Karl Noltze im Gespräch

 

Karl Noltze im Gespräch

Am Mittwoch luden der RCDS und RCDA Chemnitz Regierungspräsidenten a.D. Karl Noltze zu einem Gespräch ein. Thema der Veranstaltung war die Infrastrukturentwicklung und Ansiedlungspolitik im Raum Chemnitz.

Neben den harten Infrastrukturmerkmalen wie Verkehrsanbindung oder der Zustand von Gebäuden sind die weichen Merkmale wie Bildung oder Angebote für Familien zu unterscheiden. Desto besser die Infrastruktur, desto mehr Anreize bietet die Stadt für Gewerbe, um sich dort anzusiedeln.

Bei dem Vergleich dieser Faktoren in den Räumen Dresden, Leipzig und Chemnitz zeigen sich große Unterschiede. Dresden bietet unter anderem eine gute Verkehrsanbindung in alle Richtungen, einen Flughafen, eine internationale Schule, den Sitz der Landesregierung mit vielen Landesbehörden, Touristenmagneten, wie die Frauenkirche und die Elbterrassen sowie die TU Dresden. “Mit dem Dresdner Raum können wir uns nicht messen. Damit in Wettbewerb zu treten, ist sinnlos”, erklärt Noltze.

Leipzig zeichnet sich durch ein aktives Musikleben, beispielsweise die Thomaskirche, gute Verkehrsanbindungen in alle Richtungen, attraktive Einkaufsmöglichkeiten, eine internationale Schule, die Universität, mehrere Bundesinstitute (wie dem Bundesverwaltungsgericht) aus. Zudem haben sich in Leipzig BMW und Porsche niedergelassen und die Stadt ist Messe- und Handelsstadt. Obwohl es dort viele qualifizierte Arbeitskräfte gibt, ist die Arbeitslosenquote die höchste in Sachsen. Die Stadt beheimatet den Verein Mitteldeutschland, der den Zusammenschluss von Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt (Magdeburg) anstrebt. Im Hinblick auf diese Entwicklung stellt Leipzig als geographisch zentrale Stadt eine mögliche Hauptstadt dar. “Die Leipziger denken bei der Infrastrukturplanung an Mitteldeutschland und haben nicht Sachsen im Fokus”, erklärt Noltze.

Chemnitz bietet mit dem Voigtland und dem Erzgebirge ein attraktives Umland. Defizite liegen hier in der Objektsanierung. Besonders die Gebäude am Stadtrand, die Besuchern den ersten und prägenden Eindruck von der Stadt verschaffen, sind baufällig, wie an der Zwickauerstraße. Auch die Einkaufsmöglichkeiten sind bedürftig, weshalb hierzu umliegende Großstädte vorgezogen werden. Positiv zu betonen sind die Oper und die Philharmonie, die mit Leipzig und Dresden in Konkurrenz treten können. Chemnitz bietet zudem ebenfalls eine Universität und einige Fachhochschulen. Allerdings fehlt es an einer internationalen Schule, was im Hinblick auf die Ansiedlung von Managern mit Familie, zu kritisieren ist. Die Stadt zeichnet sich durch zahlreiche kleine und mittelständische Unternehmen aus und kann viele ordentliche Existenzgründungen aufweisen. Nach Thüringen, Bayern und Dresden gibt es gute Verkehrsanbindungen. Der Raum Leipzig ist auf Grund der fehlenden Autobahn nur schwer zu erreichen, die Anbindung an Fernzüge nicht vorhanden und die Bahnverbindung nach Dresden wie Leipzig zeugt nicht von hoher Quantität. Ein weiterer Unterschied zu Dresden und Leipzig ist das Fehlen einer Luftanbindung, welches durch andere Verkehrsanbindungsmöglichkeiten nicht kompensiert wird. Der Vergleich zwischen den Ballungsräumen Dresden, Leipzig und Chemnitz zeige, dass in Chemnitz trotz weniger Vorteile, die Defizite überliegen. Dies lässt sich auch mit den Interessen des Umlandes erklären, welches als Standortfaktor in vielen Bereichen nicht in Konkurrenz mit Chemnitz treten möchte und daher den Ausbau der Infrastruktur auf kommunaler und Landesebene zu verzögern weiß. Leipzig mangelt es beispielsweise am Mittelstand, weshalb versucht wird, den Faktor der Dienstleistung als Alleinstellungsmerkmal zu erhalten. “Die Stadt Chemnitz hat die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt”, mahnt ein ortstämmiger Gast. So ist ein Verkehrslandeplatz ein Muss für Unternehmer, um die eigenen Firmen besuchen zu können. Die aktuelle Lage lässt sich durch die Macht der Kräfte von außen, die die Entwicklung bremsen und eigenes Versagen der Stadt erklären. Der Plan zur Errichtung des City Campus ist ein positives Zukunftsprojekt. Der Fokus der Stadtentwicklung sollte nicht primär auf den nächsten Jahren, sondern im Hinblick auf die Zukunft erfolgen. “Nur durch heutige Investitionen, ergibt sich in Zukunft ein gewinnbringender Ertrag”, weiß Sebastian Liebold, Vorsitzender des RCDA Chemnitz.

 

Aktualisiert (Dienstag, den 03. Januar 2012 um 11:40 Uhr)

 

Neuer Vorstand gewählt

Am 4. Juli 2011 hat der RCDS Chemnitz im Café Moskau seinen neuen Vorstand gewählt.

Neue Vorsitzende ist die ehemalige Schatzmeisterin Christina Christiansen. Den Posten des Schatzmeisters und des ersten stellvertretenden Vorsitzenden hat Nico Degaetano übernommen.

Unterstützt werden die beiden durch den zweiten stellvertretenden Vorsitzenden Nils Piontek, sowie durch Matthias Imiolczyk als Beisitzer.

Die Veranstaltungen des RCDS für das kommende Semester werde in Kürze durch den Vorstand veröffentlicht.

Aktualisiert (Dienstag, den 16. August 2011 um 09:44 Uhr)

 

Vortrag mit dem sächsischen Staatsminister des Inneren

Im Auftrag des CDU-Kreisvorsitzenden Frank Heinrich MdB möchten wir Euch am 05.05.2011 um 19:00 Uhr im Ratskeller zu einer Veranstaltung mit dem sächsischen Staatsminister des Inneren Markus Ulbig zum Thema "Staatsmodernisierung - Im Spannungsfeld zwischen demographischer Herausforderung und Bürgerfreundlichkeit am Beispiel der Polizei" einladen.

Aktualisiert (Montag, den 02. Mai 2011 um 21:01 Uhr)

 
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