für Studienanfänger ab Sommersemester 2011 siehe
Ein typisches Berufsfeld mit großen Karrierechancen für Mathematiker findet sich in Banken und Sparkassen, bei Versicherungen und Finanzdienstleistern. In diesen Branchen sind viele "kluge Köpfe" gefragt, die anstehende Aufgaben mit Kreativität, Engagement und Teamgeist angehen und dabei die für Mathematiker typischen Fähigkeiten, etwa zur Modellbildung, zum logischen Denken und kritischen Hinterfragen, einsetzen. Innovative Produktentwicklungen bei Versicherungsprodukten, im Kreditwesen und in Anlagestrategien, aber auch sich ständig ändernde gesetzliche Rahmenbedingungen zur Absicherung der Risiken bei Finanzdienstleistern sorgen für einen stetigen, immer größer werdenden Bedarf an mathematisch versierten Fachleuten.
Spätestens seit den Arbeiten von Black, Scholes und Merton in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts steigt dass allgemeine Bewusstsein, dass hinter vielen wichtigen Prozessen der Finanzwirtschaft mathematisch sehr interessante, aber auch ausgesprochen anspruchsvolle Aufgaben verborgen sind. Im Studium der Finanzmathematik lernt man auf der Basis solider mathematischer und wirtschaftswissenschaftlicher Grundlagen, in denen Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik eine zentrale Stellung einnehmen, beispielsweise nicht nur die genaue Funktionsweise von Finanzinstrumenten (wie Optionen) kennen, sondern versteht auch welchen Regeln die Preisfestsetzungen folgen. Ebenso wird das finanzmathematische Rüstzeug vermittelt, wie Versicherungsbeiträge kalkuliert werden und welche mathematischen Methoden im Investmentbanking Anwendung finden. Das Studium bietet hervorragende Voraussetzungen für einen guten Einstieg in anspruchs- und verantwortungsvolle Positionen im Bank- und Versicherungswesen.
| Voraussetzung: | in der Regel allgemeine Hochschulreife | |
| Regelstudienzeit: | 6 Semester | |
| Abschluss: | Bachelor of Science (B.Sc.) | |
| Studienbeginn: | Wintersemester; Immatrikulation nur in höhere Fachsemester! |
Die Einsatzfelder der Absolventen des Bachelorstudiengangs Finanzmathematik liegen vorrangig in einer qualifizierten Tätigkeit bei Banken, Sparkassen, Versicherungen, Unternehmensberatungen und Finanzdienstleistern.
Als Berufsfelder kommen zum Beispiel Aufgaben im Bereich der Unternehmensfinanzierung, des Portfoliomanagements, im Risikomanagement, bei der Entwicklung und Bewertung neuer Produkte im Finanz- und Versicherungswesen sowie bei der Vermögensberatung und -analyse in Betracht. Finanzmathematiker werden mit der Kalkulation von Versicherungstarifen, deren Umsetzung in Verwaltungssystemen oder mit Aufgabenstellungen bei der Bilanzerstellung und Unternehmensplanung betraut.
Den Absolventen des Bachelorstudiengangs Finanzmathematik wird zudem die Möglichkeit eröffnet, ein mathematisches Masterstudium anschließen.
Das Studium beinhaltet drei Säulen:
Wie in einem mathematischen Studiengang üblich, stehen Grundlagenvorlesungen in
Neben diesen Basismodulen sind wahlobligatorische Vertiefungsmodule vorgesehen, die den Studierenden die Möglichkeit bieten, vertieft Veranstaltungen aus dem Bereich der Informatik, der Wirtschaftswissenschaften und der angewandten Finanzmathematik zu besuchen. Alternativ können in gewissem Umfang auch Gebiete der reinen Mathematik gewählt werden.
Durch die Integration eines sechswöchigen Berufspraktikums, das auch den Ausgangspunkt für die Bachelorarbeit liefern kann, wird ein rascher Einstieg in die berufliche Praxis vorbereitet. Daneben besteht die Möglichkeit, ein mathematisches Masterstudium, beispielsweise mit einer Spezialisierung in Stochastik/Finanzmathematik anzuschließen.
Das Studium soll neben der Vermittlung von Lehrinhalten auch der Herausbildung von Schlüsselkompetenzen dienen. So sollen vor allem die typischen Fähigkeiten eines Mathematikers (Fähigkeit zum abstrakten und logischen Denken, Erkennen des Wesentlichen, sprachliche und wissenschaftliche Genauigkeit, etc.), die ihn begehrt für die Praxis machen und ihm dort einen flexiblen Einsatz ermöglichen, gefördert werden. Daneben wird soziale Kompetenz (wie z. B. Teamfähigkeit, Eigeninitiative und Durchsetzungsfähigkeit sowie Kommunikationsfähigkeit und das Vermitteln von Kenntnissen an Fachkollegen und Fachfremde) durch das Studienkonzept herausgebildet.
Gerade auch die wirtschaftswissenschaftlichen Module und die Lehrveranstaltung zum Recht sollen den Blick für gesellschaftliche Zusammenhänge, Rechte und Pflichten schärfen. Der Herausbildung der Lernkompetenz und der Schaffung von Grundlagen für lebenslanges Lernen dienen die Befähigung zur selbstständigen wissenschaftlichen Arbeit und der selbstständige Erwerb von Kenntnissen in Seminaren, im Selbststudium, beim Berufspraktikum und bei der Anfertigung der Abschlussarbeit.
Das Studium setzt sich aus Basismodulen, Vertiefungsmodulen, einem Ergänzungsmodul sowie dem Modul Bachelorarbeit zusammen.
| Die Bewerbung ist Online unter | https://sbservice.tu-chemnitz.de/onlbew möglich. |
| Weitere Informationen zur Immatrikulation: | www.tu-chemnitz.de/verwaltung/studentenamt/abt12/imm.php |
Fachstudienberatung
Technische Universität Chemnitz
Fakultät für Mathematik
Prof. Dr. Thorsten Schmidt
09107 Chemnitz
Sitz: Reichenhainer Str. 41, Zimmer 725
Tel.: (0371) 531-37629
E-Mail: Thorsten.Schmidt@mathematik.tu-chemnitz.de
Zentrale Studienberatung
Technische Universität Chemnitz
Zentrale Studienberatung
09107 Chemnitz
Sitz: Straße der Nationen 62, Zimmer 046
Tel.: 0371 531 55555, -32549, -31690
Fax: 0371 531 12128
E-Mail: studienberatung@tu-chemnitz.de