Grenzüberschreitender ForscherdrangZwei Studenten aus Plzen als Diplomanden in Chemnitz
(Lo) Der hohe fachliche Anspruch einer Diplomaufgabe war Pavel Suchman und Petr Kurka von der Westböhmischen Universität Plzen noch nicht genug. Sie wollten sich der zusätzlichen Herausforderung stellen, ihre bisher mühsam erworbenen Deutschkenntnisse anzuwenden und zu verbessern und gleichzeitig die deutschen Nachbarn in Sachsen besser kennen zu lernen. Damit eröffnet sich schließlich auch eine Reihe weiterer beruflicher Chancen, vor allem wenn man bedenkt, dass die sich rasant entwickelnden Unternehmen in Tschechien, wie z.B. die zum VW-Konzern gehörenden Skoda-Werke, in Zukunft verstärkt gut ausgebildeten Ingenieurnachwuchs brauchen. Da die Finanzierung des Gastaufenthalts durch das EU-Programm TEMPUS gesichert werden konnte und die Professur Werkzeugmaschinen der TU Chemnitz gern die Betreuung übernahm, stand dem Forscherdrang der tschechischen Studenten nichts mehr im Wege. Die Themen der Diplomarbeiten, die die beiden jungen Männer am Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) bearbeiteten, sind wichtige Teilaufgaben aktueller Forschungsschwerpunkte des Instituts. So beschäftigte sich Pavel Suchman mit der Anwendung von Metallschaumstrukturen in Space-Frame-Konzepten, Petr Kurka arbeitete auf dem Gebiet des Drückwalzens von wellenförmigen Werkstücken für den Fahrzeugbau. Prof. Dr. Reimund Neugebauer und die Betreuer aus dem Institut waren mit ihren Schützlingen mehr als zufrieden. Sie bescheinigen ihnen Fleiß, Engagement und was gerade für Ingenieure sehr wichtig ist die Fähigkeit, sich in das Problem hineinzudenken. Schwierigkeiten, eine interessante Arbeitsstelle zu finden, hatten beide nicht ganz im Gegenteil. Sie konnten sich - nicht zuletzt dank ihrer Sprachkenntnisse - aus einer ganzen Reihe lukrativer Angebote das Beste aussuchen. Nach seinem Dienst in der tschechischen Armee wird Petr Kurka bei einem Unternehmen arbeiten, das eng mit deutschen Partnern kooperiert. Pavel Suchman möchte der Forschung treu bleiben und sich nach Möglichkeit weiterqualifizieren. Er arbeitet seit Oktober als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik. |
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