Immatrikulation nur in höhere Fachsemester!
Warum Chemie studieren?
Chemie ist viel mehr als Kunststoffe und Waschmittel. Alles was uns umgibt ist Chemie, oder hat etwas damit zu tun. So liegt es auch in der Hand der Chemiker am Erhalt der Natur und dem Fortschritt der Menschheit mitzuwirken.
Ein Chemiestudium bietet in der wissenschaftlichen Ausbildung viele Möglichkeiten für das spätere Berufsleben. Bedingt durch die interdisziplinäre Ausrichtung vieler Zweige der Chemie, wie zum Beispiel der Physikalischen Chemie zur Physik und zur Analytik, der Technischen Chemie zu den Ingenieurwissenschaften und den Verfahrenstechniken, der Polymerchemie zu den Materialwissenschaften und der Organischen bzw. Anorganischen Chemie, gestaltet sich das Arbeitsgebiet vieler Chemiker sehr abwechslungsreich und wissenschaftlich anspruchsvoll.
Das Chemiestudium bietet somit die Möglichkeit der Abdeckung breiter Interessengebiete junger aufgeschlossener Gymnasiasten, die von biologisch-ökologischen Fragestellungen (Biochemie, Umweltanalytik) bis hin zu theoretisch-mathematischen Problemen (Quantenchemie) gespannt sein können. Im Chemiestudium werden dazu die notwendigen theoretischen und handwerklichen Fähigkeiten vermittelt, die von praxisrelevanten (präparativ und synthese-chemisch) bis zu meßmethodisch-orientierten und analytischen Aufgabenstellungen reichen.
| Voraussetzung: | in der Regel allgemeine Hochschulreife | |
| Regelstudienzeit: | 10 Semester | |
| Abschluss: | Diplomchemiker, Diplomchemikerin (Dipl.-Chem.) | |
| Studienbeginn: | Wintersemester |
Die beruflichen Möglichkeiten für Diplomchemiker und promovierte Chemiker sind auf Grund der interdisziplinären Ausbildung (Theorie, Praktika) sehr vielseitig.
Einsatzgebiete in der chemischen Großindustrie und mittelständiger Unternehmen sind bevorzugt. Chemiker werden aber auch im Öffentlichen Dienst, Umweltlabors, Landwirtschaft und als Berater gebraucht.
Das Chemiestudium an der Technischen Universität Chemnitz bereitet die Studierenden umfangreich auf eine berufliche Tätigkeit in anwendungs- und forschungsbezogenen Arbeitsbereichen vor. Der Vielfalt der beruflichen Einsatzfelder entsprechend ist ein breit angelegtes Studium unerlässlich, damit der Chemiker während seines gesamten Berufslebens den Fortschritten seines Fachgebietes folgen, sie nutzen und sich den wandelnden Anforderungen in seinem Beruf anpassen kann.
Die wichtigsten Tätigkeitsbereiche der Chemiker in der Industrie und in der Wirtschaft sind Forschung und Entwicklung, Produktion, Analytik und Prüfwesen, Management, Patentwesen und Dokumentation, Vertrieb und Kundenberatung. Ein beträchtlicher Teil der Chemiker wird von staatlichen Behörden, vor allem in Untersuchungsämter und Genehmigungsbehörden mit verschiedenen Aufgabenstellungen, eingestellt, bei denen der Umweltschutz an Bedeutung deutlich zugenommen hat. Nachwuchsbedarf ergibt sich auch an Forschungsinstituten wissenschaftlicher Gesellschaften sowie den Universitäten und Hochschulen.
Vertiefte Kenntnisse der Anorganischen Chemie erleichtern den Einstieg bei Unternehmen der chemischen und chemienahen Industrie, die Grundchemikalien, aber auch Pigmente und Keramiken herstellen.
Ca. 90 % aller Chemieprodukte enthalten organische Komponenten, entsprechend breit und zahlreich sind die Arbeitsmöglichkeiten für Absolventen, die sich auf die Organische Chemie konzentriert haben.
Die eingehende Beschäftigung mit der Physikalischen Chemie erschließt eine für dieses interdisziplinäre Querschnittsfach typische Breite von Beschäftigungsmöglichkeiten, die zwischen der synthetischen und analytischen Chemie einerseits und der technischen Chemie sowie der Nutzung chemischer Erkenntnisse in zahlreichen Industriezweigen andererseits angesiedelt sind.
Bevorzugte Einsatzgebiete von Absolventen der Richtung Technische Chemie sind Verfahrensentwicklungen für die chemische Industrie, andere stoffumwandelnde Industriezweige und die Umwelttechnik. Kenntnisse der Chemiewirtschaft, der Verfahrenstechnik, der Werkstofftechnik, des Patentwesens usw. erlauben auch vorteilhaft den Einsatz in Querschnittsbereichen der stoffwandelnden Industrie.
Absolventen der Richtung Polymerchemie finden ihren Einsatz in Bereichen der Synthese und Verarbeitung polymerer Werkstoffe, in Recycling-Prozessen zu deren gezielten Wiederverwendung und in der Entwicklung von Entsorgungsmöglichkeiten. Sie sind Mitgestalter bei der Verwendung von Polymeren in den Bereichen der Entwicklung von Gebrauchsgütern und Verpackungsmitteln, ausgewählten Spezialwerkstoffen sowie bei der Entwicklung und Einsatzvorbereitung vielfältiger Funktionspolymere für völlig neue Einsatzgebiete dieser Materialgruppe.
Die in Rechtskunde erworbenen Kenntnisse erleichtern den Einstieg in eine juristische Tätigkeit und in die dafür notwendige Fortbildung zum Patentanwalt. Vor allem bei einer Tätigkeit in Forschung und Entwicklung in der Industrie sind die erworbenen Kenntnisse hilfreich bei der optimalen Nutzung der in der Patentliteratur zugänglichen Informationen, sie erleichtern die Nutzung des Patentes als wirtschaftliches Instrument.
Das Studium im Studiengang Chemie gliedert sich in das viersemestrige Grundstudium, das mit der Diplom-Vorprüfung, und in das sechssemestrige Hauptstudium, das mit der Diplomprüfung, bestehend aus Fachprüfungen und der Diplomarbeit, ergänzt um ein Kolloquium, abgeschlossen wird.
Die Vorlesungen vermitteln die theoretischen Grundlagen der Chemie und ergänzender Lehrgebiete in exemplarischer Weise. Sie werden zum Teil als Experimentalvorlesungen durchgeführt. Zur Vertiefung des Wissens dienen Praktika, Seminare und Übungen. Darüber hinaus ist das Selbststudium mit Hilfe von Lehrbüchern, Monographien und Zeitschriften unverzichtbar. In den Seminaren und Übungen zu den Vorlesungen wird der Lehrstoff an weiterführenden Aufgaben und Beispielen geübt und vertieft.
Zum Grundstudium gehören folgende Veranstaltungen:
Block I, Anorganische Chemie
Module:
Block II, Organische Chemie
Module:
Block III, Physikalische Chemie
Module:
Block IV, Physik, Mathematik und spezielle Grundlagenfächer
Module:
Das Hauptstudium gliedert sich in einen vertiefenden allgemeinen Teil im fünften und sechsten Fachsemester, ein fakultativ wählbares Schwerpunktfach im siebenten und achten Fachsemester und die Diplomarbeit am Ende der Diplomprüfung.
Zum vertiefenden allgemeinen Teil gehören:
Block V, Anorganische Chemie II
Module:
Block VI, Organische Chemie II / Biochemie
Module:
Block VII, Physikalische Chemie II
Module:
Block VIII, Technische Chemie
Module:
Block IX, Polymerchemie
Module:
Die Schwerpunktfächer (Block X) und die ihnen zugeordneten Lehrveranstaltungen sollen in besonderer Weise den Studierenden einen Zugang zu aktuellen Trends und Forschungsergebnissen der Wissensgebiete ermöglichen. Zurzeit können die Schwerpunktfächer
Eine entscheidende Rolle kommt im Chemiestudium den Praktika
zu, die etwa 50% des Zeitvolumens einnehmen
und ausnahmslos in Laboren der Universität angeboten werden . Hier erlernen die Studierenden
an exemplarischen Aufgabenstellungen mit ansteigendem Schwierigkeitsgrad
alle wichtigen Arbeits- und Messtechniken. Die Praktika dienen weiter
dazu, die wichtigsten einschlägigen Sicherheits- und Arbeitsschutzbestimmungen,
insbesondere beim Umgang mit gefährlichen und toxischen Substanzen,
anwenden zu können.
In den Praktika des Hauptstudiums sollen die Studierenden in zunehmendem Maße Selbstständigkeit und Eigeninitiative entwickeln. In den Praktika der Wahlpflichtfächer wird an Problemstellungen der Forschung
herangeführt. Ausbildungsziel der Praktika ist letztlich die Fähigkeit
zur weit gehend selbständigen Planung, Durchführung und Auswertung
experimenteller Aufgabenstellungen.
| Die Bewerbung ist Online unter | https://sbservice.tu-chemnitz.de/onlbew möglich. |
| Weitere Informationen zur Immatrikulation: | www.tu-chemnitz.de/verwaltung/studentenamt/abt12/imm.php |
Fachstudienberatung
Technische Universität Chemnitz
Fakultät für Naturwissenschaften
Institut für Chemie
Prof. Dr. Stefan Spange
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