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Bachelorstudiengang Technikkommunikation

Immatrikulation nur in höhere Fachsemester!


Technikkommunikation, verstanden als Kommunikation über Technik und Technikgebrauch, basiert auf einer Doppelkompetenz, die Fachwissen als Technikwissen und dessen Vermittlung durch Kommunikationswissen umfasst. In den neuen Bundesländern ist Chemnitz derzeit die einzige Universität, die einen solchen Studiengang anbietet.

Technikwissen wird vermittelt als ingenieurwissenschaftliches Grundlagenwissen und einer wählbaren Spezialisierung in den Fächern Elektrotechnik, Informatik oder Maschinenbau. Kommunikationswissen wird vermittelt als Wissen über Sprache und Text auf der Basis der Angewandten Sprachwissenschaft.

Der Studiengang ist für Studierende gedacht, die sich für technische Zusammenhänge und Probleme interessieren und darüber gerne mit Menschen kommunizieren möchten. In der modernen technisierten Welt, in der wir ständig auf irgendeine Art und Weise mit Technik Umgang haben, ist die Technische Dokumentation, die mit Leonardo da Vinci und Georgius Agricola ihren Anfang genommen hat, inzwischen selbst professionalisiert. Sie umfasst u.a. den Umgang mit Software als Werkzeugen, das Arbeiten am Text, das Strukturieren von Information, die mehrsprachige Terminologie und Dokumentation.

Ein internationaler (konsekutiver) Masterstudiengang Technikkommunikation ist in Vorbereitung.


Voraussetzung: in der Regel allgemeine Hochschulreife
Regelstudienzeit: 6 Semester
Abschluss: Bachelor of Arts (B.A.)
Studienbeginn: Wintersemester

Berufliche Möglichkeiten

Der Bachelorstudiengang eröffnet den Zugang zu eingeführten Berufsfeldern wie die Technische Dokumentation in kleineren, mittleren und größeren, auch internationalen Unternehmen wie auch zu Spezialisierungen im Bereich der Technikvermittlung. Die Vertrautheit mit wissenschaftlichen Begrifflichkeiten und methodischen Zugängen zur Lösung neuer Kommunikationsprobleme (z.B. durch Kommunikationstechnologie) geht über die seitens der Fachhochschulen und/oder der Berufsverbände zur Weiterbildung angebotenen Standards hinaus. Insofern als seit dem Produkthaftungsgesetz die Dokumentation als Teil des technischen Produkts gilt, für die die Hersteller haften, ist ein zunehmender Bedarf an qualifiziert ausgebildeten Experten und Expertinnen der Technikkommunikation entstanden, die zwischen Technik und Kommunikation eine Brücke schlagen.

Die vermittelten Kompetenzen sind einsetzbar für das Informations- und Kommunikationsmanagement, für den Umgang mit Technikwissen und Terminologie sowie für die sprachliche und visuelle Informationsproduktion und Präsentation durch Texte (Mediengebrauch) in kommunikationstechnologisch modernen Arbeitsumgebungen (print und online).

Das Studium bereitet auf einen beruflichen Einsatz in folgenden Bereichen vor:

  • Entwurfs-, Produktions- und Managementaufgaben in Dokumentationsabteilungen und Technischen Redaktionen von Unternehmen oder Verwaltungseinrichtungen, auch im Hinblick auf die Erstellung von Lehrmaterialien für Tutorials und Coaching,
  • Koordination und Ausführung von Aufgaben im Informations-, Übersetzungs- und Projektmanagement,
  • im Technikjournalismus (Medien) sowie in der Technik-Vermittlung in der Öffentlichkeit (z.B. Museen, Ausstellungen).

Studienaufbau

Das Studienprogramm wird geprägt durch seinen modularen Charakter und das Leistungspunktsystem. Es dauert insgesamt sechs Semester und umfasst 180 Leistungspunkte. Der Erwerb von Leistungspunkten (LP) setzt in der Regel den Abschluss eines Moduls durch eine bestandene Modulprüfung voraus. Praktika sowie eine Exkursion sind Teile des Studiums. Die Bachelor-Abschlussarbeit schließt das Studium ab. Das Studium wird im Zusammenwirken von Vorlesungen, Seminaren, Übungen und Praktika verwirklicht.

Die 12 Module bilden 5 Blöcke, die den interdisziplinären Charakter des Studiengangs spiegeln und in sich jeweils eine zusammenhängende Struktur aufweisen.

Die Module 1 bis 4 decken den Bereich der sprach- und kommunikationswissenschaftlichen Inhalte ab. Die Lehrangebote stammen aus der Angewandten Sprachwissenschaft und weiteren Fächern der Philosophischen Fakultät.

  • Sprache und Kommunikation:     (Modul 1 - Basismodul)
    Modul 1 vermittelt Basiskompetenzen zum Umgang mit Sprache in der Kommunikation und deren linguistisch-theoretische Fundierung (Sprach- und Texttheorie): Beschreibung von Objekten und Sachverhalten, Bedeutungsbildung auf Wort- und Satzebene (insbesondere in den Fachsprachen), Strukturierung von Information in der Textstruktur, zielorientierte Analyse und aufgabenorientierte Produktion von Texten.

  • Mensch-Maschine-Interaktion:     (Modul 2 - Vertiefungsmodul)
    Dieses Modul konzentriert sich auf das Wissen über technische Produkte (z.B. Auto, Haushaltsgeräte, Sportgeräte, Software) und die entsprechenden Nutzungsszenarios. Vermittelt werden Kompetenzen zur Wissensrecherche und Wissensorganisation sowie zur Risikokommunikation und Modellierung von Risikoszenarien (Experten-Nichtexpertenkommunikation).

  • Technische Dokumentation:     (Modul 3 - Vertiefungsmodul)
    Modul 3 befasst sich mit den Unterschieden von betriebsinterner und -externer Unternehmenskommunikation, mit Aspekte fachlicher Textsorten, der Visualisierung von Information, mit dem Adressatenbezug, der Dokumententauglichkeit und der Anwenderfreundlichkeit (usability/ergonomy). Daneben wird der Professionalisierung redaktioneller Aktivitäten durch Berücksichtigung von Software-Werkzeugen (z.B. Autorensysteme, Übersetzungs- und Dokumentenmanagement) Rechnung getragen.

  • Technikkommunikation im Kontext:     (Modul 4 - Ergänzungsmodul)
    Dieses Modul bezieht sich auf Themen des kommunikativen Umfeldes (u.a. Mediengeschichte, Interkulturelle Kompetenz, Kommunikation in Institutionen).

Die Module 5 bis 7 beziehen sich auf die ingenieurwissenschaftliche Ausrichtung.

  • Ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen:     (Modul 5 - Basismodul)
  • Grundlagen der Informatik (Programmierung, Datenstrukturen)
  • Ingenieursmathematik
  • Grundlagen der Physik (Experimentalphysik, Moderne Physik)

  • Ingenieurwissenschaftlichen Spezialisierungen:     (Module 6 und 7 - Vertiefungsmodule)
    Module 6 und 7 sind Spezialisierungen durch die Wahl eines der Fächer:
  • Elektrotechnik:
    Im Vordergrund steht die Vermittlung von Problemen und Aufgaben der Energie-, Mess- und Nachrichtentechnik. Im Bereich der Mikroelektronik werden Kenntnisse zu den Bauelementen, der Technologie und der Schaltungstechnik vermittelt.
  • Medieninformatik/Praktische Informatik:
    Relevant für das Berufsfeld Technikkommunikation sind Themen aus den Bereichen Technische Informatik (Digitaltechnik, Rechnerorganisation, Rechnerarchitektur, Programmierung) und Praktische Informatik (Betriebssysteme, Datenbanken, Softwareentwurfsmethodik).
  • Maschinenbau:
    Der Schwerpunkt liegt zunächst auf der Fertigungs- und Werkstofftechnik sowie der Konstruktionslehre. Darauf aufbauend kommen u.a. Fördertechnik, Verarbeitungstechnik, Werkstoffprüfung, Materialfluss- und Logistiksysteme hinzu. Auch werden Fragestellungen der Arbeitswissenschaft und Qualitätssicherung behandelt.



  • Wissen, Sprache, Management:     (Modul 8 - Ergänzungsmodul)
    Modul 8 ist als Brückenmodul konzipiert, in dem eine Verbindung zwischen den sprach- und ingenieurwissenschaftlichen Vorgehensweisen hinsichtlich des Umgangs mit Fachwissen und Terminologie einerseits und Wissensmanagement und Informationssystemen andererseits hergestellt wird.

  • Fremdsprachen:     (Modul 9 - Basismodul, Modul 10 – Ergänzungsmodul)
    Modul 9 bezieht sich auf die fremdsprachliche Qualifikation, der mit zwei Fremdsprachen (Englisch und eine Sprache nach Wahl) ein hoher Stellenwert zugemessen wird (vgl. Internationalisierung der betroffenen Berufsfelder, vor allem in internationalen Unternehmen und Organisationen).
    Modul 10 beinhaltet die Grundlagenausbildung in einer zweiten Fremdsprache.

  • Betriebspraktikum:     (Modul 11 – Ergänzungsmodul)
    Die Studierenden sollen Einblick in die Strukturen, Arbeitsprozesse und Organisationsabläufe einer Dokumentations- bzw. Kommunikationsabteilung eines Unternehmens erhalten.
    Dauer: 9 Wochen

  • Bachelor- Arbeit:     (Modul 12)
    Für die Anfertigung der Bachelor-Arbeit stehen 18 Wochen bei gleichzeitig fortlaufenden Lehrveranstaltungen zur Verfügung.

Die Bachelorprüfung bildet den berufsqualifizierenden Abschluss des Bachelorstudiums. Sie besteht aus Modulprüfungen und der Bachelorarbeit. Modulprüfungen werden studienbegleitend abgenommen.

Die Module 6 und 7 sind Wahlpflichtmodule, alle anderen Module sind Pflichtmodule.


Bewerbung


Die Bewerbung ist Online unter https://sbservice.tu-chemnitz.de/onlbew   möglich.
  
Weitere Informationen zur Immatrikulation: www.tu-chemnitz.de/verwaltung/studentenamt/abt12/imm.php



Beratungsmöglichkeiten

Fachstudienberatung

Technische Universität Chemnitz
Philosophische Fakultät
Angewandte Sprachwissenschaft/Technikkommunikation
Dr. Sonja Ruda
09107 Chemnitz

Sitz: Thüringer Weg 11, Zimmer 301
Tel.: (0371) 531-31312
E-Mail: sonja.ruda@phil.tu-chemnitz.de


Zentrale Studienberatung

Technische Universität Chemnitz
Zentrale Studienberatung
09107 Chemnitz

Sitz: Straße der Nationen 62, Zimmer 046
Tel.: 0371 531 55555, -32549, -31690
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E-Mail: studienberatung@tu-chemnitz.de