Wissen, was gut ist. Studieren in Chemnitz.

Schlüsselkompetenzen

*Mit den Bachelor- und Masterstudiengängen an der TU Chemnitz werden die Studentinnen und Studenten auf ihren zukünftigen Beruf vorbereitet. Im Mittelpunkt stehen dabei fachspezifische Inhalte. Ergänzend dazu werden so genannte fächerübergreifende Schlüsselkompetenzen oder “Soft-Skills” vermittelt, wozu z.B. Zeit- und Projektmanagement oder auch Themen wie Führungsverhalten und Gesprächsführung gehören.

1. Die Bedeutung von Schlüsselkompetenzen

Fachkompetenzen stellen die Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden dar, die vom wissenschaftlichen Ausbildungsprofil eines Studienganges bestimmt werden. Schlüsselkompetenzen sind in unterschiedlichen Fächern von Bedeutung und insofern fächerübergreifend.

In den letzten Jahren hat die Forderung nach Schlüsselkompetenzen auf dem Arbeitsmarkt zugenommen. Arbeitgeber erwarten von Hochschulabsolventen neben fachlichen Fähigkeiten in hohem Maße Überfachliches wie Teamfähigkeit und Kommunikationskompetenz. Die neuen Bachelor- und Master-Studiengänge der TU Chemnitz haben die Vermittlung von Schlüsselkompetenzen bzw. Soft-Skills explizit als bedeutsamen Aspekt der Ausbildung aufgenommen.

2. Was sind Schlüsselkompetenzen?

Schlüsselkompetenzen stellen eine Ergänzung zum Fachwissen dar und sind geeignet, den optimalen Einsatz und die Erweiterung der Fachkompetenzen zu fördern. Sie werden in drei Bereiche unterteilt: Individualkompetenz, Sozialkompetenz und Systemkompetenz.
Die drei Bereiche sind nicht unabhängig voneinander, sondern ergänzen sich wechselseitig: Wer beispielsweise eigene Kognitionen, Emotionen und Verhaltensweisen verstehen und regulieren kann, verfügt über eine wichtige Basis, um mit anderen zu interagieren. Die Wahrnehmung der eigenen Wirkung in Gruppen und Systemen unterstützt wiederum die Entwicklung von Systemkompetenz, die Fähigkeit, in sozialen Systemen wie Unternehmen oder anderen Organisationen kompetent zu handeln.

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Individualkompetenz

Individualkompetenzen beinhalten Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Beeinflussung und Steuerung eigener Erlebens- und Verhaltensweisen. Durch erfolgreiche Selbstregulation soll das Erreichen kurz- und langfristiger Ziele begünstigt werden. Folgende Themen sind in diesem Bereich von Bedeutung:

  • Zeitmanagement und persönliche Arbeitsorganisation
  • Lern- und Arbeitstechniken
  • Wissenschaftliches Reden und Schreiben
  • Beherrschung von Fremdsprachen
  • Präsentationsmethoden
  • Umgang mit neuen Medien

Sozialkompetenz

Sozialkompetenzen beinhalten Fähigkeiten zum Umgang mit anderen Personen. Dabei geht es darum, in verschiedenen Arbeitszusammenhängen zu kommunizieren, zu kooperieren und zu führen. Sozialkompetenz kann vor allem durch praktische Übungen gefördert werden. Zum Beispiel kann in Rollenspielen und mit Hilfe von Videofeedback neues Verhalten erprobt und gefestigt werden. Die Selbstwahrnehmung der Teilnehmer kann dabei mit der Fremdwahrnehmung (durch andere Teilnehmer und Trainer) abgeglichen werden. Wichtige Themen sind:

  • Gesprächsführung
  • Führungskommunikation
  • Konfliktmediation
  • Interkulturelle Kommunikation
  • Moderationstechniken
  • Teamentwicklung
  • Selbstdarstellungstechniken
  • Konfliktbewältigungsstrategien

Systemkompetenz

Systemkompetenz ist ausgerichtet auf das (Arbeits-)Verhalten des Individuums in Organisationen und den Umgang mit den dort relevanten Regeln. Von besonderer Bedeutung ist dabei Wissen über Aufbau, formelle und informelle Strukturen und das Funktionieren von sozialen Systemen sowie die Entwicklung von Kenntnissen und Fertigkeiten im Umgang mit technisch-organisatorischen und sozialen Regeln. Zur Vermittlung von Systemkompetenz bieten sich u. a. Planspiele an. Themen im Bereich der Systemkompetenz sind:

  • Ausgestaltung organisationaler Rollen
  • Umgang mit Rollenkonflikten
  • Umgang mit ethischen Problemen beim Handeln in Systemen
  • Selbstorganisiertes Handeln in Organisationen im Spannungsfeld zwischen Eigeninteresse und Organisationsloyalität
  • Umgang mit Normen und Regeln der
    • Qualitätssicherung und des
    • Arbeits- und Gesundheitsschutzes
  • Kompetenzen im Nutzen von Ressourcen (z.B. Projektmanagement)

3. Vermittlung von Schlüsselkompetenzen

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Grundsätzlich kann man zwei Arten der Vermittlung fächerübergreifender Schlüsselkompetenzen unterscheiden: "additiv" als eigenständiges Modul von Schlüsselkompetenzen oder "integrativ" durch gezielte methodisch-didaktische Maßnahmen im Rahmen der Vermittlung von Fachkompetenzen. An der TU Chemnitz werden derzeit beide Möglichkeiten realisiert.

Angebote im Rahmen regulärer Lehrveranstaltungen

Beispiele für die additive Vermittlung in Studiengängen sind:

Einige Angebote sind darüber hinaus im Rahmen der vorhandenen Kapazitäten für alle Studierenden der TU Chemnitz offen. Dazu gehören:

Zusatzangebote

Studierende können zusätzlich auf die Workshop-Angebote des Career Service der TU Chemnitz sowie von Saxeed zurückgreifen. Der Career Service wird zu 100% gefördert von ESF, Freistaat Sachsen und Europäischer Union. Saxeed wird finanziert aus Mitteln der EU, des Europäischen Sozialfonds, dem Freistaat Sachsen sowie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie.

Für Promovierende bieten die Forschungsakademie und die Kompetenzschule Weiterbildungsmöglichkeiten an.

 


Die Lehrangebote zu Schlüsselkompetenzen werden im Arbeitskreis Schlüsselkompetenzen koordiniert (Sprecher: Prof. Dr. Rainhard Lang).

Bei Fragen und Anregungen zum Thema Schlüsselkompetenzen wenden Sie sich bitte an:

Olivia Neumann
Referentin des Rektors (Schwerpunkt Lehre und Studium)

E-Mail:
Telefon:
Fax:
 
0371 531-32269
0371 531-832269