Umbau eines Siemens C5 - Gerätes
Dinge, die mir während des Umbaus auffielen:
- Vor dem Umbau sollte man sich vergewissern, ob die PLL überhaupt rastet. Man lötet (nach Punkt 8 der Umbauanleitung von DL6INT) einen Draht an den Messpunkt an der Platinenunterseite. Wenn man auf der Oberseite in die Nähe des Leitungskreises kommt, sollte sich die Spannung ändern. Zwar nicht in dem vorgegebenen Intervall, aber so um 1 bis 2 Volt. Das funktioniert eben auch, wenn das Display "KARTE bitte!!" zeigt. Nur die Einschaltmeldung alleine sichert nicht das Funktionieren der PLL!
- Schritt 5: Den Ausbau der IC´s habe ich mit einem "Lebensmittelmarktmultifunktionswerkzeug" vorgenommen. Nur aufpassen: nicht zu tief mit der Trennscheibe: die Platine darf nicht beschädigt werden. Restliche Beinchen mittels 30-W-Lötkolben entfernt.
- Schritt 8: Zur Verlängerung des Leitungskreises einen Draht, ca 10 mm lang (bei mir versilberter Schaltdraht,0.5 mm, tnx DL3WW) über einen 4mm-Bohrer biegen. Dieser wird an der Platine angelötet und die andere Seite an den Leitungskreis anheften und messen. Falls sich die Spannung nicht einstellen lässt, wieder ablöten und mit Pinzette etwas weiter krümmen. Die gekrümmte Länge zwischen den Lötstellen betrug bei mir ca 7 mm.
- nach Schritt 12: Falls sich 430 bzw. 440 MHz sendemäßig nicht erreichen lassen, muss der Kondensator nochmals leicht verstimmt werden. Eine erneute Spannungsmessung habe ich unterlassen und mittels Empfänger die Bandgrenzen überprüft.
- Den Einschnitt in den Deckel des Abschirmgehäuses wegen der Sendefilter habe ich mit einem Winkelschleifer vorgenommen
Ströme am C5 bei U=13.8V:
| RX | Licht an | Licht aus |
| Ruhestrom, Squelch geschlossen | 0,14A | 0,10A |
| Ruhestrom, Squelch offen | 0,32A | 0,28A |
| TX-Stufe | 430MHz | 440MHz |
| 1 | 0,59A | 0,96A |
| 2 | 0,66A | 1,15A |
| 3 | 1,72A | 2,15A |
| 4 | 1,91A | 2,15A |
Packet-Radio mit dem Siemens C5, ohne Modem:
Erste Empfangsversuche mit C5 und Soundkarte waren erfolgreich. Software: AGW (siehe Links). Der Widerstand im C5 am Demodulator ist unkritisch, hier erwiesen sich 10k als günstig. Die Verbindung TRX-PC erfolgte direkt mittels einem abgeschrimten Kabels. Eine weitere Masseverbindung bestand nicht, Brummschleifen traten nicht auf, obwohl der PC mit einem Netzwerk verbunden ist. Für Empfangsversuche sind in der Software unter File/Properties/Monitor/MonitorKind alle Kästchen zu aktivieren. So werden alle Ankommenden Datenpackete auf den Unproto-Kanal geschrieben. Die sonstige Einrichtung des Programms erfolgte, wie in CQDL6/2002 S.404 beschreiben. In den nächsten Wochen wird auch das Senden realisiert. Die Entfernung zum Digi ist Stadtgebiet. Signalstärke am C5: 3 von 5 "S-Meter-Balken".
Peter, DO1CW
Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung: DO1CW
PR-Mail: do1cw@db0zwi.#sax.deu.eu
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