Management von produktbezogenen Prozessen
  • Management von Informationsprozessen
  • Management von sozialen Prozessen
  • Finanzmanagement
  • Geld und Kredit
  • Finanzwissenschaft
  • Wettbewerbspolitik
  • Internationale Wirtschaftsbeziehungen
  • Wirtschaftspolitik

Im Rahmen der wirtschaft- und ingenieurwissenschaftlichen Vertiefungen können folgende Vertiefungsrichtungen gewählt werden:

Wirtschaftswissenschaftliche Vertiefung
(es ist ein Vorlesungskomplex im Umfang von 11 SWS zu wählen)

  • Marketing und Handelsbetriebslehre
  • Rechnungswesen und Controlling
  • Finanzwirtschaft und Bankbetriebslehre
  • Organisations- und Arbeitswissenschaft
  • Personalwirtschaft und Führungslehre
  • Innovationsmanagement
  • Produktionswirtschaft und Industriebetriebslehre
  • Ausgewählte Kapitel der Volkswirtschaftslehre

Ingenieurwissenschaftliche Vertiefung
(es sind Vorlesungen im Umfang von 11 SWS aus maximal zwei der Vertiefungen zu wählen)

  • Automatisierungs-/Informationstechnik
  • Mikroelektronik/Informationstechnik
  • Mikrosystem- und Gerätetechnik
  • Elektrische Energietechnik
  • Produktionstechnik

Das Studium schließt mit der Anfertigung einer Diplomarbeit im zehnten Semester ab. Die Dauer für die Anfertigung der Diplomarbeit ist auf vier Monate begrenzt. Angestrebt wird eine interdisziplinäre Diplomarbeit, die von Hochschullehrern aus beiden an der Ausbildung beteiligten Fakultäten betreut wird.

Die Diplomprüfung besteht aus sechs Fachprüfungen in Pflichtfächern und zwei Fachprüfungen in den gewählten Vertiefungsrichtungen, der technischen Projektarbeit sowie der Diplomarbeit.

Praktikum

Im Grundstudium ist ein technisches Praktikum in Umfang von vier Wochen nachzuweisen. Zweckmäßig ist es, dieses bereits vor Beginn des Studiums zu absolvieren oder die vorlesungsfreie Zeit dafür zu nutzen. In jedem Fall sollte das Praktikum einen thematischen Bezug zum vertieften Studium der Elektrotechnik haben.

Im Hauptstudium ist ein Fachpraktikum von 20 Wochen in maximal drei Teilabschnitten durchzuführen. Es wird empfohlen, dafür die Semesterpausen zu nutzen. Im Fachpraktikum soll möglichst eine übergreifende technische und wirtschaftliche Aufgabe bearbeitet werden. Zumindest sind je sechs Wochen mit wirtschaftlichen bzw. technischen Aufgaben zu sichern. Es ist möglich, das Fachpraktikum im Ausland durchzuführen.


Bewerbung


Die Bewerbung ist Online unter https://sbservice.tu-chemnitz.de/onlbew
  
oder   mit Antrag auf Zulassung/Immatrikulation   möglich.
  
Weitere Informationen zur Immatrikulation: www.tu-chemnitz.de/verwaltung/studentenamt/abt12/imm.php


Beratungsmöglichkeiten

Fachstudienberatung

Technische Universität Chemnitz
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Prof. Dr. Joachim Käschel
09107 Chemnitz

Sitz: Thüringer Weg 7, Zimmer 204
Tel.: (0371) 531-34244
E-Mail: j.kaeschel@wirtschaft.tu-chemnitz.de


Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
Dr. Jürgen Bräuer
09107 Chemnitz

Sitz: Reichenhainer Str. 70, Zimmer W 114
Tel.: (0371) 531-35093
E-Mail: juergen.braeuer@etit.tu-chemnitz.de


Zentrale Studienberatung

Technische Universität Chemnitz
Zentrale Studienberatung
09107 Chemnitz

Sitz: Straße der Nationen 62, Zimmer 046
Tel.: 0371 531 55555, -31637, -31690
Fax: 0371 531 12128
E-Mail: studienberatung@tu-chemnitz.de