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Anlässlich der derzeitigen Diskussion über Diskriminierung Homosexueller an unserer Universität möchten wir zu den in diesem Zusammenhang gegen Campus für Christus vorgebrachten Vorwürfen Stellung beziehen.
Wir sind eine christliche Studentengruppe, die deutschlandweit mit weiteren Studentengruppen von Campus für Christus vernetzt ist. Unser Ziel ist es, Studenten zu fördern und darin zu unterstützen, in ihrem persönlichen Leben und in ihrem Glauben zu wachsen. Hierfür bieten wir unter anderem Gottesdienste oder Bibel-Gesprächskreise an. Außerdem ist es uns wichtig, Studenten Hilfen für ihren Studienalltag zu geben. Seminare wie „Erfolgreich Studieren“, „Emotionale Intelligenz entwickeln“ oder Rethorikkurse werden hierzu von der Studentengruppe angeboten. Auch möchten wir den Glauben an Jesus Christus im universitären Rahmen ins Gespräch bringen. Zu diesem Zweck veranstalten wir beispielsweise Vorträge zu Themen wie Wissenschaft und Glaube.
In einer derartigen Veranstaltung im Sommersemester 2005 legten wir auf einem Informationstisch unter anderem auch eine kostenlose CD-Rom mit Hilfen für Studieneinstieg, Studium sowie persönliches und gesellschaftliches Studentenleben zum Mitnehmen aus. Aufgrund eines auf der CD befindlichen Links zur Organisation „wuestenstrom“ entsprang der Vorwurf der Diskriminierung Homosexueller.
„wuestenstrom“ bietet Menschen mit Problemen im sexuellen Bereich Beratung und Hilfe an. So auch Homosexuellen, die ihre sexuelle Orientierung als problematisch erleben. Die Organisation arbeitet mit circa 200 Kirchgemeinden verschiedener Konfessionen in Deutschland zusammen.
Unter der Vielzahl von Anlaufstellen sehen wir „wuestenstrom“ als eine mögliche Beratungsinstanz für Hilfe suchende Homosexuelle. Es ist nicht unsere Absicht, die genannte Organisation zu bewerben. Vielmehr möchten wir uns auf das Recht der Meinungsfreiheit berufen und die Anschauung von „wuestenstrom“ als eine Möglichkeit des Zugangs zur Homosexualität verstanden wissen. Sollte es Klärungsbedarf bezüglich der Ansichten von “wuestenstrom“ geben, verweisen wir auf die Organisation selbst. An dieser Stelle betonen wir außerdem, dass es für uns aufgrund unseres christlichen Menschenbildes selbstverständlich ist, Menschen unabhängig ihrer Meinung und Orientierung wert zu schätzen.
Aus den vorangegangenen Gründen weisen wir die Vorwürfe der Diskriminierung Homosexueller entschieden zurück. Sollten Unklarheiten und Fragen bezüglich Campus für Christus auftreten, bitten wir, sich direkt an uns zu wenden, statt Halb- und Unwahrheiten zu glauben, die momentan an unserer Uni in Umlauf gebracht werden.
Abschließend möchten wir betonen, dass wir unsere Aufgabe im aktiven Mitgestalten des studentischen Lebens in Form der anfangs genannten Ziele und Tätigkeiten sehen. In diesem Zusammenhang bedanken wir uns für die bisherige gute Zusammenarbeit mit den verschiedenen universitären Einrichtungen.
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