Wissen, was gut ist. Studieren in Chemnitz.

Diplomstudium Elektrotechnik

Immatrikulation nur in höhere Fachsemester!


Ohne dass wir es merken, bestimmen Elektrotechnik und Informationstechnik unser heutiges Leben. Schon das morgendliche Weckerpiepsen wäre ohne diese Ingenieurwissenschaften nicht möglich.

Die Elektrotechnik erforscht die technischen Anwendungen der Elektrizität und setzt die Forschungsergebnisse in die Praxis um. Beginnend mit der Stromerzeugung und Energietechnik, der Entwicklung elektronischer Bauelemente und Schaltungen, die in jedem Computer und in jedem Handy arbeiten, bis hin zur Informationstechnik und Nachrichtenübertragung begegnet uns die Elektrotechnik im Alltag.

Sie untergliedert sich in viele verschiedene Aufgabengebiete, von denen jedes interessante Betätigungsfelder bietet:

Die Antriebstechnik erforscht und entwickelt elektrische Maschinen, die unter anderem den ICE zum Fahren bringen oder nach einem Besuch des Erlebnisbades in der Luftdusche unsere Haare trocknen.

Roboter, die wie von Geisterhand bewegt Autoteile montieren oder auf fremden Planeten nach Wasser und Leben suchen, werden von Automatisierungstechnikern entwickelt.

In den Taschenrechnern, die jeder Schüler und Student täglich verwendet, steckt das Wissen von Elektronikern und Mikroelektronikern.

Wenn wir auf dem Schulweg Musik mit unserem MP3-Player hören, nutzen wir unbewusst die Forschungsergebnisse der Nachrichtentechnik.

Diese Beispiele zeigen, wie breit gefächert die Aufgabengebiete von Ingenieuren der Elektrotechnik und Informationstechnik sind. Der technische Fortschritt braucht junge Menschen, die sich dieser Herausforderung stellen und die Zukunft gestalten.


Voraussetzung:  in der Regel allgemeine Hochschulreife
Regelstudienzeit:  10 Semester
Abschluss:  Diplom-Ingenieur/in (Dipl.-Ing.)
Studienbeginn:  Wintersemester

Berufliche Möglichkeiten

Schwerpunkte der beruflichen Tätigkeit eines Diplomingenieurs der Elektrotechnik sind Aufgaben bei der Entwicklung und der Applikation der Mikroelektronik und Systemtechnik, im Bereich der Forschung und Entwicklung von Baugruppen und Schaltkreisen, Geräten, Anlagen und Systemen der elektrischen Energietechnik und Elektronik, der Informations- und Automatisierungstechnik und Mikrosystemtechnik.

Die Einsatzmöglichkeiten sind sehr vielfältig und reichen von der herstellenden Industrie mit Tätigkeiten in den Bereichen Forschung, Produktentwicklung und Produktion über die anwendende Industrie, z.B. Maschinen- und Fahrzeugbau, Energieversorgung, Umweltindustrie, Verkehrswesen und Luft- und Raumfahrt bis zum öffentlichen Dienst. Bei entsprechenden Voraussetzungen ist auch eine wissenschaftliche Laufbahn im Hochschulbereich oder an Forschungsinstituten möglich.

Hier einige Beispiele ehemaliger Studenten:

Dipl.-Ing. Ulrike Lehmann - Swiss Federal Institut of Technology, Lausanne
"Die Mikrosystemtechnik-Ausbildung in Verbindung mit dem Zentrum für Mikrotechnologie war für mich der Anlass, Elektrotechnik in Chemnitz zu studieren. Mittlerweile arbeite ich am Swiss Federal Institute of Technology in Lausanne (EPFL) an meiner Doktorarbeit und beschäftige mich mit Mikrosystemen für biomedizinische Anwendungen."

Dipl.-Ing. Mark Heuschel - Qualitätsspezialist Elektrik/Elektronik, BMW AG München
"Für mich steht die Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik für gute und aktuelle Lehre, erstklassige Forschung, vielfältige internationale Angebote und Spaß am studieren."

Dipl.-Ing. Sebastian Müller - Infineon Technologies, Dresden
"Ich studierte Elektrotechnik mit Spezialisierung in Mikrosystemtechnik an der TU Chemnitz. Seit Februar 2003 arbeite ich als Projektmanager bei Infineon Technologies in Dresden. Dort entwickle ich neue Packaging-Technologien für moderne DRAM-Speicherbausteine."


Studienaufbau

Das Studium gliedert sich in Grund- und Hauptstudium.

Im Grundstudium (1. bis 4. Semester) ist für alle Studierenden im Studiengang Elektrotechnik ein aus vierzehn Fächern bestehender einheitlicher Studienplan vorgegeben. Schwerpunkte sind dabei: Mathematik, Physik, Grundlagen der Elektrotechnik, Informatik, Elektronische Bauelemente und Schaltungen sowie Regelungstechnik/Systemtheorie.

Das Grundstudium wird mit der Diplom-Vorprüfung abgeschlossen. Fachprüfungen werden in drei Abschnitten, in der Regel nach den Vorlesungen des 2., 3. und 4. Semesters, abgelegt. Die Lage und der Stundenumfang der jeweiligen Fächer lt. Regelstudium ist in der Studienordnung des Studienganges Elektrotechnik fixiert.

Das erfolgreiche Absolvieren einer sechswöchigen Grundpraxis ist Bestandteil des Grundstudiums.

Hier sollen dem Studierenden im wesentlichen Arbeitsgebiete der Elektrotechnik, wie die Fertigung elektrischer und elektronischer Bauelemente und Schaltungen, der Aufbau und die Montage von Anlagen und Systemen, die Wartung und die Instandsetzung elektrischer Antriebe, das Messen und Prüfen elektrischer und elektronischer Geräte und Einrichtungen und die notwendige Fehlersuche und Reparatur dieser Systeme sowie die Durchführung von Programmierarbeiten und die Erstellung technischer Dokumentationen näher gebracht werden.

Im Hauptstudium (5. bis 10. Semester) erfolgt die Orientierung auf ein fachwissenschaftliches Profil durch die Entscheidung für eine von fünf Studienrichtungen:

  • Automatisierungstechnik
  • Elektrische Energietechnik
  • Informationstechnik
  • Elektronik/Mikroelektronik
  • Mikrosystem- und Gerätetechnik

Zur Wahl der Studienrichtung finden zum Ende des Grundstudiums Informationsveranstaltungen statt.

Der Inhalt der Ausbildung in den Studienrichtungen lässt sich wie folgt beschreiben:

  • Automatisierungstechnik
  • Im Mittelpunkt dieser Studienrichtung stehen Fragen des Einsatzes moderner Rechentechnik zur Prozessautomatisierung, der Projektierung von Automatisierungsanlagen, der Entwicklung von Mess-, Informationsverarbeitungs- und Stelltechnik.
    Außerdem beschäftigen sich die Studierenden auch mit der innovativen Robotik und der Systemtheorie.

  • Elektrische Energietechnik
  • Dem Ziel des rationellen Energieeinsatzes dient die Ausbildung auf dem Gebiet der elektronischen Antriebe, der Energie- und Hochspannungstechnik unter besonderer Berücksichtigung regenerativer Energiequellen sowie der Leistungselektronik.

  • Informationstechnik
  • Die Erfassung und Speicherung, die Übermittlung und Verarbeitung von Informationen mittels elektronischer Signale sind die Hauptaufgaben dieses Fachgebietes, das Daten- und Kommunikationstechnik, Schaltungs- und Systementwurf, Hochfrequenztechnik, Nachrichtentechnik und Schaltungstechnik beinhaltet.

  • Elektronik/Mikroelektronik
  • Mikrotechnologie, Opto- und Festkörperelektronik und Elektronische Bauelemente als Forschungsprofile sowie ihre praktische Umsetzung im Zentrum für Mikrotechnologien sind Ausbildungsschwerpunkte dieser Studienrichtung. Zukunftsweisend sind dabei die Entwick-lung von Nanotechnologie, Optoelektronik und Schaltkreisstrukturen.

  • Mikrosystem- und Gerätetechnik
    Diese Studienrichtung befasst sich mit dem Entwurf und der Optimierung von Mikrosystemen und deren Applikation.
    Die geringen geometrischen Abmessungen der Systeme, die Integration verschiedenster Wirkprinzipien und Werkstoffe sowie die hohen Anforderungen an die Zuverlässigkeit von Mikrosystemen spielen dabei eine wichtige Rolle.

     

    Das Hauptstudium umfasst Pflicht- und Wahlpflichtfächer in der jeweiligen Studienrichtung, die Anfertigung einer Studienarbeit, das Absolvieren der zwanzigwöchigen Fachpraxis, die Diplomprüfung sowie die Erarbeitung der Diplomarbeit.

    Eine Studienarbeit ist eine wissenschaftliche Arbeit mit einer Bearbeitungszeit von drei Monaten, die in der Regel im 8. Semester angefertigt wird.

    Die Fachpraxis im Umfang von 20 Wochen umfasst ingenieurgemäße Tätigkeiten, die für die Studienschwerpunkte, d.h. die gewählte Studienrichtung relevant sind. Dies können Tätigkeiten sein wie z.B.:

    • Aufgaben in Forschung und Entwicklung, Konstruktion und Projektierung von elektrischen und elektronischen Bauelementen, Baugruppen, Geräten und Anlagen
    • Entwurf und Dimensionierung sowie Erprobung von Schaltungen, Geräten, Systemen
    • Erstellung, Implementierung und Erprobung von Programmen und Programmsystemen
    • Bearbeitung von Aufgaben zur Verfahrensentwicklung und zur Fertigungsvorbereitung

    Es wird empfohlen, die Fachpraxis im 9. Semester zu absolvieren.

    Mit der Anfertigung der Diplomarbeit soll der Studierende nachweisen, dass er in der Lage ist, innerhalb einer Bearbeitungszeit von sechs Monaten eine ingenieurwissenschaftliche Aufgabe aus einem von ihm gewählten Fachgebiet der Fakultät selbständig nach wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten sowie die angewandten Methoden und erzielten Ergebnisse klar und verständlich in erforderlicher Form schriftlich darzustellen.

    Für die Anfertigung der Diplomarbeit ist im Regelstudienplan das 10. Semester vorgesehen.


    Bewerbung


    Die Bewerbung ist Online unter https://sbservice.tu-chemnitz.de/onlbew   möglich.
      
    Weitere Informationen zur Immatrikulation: www.tu-chemnitz.de/verwaltung/studentenamt/abt12/imm.php


    Beratungsmöglichkeiten

    Fachstudienberatung

    Technische Universität Chemnitz
    Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
    Dr. Jürgen Bräuer
    09107 Chemnitz

    Sitz: Reichenhainer Str.70, Zimmer W 114
    Tel.: (0371) 531-35093
    E-Mail: juergen.braeuer@etit.tu-chemnitz.de


    Zentrale Studienberatung

    Technische Universität Chemnitz
    Zentrale Studienberatung
    09107 Chemnitz

    Sitz: Straße der Nationen 62, Zimmer 046
    Tel.: 0371 531 55555, -32549, -31690
    Fax: 0371 531 12128
    E-Mail: studienberatung@tu-chemnitz.de