Ein schönes Geschenk für Goethe zum 250. Geburtstag

Nächster Internationaler Sommerkurs für deutsche Sprache widmet sich dem Freistaat Sachsen

BILDOxana Schrimf aus Weißrussland und Aya Minamitani aus Japan (Bildmitte) nutzen im neuen Medienlabor des Zentrums für Fremdsprachen und interkulturelle Kommunikation der TU Chemnitz die Videotechnik. Beide gehörten zu den Teilnehmern aus 18 Ländern, die den 26. Internationalen Sommerkurs für deutsche Sprache besuchten, den die Professur Deutsch als Zweitsprache veranstaltete. Dabei wurden die ausländischen Gäste auch mit der neuen Rechtschreibung vertraut gemacht.

(HJG) Er wird von Jahr zu Jahr beliebter, der Internationale Sommerkurs für deutsche Sprache der Chemnitzer Universität. Dieses Jahr fand er bereits zum 26. Mal statt, und er begann am 30. August - genau zwei Tage, nachdem die Welt den 250. Geburtstag Johann Wolfgang von Goethes feierte, des Altmeisters der deutschen Sprache.

Mittlerweile hat der Kurs bei Wissenschaftlern aus dem Ausland, aber auch bei Studenten, Lehrern und Fachleuten aus Verwaltung und Wirtschaft einen solchen Ruf, dass er wegen der großen Nachfrage aufgespalten werden musste. Waren es bisher zwei Parallelkurse - "Deutsche Sprache und Alltagskommunikation" und der "Internationale Hochschulkurs für Germanistik" -, die den Teilnehmern angeboten wurden, so kam diesmal als dritte Veranstaltung die "Deutschsprachige Fachkommunikation" hinzu. Dieses Jahr bot zudem eine ganz besondere Herausforderung, mit der auch viele Deutsche noch ihre Probleme haben: die neue Rechtschreibung. So mancher Teilnehmer dürfte sich deshalb wohl einen Duden als Souvenir mit nach Hause genommen haben.

Klar, dass der Schwerpunkt im Goethejahr auf der Weimarer Klassik lag. Und da Weimar in diesem Jahr die Kulturhauptstadt Europas ist, stand auch ein zweitägiger Ausflug dorthin auf dem Plan. Dabei besichtigten die ausländischen Germanisten natürlich das Goethehaus, geführt übrigens von dem auch international bekannten Chemnitzer Fachmann für neuere deutsche Literatur, Prof. Dr. Bernd Leistner.

Mittlerweile brüten die Germanisten schon über dem Kurs für das Jahr 2000. Es wird der 27. in Chemnitz sein. Er steht unter dem Motto "Sachsen - Land der Maschinen und der Musik". Dann steht unter anderem, wie könnte es anders ein, auch ein Besuch auf der Expo 2000 in Hannover auf dem Plan.


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HTML-Version von Ralph Meyer, 09. November 1999