Internationalität als MarkenzeichenGründung eines Internationalen Hochschulkollegs in der TU Chemnitz
Als engagierte moderne Universität bietet die Technische Universität Chemnitz ihren Studenten gute Arbeitsbedingungen, eine moderne Ausstattung und eine meist überdurchschnittliche Betreuung. Trotzdem studieren hier weniger auslän-dische Studenten und promovieren weniger ausländische Nachwuchswissenschaftler als zum Beispiel an allen drei anderen sächsischen Universitäten. Das nicht nur zu ändern, sondern Chemnitz im sächsischen Vergleich sogar an die Spitze zu führen, ist ein ehrgeiziges Ziel, das sich die Universität gestellt hat. Für eine stärkere Internationalisierung entwickelt die TU Chemnitz gegenwärtig ein modernes dienstleistungsorientiertes Konzept nach dem
Motto "Studieren, finanzieren, betreuen". Mit der Entscheidung des Rektoratskollegiums und der Zustimmung des Senats zur Gründung eines Internationalen Hochschulkollegs als zentrale Einrichtung zum Wintersemester 1999/2000 ist die Uni diesem ehrgeizigen Ziel ein großes Stück näher gekommen: Internationalität
als Markenzeichen der TU Chemnitz.
Fakultäten im Mittelpunkt Dekane, Fachwissenschaftler und Studenten werden beim Internationalen Hochschulkolleg schnell und unbürokratisch Unterstützung fin-den. Aufbauend auf einer eingehenden Bedarfsanalyse sollen Serviceleistungen in großer Bandbreite angeboten werden. Diese reichen von der Beratung der Erstsemester zum Auslandsstudium bis zur Unterstützung der Dekane bei der Einrichtung neuer internationaler Studiengänge oder der Pflege der Hochschulpartnerschaften. Dafür gliedert sich das Kolleg in mehrere Aufgabenbereiche, etwa die Integration bzw. Auslandsvorbereitung der Studierenden durch gezielte Sprach- und Kulturvermittlung, die Mobilitätswerbung innerhalb der Universität und die Betreuung ausländischer Studienbewerber, Studenten und Absolventen. Grundlage für die organisatorische Ausgestaltung des Hochschulkollegs ist das Akademische Auslandsamt mit seinen Mitarbeitern und ihrer Expertise. Die enge Kooperation mit dem Zentrum für Fremdsprachen und interkulturelle Kommunikation sichert die erfolgreiche Umsetzung der Aufgaben in der Sprach- und Kulturvermittlung. Über selbst eingeworbene Drittmittel soll das Hochschulkolleg sich personell ver-
stärken.
Internationales Zentrum Will das Kolleg erfolgreich sein, muss es über die Dienstleistungen für die Fakultäten hinaus zu einem interkulturellen Impulsgeber für die gesamte Universität werden. Vorträge, Workshops oder Diskussionen, vor allem aber regelmäßige Veranstaltungen für ausländische Studierende werden zusammen mit den Fakultäten und Professuren durchgeführt. Um Kenntnisse und Engagement über Fachgrenzen hinweg zu bündeln, sollen sich interessierte Wissenschaftler und Verwaltungsmitarbeiter im Kolleg in Länderschwerpunkten zusammenfinden. Hier finden ausländische Gäste aller Fachrichtungen Ansprechpartner, werden Informationen über regionale Entwicklungen und Förderprogramme ausgetauscht, Gastvorträge ini-tiiert, aber auch der Kontakt mit
Ehemaligen gehalten.
Von Kapstadt bis Neu-Dehli Das Internationale Hochschulkolleg soll die Universität fit für künftige Entwicklungen machen. Die Diskussionen um eine Kommerzialisierung des Studienangebots, anglo-amerikanische Studienabschlüsse oder die zunehmende Förderung des internationalen Hochschulmarke-tings zeigen Entwicklungsrichtungen auf. Hier soll das Hochschulkolleg durch konzeptionelle Zuarbeit die Hochschulleitung in die Lage versetzen, Chancen für die TU zu nutzen und in politische Entscheidungsprozesse einzubringen. Mit der Stärkung des internationalen Bereichs ist auch ein ganz menschlicher Aspekt verbunden. Ausländische
Studenten kehren meist mit vielfältigen emotionalen Bindungen
an Chemnitz in ihre Heimatländer zurück. Für unsere Universität bedeutet das, von San Francisco bis Tokio, von Rio de Janeiro bis Helsinki und von Kapstadt bis Neu-Delhi Freunde zu haben.
Gesucht: Quartiere für Absolvententreffen Das anstehende Treffen ausländischer Absolventen vom 30. bis 31. Oktober 1999 als eine der ersten Veranstaltungen des Internationalen Hochschulkollegs wird daher wohl vor allem ein fröhliches interkulturelles Wiedersehensfest. Um die Kosten für die Teilnehmer an dieser Veranstaltung möglichst gering zu halten, werden noch Privatquartiere gesucht. Mitarbeiter der Universität, die helfen wollen, wenden sich bitte an international@tu-chemnitz.de . Prof. Dr. Josef Schmied Vorschau:Im TU-Spektrum 1/2000 wird der Leiter bzw. die Leiterin des Intenationalen Hochschulkollegs vorgestellt. Zur Zeit befindet sich diese Stelle im Ausschreibungsverfahren. |
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