Studieren in Chemnitz. Wissen, was gut ist.






Diplomstudium Psychologie

Immatrikulation nur in höhere Fachsemester!


Der Studierende soll im Verlauf des Studiums Kenntnisse, Fertigkeiten und Erfahrungen erwerben, die ihn zur Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit als Diplom-Psychologe/Diplom-Psychologin befähigen. Zu dieser Tätigkeit gehören sowohl diagnostische, beratende und psychotherapeutische Aufgaben in Wirtschaft, Industrie und Verwaltung, in Bildung und Ausbildung, im Gesundheits- und Sozialwesen als auch psychologische Forschung und Lehre. Selbstständige psychotherapeutische Tätigkeit setzt über das Diplomstudium hinaus eine zusätzliche psychotherapeutische Ausbildung voraus.


Voraussetzung: in der Regel allgemeine Hochschulreife
Regelstudienzeit: 9 Semester
Abschluss: Diplom-Psychologe/Psychologin (Dipl.-Psych.)
Studienbeginn: Wintersemester


Studienaufbau

Die Lehrgebiete des Diplomstudienganges Psychologie sind in Module aufgegliedert. Jedes Modul ist eine in sich abgeschlossene Lehreinheit mit definierten Zielen, Inhalten sowie Lehr- und Lernformen wie Vorlesungen, Übungen, Seminare, Praktika, Exkursionen, Kolloquien oder Projekt- und Gruppenarbeit. Ein Modul kann Inhalte bis zu 3 Semestern umfassen. Die Inhalte der einzelnen Module werden regelmäßig aktualisiert. Das Institut für Psychologie der TU Chemnitz erarbeitet zu jedem Semester einen Modulkatalog sowie ein kommentiertes Vorlesungsverzeichnis mit einer inhaltlichen und organisatorischen Beschreibung der Module und die Voraussetzungen für die Teilnahme.

Die Module unterscheiden sich in Basismodule, die für alle Studierenden verbindlich sind, Module aus den Schwerpunkten und die Module der Wahlpflichtteile.

Der Inhalt der Module wird in Leistungspunkten (LP) angegeben. Ein LP entspricht 30 Stunden Arbeitsaufwand. Dazu gehören auch die Vor- und Nachbereitung des Lehrstoffes sowie Prüfungen. Zur Kontrolle und Vertiefung des Selbststudiums sollten Referate, Klausuren oder begleitende Arbeitsgruppen (Tutorien) genutzt werden. Der Besuch von Lehrveranstaltungen aus Nachbardisziplinen wie Mathematik, Informatik, Philosophie, Linguistik, Soziologie, Wirtschafts - oder Ingenieurwissenschaften fördert das Verständnis für die Psychologie.

Das Studium gliedert sich in das 4-semestrige Grundstudium und das 5-semestrige Hauptstudium.


Grundstudium

Im Grundstudium werden die Studierenden im Rahmen des Basispraktikums an die verschiedenen Recherchemöglichkeiten wie z.B. Rechnerpools, Bibliotheken, Online-Datenbanken herangeführt. Sie erhalten Einblicke in die Praxis berufstätiger Psychologen und erlangen die fachlichen Voraussetzungen zur Planung, Durchführung und Auswertung von Experimenten sowie die Darstellung von experimentellen Ergebnissen. In Rollenspielen kann die Fähigkeit zur Führung von Gesprächen, Vorträgen und Referaten sowie Präsentationstechniken erprobt und geübt werden. Wichtige Grundlagen für ein erfolgreiches Studium der Psychologie sind der Erwerb guter mathematischer Grundlagenkenntnisse in Differential- und Infinitesimalrechnung sowie Datenverarbeitung.

Der Nachweis über die erfolgreiche Absolvierung von Studienleistungen auf diesen Gebieten erfolgt durch unbenotete Scheine in den Modulen Basispraktikum, Berufsfelderkundung, Experimentalpsychologisches Praktikum, Gesprächsführung/Präsentationstechniken und Mathematik/EDV.

Prüfungsleistungen in Form von Seminarleistungen (wie z.B. Referate), Klausuren oder mündliche Prüfungen sind in den Fachgebieten:

  • Allgemeine Psychologie (Kognition, Motivation und Emotion)
  • Biologische Psychologie
  • Entwicklungspsychologie
  • Persönlichkeitspsychologie
  • Sozialpsychologie
  • Allgemeine Methoden der Psychologie und Grundlagen der Diagnostik
studienbegleitend zu erbringen.

Das Grundstudium schließt mit der Diplom-Zwischenprüfung ab.


Hauptstudium

Der erste Studienabschnitt des Hauptstudiums umfasst das 5. und 6. Semester. Hier werden die bereits erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten vertieft und erweitert.

Die Studierenden erhalten einen Einblick in die Praxis berufstätiger Psychologen. Sie erhalten Kenntnisse von den Inhalten, Theorien, Methoden, Ergebnissen und Problemen der Arbeits- und Ingenieurpsychologie sowie Organisationspsychologie und erhalten eine Übersicht über aktuelle Entwicklungen und Schwerpunkte in der Pädagogischen Psychologie. Vorlesungen zur klinischen Psychologie vermitteln Basiswissen z.B. zur Epidemiologie, Diagnostik, Ätiologie, und der Behandlung psychischer Störungen wie Schizophrenie. Weiterhin werden die Inhalte der Methodenlehre des Grundstudiums ergänzt. Dazu gehören etwa die Datenerhebung, Fragebögen, Signifikanztests, Effektgrößen und Metaanalyse sowie multivariate Verfahren. In der Angewandten Diagnostik lernen die Studierenden exemplarisch diagnostische Verfahren kennen, diese kritisch zu beurteilen, sie durchzuführen, auszuwerten sowie zu interpretieren und in der Evaluationsforschung befassen sie sich mit deren Besonderheiten, Standards und Kriterien.

Kenntnisse über den Rahmen der Psychologie hinaus erhalten die Studierenden durch die Wahl eines nichtpsychologischen Wahlpflichtfaches aus den Ingenieur-, Wirtschafts-, Natur-, oder Geistes- und Sozialwissenschaften. Zzt. sind Angewandte Informatik, Arbeitswissenschaft, Konstruktions- und Fertigungstechnik und Betriebswirtschaftslehre wählbar.

Außerdem fällt in diesen Studienabschnitt die Durchführung eines Forschungsprojektes (eigenständig oder im Rahmen laufender Forschungsprojekte des Institutes für Psychologie).

Der zweite Studienabschnitt des Hauptstudiums umfasst das 7. bis 9. Semester.
Es werden die Vertiefungen

1. Arbeits- und Organisationspsychologie sowie
2. Prävention und Psychotherapie

angeboten.

Es können entweder beide Vertiefungsfächer oder das Fach Arbeits- und Organisationspsychologie doppelt vertieft studiert werden. Die Wahl der Module richtet sich dann danach, welche Variante gewählt wird.

 

Arbeits- und Organisationspsychologie

Dazu gehören folgende Module:

  • Ingenieurpsychologie: Ergonomie und Design
    Mensch-Maschine-Systeme, Arbeitsmittelgestaltung, Arbeitsumgebungsgestaltung
  • Organisations- und Wirtschaftspsychologie
    Mitarbeiterführung, -motivation und -zufriedenheit, Management von Arbeitsgruppen, Ideenmanagement, Gesundheit und Arbeitsschutz, Internationaler Personaleinsatz, Mitarbeitergespräche
  • Angewandte Kognitionswissenschaft
    Grundlagen der Kognitionswissenschaft (z.B. Gedächtnis, Problemlösen, Sprache), Methoden (z.B. Kognitive Modellierung), ausgewählte Anwendungsfelder (z.B. Verkehrspsychologie, Tutor-Systeme, Expertise und Kompetenzentwicklung)
  • Informationsdesign und Dialoggestaltung
    Grundlagen (z.B. Wahrnehmungspsychologie, Informationsverarbeitung), Anwendungsgebiete (z.B. Medien, Mensch-Computer-Interaktion, Textgestaltung, Software-Ergonomie)
  • Wirtschaftspsychologische Arbeitsfelder
    Modelle und Theorien der Wirtschaftspsychologie, Marktanalysen, Konsumentenpsychologie, angewandte Entscheidungsforschung, psychologische Aspekte von Dienstleistungen
  • Personalauswahl und Personalentwicklung
    konstruktorientierte, simulationsorientierte und biographieorientierte Verfahren der Personalauswahl, wissensorientierte Verfahren der Personalentwicklung, Verhaltenstraining, Theorie und Modelle der Berufswahl, organisationale Sozialisation, Commitment und Fluktuation, Karriereentwicklung, Innovation und Kreativität, Wissensmanagement

Prävention und Psychotherapie

Dazu gehören folgende Module:

  • Prävention/Psychotherapie
    psychologische und methodische Grundlagen der Präventionsforschung, Darstellung individuum- und umweltbezogener Maßnahmen zur Förderung und Erhaltung der Gesundheit, Darstellung von Maßnahmen zur Vorbeugung der Entstehung von Krankheiten (insbesondere psychischen Störungen) bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, Forschungsmethoden der Klinischen Psychologie, Vorstellung ausgewählter psychologischer Interventionen zur Behandlung psychischer Störungen, Indikationsstellung psychotherapeutischer Verfahren, methodisches Vorgehen bei der Evaluation der Effektivität der Interventionen, fallbezogene Integration von Störungs- und Behandlungswissen
  • Psychotherapie
    Vorstellung und praktische Erprobung ausgewählter psychologischer Interventionen zur Behandlung psychischer Störungen bei Kindern, Jugendlichen und/oder Erwachsenen, praktische Erprobung von Gesprächsführungs- und Interventionsmethoden
  • Forschungsmethoden der Klinischen Psychologie
    Epidemiologie, Veränderungsmessung, Evaluation von Therapiestudien, Experimentelle Ansätze in der Psychopathologieforschung, Design und Auswertung von Einzelfallstudien, evidenzbasierte Medizin (EBM), Fragebogenentwicklung und -auswertung, Manuskripterstellung
  • Prävention, Gesundheit und Persönlichkeit
    Beschäftigung mit theoretischen und empirischen Ansätzen zu Bedingungen von Gesundheit und Wohlbefinden bei Individuen sowie mit Maßnahmen zu deren Förderung und Erhaltung, Vermittlung vertiefter Kenntnisse im Bereich der Prävention und Intervention bezüglich abweichender Entwicklungsverläufe

Praktika

Praktika sollen praktische Erfahrungen zur theoriegeleiteten Datensammlung und zur wissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung vermitteln. Im Grundstudium sind Aufgaben wie Verhaltensbeobachtung und die Planung, Durchführung, Auswertung und Kurzdarstellung psychologischer Experimente unter Anleitung zu bearbeiten. Im Hauptstudium stehen Verfahren der Gesprächsführung, der Intervention und Diagnostik einschließlich der Gutachtenerstellung im Vordergrund. Bis zur Diplomprüfung ist ein insgesamt mindestens 3-monatiges Berufspraktikum zu absolvieren.


Exkursion

Das Studium Psychologie beinhaltet die Teilnahme der Studierenden an Exkursionen im Umfang von mindestens drei Tagen. Der Teilnahmenachweis ist Voraussetzung für die Zulassung zur Diplomprüfung.

 

Das Psychologiestudium wird mit der Diplomprüfung abgeschlossen. Die Diplomprüfung besteht aus Modulprüfungen und der Diplomarbeit.


Bewerbung

Der Studiengang ist zulassungsbeschränkt.

Die Bewerbung für Studienanfänger zum Wintersemester ist bis 31.05. für "Alt-Abiturienten" (Abitur vor 16.01. im Jahr der Studienaufnahme) bzw. bis 15.07. für "Neu-Abiturienten" (Abitur nach 16.01. im Jahr der Studienaufnahme) des jeweiligen Studienjahres bei der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) in Dortmund möglich.

Bewerbungsunterlagen sowie detaillierte Informationen zum Bewerbungsmodus sind im ZVS-Info enthalten, das ab Mai an jedem Gymnasium, in der Zentralen Studienberatung der TU Chemnitz und den Abteilungen Berufsberatung der Agenturen für Arbeit erhältlich ist.


Beratungsmöglichkeiten

Fachstudienberatung

Technische Universität Chemnitz
Philosophische Fakultät
Institut für Psychologie
Dr. Alexandra Götze
09107 Chemnitz

Sitz: TUCed GmbH, Pegasus-Business-Center, Reichenhainer Str. 29a, 5. Etage
Tel.: (0371) 9094926
E-Mail: alexandra.goetze@psychologie.tu-chemnitz.de


Zentrale Studienberatung

Technische Universität Chemnitz
Zentrale Studienberatung
09107 Chemnitz

Sitz: Straße der Nationen 62, Zimmer 046
Tel.: 0371 531 55555, -31637, -31690
Fax: 0371 531 12128
E-Mail: studienberatung@tu-chemnitz.de