Lehramtsausbildung läuft in Chemnitz aus(MSt) Der Senat der TU Chemnitz sprach sich am 29. Juni trotz erheblicher Bedenken für die Einstellung der Lehramtsausbildung aus. Bereits für das Wintersemester 1999/2000 konnten sich deshalb keine Lehramtsstudenten mehr einschreiben. "Natürlich können alle Studenten, die derzeit an unserer Uni den Lehrerberuf anstreben, ihr Studium zu Ende führen", versichert Rektor Prof. Dr. Christian von Borczyskowski. An dieser Senatsentscheidung konnten auch die studentischen Protestaktionen nichts ändern, die im Juni und Juli von der Studentischen Opposition (StOp) initiiert wurden.Der Hintergrund für die Einstellung der Lehramtsausbildung in Chemnitz reicht bis in das Jahr 1996 zurück. Seit dieser Zeit sieht Sachsens Hochschulentwicklungsplan eine Konzentration der Lehramtsausbildung im Freistaat auf wenige Standorte vor. In der Vergangenheit wurde deshalb vom Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst wiederholt über eine Einstellung der gesamten Lehramtsausbildung an der TU Chemnitz nachgedacht. Und mit Inkrafttreten des neuen Sächsischen Hochschulgesetzes am 1. Juli 1999 wäre das sächsische Wissenschaftsministerium von sich aus in der Lage gewesen, die Lehramtsausbildung an der TU entsprechend Paragraph 20 einzustellen. Angesichts der hochschulpolitischen Rahmenbedingungen und dem Wunsch der Chemnitzer Uni, insbesondere in der Philosophischen Fakultät neue innovative Studiengänge aufzubauen, entschloss sich der Senat der TU Chemnitz für diesen Schritt. Dadurch frei werdende personelle und finanzielle Kapazitäten sollen nun für den Ausbau neuer Ausbildungs- und Forschungsfelder verwendet werden. Die Lehrerweiterbildung an der TU Chemnitz bleibt davon unberührt und wird auch in Zukunft an der Universität weitergeführt. |
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