| Pflichtsprache | Schwerpunktsprache ohne Vorkenntnisse |
Schwerpunktsprache mit Vorkenntnissen |
| Grundkurs 1 (4 SWS) Leistungsnachweis für die Übernahme in den Grundkurs 2 |
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| Grundkurs 2 (4 SWS) Leistungsnachweis für die Übernahme in den Kurs Kommunikative Standardsituationen im Beruf |
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| 0. Interkulturelle Kommunikation-
Interkulturelle
Kompetenz Vorlesung 2 SWS, (5.) Schein |
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| 1. Kommunikative Standardsituationen im
Beruf 2 SWS, 1. Schein |
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| 2.1. Berufsbezogenes sprachliches
Können
I 2 SWS |
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| 2.2. Berufsbezogenes sprachliches
Können
II 2 SWS, 2. Schein |
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| 3. Praktische Rhetorik 2 SWS, 3. Schein |
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| 4. Fallstudien und
Planspiele 2 SWS, 4. Schein |
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| Fachseminar
"Wirtschaft-Politik-Gesellschaft" I 2 SWS (mehr zum Fachseminar) |
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| Fachseminar
"Wirtschaft-Politik-Gesellschaft"
II 2 SWS |
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| Diplom-Hauptprüfung | ||
Mit der Einrichtung des Europäischen Binnenmarktes werden
übernationale kulturelle und wirtschaftliche Kooperationen zu
einer neuen Qualität
von multikulturellen Arbeitskontexten führen, die entsprechende
Änderungen in den Anforderungsprofilen von Hochschulabgängern
wirtschaftswissenschaftlicher, aber auch anderer Studiengänge
erfordert.
Die Sprachausbildung von Studierenden der Fakultät für
Wirtschaftswissenschaften strebt deshalb von Anfang an eine Verbindung
von Sprache und Kultur,
von handlungsbezogenem Sprachtraining und interkulturellem Training
an.
Das Ausbildungsziel ist die Herausbildung der beruflichen
Kommunikationsfähigkeit und einer interkulturellen
Verhandlungskompetenz.
Die Studierenden können unter einer Vielzahl von Fremdsprachen (einschließlich Deutsch als Fremdsprache bei ausländischen Studierenden) wählen und sich zu Beginn eines jeden Studienjahres über das aktuelle Sprachenangebot informieren. Die Ausbildung erstreckt sich über 5 Semester und setzt Abiturniveau bzw. den erfolgreichen Abschluß des zweisemestrigen Grundkurses voraus.
Als obligatorische Lehrveranstaltungen in der Pflichtsprache sind
insgesamt
mindestens 12 SWS mit folgendem Ablauf vorgesehen:
Die Veranstaltung gibt einen Überblick über
kulturdifferentes Verhalten, interkulturelle Kommunikationsprobleme und
Trainingsmodelle zur Vorbereitung internationaler Zusammenarbeit.
Der Kurs baut auf Abiturkenntnissen auf und führt in die
jeweilige
Wirtschaftsfremdsprache ein. Die Kursteilnehmer werden mit
Diskursstrategien, Redemitteln, small-talk-Rhetorik sowie mit
grundlegender Fachlexik der Firmenpräsentation (Unternehmensaufbau
und -vergleich) vertraut gemacht und üben den kontextangemessenen
Gebrauch der sprachlichen Mittel in der Besuchs- und
Telefonkommunikation.
Der Kurs konzentriert sich auf die Entwicklung
fremdsprachenkommunikativer Fähigkeiten für die Analyse des
Marktes, die Diskussion ökonomischer Sachverhalte (z.B.
Produktpalette, Absatz und Leistungsbilanzen von Unternehmen).
Dafür werden die notwendigen Fertigkeiten entwickelt und
trainiert, wie z.B.: die Kenntnis und Bearbeitung vertragsvor- und
nachbereitender Textsorten, die Beschreibung technischer Systeme und
Fertigungsprozesse, das Führen von Verkaufsgesprächen, die
Interpretation von Trends anhand fachbezogener Grafiken, die
Präsentation von Firmen, Produkten und Bilanzen.
Neben der konsequenten Erweiterung und Konsolidierung
allgemeinsprachlicher
Fertigkeiten rückt die Vertiefung des berufsbezogenen
Fachwortschatzes
in ausgewählten Teilgebieten in den Vordergrund (z.B.:
Werbestrategien,
Marketing). Die Studierenden werden verstärkt an die Rezeption
fachbezogener
Texte herangeführt und trainieren im Rahmen komplexerer
sprachlicher Aufgabenstellungen
(Versammlungen mit Präsentation und Diskussion fachspezifischer
Themen)
ihren Standpunkt sowohl schriftlich als auch mündlich angemessen
darzulegen.
Aufbauend auf die bisher entwickelten argumentativen
Fähigkeiten erfolgt in diesem Kurs ein gezieltes, interkulturell
angelegtes, Verhandlungstraining. Die Studierenden werden
befähigt, Geschäftsverhandlungen strategisch vorzubereiten
und diese Strategie in den Verhandlungsphasen situationsgerecht und
sprachlich angemessen umzusetzen.
Die Veranstaltung stellt bewußt Vergleiche des Diskursverhaltens
in der Ziel- und Muttersprache an.
Dabei erfolgt die Analyse sowohl verhandlungsstrategisch (Reflexion
über den Verlauf des Entscheidungsprozesses) als auch hinsichtlich
kulturspezifischer Realisierungsformen der Interaktion und der sich
daraus ergebenden Probleme (z.B. Verständnis, Zustimmung, Themen-
und Perspektivwechsel, Mißverständisse, sprachliche
Auffälligkeiten, etc.).
In dieser Veranstaltung erhalten die Studierenden Gelegenheit, ihre
Verhandlungskompetenz wie auch ihre berufliche
Kommunikationsfähigkeit bei der Analyse und Bearbeitung von
komplexen, simulierten Fallbeispielen sowie von Themen aus dem realen
Wirtschaftsalltag unter Beweis zu stellen und zu vertiefen.
Das Pflichtsprachenprogramm bildet den Kern der
Fremdsprachenausbildung von
Wirtschaftswissenschaftlern an der TU Chemnitz. Neben den Kursen
in der Pflichtsprache können sich die Studierenden bei der Wahl
des
Schwerpunktfaches auch für eine zweite Fremdsprache entscheiden,
die
dann auch Bestandteil der Diplomhauptprüfung ist.
Studierende ohne Vorkenntnisse (außer Englisch) absolvieren einen
2-semestrigen Grundkurs mit je 4 SWS. Danach erfolgt die
Ausbildung wie in der Pflichtsprache.
Im Anschluß an die Veranstaltung Fallstudien und
Planspiele
besteht für alle Studierenden die Möglichkeit der
fakultativen
Teilnahme an einem fremdsprachigen Fachseminar Wirtschaft- Politik-
Gesellschaft.
In diesem weitgefassten Rahmen gibt das Fachseminar den Studierenden
Gelegenheit, ihre fachlichen Kenntnisse und rhetorischen Fertigkeiten
in der Fremdsprache zu konsolidieren und weiter auszubauen. Anhand von
authentische Texten werden z. B. aktuelle Fragen der Globalisierung,
der Informationsgesellschaft sowie der Wirtschaftsethik aufbereitet,
präsentiert und diskutiert. Hierbei soll versucht werden, die
Interdependenz der drei Phänomene herauszuarbeiten.
Die Textauswahl orientiert sich weitgehend am Anspruchsniveau
vergleichbarer sozialwissenschaftlicher Sudiengänge in
angelsächsischen Ländern, schließt aber auch journalistische Texte der
englischen Fach- und Tagespresse ein.
Literatur:
On Globalization, George Soros (Public Affairs: New York 2002)
The Coming of Post-Industrial Society, Daniel Bell (Basic Books: New York 1999)